Umfrageergebnis anzeigen: Sollen die Atomkraftwerke abgeschaltet werden ?

Teilnehmer
233. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja abschalten

    122 52,36%
  • Nein laufen lassen

    111 47,64%
+ Antworten
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Ergebnis 289 bis 304 von 610

Thema: Atomkraft für den Umweltschutz


  1. #289
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Das Bild da oben gefällt mir. Frappierend, diese Ähnlichkeit.^^

    Jetzt wo die Ergebnisse vom Atomkompromiss vorliegen, frage ich mich, wars das schon, oder kommt da jetzt noch was? Was ist nun mit unserer Sicherheit?


    In der MoPo stehen gerade 7 bittere Wahrheiten zu Merkels Revolution:

    Behauptung: Um rund zwölf Jahre wird die Laufzeit der Kraftwerke verlängert.
    Tatsache ist, dass die Meiler deutlich länger laufen dürfen. Jahreszahlen wurden nicht festgelegt, lediglich Reststrommengen. Die Konzerne können diese über einen größeren Zeitraum strecken.

    Behauptung: 50 Prozent der Zusatzgewinne werden abgeschöpft.
    Tatsache: Es werden wohl weit weniger sein, laut Öko-Institut nur 25 Prozent. RWE, Eon, EnBW und Vattenfall freuen sich auf Zusatzprofite von bis zu 127 Milliarden Euro.

    Behauptung: Durch den von Rot-Grün beschlossenen Ausstieg drohen Engpässe bei der Stromversorgung.
    Tatsache: Deutschland hat 2010 einen Überschuss von 9 Milliarden kWh, Rekord!

    Behauptung: Das "Zeitalter erneuerbarer Energien wird schnellstmöglich erreicht" (O-Ton Merkel).
    Tatsache ist, den erneuerbaren Energien -2009 erwirtschafteten sie 6,7 Milliarden Euro -wird ein schwerer Schlag versetzt, weil Atomstrom weiter die Leitungen verstopft.

    Behauptung: Auf lange Sicht werden die Menschen beim Strompreis um acht Milliarden Euro entlastet (Brüderle).
    Tatsache: RWE-Power sagt: "Die Preise sinken nicht, weil sich am Kraftwerksmix nichts ändert." Tatsache ist auch: Die Vormacht der vier großen Betreiber wird zementiert (Oligopol). Sie kontrollieren 80 Prozent der Versorgung, sprechen so Preise ab.

    Behauptung: Atomkraftwerke von heute sind sicher.
    Tatsache ist, Atomkraftwerke sind sicher -so lange nichts passiert. Neu ist die Bedrohung durch Terror. 20,3 Milliarden Euro kostet die Nachrüstung der 17 Meiler. Unklar ist, wo Tausende Tonnen zusätzlichen Atommülls gelagert werden, da es kein Endlager gibt.

    Behauptung: "Sorgen der Menschen werden ernst genommen" (Merkel).
    Tatsache: Es droht ein heißer Herbst. "Die Atompolitik ist das jüngste Beispiel dafür, wie sehr sich die Politik von den Bürgern absetzt" (Konrad Freiberg, Gewerkschaft der Polizei).


    Im Stern gehen sie davon aus, dass sich nun die Restlaufzeiten bis 2050 strecken lassen. Die Verlängerung sei ein Kompromiss mit hohem Restrisiko.

    Neu ist seit heute diese Mängelliste. Als Beispiel für die aktuelle Augenwischerei kann man die vielzitierten 2,3 Milliarden pro Jahr benennen, die die Atomkonzerne an den Staat abführen sollen. Laut dem Artikel sind es am Ende jedoch nur 1,5 Milliarden, weil die Brennelementesteuer beim Finanzamt als Betriebskosten abgesetzt werden können!

    Was war eigentlich die Grundlage für die Entscheidungen? Das manipulierte Atomenergiegutachten, nehme ich an.

    Leidet die Merkel unter einem Realitätsverlust? Veranstaltet einen Zirkus "Atomgipfel", fliegt dann in die baltischen Länder und alles ist fortan Ruhe und Frieden!?


    p.s.: Den roten Text kann man auch sehr gut auf den Streit um Stuttgart 21 beziehen. Mir tun die Polizisten leid, die ihre Köpfe für politische Fehlentscheidungen hinhalten müssen.
    Geändert von Alfred (07.09.2010 um 19:37 Uhr)

  2. #290
    Flugschüler Avatar von Sailorman112
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    Zitat Zitat von Kuddel76 Beitrag anzeigen
    ÄÄÄh, hallo???
    Das macht Angst!

  3. #291
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Das sollte es auch. Es wird gelogen und vertuscht, was das Zeug hält. Seit Jahrzehnten gibt es einen Bund zwischen CDU/FDP und der Atom-Lobby, was die jüngste Laufzeitverlängerung für die Kernkraftwerke belegt. Deswegen wird der Betrieb der altersschwachen Kraftwerke doch nicht am TÜV scheitern!?



    Der heutige Umweltbundesminister Röttgen saß übrigens schon bei Merkels Vereidigung 2005 neben ihr.



    Merkel und ihre Helfer waren erfolgreich darin, die Untersuchungen zu den maroden Endlagern nach ihrer Neuwahl abzuschließen: Es wird nun nicht mehr darüber gesprochen und die Geschichte blieb ohne Folgen für die damalige Umweltministerin A. Merkel.



    Beim wem landet eigentlich das Geld für den Aufwand rund um den Atommüll?


  4. #292
    Flugschüler Avatar von Sailorman112
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    Was in den letzten zwei Wochen abgegangen ist, mit Lobbyarbeit, lässt sich hiermit wohl sehr gut darstellen. Man, schämt sich nicht einmal mehr.


    Normalerweise bin ich kein Gegner der Atomkraft aber ich mag es einfach nicht verarscht zu werden, solange ich es nicht merke, Kein Problem, auch nicht wenn es geschickt gemacht wird, aber nicht so dreist und hinterher noch auslachen

  5. #293
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Bald gibt es wahrscheinlich einen Neustart für die Siedewasser-Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel. Sie gehören zu den älteren und risikoreichsten Kraftwerken in D. Insgesamt sind es 6 von dieser Bauart. Röttgen arbeitet daran, dass Klagen gegen den Betrieb der Kernkraftwerke nicht mehr zugelassen werden können. Damit tut er was für die Umwelt; im negativen Sinn. Irgendwo hier im Thread schrieb ich bereits, dass bei alten Reaktoren Modernisierungsmaßnahmen nur begrenzt Sicherheit bringen. Vattenfall: Pannen-Atomreaktoren sollen wieder ans Netz gehen - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

    Unsere Siedewasser-Reaktoren sorgen auch im Nachbarland Österreich für Unterhaltung. Sie fühlen sich dort von den ganzen Kernkraftwerken in der Umgebung bedroht. Hier ein .pdf: http://alt.global2000.at/files/Teil4Reaktoren.pdf




  6. #294
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Alfred, ich bewundere Deine Hartnäckigkeit in diesem Fred.
    Ehrlich.


    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    ...Atom-Lobby...
    Aber so lange es diese gibt, wird sich, egal mit welcher Regierung, in diesem Land NULLKOMMANIX an der Atompolitik ändern.

    Auch wenn DU Kanzler wärst.
    Leider.

    Gruß Harald

  7. #295
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Hast Du vielleicht vergessen, dass rot-grün vor Jahren den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen hatte?

    Problematisch sind die kurzen Wahlperioden. Wenn da gerade mal nicht schwarz-gelb an der Macht ist, versucht die Atom-Lobby mit allen Mitteln möglichst viel bis zur nächsten Wahl zu retten. Erst wenn sich Politiker wie Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin und die Mehrheit der Grünen von der Lobby hat kaufen lassen, dann verliere ich den Glauben an die Politik in diesem Land.

    Lieber 300.000 (+ X) Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien und eine dauerhafte Perspektive, als max. 30.000 Arbeitsplätze in der Atomwirtschaft ohne dauerhafte Perspektive mit massiven Unsicherheiten und vielen Nachteilen.

  8. #296
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    ...Lieber 300.000 (+ X) Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien und eine dauerhafte Perspektive, als max. 30.000 Arbeitsplätze in der Atomwirtschaft ohne dauerhafte Perspektive mit massiven Unsicherheiten und vielen Nachteilen.
    Das sehe ich genau so...

    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    Hast Du vielleicht vergessen, dass rot-grün vor Jahren den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen hatte?...
    Na und ?
    Da gibbet immer einen Dreh, aus der Nummer raus zu kommen...siehste doch aktuell.

    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    ...Problematisch sind die kurzen Wahlperioden...
    Politiker haben nur Speicherplatz im Hirn für 4 Jahre.

    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    ...Erst wenn sich Politiker wie Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin und die Mehrheit der Grünen von der Lobby hat kaufen lassen, dann verliere ich den Glauben an die Politik in diesem Land...
    Da bin ich (leider) vor Dir dran (gewesen)...

  9. #297
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    Zitat Zitat von net-harry Beitrag anzeigen
    Da bin ich (leider) vor Dir dran (gewesen)...
    Nanu, ich auch?!

    Da kann man ja mal kurz ein Resümee ziehen: Womit fängt man am besten an? Der Glaube, die Atomkraft hielte den Strom billig, hat sich in der Vergangenheit zur Genüge als falsch erwiesen. Ob Atomkraftwerke ab- oder zugeschaltet wurden, spielte nie eine Rolle beim Preis. Wegen 10 % Atomstrom 100% Risiko. 128.000 Fässer warten immer noch auf ein Endlager. Asse Fehlanzeige, andere ebenso. Wie viele sollen das noch werden? Und solange es den Atomstrom gibt, werden die Strom- und Steuerzahler von den Atomkraftbetreibern verarscht und abgezockt. Deren Macht in der Gesellschaft steigt immer weiter. Den TÜV machen sie gleich selber, um ihre eigene Zukunftssicherheit zu kontrollieren. Und die größte Frechheit ist, dass die 4 Energieriesen auch gleich eine Gesellschaft zur Beseitigung des Atommülls gegründet haben, die wahnwitzige Summen vom Staat, also dem Steuerzahler, der für die Atommüllentsorgung geradestehen soll, Jahr für Jahr kassieren. Ja, richtig, die kassieren noch mal kräftig für die Entsorgung ihres eigenen Mülls. Die können tatsächlich beliebige Sumen nach eigenem Ermessen abrufen. Unnachvollziehbare Rechnungen wurden auch schon vom Bundesrechungshof angemahnt. Das beste dabei ist, dass dieser Vertrag unbefristet und unabänderbar ist. Keine Konkurrenz möglich, ein sicheres Geschäft.
    Die Weiterbetreibung alter Kraftwerkskisten erfolgt praktisch unter Aufgabe der Sicherheit für die Bürger.
    Interessant ist, dass die Politik nur zwei Wege bietet. Mit Rot-Grün wäre die Kernkraft weg, und wenn sie bleibt, dann nur mit Schwarz-Gelb, und zu was für Konditionen, das erleben wir gerade. Sie dürfen sich ihre Kontrollregeln selber schreiben, wie zuvorkommend. Die Brennelementsteuer, so hat Sigmar Gabriel im Bundestag verlauten lassen (hab ich zufällig gesehen), geht nicht etwa ins Staatssäckel zum Stopfen von Steuerlöchern oder in die Rentenkasse o.ä., nein, damit werden dann nur die Entsorgungskosten für den anfallenden Müll bezahlt. Von ihrem Gewinn von einer Mille am Tag pro Kraftwerk geben die geben die Konzerne das natürlich nicht ab. Wo kämen wir denn da hin? Wer diesen Staat kennt, weiß vorher schon, dass der Strom dann teurer wird. Alle Kosten trägt bitteschön der wehrlose Verbraucher.

    Wer also ja zur Atomkraft sagen will, der muss es auch zu diesem untrennbar damit verflochtenen Lobbyistentum und der steten Schadloshaltung am Steuerzahler. Ich sage, weg damit, und das Land hat wenigstens eine kleine Plage weniger.
    Wirklich kratzen würde es die Konzerne natürlich nicht.
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  10. #298
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Ich weiß nicht, ob ich den Artikel in der Wirtschaftswoche zum Strompreis bereits irgendwo verlinkt habe?! Energie: Ein Rätsel names Strompreis

    Darin steht, warum der Privatkunde nichts von fallenden Strompreisen an den Börsen bekommt. Kurz gesagt, richtet sich der Börsenpreis in Leipzig "immer nach dem letzten stromeinspeisenden Kraftwerk mit den höchsten Grenzkosten - und das sind Gaskraftwerke". Anstelle des Gaskraftwerks kann auch ein Kohlekraftwerk stehen.

    So werden mit der verlängerten Laufzeit der Kernkraftwerke auch länger Gas und Kohle in Kraftwerken verfeuert. Das wiederlegt das Bild von der sauberen Kernkraft, wo man nur den radioaktiven Müll als eigentliches Problem sieht.

    Die verlängerte Laufzeit der Kernkraftwerke hat noch eine weitere Folge: Langfristig werden wir Strom aus dem Ausland importieren müssen! Das geht jedenfalls aus dem Energiegutachten der Bundesregierung hervor. Zitat:

    "Dieser Punkt wird in der politischen Interpretation gerne unterschlagen, ist aber für eine Bewertung äußerst wichtig: es deutet sich hier an, dass Deutschland bei längerer Laufzeitverlängerung mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien im eigenen Land langfristig nicht mehr konkurrenzfähig zum europäischen Ausland ist. Eine Laufzeitverlängerung schlägt also keine Brücke zu einem nachhaltigen Energiesystem sondern landet in einer Sackgasse. "


    Quelle: http://www.wissenslogs.de/wblogs/blo...ergiegutachten

  11. #299
    Tankentroster Avatar von Herbert_aus_Hamburg
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    Die Kernenergie ist eben nicht sauber - durch die energiereiche Erzverhüttung* und sonstigem
    Hyperintensiven Brimborium ist die CO² Emission fast so hoch wie bei Verbrennerkraftwerken .
    Außerdem wird Kernenergie durch etliche Millarden Euro subventioniert , weil der Staat die Last**
    trägt , und die Betreiber die Gewinne einstreichen . Und es gibt immer noch keine brauchbaren
    Endlagerstätten .

    Edit weißt noch darauf hin das die Kilowattstunde 2 € kostet wenn die
    Subventionen sofort eingestellt würden .


    *Lebenserwartung der Bergbauer : 30 Jahre
    ** Strahlungsmüll-Wirtschaft
    1:80min.//Getr.SAE80/90min.GL4//B8HS/B9HS/W3AC/W2AC//2,5Bar v&h

  12. #300
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    Meinst der Erzverhüttung den Abbau und die Verarbeitung von Uranerz?

  13. #301
    Tankentroster Avatar von Herbert_aus_Hamburg
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    ja , das meinte ich ...
    1:80min.//Getr.SAE80/90min.GL4//B8HS/B9HS/W3AC/W2AC//2,5Bar v&h

  14. #302
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Ich war wohl etwas unaufmerksam, denn das Thema hattest Du bereits im Posting Nr. 2 angesprochen. Hätte also nur vor meiner Frage zum Anfang klicken brauchen. Das Thema ist nicht sehr populär und wird wohl deutlich unterschätzt.

    Hier fand ich eine nette, kleine Übersicht: Uran - IndianerWiki

    Zitat: "Um 2,5 kg verwertbares Uran zu gewinnen, benötigt man im Schnitt 10 Tonnen Erz. Die 9997,5 kg verbleibender Abraum wurden und werden in riesigen Halden (Tailings) oder in grossen Wasserbecken als strahlender Müll unter freiem Himmel liegen gelassen."

  15. #303
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    Wobei ich einwenden möchte, dass die negativen Folgen des Uranbergbaus nicht zwangsläufig in diesem Ausmaß auftreten müssen. Es stellt sich lediglich die Frage, ob bei sachgemäßerem Umgang mit den Reststoffen noch kostendeckend produziert werden kann, bzw. bis zu welchem Grad der Kostensteigerung die ganze Atomkraftgeschichte noch rentabel wäre.

    Man muss für diese Umweltsauereien aber auch nicht zu irgendwelchen Indianern schauen. Wir hatten selbiges quasi direkt vor der Haustür bei der Wismut. Allerdings zeigt dieses Beispiel ebenso, wie die angesprochenen Sauereien mit entsprechendem Aufwand auch beseitigt werden können. Sehr empfehlenswert hierzu ist dieses Buch: Uran für Moskau

    Es ist wie immer: Falsch und richtig gibt es nicht; die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

    Beste Grüße
    Ralf (den dieses Problem der fehlenden abschließenden Wahrheit nach nunmehr 10 Semestern Politik fast in den Wahnsinn treibt)
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  16. #304
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Sie treten nicht zwangsläufig in diesem negativen Ausmaß auf, Fakt ist aber, dass weltweit nicht sachgemäß und sicher mit dem Uran und den Reststoffen umgegangen wird. Das ist gerade auch wegen der Kostenfrage nicht im Sinne der profitorientierten Unternehmen. Hinzu kommen damit zusammenhängende Dinge, deren Schadensausmaße sich schlecht greifbar beziffern lassen. So wird durch den Uranbergbau und die Weiterverarbeitung von Uran das radioaktive Edelgas Radon freigesetzt. Es steigert das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.

    Die Wahrheit ist, Energie aus unflexiblen, großen Kraftwerken (Kernenergie, Kohle, fossiles Gas) mit langen Anfahrzeiten ist auf dem absteigenden Ast. Die Zukunft der Stromerzeugung ist derzeit flexibel, dezentral und erneuerbar.


    p.s.: In der Mathematik gibts abschließende Wahrheiten. Wie wärs?

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