Umfrageergebnis anzeigen: Sollen die Atomkraftwerke abgeschaltet werden ?

Teilnehmer
233. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja abschalten

    122 52,36%
  • Nein laufen lassen

    111 47,64%
+ Antworten
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Ergebnis 385 bis 400 von 610

Thema: Atomkraft für den Umweltschutz


  1. #385
    Zahnradstoßer Avatar von Olaf1969
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    Standard

    Das Problem mit den Japanern ist halt ihre "Ehre" und die Geschichte mit dem "Gesichtsverlust" so bald sie mal in der Klemme stecken... Beides blockiert halt normalerweise das Annehmen von Fremdhilfe. Lieber akzeptieren sie da das persönliche Harakiri...

    Ich hoffe nur, dass die Japaner das mal bei seite lassen und die Amis anhauen. Da werden doch verdammt noch mal auf dem Flugzeugträger oder einem der Begleitflotte ein Haufen Stromgeneratoren rumstehen (auch wenn die nur 110V rauspusten) - ansonsten könnte echt noch Fukushima 3 mit Plutoniumbestückung hochgehen.

    Sollte Fukushima 1 hochgehen ist da Cäsium und Uran drin. Das kann man dann mit Tschernobyl vergleichen. Wobei ich aber hoffe, dass die Japaner das Ding dann früher mit Beton zukippen als die Russen damals.

    Sollte der Reaktor mit Plutonium hochgehen (Soweit ich das in EINEM Telefoninterview auf einem heute-spezial mitbekommen habe Fukushima 2 - Nummer 4 soll schon länger abgeschaltet sein (Telefoninterview auf N24 was aber nur einmal gebracht wurde in den letzten 12 Stunden) ist aber wohl noch in der Cool-Down Phase) wird das definitiv gefährlicher und tödlicher abgehen, da Plutonium noch um einiges deftiger ist als Uran/Cäsium. Kommt das in den Jetstream haben erst die Amies den Schlamassel und einige Tage später ist Europa verseucht.

    Dann liebe Freunde der Simsons können wir wohl unser Camp in Suhl vergessen. Camping mit tickenden Geigerzählern und ABC-Montur - neenee - ohne mich...

    Betet oder drückt alle Daumen damit diese Scheiß-Reaktoren so bald wie möglich da unten gekühlt und zubetoniert werden und dass es erst dann wieder ein Erdbeben kommt wenn die Dinger abgesichert sind.

    Noch so ein Stufe 9 komma ebbes Erdbeben und die übrigen 55 Japan-Reaktoren blasen genauso durch. Dann ist erstmal Leben im ABC-Bunker auf der nördlichen Halbkugel angesagt...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_d...toren_in_Japan

    Infos um Fukushima 3:
    http://www.bmu.bund.de/atomenergie_s.../doc/47088.php
    und
    http://www.bfs.de/de/kerntechnik/papiere/japan3.html

    Japanischer Newskanal auf englisch:
    http://jibtv.com/program/?page=0

    Info-Berichterstattung Deutsch:

    Tagesschau: Vieeeel zu beruhigend
    Heute: Schon aggressivere Berichte aber zu unvorbereitet (Wo andere Sender schon Zeichnungen von Reaktoren hatten steckte so ein Fuzzy im ZDF Stift in Glas und den dann in einen Sektkühler... absolut unlässig...)
    N24: Nur der Newsticker ist halbwegs aktuell aber hat BILD-Niveau, Berichte sind immer mit den selben Bildern versehen - nix aktuelles zum gucken, aber durch die ganzen Wiederholungsschleifen weiß man wie es anfing...
    www.cnn.com - ist (wo es die Amies betrifft) aktueller als alle anderen.
    Japanische News: Verschweigen den aktuellen Zustand der Reaktoren

    Kurzum: Man bekommt eigentlich keine FAKTEN sondern wird beruhigend eingelullt. Richtige Fakten findet man bei Focus, ab und an Reuters oder ab und an bei einem der Sender wenn ein Interview nicht abgewürgt wird (...tschuldigung wir haben Ton-Probleme...) oder wo ein Interviewpartner nicht aufhört infos zu bringen und den Moderator nicht zu Wort kommen lässt. Hierbei kommen dann RICHTIGE Infos rüber...
    Geändert von Olaf1969 (14.03.2011 um 02:31 Uhr) Grund: Linknachträge
    =/\= ...see us out there... =/\=

  2. #386
    Zahnradstoßer Avatar von O-1199
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    Extreme und seltene Naturereignisse werden durchaus berücksichtigt bei der Anlagenauslegung.
    So z.B. ein Erdbeben oder ein Tsunami, aber die Summe ist hierbei entscheidend. Definitionen wie sicher richten sich immer nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand, aber was ist, wenn man so wie die Japaner jetzt bitter dazu lernen muss?
    Vielleicht kennt ja einer das Buch von D. Dörner: Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen. Hier wird auch Tschernobyl kurz analysiert, wo ja auch nur ein Belastungstest durchgeführt wurde, bei dem die unheilbringenden Zeichen nicht erkannt wurden.
    Wie kann es sein, dass sich im Umkreis von Krümmel die Krebserkrankungen häufen? Statistisch nicht signifikant oder gibt es da etwas, was die Menschheit noch nicht begreift?
    Ich studiere auch, aber bei mir geht es mehr um Nachhaltigkeit und genau letzteres ist das entscheidende bei der ganzen Atom-Ja-Nein-Diskussion.
    Wobei ich aber hoffe, dass die Japaner das Ding dann früher mit Beton zukippen als die Russen damals.
    Wo wir wieder beim weiter oben erwähnten Harakiri wären.
    Nen schönen Gruß aus der Kurmark wünscht Marcel

  3. #387
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    @micha

    Mag sein, dass Du näher an der Materie bist. Dir fehlt dafür vielleicht der Blick für das große Ganze. Die alternativen Energien werden ja gerade durch die verlängerten Laufzeiten eingebremst. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal auf das Gutachten für ein Energiekonzept vom Bundesumweltministerium (BMU) verweisen. Direktlink:
    http://www.bmu.de/files/pdfs/allgeme...arien_2010.pdf
    (Achtung: Datei ist 2,27 MB groß!)

    Dazu der Link zu einer Analyse:
    http://www.wissenslogs.de/wblogs/blo...ergiegutachten
    Die Laufzeitverlängerung bringt den Menschen in D keine Vorteile.

    Die Geschichte ist sicher?! In Japan wurden extreme und seltene Naturereignisse ganz sicher auch berücksichtigt. Das was wir im Moment beobachten können, ist das berühmte Restrisiko.

    Du scheinst Dir zudem selbst zu widersprechen, wenn Du meinst, unsere Reaktoren sind sicher und zugleich nicht ausschließen kannst, dass z.B. Fehler durch den Faktor Mensch passieren können. Allein er ist für sich genommen schon ein Unsicherheitsfaktor und in Zusammenhang mit alternden Kernkraftwerken eine unglückliche Kombination.

  4. #388
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    @olaf: erst mal richtig informieren.

    jeder brennstab enthält plutonium, alleine deswegen schon weil es ein zerfallsprodukt ist, das beim betrieb zwangsläufig entsteht. was du meinst ist, dass der reaktor 3 mit mox brennstäben bestückt ist, die aus wiederaufbereitung stammen udn einen höheren plutoniumanteil haben. und ob da nun ein reaktor mit "normalen" brennstäben hoch geht oder mit mox brennstäben ist dann auch egal.

    das problem in tschenobyl war, dass der reaktor mit graphitstäben moderiert wurde, und diese infolge der kernschmelze gebrannt haben. dieser enorme graphitbrand war nicht zu löschen und hat die strahlenden partikel sehr hoch in die atmosphäre getragen, wodurch sie sich so weit ausbreiten konnten.

    letztendlich wird von dem ganzen schlamassel da bei uns auch nicht mehr ankommen, als von den ganzen oberirdischen atombomentests im kalten krieg. ich will damit diese katastrophe von wahrhaft apokalyptischem ausmaß herunterreden. ich halte atomkraft für den falschen weg. aber jetzt panik zu schieben weil wir hier alle sterben werden ist blödsinn. ist dir bekannt, wie und wo bis 1993 der atommüll von zahlreichen europäischen ländern entsorgt wurde? und was mit abwässern udn abluft von wideraufbereitungsanlagen passiert?das ist alles direkt vor unserer haustür und schon längst in der nahrungskette drin.

    ARTE dokumentation "albtraum atommüll"

    Asse - ein stümperhafter Versuch mit der Ewigkeit

    die berichterstattung finde ich bisher eher enttäsuchend. genau einer, den ich gesehen habe, hat mal klartext geredet (dieser ökoinstitut mann aus darmstadt mit den langen haaren): wenn die stromversorgung komplett ausfällt, passiert auch bei uns genau das gleiche. natürlich sind mehrfach redundante notstromversorgungen vorhanden - aber die gabs in japan auch.
    ..shift happens

  5. #389
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    Mal ganz naiv gefragt, warum erzeugen die Kraftwerke den benötigten Pumpenstrom nicht selbst? Solange die Turbinen laufen müsste es doch eine Möglichkeit geben dies zu nutzen.
    Liegt des Bauern Uhr im Mist, weiß er nicht, wie spät es ist.

  6. #390
    Zahnradstoßer Avatar von O-1199
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    dieser enorme graphitbrand war nicht zu löschen und hat die strahlenden partikel sehr hoch in die atmosphäre getragen, wodurch sie sich so weit ausbreiten konnten.
    Stichwort Feinstaub, werden radioaktive Kleinstpartikel in die Atmosphäre emittiert, können diese vergleichbar mit einer Vulkanaschewolke einerseits sich lange in der Atmosphäre halten und anderfalls auch emittentenfern zu einer Belastung führen. Gerade bei Bränden und Explosionen wird viel Staub (Ruß) freigesetzt.
    atombomentests im kalten krieg
    Hierbei muss man allerdings die unterschiedlichen Strahlungsintensitäten und Feinstaubemissionen vergleichen.
    Zur Panik:
    wo bis 1993 der atommüll von zahlreichen europäischen ländern entsorgt wurde?
    Es gibt noch immer ungeschützte oberirdische Entlagerstätten in Sibirien.
    Und by the way fällt mir grad der Ort Sillamäe an unserer schönen Ostsee ein. Hier befindet sich am strahlenden Strand eine Urandhalde.
    Doch makabrerweise muss immer erst etwas passieren, bis sich etwas ändert. Und vielleicht nützt ja diese Katastrophe, der einen Lobby, die andere Lobby vom Markt zu verdrängen.
    Leider wird dabei und vor allem bei der derzeitigen Berichterstattung, das Schicksal der vielen tausend, durch die Umweltkatastrophe betroffenen Menschen vernachlässigt. Aber das ist Politik.
    Nen schönen Gruß aus der Kurmark wünscht Marcel

  7. #391
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    Zitat Zitat von olympiablau Beitrag anzeigen
    Mal ganz naiv gefragt, warum erzeugen die Kraftwerke den benötigten Pumpenstrom nicht selbst? Solange die Turbinen laufen müsste es doch eine Möglichkeit geben dies zu nutzen.
    Genau das ist ja das Problem... Die Kernkraftwerke sind ja runtergefahren worden nach dem Erdbeben, also dreht sich da auch keine Turbine mehr.

    Normalerweise hat ein KKW auch eine Eigenstromversorgung, aber wenn der Notstromdiesel nicht mehr vorhanden ist und kein Anschluss ans Netz besteht...

    Ich hoffe auch, dass das noch alles so glimpflich wie möglich abgeht und hoffe davon aus, dass von den Partikeln nix nach Deutschland kommt. Selbst wenn die Kernschmelze offen liegen sollte hat Möffi recht. Es ist kein Graphitbrand und mit Glück werden die Partikel nicht so hoch geschleudert und kommen dann nicht zu uns. Das dürfen dann die Japaner und mit viel Pech je nach Windrichtung noch die Amerikaner ausbaden.

    Die haben die Reaktoren sogar gebaut. Hersteller ist Generel Electric.

    Es geht eigentlich NUR darum, die Nachzerfallswärme abzuführen ohne das die Kernschmelze eintritt. Da spielt die Zeit den Japanern zu. Die Nachzerfallswärme nimmt mit einer E-Funktion ab, also ist die erste Zeit das interessanteste.

    Nichtsdestotrotz ist die Laufzeitverlängerung in Deutschland unakzeptabel. Kernkraft ist eine Risikotechnologie, die im schlimmsten Fall in einem GAU endet, was ja in Japan gerade bewiesen wird.


    MfG

    Tobias

  8. #392
    Zahnradstoßer Avatar von O-1199
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    Selbst wenn die Kernschmelze offen liegen sollte hat Möffi recht. Es ist kein Graphitbrand und mit Glück werden die Partikel nicht so hoch geschleudert und kommen dann nicht zu uns.
    Feinstaub wird mitunter bodennah emittiert (Meersalze, Saharastaub). Gerade bei Ostwinden werden im Berliner Raum Sandstäube aus der Lausitz und Flugaschen aus Osteuropa gemessen.
    Die Frage ist also, ob radioaktive Flugasche emittiert wird. Bei einer offenen Kernschmelze sollte dies der Fall sein.
    Nen schönen Gruß aus der Kurmark wünscht Marcel

  9. #393
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Rossi
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    Hi,

    die Chancen, das wir auch was abbekommen sind natürlich nicht 0, aber HOFFENTLICH gering und wenn hoffentlich dauert die Wolke so lange, dass einige Halbwertszeiten vom Jod rum sind.

    Das senkt das Gefahrenpotenzial auch etwas.

    Ich kann mich soeben noch an Tschernobyl erinnern, da war das mit das schlimmste Problem.


    Uns bleibt nur abzuwarten und nix tun, leider.

    MfG

    Tobias

  10. #394
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    @ O-1199

    Das mit der Statistik wegen der Erkrankungen ist so eine Sache..dazu gibt es bereits ausufernde Diskussionen im Netz. Es geht dabei darum wie die Statistiken und vor allem von wem sie aufgestellt werden. Vereinfacht gesagt geht es darum, das jeder beliebige "Herr Meier" jetzt auch in der Nachbarschaft nach Krebskranken suchen und die Ergebnisse mit einem beliebigen anderen Ort vergleichen könnte. Jetzt stellt er fest das in seiner Straße vermehrt Krebsfälle anzutreffen sind und schiebt die Schuld auf die Hauptstraße(Feinstaub) welche in der Nähe verläuft weil an dem anderen Ort kein Verkehr herrscht. Jetzt hat der Gute Mann aber nicht berücksichtigt das in seiner Straße nur Kettenraucher wohnen und an der Vergleichsstelle nur Kerngesunde Spitzensportler. Oder er hat nicht beachtet das Krebs zu teilen vererbbar ist und der andere Teil durch Umweltfaktoren entsteht. Die Familiengeschichten in seiner Straße sind vielleicht deutlich vom Krebs geprägt und an der anderen Stelle wiederrum nicht.
    Undsoweiter undsofort..ich hoffe du verstehst auf was ich hinaus will.

    @ Alfred

    Ich bin mir zu 100% sicher das in Deutschland weitaus höhere Arbeits- und Sicherheitsstandarts angesetzt sind als in Japan und ebenso denke ich das die Möglichkeit besteht, dass selbst die geringeren Standarts in Japan nicht vollständig ausgeführt werden. Nicht aber habe ich behauptet das der Kram da jetzt hoch geht weil die Anlagen prinzipiell schlecht sind. Daher meine Aussage, bei uns sicher, Japan nicht unbedingt. Es heißt ja nicht umsonst "German Korrektheit" Habe vor dem Studium bereits in einem großem "Ölverarbeitungbetrieb" gearbeitet und weiß daher auch wie häufig sämtliche noch so unwichtige Anlagenbestandteile auf Funktion und Zustand geprüft werden. Daher ist das Restrisiko bei uns als verschwindent gering einzustufen.
    Ich fände es generell auch wünschenswert wenn der Strom nur durch Solaranlagen, Windräder etc erzeugt würde. Leider ist das halt noch nicht sinnvoll durchfürbar. Das Wunschdenken einfach die Schalter der AKW´s umzulegen und plötzlich kommt der Strom woanders her ist einfach die falsche Art es anzugehen. Ich sitz doch nicht 10 Jahre im Dunkeln weil nicht mehr genug Saft da ist.

    Mich regt es halt nur tierisch auf das ständig mit Zahlen und Ereignissen um sich geworfen wird von Leuten die selber nicht den Hauch einer Ahnung haben was überhaupt wirklich dahinter steckt. Alles nur Panikmacherei. Ich glaub ich geh mal in die nächste Grünenzentrale und frage dort 10 Leute ob sie schonmal was von der "Kesselformel" gehört haben und zweitens ob sie für oder gegen Verlängerung der Laufzeiten sind. 10 mal wird die Antwort lauten "nein" + "sofort abschalten"
    Begründung: "Weil es in Werk blabla soundsoviele Meldepflichtige Vorfälle gab"

    Aha, was denn für Vorfälle? Achso da ist ein Sicherheitssystem angesprungen. SICHERHEIT ist das Stichwort. Bedeutet nichts anderes als ein Anlagenparameter lief aus dem Norm und die ERSTE Sicherheitsschaltung hat eingegriffen. Bestand Gefahr? Nein!

    Ich schreibe mich gerade In Rage und höre jetzt besser auf Da bekomm ich echt son Hals bei...

  11. #395
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    Den Strom können wir doch dann in China kaufen. Die wollen doch alles verachtfachen. Das Japan geringere Standards hat, halte ich für ein Gerücht. Ich unterstelle außerdem, dass im "Ölverarbeitungsbetrieb" sicher nicht nur vor dem Hintergrund der Sicherheit die unwichtigen Anlagenteile geprüft wurden, sondern weil es teurer wäre, wenn die Anlage wegen eines Pfennigteils ausfällt als dieses regelmäßig zu prüfen oder zu tauschen etc.
    Liegt des Bauern Uhr im Mist, weiß er nicht, wie spät es ist.

  12. #396
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    @micha

    Mehrmals hier habe ich betont, dass aus meiner Sicht zumindestens die ältesten und anfälligsten Meiler in D abgeschaltet werden sollten. DAS wäre dann eine echte Übergangsmaßnahme ohne tatsächliche Nachteile für uns alle. Das gefällt nur den Kernkraftwerkbetreibern nicht. So wird niemand im Dunkeln sitzen. Solche plumpen Argumente werden von Ihnen gerne genommen um eine allgemeine Verunsicherung zu schüren. Bevor Du auf diesen Zug aufspringst, schau Dir besser mal das genannte Gutachten für ein Energiekonzept vom Bundesumweltministerium an.

    Dagegen kann ich auch klar sehen, dass einige die Gefahr übertreiben und Panik schieben. Nüchtern gesehen überwiegen die ganzen Nachteile der Technik, zumindestens wie sie derzeit genutzt wird, ihre Vorteile eindeutig.

    Zur aktuellen Debatte gibt es auch Vergleiche der Reaktoren in Japan und D. Nimmt man z.B. die Siedewasserreaktoren Brunsbüttel und Krümmel, dann sieht man Parallelen: Kühlwasserkreislauf nicht getrennt, total veraltet, technisch vergleichbar (auch die Japaner hatten mehrere Sicherheitssysteme) und wir haben hier den Nachteil, dass der Sicherheitsbehälter aus Stahl und nicht wie bei denen in Fukushima aus Beton ist. Darüber gibts Gutachten; Stahl schmilzt im Vergleich zu Beton viel schneller durch. Einen Tsunami können wir hier dagegen nicht erwarten, dafür aber Schwerwetterlagen mit Stromausfällen und Überschwemmungen durch Starkregen. Dazu kommen Gefahren bspw. durch abstürzende Flugzeuge.

  13. #397
    Zahnradstoßer Avatar von O-1199
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    Es geht dabei darum wie die Statistiken und vor allem von wem sie aufgestellt werden.
    Genau, Lobbyismus und "gewinnen" wird der, der die politische Mehrheit hinter sich hat.
    Als Menschen des 21. Jh. müssen wir uns unserer Verantwortung bewusst sein und uns überlegen, welche Rolle wir mit unserem Dasein einnehmen und was wir der Nachwelt vererben. Diese Logik sollte der richtige Ansatz sein.
    Geändert von O-1199 (14.03.2011 um 19:32 Uhr)
    Nen schönen Gruß aus der Kurmark wünscht Marcel

  14. #398
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    In dem Moment, wo bei Galileo mal wieder was von "Folgen, schlimmer als in Tschernobyl" gefaselt wird, lese ich bei SpON endlich mal eine halbwegs seriös-sachliche Einschätzung der Lage:

    Havariertes AKW: Experten glauben nicht an Tschernobyl-Neuauflage - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  15. #399
    Flugschüler
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    Kann ich nur bestätigen. Auf NTV kam eine Einschätzung des Amtes für Strahlenschutz, nach der der Unfall in Japan auf der Skala von 0 - 7 eine 4 ist. 7 würde Tschernobyl entsprechen.
    In Deutschland gab es bisher keinen Zwischenfall, der größer als 0 zu werten ist.

  16. #400
    Simsonschrauber Avatar von Castaneda
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    Standard

    Eine abschließende Bewertung ist aber derzeit töricht, da noch völlig unklar ist, wohin sich die Lage in den Reaktoren entwickeln wird. Man darf gespannt sein und hoffen...

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