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Thema: 12v Birne in 6 Volt Schwalbe? Folgen?


  1. #17
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Zitat Zitat von Schwarzer_Peter Beitrag anzeigen
    Beim Roller läuft der ganze Salat über solche Leisten.
    Und das noch gar nicht mal schlecht. Man kommt ausnahmsweise gut dran und es ist übersichtlich angeordnet.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  2. #18
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    Ja freilich, hier merkt man, dass der Roller zu einer Zeit konstruiert wurde, wo Elektrik nicht mehr lästige Nebensache war.

    So viele zusätzliche Steckverbindungen, vor allem die gesteckten Masseverbindungen, machen die Sache aber auch anfälliger als direkte Verbindungen und Verschraubungen.

  3. #19
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    Dafür hat man dann die Mechanik verbaut und unglücklich plaziert. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile.
    Die gesteckten Masseverbindungen sind gar nicht mal so schlecht. Ob nun auch die Masseleitung gesteckt ist, oder nur die Zuleitung wie bei den anderen Mopeds, macht es auch nicht mehr fett. Ob nun das Kabel bricht, oder der Stecker gammelt kommt auf das gleiche raus. Ich sehe das als Verbesserung an und auch nicht als anfälliger.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  4. #20
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    Das weiß man mittlerweile besser. Gesteckte Masseverbindungen waren zu der Zeit modern, auch im PKW hat man das gerne so gebaut. Das hat man aber schon ein paar Jahre später schnell wieder bleibenlassen, eben weil viel korrosionsanfälliger als verschraubte Massepunkte.

    Der Krampf mit dem schräg reingestrickten Mopedmotor ist Resultat der von der Politik ausgehungerten DDR-Industrie. Der Motor, der da eigentlich reingemusst hätte, konnte nie entwickelt werden.

  5. #21
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    Die bessere Lösung wäre wohl eine Triebsatzschwinge wie im SRA gewesen, wobei auch diese nicht wirklich gut zugänglich ist.
    Ich glaube bis heute, daß die DDR für sich genommen im Grunde lebensfähig gewesen wäre, aber zwischen dem großen Bruder und dem Westen regelrecht aufgerieben worden ist. Vom Westen her durfte sie nicht sein und z.B. der Wechselkurs konnte nach belieben festgesetzt werden, vom Osten her wurde geholt was nur ging und die Politik tat dann noch das Sahnehäubchen oben drauf. Von den geißelungen der Bürger reden wir jetzt erst mal besser nicht.. Aber egal, der Roller ist an sich ein recht gutes Produkt geworden, wenn er auch ettliche dem ganzen System geschuldeten Unzulänglichkeiten hat.
    In der DDR wurden ja auch Sachen entwickelt, die durchaus Konkurenzfähig mit Westprodukten waren, aber, wie du schon sagtest, von der Politik abgewürgt wurden. Unsere Mopeds sind da keine Ausnahme. Wer weiß, wo Simson heute stehen würde, hätte man die Entwickler damals machen lassen, wie sie gekonnt hätten. Aber kaum war ja mal was da, hat der Sozialismus gnadenlos zugeschlagen.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  6. #22
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    Neulich lief im MDR eine Chronik - ein echter Augenöffner für jeden, der noch glaubt, erst die neuen marktwirtschaftlichen Herren hätten Simson vor die Wand gefahren:

    http://www.mdr.de/mediathek/8714201.html (schade, der Beitrag ist wohl nicht mehr online)

    Simson-Fahrzeuge wurden schon in den 1970ern weit unter Herstellungskosten verkauft, das Ausbluten und Veralten der Industriebetriebe begann schon 15 Jahre vor dem Mauerfall. Der neue Reiter hat nur ausgesprochen, was der alte nie wahrhaben wollte: Das Pferd ist tot.

  7. #23
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    Nene, das alte System an sich hat sich natürlich auch selbst an die Wand gefahren. Was ich sagen wollte ist, daß auch von außen alles dafür getan wurde, aus den unterschiedlichsten Interessen. Ich glaube auch kaum, daß die Politführung und die Leiter der Industriebetriebe das nicht wußten, aber durch die enge Verzahnung durfte das eben nicht wahr sein. Wenn dann noch ein Gremium auch aus Politikern den Preis einfach festsetzt, geht das nun eben schief und von drauflegen lebt niemand lange.
    Wobei hier schon fast Respekt gezollt werden muß, daß das überhaupt 40 Jahre bis zum Zusammenbruch gedauert hat.
    Wenn dann auch noch z.B. der Westen vorschreibt, was ein Moped zu kosten hat und man dringends auf diese Devisen angewiesen ist, hat man eben auch schlechte Karten und so kommt dann eins zum anderen.
    Eigentlich war das Pferd schon nach 15 Jahren DDR so gut wie tot...
    Das die neuen marktwirtschaftlichen Herren das nicht waren, ist ja klar, aber vieles wurde auch einfach verramscht und Konkurenz wurde sich so auch vom Leib gehalten.

    Egal wie jetzt, der Roller hat seine guten Seiten, aber auch seine schlechten mit denen man seinen Vätern noch heute die Knochen verfluchen kann.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  8. #24
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    Ich hätte zu gern gewusst ob die DDR mit einer gescheiteren Führung überlebt hätte.

  9. #25
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    Das wäre zu Anfang wohl noch möglich gewesen, wenn auch der große Bruder dies zugelassen hätte. So waren später z.B. die ersten Trabant auch noch auf Westniveau wie vieles andere auch, bis das System dann endgültig zum erliegen kam und nur noch von der immer weniger werdenden Substanz lebte. Eigentlich war aber bei Erichs Machtübernahme das Pferd schon so gut wie tot und das gesamte Politbüro hätten wohl das Ruder so weit herum reißen müssen, daß es dem großen Bruder eine Ohrfeige verpasst hätte, was dieser sich wiederum niemals hätte gefallen lassen und wohl massiv eingeschritten wäre.
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  10. #26
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    Ich dachte mit Erich hätte das Abwärts angefangen.Ich weiss nicht wie viele Eigenstädigkeit die DDR gegenüber Russland hatte.In den 60er jahren hatte die DDR nocht Westniveau,die Mz in den 80er Jahren hatten auch West,bzw Japanernivau.Man hätte die Ingenieure den Trabenten weiterentwickeln lassen sollen mit Viertaktmotor,er wäre ins Ausland verkauft worden und hätte Devisen gebracht.Die DDR war eigendlich von der Brd ausgebeutet,zb ,dass Quelle billig an Unterhaltungselektronik,Vw billig an Elektrikteilen aus Chemniz,usw.

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