Simson Spatz (Simson SR4-1) PDF E-Mail

Simson Spatz oder Simson SR4-1

Die Simson Model SPATZ wurde von 1964 bis 1967 in zwei Ausführungen gebaut. Zum einen mit Pedalantrieb (SR 4-1P) und mit Kickstarter (SR 4-1K). Insgesamt lief der Spatz 30.000 mal vom Suhler Band.

Bei diesem Moped/-kick wurden Rahmen, Sitzbank und Tank völlig neu entwickelt, Motor und Vordergabel waren noch vom SR2, Lenker und Lampe wurden von der neuen Schwalbe "geborgt". Der Spatz zeigt gut die Entwicklung von den besseren Fahrrädern SR2 zu richtigen Mopeds, die Anordnung von Tank und Sitzbank war schon fast wie beim Motorrad! (im Gegensatz zu den vorherigen Simson Kleinkrafträdern)

Simson Spatz SR4-1

Der ?Spatz? war als Nachfolgemodell des Mopeds SR2E das kleinste, ein einsitziges Kleinkraftrad aus der sogenannten Vogelserie des früheren thüringer Zweiradherstellers VEB Simson aus Suhl.

Die Typbezeichnung lautete SR 4-1 mit zusätzlichen Buchstaben zur weiteren Unterscheidung. Es gab ihn in drei verschiedenen Versionen. Eine als Moped mit Tretkurbel und Pedalen (Typ P, für Pedale) sowie zwei als Mokick mit Kickstarter (Typ K (für Kickstarter) bzw. SK (für Simsonmotor + Kickstarter)). Der Spatz wurde im Zeitraum von 1964 bis 1971 (dem Fertigungsbeginn des Simson-Mofas SL1) in einer Gesamtzahl von 152.000 Stück produziert. Er besaß einen fahrtwindgekühlten 50-cm?-Zweitaktmotor (letzte Bezeichnung M52) mit Graugußzylinder und erreichte mit einem handgeschalteten Zweiganggetriebe eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 50 km/h. Viele Bauteile, Baugruppen und Ersatzteile des Spatz entstammten einem sogenannten Baukastensystem und wurden gleichermaßen auch in den anderen Fahrzeugen der Vogelserie verbaut.

Die recht einfache Fahrzeugelektrik war auf 6 Volt ausgelegt. Die Farbgebung des Spatz entsprach weitgehend der des Mokicks Star (weinrot / grau-grün), wurde aber im ersten Produktionsjahr in geringer Stückzahl auch in braun (maron) oder blau lackiert. Der Ladenpreis (EVP) für den Spatz betrug in der DDR stets 1050,- Ost-Mark. Der Spatz wurde aber auch von der Firma Neckermann, einem Versandhaus, nach Westdeutschland importiert und dort zum Neupreis von 598,- DM verkauft. Diese Fahrzeuge besaßen dann weder Batterie noch Hupe, sondern lediglich eine Fahrradklingel.