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Thema: Abtriebswellenlager kaputt / Rahmenbohrung geweitet


  1. #1
    Schwarzfahrer Avatar von micstar
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    Standard Abtriebswellenlager kaputt / Rahmenbohrung geweitet

    Hallo erstmal!


    Habe schon eine Menge mitgelesen und bin auch schon in gewissem Umfang zur Tat geschritten:

    Die Vorgeschichte:

    Habe bei der Oma meiner angetrauten eine leicht gammelige 17.000 km gelaufene S 51 B 1-4 BJ 1986 gefunden.
    Die Stand seit 10 Jahren in der Garage und wurde vor ihrer letzten Benutzung wahrscheinlich erst einmal gewaschen.

    Auf allen Alu- und sonstigen Oberflächen klebt(e) also eine Kuhfladenähnliche Masse, die sich resistent gegen jegliche Form von Lösemitteln zeigt.

    Nach dem ersten Säubern und Prüfen der Grundfunktionen (neue Baterie gekauft, Rost aus dem Tank gespült) lief sie dann auch - fuhr auf dem kurzen Stück wo ich sie getestet hatte auch ihre 50-60.

    Der Leerlauf war holperig , aber meine Leidenschaft war geweckt.

    Hab sie auf dem Hänger nach München genommen und nachdem ich das Simson-Buch von meiner Holden geschenkt bekommen habe, machte ich mich richtig ans Werk.


    Schutzbleche runter, abschleifen, grundieren, lackieren

    Motor raus

    Rahmenteile auseinander

    Säubern, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten, entrosten

    Grundieren mit Rostschutzhaftgrund

    Fein schleifen (nass)

    Lackieren

    Vergaser ins Ultraschallbad, dabei habe ich gesehen, dass die Leerlaufdüse komplett dicht war (etwas Salzsäure hat sie dann aber wieder frei gemacht)

    Festgestellt, dass Zündspulendorn weggefault ist - neu geordert

    Kabelbruch - > Neuer Kabelbaum eingepflanzt (Stück für Stück ersetzt / Armaturen neu gelötet)

    Alte und spröde Reifen erneuert Heidenau K irgendwas mit Slickprofil drauf

    Bremse hinten mit neuen Zwischenlagern aufgeweitet und geschmiert

    Kettensatz neu, Lager vor dem Wiedereinbau gefettet

    Die beim Dichtungssatz beiligenden Simmeringe / Wellendichtringe an der Schaltwelle und an der Abtriebswelle ersetzt


    Manchen Kleinkram habe ich sicher vergessen, aber nun zu meinen Fragen:


    1. Beim Einsetzen des neuen Simmerings sah ich gestern, dass das Abtriebswellenlager im A... ist (Kupplungskorb an 2 Stellen defekt=2 Kugeln fliegen lose rum, leichtes Spiel im Lager)
    Muss ich den Motor jetzt unbedingt öffnen (vom Gefühl her fehlt der Kiste sonst nix - der Motor lief immer schön ruhig) und wenn ja - wie lange dauert sowas - gibt´s da evtl. für den M 541 eine kompetente Hilfe im Grossraum München - ggf. gegen Bezahlung? Was macht man am besten - wenn man ihn offen hat: Alle Lager + neuen Kolben + Zylinder?

    2. Der Rahmen hat an der hinteren Bohrung für Fussrastenträger und Motorhalter/Bremshebel(?) eine leicht ausgeschlagene, ovale Form, ca. 1-2 mm haben die Vibrationen da gearbeitet.
    Muss ich das schweissen lassen oder sonstwie verstärken / aufbohren und neue Hülse einpassen??


    Grüße

    Michael



    P.S.: Warum ich das alles gemacht habe? Keine Ahnung - Bastelwahn vielleicht - geht halt alles so schön ohne Spezialwerkzeug auseinander....

  2. #2
    Simsonfreund
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    Standard

    Hallo und herzlich willkommen im Nest.

    Um die etwas ausgeschlagenen Bohrungen der Fußrasten, erstmal ein paar U- Scheiben unterlegen und ordentlich anziehen, dürfte in absehbarer Zeit noch keine Prob machen.

    Zu den Kugeln im Motor, das wird wohl in Kürze ein Problem geben, wenn ein Lager schon die Kugeln verliert.
    Empfehle den Motor zu öffnen, neu zu lagern, ggf. defekte Teile tauschen.

    Der Metallschrott kann sonst ernsthafte Schäden verursachen.

    Gruß
    schrauberwelt

  3. #3
    Simsonfreund Avatar von T.I._King
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    Standard

    ich schließe mich schrauberboy an.
    lass den motor regenerieren.denndiese slager ist vielleicht nur die spitze eines eisbergs..
    wenn mehrere lager schrotten,dann kann dir das dein ganzes getriebe zer stören!und dann wird es teuerer als es nun und mit sorgfalt zu erledigen!

    dann solltest du:
    -lager wechseln
    -kurbelwelle überprüfen und bei dem kleinsten mangel wechseln
    -zylinder ausschleifen lassen und mit übermaßkolben versehen(gibts es schon für 30euro den schliff mit kolben)
    -neue dichtkappen an den dichtkappen(ritzel und hinter dem polrad)
    -eventuell neue kupplungsbeläge...

    ti
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=yyaRiE1nBsY[/url]

  4. #4
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    Standard

    genau. den zyli wenn überhaupt dann nur ausschleifen lassen. die neuen repro zylinder/kolben garnituren taugen nichts. bei finanzmangel muss das aber nicht unbedingt sein. zylinder kann man ja recht schnell machen. wenn du den motor schonmal auseinander hast aber auf jeden fall alle lager und alle simmerringe wechseln. bzw alles machen was drinnen defekt ist. sonst hast du irgendwann schrot (ja, absichtlich nur mit einem t) und dann wirds richtig teuer.
    ..shift happens

  5. #5
    Simsonfreund
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    Standard

    Zitat Zitat von T.I._King
    ich schließe mich schrauberboy an.
    lass den motor regenerieren.denndiese slager ist vielleicht nur die spitze eines eisbergs..
    wenn mehrere lager schrotten,dann kann dir das dein ganzes getriebe zer stören!und dann wird es teuerer als es nun und mit sorgfalt zu erledigen!

    dann solltest du:
    -lager wechseln
    -kurbelwelle überprüfen und bei dem kleinsten mangel wechseln
    -zylinder ausschleifen lassen und mit übermaßkolben versehen(gibts es schon für 30euro den schliff mit kolben)
    -neue dichtkappen an den dichtkappen(ritzel und hinter dem polrad)
    -eventuell neue kupplungsbeläge...

    ti
    schrauberboy ???

  6. #6
    Schwarzfahrer Avatar von micstar
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    Standard Fortsetzung

    Was bisher geschah:

    Ich habe mich dann doch dazu entschieden, den Motor wegzuschicken um ihn bei Zweirad Steinberg generalüberholen zu lassen (neue Kurbelwelle, Schleifen, Übermasskolben, Lager, Kupplung, Simmeringe neu)
    Danach wieder alles zusammengeschraubt: Vergaser vorher geultraschallt, Benzinfilter vorgeschaltet.
    Nach endlosen Startversuchen machte es dann Pöttpött. Aha - komisch - Motor läuft nur bei Vollgas oder wie?
    Nach einigem überlegen und Nachschlagen im Simson-Buch - Düsennadel eins höher gehängt. Schon besser wenn man oben von unten unterscheiden kann: Ich hatte die Düsennadel in die 2. Kerbe von oben statt von unten eingehängt...
    *ich Depp*
    Egal - die ersten Meter gefahren: Zonk. Kette gerissen, Kettenkasten zerbröselt.
    Man sollte beim Kettenschliessen auch das Gegenstück montieren und nicht nur den Sicherungsclip aufsetzen...
    *ich Depp der zweite*
    Naja nu läuft se - sauberer Leerlauf, einwandfreie Gasannahme - 1a.
    Nun zu den Feinheiten der Elektronik:
    Blinker gehen, Hupe geht.
    Rücklicht geht.
    Was dann auch geht ist das Bremslicht. Allerdings erst nachdem *ich Depp der dritte* das Kabel zum Bremstrommelkontakt abgerissen habe (nicht sauber verlegt) und gerafft habe, dass das Bremslicht eine gewisse Reaktionszeit braucht..

    Nun zur eigentlichen Frage des Abends:
    Mein Frontlicht geht - aber nur wenn ich eine gewisse Drehzahl nicht überschreite. D.h. bei Leerlauf glimmt die Lampe auf schwacher "Stufe" bis ca. 2500 U/min wird sie richtig hell, danach (und das geht schlagartig) glimmt sie nur noch wie im Leerlauf. Woran kann das liegen??
    Hat irgendwer eine spontane Idee?

    Wenn ich den Choke ziehe geht sie aus - ist das auch normal?
    Anspringen tut sie ganz gut mit halbgas ohne Choke...braucht man den nur im tiefsten Winter?

    Soviel erstmal wieder für heute
    Danke für die Tips bis jetzt...

    Michael

  7. #7
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Standard

    zu deiner lampe hab ich spontan keine idee.

    zum choke... ja, moped sollte ausgehen, wenn du ihn bei warmen motor ziehst.
    und ja, den choke brauchen einige simsons nur im tiefsten winter. das ist aber tatsächlich von möff zu möff unterschiedlich.

  8. #8
    Schwarzfahrer Avatar von micstar
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    Standard Feddich!!!



    Sie ist nun offizieller Teilnehmer des offiziellen Münchner Strassenverkehrs!

    Habe die letzten Feinheiten erledigt:

    Das mit der Elektrik muss irgendein Wackelkontakt gewesen sein - nach dem Ein- und Ausbau des Zündschalters ging alles wie gewollt (bis auf die Lichthupe, aber die braucht eh kein weibliches Schwein)

    Woran ich mich jetzt noch gewöhnen muss, sind die langen Schaltwege... mir ist es am Anfang oft passiert, dass ich mit dem Runterschalten vor der Ampel doch nur zwischen 2. und 3. Gang gehangen bin, das Runtertreten machte dann nur den 2. Gang rein und die Kiste kommt nicht vom Fleck...


    Vielen Dank für die Tips - ohne das Forum hätte ich es nicht so schnell geschafft!

    Falls jemand in München Schrauberhilfe bei einer S51 benötigt, kann er sich vertrauensvoll an mich wenden.... langsam kenne ich mich ein bisschen aus..


    CU on the road...

    Michael
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  9. #9
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    Standard Re: Feddich!!!

    Zitat Zitat von micstar
    Woran ich mich jetzt noch gewöhnen muss, sind die langen Schaltwege... mir ist es am Anfang oft passiert, dass ich mit dem Runterschalten vor der Ampel doch nur zwischen 2. und 3. Gang gehangen bin, das Runtertreten machte dann nur den 2. Gang rein und die Kiste kommt nicht vom Fleck...
    Am besten schon runterschalten, während du an die Ampel rollst. Immer schön auf die Wippe, bis es nich weiter runter geht. Im Stand ist das manchmal etwas hakeliger. Deshalb schon den ersten drinhaben, wenn man anhält (und dann meinetwegen für die Wartezeit in den Leerlauf schalten).

    MfG
    Ralf

  10. #10
    Schwarzfahrer Avatar von micstar
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    Standard

    Eine Frage habbich noch:

    Wenn der Motor kalt ist - sind 3-4 Tritte bis zum Anspringen OK?
    Und wenn der Motor kurz danach beim Anfahren das erste mal hochdreht ist im Übergangsbereich (mittlere Drehzahl) ein kleines Ruckeln zu verspüren - stimmt da was mit dem Vergaser (16N3-4) noch nicht ganz oder ist das bei kaltem Motor normal?

    Choke brauche ich jetzt auf jeden Fall beim Start... hatte wohl einen zu hohen Schwimmerstand.

    Kann aber alles auch noch am alten Kraftstoff liegen - habe immer noch das alte Zeug drin mit vielleicht etwas zu hohem Ölanteil....

    Kerzenbild: Dunkelbrauner "Flaum" auf der Elektrode, Teerähnliche Ablagerungen (teilweise abgeplatzt) auf dem Gewindenahen "Metallringkörper", leicht weisse Verfärbung an der äussersten Isolatorspitze.

    Dankeschöön

    Michael

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