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Wie stelle ich die Zündkerze und den Zündzeitpunkt richtig ein? PDF E-Mail

Zündkerze und Zündzeitpunkt

Zum Überprüfen des Zündzeitpunktes entfernen wir zunächst Zündkerze und die rechte Motorabdeckung (Lichtmaschinen-Deckel). Ins Kerzenloch stecken wir einen geeigneten länglichen Gegenstand (z.B. Schraubendreher), um die Position des Kolbens zu ermitteln. Dann drehen wir das Polrad im Uhrzeigersinn bis der Kolben seine höchste Position (OT) erreicht hat. Wir drehen das Polrad zum Spielausgleich wieder eine Viertelumdrehung zurück und anschließend wieder im Uhrzeigersinn, bis der Kolben den Zündzeitpunkt erreicht hat (M53: 1,5mm vor OT; M501: 1,8mm vor OT). Eigentlich ist hierzu eine Messuhr nötig, aber der geübte Schrauber kommt mit dem Augenmaß aus, wenn er das alles schon ein paar mal gemacht hat. An dieser Stelle muss der Unterbrecher sich gerade öffnen.Ist er schon offen ist die Zündung auf zu früh eingestellt; ist er noch geschlossen und geht erst später auf, handelt es sich um Spätzündung.


Für nicht so geübte Schrauberaugen gibt es die Möglichkeit die 1.5 bzw.
1.8 mm nicht direkt abzumessen sondern per Winkelgrade am Polrad zu messen.
Eine Anleitung dafür findet ihr hier.

Wenn der Zündzeitpunkt nicht stimmt, muss man ihn einstellen. Dazu lockern wir die Schrauben der Grundplatte etwas, sodass wir diese verdrehen können. Bei Frühzündung drehen wir die Grundplatte ein wenig im Uhrzeigersinn, bei Spätzündung in die andere Richtung. Dann ziehen wir die Schrauben wieder an und überprüfen den Zündzeitpunkt nochmals. Diese Prozedur wiederholen wir, bis der Zündzeitpunkt stimmt.

Als letztes bleibt noch der Unterbrecherkontakt. Bei dessen weitester Öffnung muss der Abstand der Unterbrecherkontakte genau 0,4mm betragen. Ist dies nich der Fall, muss er nachgestellt werden. Hierzu lockern wir die Schraube am Unterbrecher und regulieren den Abstand neu.

Die hier beschriebene Methode ist der umständliche Weg für ältere Motoren ohne Zündzeitpunktmarkierung. Neuere haben jeweils eine Markierung an Polrad, Grundplatte und Motorgehäuse. Diese werden in eine Linie gebracht und die Grundplatte in dieser Stellung fixiert.
 
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