Umfrageergebnis anzeigen: Sollen die Atomkraftwerke abgeschaltet werden ?

Teilnehmer
233. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja abschalten

    122 52,36%
  • Nein laufen lassen

    111 47,64%
+ Antworten
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Ergebnis 353 bis 368 von 610

Thema: Atomkraft für den Umweltschutz


  1. #353
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Ähm...Dein Link führt in eine Diskussion von 2004/2005. Ich versteh nur, da sind 2 Windräder im Schwarzwald und sie laufen nicht!?

    Wenn Du ein Windkraftrad siehst, kannst Du Dich dran festketten und in den Hungerstreik treten.

  2. #354
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Icon Wink

    Ja so eng sehe ich das auch nicht.
    Aber so um die Zeit ging es ja Explosionsweise los mit den Windindergegendrumstehundnichteffektivkraftverbrau chsrädern .
    Geändert von Deutz40 (02.12.2010 um 21:06 Uhr)
    Immer schön den Auspuff freihalten

  3. #355
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    Wo hast du die Weisheiten, sie seinen nicht rentabel, denn her?
    Zahlen zur Verfügung?
    Was bringt uns das unsinnige Argument, die würden bei Windstille keinen Saft produzieren, weiter?
    Ws ja schon länger in Planung ist, den Strom z.B. durch Rückahltebecken zu speichern. Das kostet zwar ein Stück Natur, denn irgendwo müssen die ja platziert werden, aber so lässt sich momentan nicht verbrauchte Energie recht effizient speichern und bei Bedarf abfordern.
    Gibt aber auch andere Ideen zur Speicherung..... Wie immer eine lange Geschichte:
    Stromspeicher, Teil 3
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  4. #356
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Hier

    Gemäß Jahresbericht 2009 des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft stieg der Gesamtstromverbrauch in Deutschland um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (von 480 Mrd. kWh auf 534 Mrd. kWh). Der Anteil der Windkraft wuchs aber nur von 1,8 auf 2,15 Prozent. Das heißt, daß die Stromverbrauchszunahme in Deutschland zur Zeit etwa fünfmal schneller steigt als die gesamte Stromerzeugung aus der Windkraft. Ein offenbar verlorenes Rennen. Dazu muß man außerdem wissen, daß selbst beim Bau Hunderttausender von Windrädern genügend Kohle- und Kernkraftwerke erhalten bleiben müssen, weil sich elektrische Energiemengen nicht ausreichend speichern lassen.

    oder hier
    http://www.google.de/url?sa=t&source...0QABCQ&cad=rja

    oder hier
    http://www.google.de/url?sa=t&source...-3DLiQ&cad=rja

    oder hier

    http://www.google.de/url?sa=t&source...popqTQ&cad=rja

    ich bin auch für Umweltfreundliche Energie , aber die Dinger mag ich nicht , hässlich , vertreiben das Wild
    verschandeln die Umwelt .
    mfg
    Immer schön den Auspuff freihalten

  5. #357
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    Ach Deutz, wo soll das hin führen?
    Dase snicht mehr Windräder gibt liegt doch daran, das die Atomindustrie genau diese von dir zitierten Argumente unter das Volk bringt.
    Es gibt meiner Meinung nach genug Flächen, die man gnadenlos mit den Dingern zupflastern sollte!
    Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Mit deiner Argumentation, sie würden nicht rentabel arbeiten jedenfalls nüscht.
    Sind wir eine VollpfostenNation? Keiner will Atomstrom, aber alternative Energiegewinnung tut sich privat auch keiner an, obwohl schon dafür ausreichende Möglichkeiten bestehen!
    Die Eltern eine Bekannten haben einen Sonnenkollektor ähnlich diesem auf dem Dach:Thermische Solaranlage mit W
    Das Teil ist 1,50x1,50m und versorgt eine dreiköpfige Familie mit Heizenergie und Warmwasser. Auch nachts, denn die Wärme wird gespeichert. Prima Sache.
    Das Gefasel ist doch Panne, warum soll auf Windkraft verzichtet werden, nur weil es deiner Meinung nach zu wenige gibt?

    Dein gefordertes Gezeiten-Krafwerk ist genausowenig nicht unbedenklich für die Natur, wartungsintensiver stelle ich mir die Dinger auch vor, schlecher zugänglich, evtl. im Salzwasser....


    oder hier
    http://www.google.de/url?sa=t&source...0QABCQ&cad=rja

    Experten schätzen die Zahl der Streitfälle auf 600 bis 700 pro Jahr.
    Bei der Anzahl von 21164 (Jahr 2009) eher zu verachten! ( Windkraftanlage )

    Lies mal hier:
    Anzahl der Windr
    oder hier:
    Windkraft, Windenergie, Windkraftanlagen, WEA,
    Oder hier, um dir eine ander Sichtweise zu deiner Meinung zu bieten:
    Windkraftanlage
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  6. #358
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Es läuft doch sowieso immer auf's selbe raus: "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!"

    Jeder will Strom, aber keiner die damit verbundenen Folgen in Kauf nehmen (ob das nun Atommüll oder vermeintlich landschaftszerstörende Windräder sind).

    Alle wollen schnell und billig nach Malle, aber bloß keine Flugroute überm Haus.

    Es muss Mineralwasser vom anderen Ende der Republik getrunken werden, aber die Züge oder LKWs, die das transportieren, sollen mich bitte nicht nerven.

    Ich könnt ewig so weitermachen...

    Am Ende des Tages muss man eben mal abwägen, was man haben will und was man dafür in Kauf zu nehmen bereit ist. Dazu muss man dann eben auch selbst mit allen Konsequenzen stehen und nicht mit dem Finger auf irgendein diffuses "die da oben" zeigen und schimpfen.

    Beste Grüße
    Ralf
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  7. #359
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Moin,

    Wenn häufiger das Verursacherprinzip in dieser Republik Verwendung finden würde, wären einige Auswüchse längst Geschichte. Auch der Atomstrom.

    Nach dem Motto: Atomkraft....Na klar !

    ABER:
    Nur, wenn Du, lieber Kraftwerksbetreiber, Dich an das Atomgesetz hälst und für eine 1000jährige Endlagerung Deines Mülles selber sorgst und Deine Anlagen für einen Störfall versicherst.
    Ab dem Moment wäre der Ökostrom um einiges billiger als der Atomstrom.

    Dieses Prinzip würde auch in dem von Ralf geschilderten Fall dafür sorgen, das (bei einer Mautgebühr auf Deutschlands Strassen, die die tatsächlichen Kosten abdecken) keine Wasserflaschen aus anderen Bundesländern als dem eigenen mehr zu verkaufen sind....aufgrund des dann doppelten Verkaufspreises.

    Gruß Harald

  8. #360
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Die Probleme Atommüllager Asse haben zugenommen: Die verstrahlten Flüssigkeiten sind stark angesteigen, gleichzeitig stieg die Konzentration an Cäsium und vermutlich ist nun in mehreren Kammern ein Brei aus Fässern, Atommüll und Flüssigkeit zu finden.


    Doppelt so viel radioaktive Flüssigkeit in der Asse wie bislang bekannt

    Ich hoffe, die bekommen dort das Zeug baldmöglichst wieder aus der Tiefe und wenn es so weit ist, bin ich gespannt, mit welcher Technik sie das erreichen wollen.

  9. #361
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    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    Die Probleme Atommüllager Asse haben zugenommen: Die verstrahlten Flüssigkeiten sind stark angesteigen, gleichzeitig stieg die Konzentration an Cäsium und vermutlich ist nun in mehreren Kammern ein Brei aus Fässern, Atommüll und Flüssigkeit zu finden.


    Doppelt so viel radioaktive Flüssigkeit in der Asse wie bislang bekannt

    Ich hoffe, die bekommen dort das Zeug baldmöglichst wieder aus der Tiefe und wenn es so weit ist, bin ich gespannt, mit welcher Technik sie das erreichen wollen.
    Hab ich vorhin auch gelesen... Allerdings sollte man immer noch sehen, von welchem Niveau man da ausgeht. Wir jeden hier von einer Verdopplung von vier auf acht Liter am Tag. Das ist in meinen Augen weit weg von der radioaktiven Sintflut; auch in Anbetracht der Tatsache, dass man das Zeug wohl im Griff hat und auffangen kann. Sicher sollte man zusehen, dass man das Problem Asse in absehbarer Zeit gelöst kriegt. Aber Panik scheint mir nicht angebracht.

    Ich hab allerdings dieser Tage noch was anderes gelesen, was hier schön in den Thread passt. Einen sehr unterhaltsam geschriebenen Artikel über die neue Fast-Chefin vom AKW Krümmel und ihren knapp verpassten Kraftwerksführerschein. Naheliegende Kommentare à là "Frauen und Technik" behalte ich mit großer Mühe für mich.
    Zitat Zitat von Berliner Zeitung
    Durchgefallen beim Atom-Stresstest

    Die vom Konzern Vattenfall designierte Leiterin des AKW Krümmel besteht Prüfung im Kommandostand nicht

    Steven Geyer

    Die Vorlage für den späteren Spott lieferte die Betroffene selbst. "Die Art, wie der Betrieb geführt wird, wird mit mir sicher weiblicher", sagte Ulrike Welte, die der Energiekonzern Vattenfall noch bis vorgestern zur Leiterin des Atomkraftwerks Krümmel und so zur ersten deutschen AKW-Chefin überhaupt machen wollte. Sie finde es "beeindruckend, dass man aus so ein bisschen Uran soviel Energie gewinnen kann" und sei sicher, "durch mein Fachwissen" in der "männerdominierten Fachwelt" zu bestehen und neues "Vertrauen durch Taten und offenen Dialog" zu gewinnen. Das wäre nötig: Krümmel steht seit einem Brand im Juni 2007 still, zuletzt war es im Gerede wegen erhöhter Blutkrebsraten in der Region.

    Doch Welte hätte mit den Interviews besser bis zu ihrer Berufung gewartet. Denn gestern erklärte die Atomaufsicht im Kieler Justizministerium, dass sie die 56-Jährige nicht als Krümmel-Chefin akzeptiert. Ihr fehle die Qualifikation, hieß es offiziell. Eingeweihten zufolge ist Welte bei einer praktischen Prüfung durchgefallen: Sie sollte bei einer Krisensimulation den Reaktor binnen 60 Minuten in einen sicheren Zustand bringen, schaffte das aber binnen zwei Stunden nicht. Die Prüfung wurde abgebrochen.

    Details will der parteilose Justizminister der CDU/FDP-Regierung, Emil Schmalfuß, nicht kommentieren. Der Berliner Zeitung sagte er aber: "Es stimmt, ich werde der Bestellung von Frau Welte zur Kraftwerksleiterin nicht zustimmen. Es ist ihr nicht gelungen, ihre fehlende praktische Erfahrung zu kompensieren." Vattenfall gab sich wenig dialogbereit: Es liege kein Bescheid vor, man wolle aber Einvernehmen mit der Aufsichtsbehörde.

    Nun muss, Justizminister Schmalfuß zufolge, Vattenfall Personal nach geltendem Standard suchen, wonach Kraftwerks-Chefs grundsätzlich eine Fachkundeprüfung für Schichtleiter bestanden haben müssen. Welte war nie Schichtleiterin. Sollte sie etwa auf den Posten, um mit mütterlichem Lächeln und Dialogbereitschaft dem "Schrottreaktor" ein nettes Image zu verschaffen? Die Fehlbesetzung wecke jedenfalls "Zweifel an der Zuverlässigkeit Vattenfalls", erklärten Atomgegner - und empfahlen Krümmel das, was Welte laut ihren Interviews so gern mit Hund Sandro in der Natur macht: abschalten.

    Durchgefallen beim Atom-Stresstest : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv
    Beste Grüße
    Ralf
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  10. #362
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Die Verdoppelung der aufgefangenen Flüssigkeit von vier auf acht Liter am Tag sind auch nur auf das letzte Halbjahr bezogen. Ein weiteres Argument dafür, die Zahlen nüchtern zu betrachten. Wenn es nun aber stimmt, dass mehrere Kammern mit Atommüll inzwischen nass sind und die eingelagerten Fässer angenagt werden und die Flüssigkeiten zunehmen, dann ist das eine üble Nachricht. Dabei gehört zum Problem, dass die ungeordneten Zustände in der Asse Unsicherheiten bergen. Welche Tonnen enthalten schwachradioaktiven und welche mittelradioaktiven Müll? In einem anderen Artikel wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Zeitdruck in Sachen Rückholung zunimmt. Das alles zusammen ist eine schlechte Kombination.


    Das mit der Frau, die durch Vattenfall fast Chefin vom KKK geworden ist, habe ich mitbekommen. Den detailreicheren Text von der Berliner Zeitung leider nicht. Wieso lassen sie die Krisensimulation 2 Stunden laufen, wenn die Aufgabe in 30-60 Minuten gemeistert werden soll?

    So ein Test ist sicher aufregend. Viele Knöpfchen, die man drücken kann.^^
    http://www.welt.de/politik/deutschla...nungstest.html


    p.s.:
    Evtl. gibt Vattenfall die Leitung seiner Kernkraftwerke in D. bald an E.ON ab.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...734792,00.html
    Geändert von Alfred (15.12.2010 um 16:06 Uhr)

  11. #363
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    Zitat Zitat von Prof Beitrag anzeigen
    in Anbetracht der Tatsache, dass man das Zeug wohl im Griff hat und auffangen kann.
    Zwischen all den 160000 Fässern schadhafte aussortieren, begutachten.. Kein Thema! Das bekommen die Jungs schon geschaukelt!
    Einfach zurücklegen und die Bundesmerkel mal machen lassen....
    In unserem Keller scheint es sicher auch bald helle, sicher auch ohne den Lichtschalter zu betätigen.
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  12. #364
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    Zitat Zitat von Gonzzo Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Prof Beitrag anzeigen
    auch in Anbetracht der Tatsache, dass man das Zeug wohl im Griff hat und auffangen kann.
    Zwischen all den 160000 Fässern schadhafte aussortieren, begutachten.. Kein Thema! Das bekommen die Jungs schon geschaukelt!
    Haben wir es wirklich nötig, Zitate sinnentstellend zu verkürzen? Ich bezog mich auf das eindringende Wasser. Und dieses ist wohl unter Kontrolle. Bei den Fässern geh ich im Übrigen davon aus, dass angesichts der sich bietenden Lage sämtliches aus der Asse geholtes Material dann eh in entsprechene Behältnisse verbracht wird; unabhängig davon, ob das konkrete Fass nun dicht ist oder nicht.

    Ralf
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  13. #365
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Ich vergaß oben mit einzubringen, dass mit dem eindringenden Wasser die Standsicherheit gefährdet wird. Nehmen die Wassermassen zu, steigt damit die Einsturzgefahr an. Das was sie unten auffangen, ist nur ein Bruchteil dessen, was in das Lager von außen einsickert.
    Störfallrisiko - Einsturzgefahr in Asse

    Es ist gut, dass sich nun das BfS um die Asse kümmert und nicht mehr das Helmholtz-Zentrum. Die früheren Betreiber hatten den Plan, das Lager mit einer Magnesiumchloridlösungzu fluten.

    Nebenbei bin ich mir nicht sicher, ob sich da unten außer den Unmengen an Tonnen noch andere strahlende Dinge befinden. Vor fast zwei Jahren stand etwas von mit Blei ummantelten Sonderpackungen in den Medien.
    Atommüll: Was wollte der alte Asse-Betreiber vertuschen?

  14. #366
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Ich glaube auch nicht das da immer die Wahrheit gesagt wird
    Immer schön den Auspuff freihalten

  15. #367
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Zitat Zitat von Deutz40 Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch nicht das da immer die Wahrheit gesagt wird
    Mag ja alles sein. Dass da in der Vergangenheit alles sauber gelaufen ist, wird wohl niemand ernsthaft behaupten wollen. Ich frag mich jedoch, warum man dieses "Fass" sprichwörtlich nochmal aufmacht. Es ist beschlossene Sache, den Atommüll aus der Asse zu holen. Da spielt es doch keine Rolle, wie viele Fässer das nun am Ende sind, ob die Fässer nun kaputt sind oder ob da irgendwelche "Sonderpackungen" dabei sind. Am Ende muss es eh alles raus. Auch das tolle Argument mit der Einsturzgefahr zieht dann nur noch insofern, dass möglicherweise an der Oberfläche Folgen wie Bergstürze o.ä. zu befürchten sind, was dann aber weniger mit dem bösen Atomgespenst als vielmehr mit dem Bergbau an und für sich zu tun hat.

    Warum also das ständige populistische Herumreiten auf Fehlern der Vergangenheit? Man könnte natürlich unterstellen, dass wenn früher gepfuscht wurde, das auch heute so sein muss. Damit spricht man aber den Beteiligten jedes Vermögen ab, neue Erkenntnisse zu gewinnen und Schlüsse daraus zu ziehen. Oder drastischer ausgedrückt:

    Asse war ein Versuchsbergwerk für die Endlagerproblematik. Der Versuch ist in die Hose gegangen, also muss ne neue Lösung her. Bei dieser hat man dann die Lehren aus dem Versuch zu berücksichtigen. Was man aber nicht tun kann, ist die Augen zu verschließen und mit der Begründung, dass früher Mist gemacht wurde, einfach gar nichts zu machen. Denn das Problem Atommüll wird sich nicht in Luft auflösen.*

    Beste Grüße
    Ralf

    *) Jedenfalls nicht in absehbarer Zeit.
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  16. #368
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Zuerst einmal werden die Fehler der Vergangenheit immer wieder ein Thema sein, weil ihre Folgen ein Problem sind, mit dem sich das BfS nun täglich auseinandersetzen muss. Es ist zudem so, dass das Versuchsbergwerk mehr als nur ein mißlungenes Experiment ist. Die billige Entsorgung von Atommüll hat ein großes Atomklo entstehen lassen und 126.000 Fässer haben nicht viel mit Forschung zu tun. In Wikipedia heißt es, die Behälter des radioaktiven Materials waren nur auf eine Haltbarkeit von 3 Jahren ausgelegt.

    Nachdem das Kind nun im Brunnen ist, ist es jetzt - ohne Ironie - interessant, mit welchen Mitteln unter welchen widrigen Umständen das BfS die Asse räumen wird.

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