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Thema: Anleitung: GPS-Tracker über Schwalbe-Batterie betreiben


  1. #1
    Tankentroster Avatar von timmueller1990
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    Standard Anleitung: GPS-Tracker über Schwalbe-Batterie betreiben

    Hallo an euch alle,
    ich möchte euch hier mein kleines Projekt erklären und euch vielleicht zum Nachbauen animieren. Es ist nicht sehr schwer und ihr braucht nur geringe Kenntnisse in löten. Wenn man das nicht kann oder nicht das tech. Zubehör hat, findet bestimmt auch Hilfe beim freundlichen Elektriker um die Ecke für ein paar Euro mehr.

    Nicht geeignet für Tiefgaragen und Keller! Wenn der Tracker keinen Empfang hat, geht er nicht in den Schlafmodus, sondern in den Alarmmodus! Anleitung für solche Räume folgt bald, die ist jedoch nur für Lötprofis und noch in der Testphase.

    Die Spannungsversorgung:

    Wir benötigen
    1x Low-Drop-Festspannungsregler (z.B. LM2940)
    1x Kondensatoren 100nF
    1x Kondensator 330nF
    1x USB-Buchse
    1x Streifenrasterplatine Rastermaß 2,54
    1x lötbare Schraubklemme Rastermaß 2,54
    1x Feinsicherungshalter mit Feinsicherung 0,5A (am besten MT – steht für Mittelträge)
    Verbrauchsmaterial wie Lötzinn, Draht, etc.
    1x ca. 1m Kupferlitze schwarz 0,75mm²
    2x KFZ-Flachstecker 6,3mm für Zuleitungen
    1x M3x10 Schraube und M3 Mutter
    1x mind. 15mm x 15mm x 2mm Alublech
    >3x Kabelbinder
    1x 147 Ohm Widerstand
    1x grüne LED
    1x Bohrer zwischen 3 – 4 mm

    Warum diese Teile?

    Low-Drop-Festspannungsregler haben eine geringe Verlustleistung. Sie benötigen nur ca. 0,5V für eigene interne Prozesse. Wenn man 5V USB-Spannung bekommen mag, darf man für einen sicheren Betrieb an einer 6V Batterie nicht mehr Spannung abzweigen.

    Die zwei Kondensatoren verhindern das Aufschwingen der Schaltung sowie als Filter (am Eingang) und zur Glättung (am Ausgang) der Gleichspannung.

    Die USB-Buchse zum Beladen des Trackers.

    Die Feinsicherungshalter gibt es schon vorbereitet mit Zuleitung etc. Einfach alles bei Conrad bestellen, da findet man das alles.

    Der Widerstand und die LED bilden die Funktionsanzeige. Wenn alles i.O. ist, leuchtet die LED, wenn z.B. ein Kurzschluss auftritt, geht diese aus.

    Das Alublech und die M3 Schraube und Mutter dienen als Kühlkörper. Bitte darauf nicht verzichten, da der Festspannungsregler sonst sehr schnell kaputt geht /gehen kann (1000 Betriebsstunden anstatt 20000h). Je größer das Alublech, umso besser! Das sind die Mindestmaße!

    Hier ein Bild des Aufbaus:


    [/IMG]


    Die 2 großen weißen Kreise sind Bohrungen in dem Raster der Platine, um die Platine an der Stelle zu unterbrechen. Bitte nicht vergessen, sonst Kurzschluss.
    Die kleinen silbernen Kreise sind die Lötpunkte.



    Achtet darauf, dass kein kleiner Lötzinntropfen zwischen die Platinen gekommen ist, Kurzschlussgefahr!

    Der Tracker:

    Ich habe mir einen TK102B bei eBay gekauft. Die Simkarte habe ich von Otelo, da dieser im Vodafone-Netz unterwegs ist. Dadurch habe ich eine recht gute Netzabdeckung, welche jedoch woanders schlecht sein kann. Bitte selbst entscheiden! Ich persönlich habe nicht sehr viel eingestellt. Ich habe den Tracker komplett auf GPRS konfiguriert, sodass ich alles online steuern kann. Den Schlafmodus habe ich auf Schock gestellt – es geht natürlich auch auf Zeit. Wer dabei Hilfe braucht, soll das einfach hier als Beitrag schreiben. Die Ortung ist sehr genau und zuverlässig. Wer sich für einen anderen Tracker entscheidet, kann ja bitte seine Erfahrungen posten.

    Der Einbau:

    Jetzt wird es interessant. Der mit Anschlussleitungen vorgefertigt gekaufte Feinsicherungshalter bekommt einen KFZ-Stecker aufgepresst und wird – ohne Sicherung - auf den Sicherungsklemmblock der Batterie geklemmt (1 Stecker ist noch frei). Das andere Ende wird auf „Plus“ geklemmt. Die „Minus“-Leitung bekommt auch einen KFZ-Stecker aufgepresst und wird mit an die Lampe geklemmt, da dort ein Stecker für Masse frei ist. Tracker-USB-Kabel in das Gerät gesteckt und ab in den USB-Port. Batterie eingelegt und schon fehlt nur noch der letzte Schritt – Sicherung rein. Wenn alles in Ordnung ist, leuchtet die Lampe. Wenn ein Fehler aufgetreten ist, bleibt die Lampe aus. In dem Fall Sicherung raus und Fehlersuche.

    Wenn alles funktioniert, findet der Tracker einen Satelliten und geht nach kurzer Zeit in den Schlafmodus. Stromverbrauch gleich Null. Im vollen Betrieb mit Batterieladen nimmt der Tracker ca. 400mA auf. D.h. Wärend der Fahrt wird er geladen; ist das Vögelchen abgestellt, schläft der Tracker und alles ist gut. Mit einem einfachen Anruf kann man den Tracker auch wieder aktivieren. Jetzt kann man die Platine in ein Gehäuse packen oder etwas basteln, das es vor Staub und Beschädigung geschützt ist. Ich habe dann beides zusammen in eine Tiefkühltüte (reißfest) gelegt und mit Kabelbinder an meinen Tacho befestigt. Ist zwar keine Meisterlösung aber es funktioniert. Wasserdicht und Staubdicht ist es dadurch und kostet fast nix.

    Vielleicht probiert Ihr das auch mal aus – über Kommentare freu ich mich.

    Lg Tim

  2. #2

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    Hallo Tim,

    gutes Teil! Ich restauriere gerade meine Schwalbe. Werde das demnächst mal testen, weil es von der Versicherung ja keine Kohle gibt wenn die geklaut wird…Frechheit!

    ich gebe dann mal Rückmeldung wie das teil bei mir funktioniert :)

    Liebe Grüße

  3. #3
    Simsonschrauber Avatar von Makersting
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    Klasse Post! Lochmaster lohnt sich wirklich.
    Drei Dinge möchte ich anmerken:

    1. fehlt am Eingang eine effektiver Überspannungsschutz per Suppressordiode. In der Bordspannung sind leider Spannungsspitzen unterwegs; glaube TO wars, der sehr aufschlussreiche Diagramme gepostet hatte.

    2. 147 Ohm sind nicht sonderlich gängig. Einfach 150 nehmen und gut ist es.

    3. fehlt mir ein Ausschalter. LED und der LM2940 saugen bei längerem Stillstand die Batterie leer.

  4. #4
    Tankentroster Avatar von timmueller1990
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    Hallo,
    Zu 1) Der Schaltkreis ist gegen Spannungspitzen bis 1 kV unter 1ms gesichert. Also keine Gefahr und man kann sich ein Bauteil sparen.


    Zu 2) Gebe ich dir recht ich hatte 147 zu Hause liegen hihi.


    Zu 3) Ich hatte extra keinen Ausschalter vorgesehen, da man ausgerechnet an dem Tag des Diebstahles vergessen hat, den Schalter einzuschalten. Ist aber ein leichtes, den mit einzuplanen.

    Edit: Bei abendlicher Unterbringung in Garage etc., wo der GPS-Tracker keine Satelliten findet, empfehle ich einen Ausschalter, da sonst am nächsten Tag alle Batterien leer sind. Der Tracker bleibt nämlich so lange im Alarmmodus, bis dieser Satelliten gefunden hat.

    Das wäre vielleicht interessant, wenn man die Platine anderweitig nutzen mag. Da es konstant 5V bringt, kann man alles, was über USB läuft, betreiben. Radio, Naviladegerät etc. Nur bei ca. 0,5 A ist Ende, damit die Batterie noch laden kann.

  5. #5
    Simsonschrauber Avatar von Makersting
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    Jetzt kapiere ich erst denn Sinn des Trackers richtig...Shame on me...

  6. #6
    Tankentroster Avatar von timmueller1990
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    Lieber spät wie nie . Ich empfehle da auch ein etwas teureren wie den oben beschrieben. Der war Mist.

  7. #7
    Simsonschrauber Avatar von ElGonzales
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    Sachtma, wenn ich bei einem Eingang von 12V mehr als 1A Output bei 5V heraus bekommen möchte, kann ich da einfach 2x LM2940 parallel verbauen?

    Oder muss noch irgendwas zwischen die Ausgänge damit die sich nicht gegenseitig beeinflussen?
    Gruß, André (OMG jetzt auch mit Zschopower!!!1!)

  8. #8
    Tankentroster Avatar von timmueller1990
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    Hallo André,


    -gelöscht-

    Edit: Ich persönlich rate bei 12V Anlage dazu - 12V Kfz-USB Ladegerät
    http://www.reichelt.de/?ARTICLE=1013...Fc3LtAodzHwADg


    Bedenke auch, das du da extrem viel Leistung der Batterie wegnimmst. Die lädt dadurch nicht mehr richtig auf, wenn du die ganze Zeit 1A wegnimmst.

    Ich habe auch grade gesehen, das es den LM2940 so nicht mehr gibt. Der heißt jetzt LM2940CT-5.
    Geändert von timmueller1990 (09.08.2014 um 11:47 Uhr)

  9. #9
    Simsonschrauber Avatar von ElGonzales
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    Genau das Teil habe ich schon an meinem Tourenmoped fürs Navi, hab ich sogar bei Amazon bewertet

    Ich lieg nur grad krank nieder und wollte mir aus Langeweile was zum USB-Laden im Auto mit etwas mehr Ausgangsstrom basteln. Da kommen dann auch gleich 2 Buchsen dran und ein zurecht gesägter alter Alu Kühler aus PC Gedöhns mit Wärmeleitpaste.

    Sowas wie den L78S05CV hatte ich bei Reichelt schon gesucht, aber die haben im 5V Bereich nur den LM2940...bin aber bei Conrad fündig geworden.
    Gruß, André (OMG jetzt auch mit Zschopower!!!1!)

  10. #10
    Simsonschrauber Avatar von Makersting
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    Keine gute Idee, da enorme Verlustleistungen mit den Linarreglern bei 12V Bordspannung auftreten. Die Hitze kriegst du kaum abgeführt und der Akku wird unnötig leergesaugt. Step-down-Regler ist das Zauberwort. Und eben die sind meist in den 5V-Dingern fürs Auto drin, wie oben vorgeschlagen.

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