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Thema: Ausgebaute Ladeanlage mit "Hausmitteln" testen?


  1. #1
    Glühbirnenwechsler Avatar von Vivio
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    Standard Ausgebaute Ladeanlage mit "Hausmitteln" testen?

    Hallo liebes Forum, hab heute eine Ladeanlage 8871.6 gefunden. Ich hab zwar schon gegoogelt, aber konnte nur Tipps zum Testen von eingebauten Ladeanlagen finden (also wo man mit Hilfe des laufeden Motors die Funktion testen konnte). Gibt es einen Weg die Ladeanlage einfach mit einer kleinen Batterie und einer Glühbirne oder etwas ähnlichem auf Funktion zu testen?
    Danke
    Simson - Technik die begeistert.

  2. #2
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Da sind nur zwei Wege drin - eine Drosselspule an den beiden grau/schwarzen Kabeln, und eine Drossel mit Diode dahinter im Weg grün zu rot. Ältere Ladeanlagen haben noch grün/rot zu rot für mehr Ladestrom (verkürzte Wicklung der Drossel).

  3. #3
    Glühbirnenwechsler Avatar von Vivio
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    Okay und kann ich diese Wege mit Hilfe einer Batterie und Messgerät/Glühbirne(6V/?W) auf Funktion kontrollieren ?
    Also beispielsweise halte ich ans eine Kabel eine Batterie, messe am anderen Ende gewisse Werte (wenn ja welche?) und kann so erkennen, ob noch alles intakt ist?
    Simson - Technik die begeistert.

  4. #4
    Flugschüler Avatar von too-onebee
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    Die Ladeanalge und die Lichtdrossel werden im Fahrzeug mit Wechselspannung betrieben.

    Ein Test mit Gleichspannung (Batterie) wird da keinen detaillierten Erfolg bringen.

    Mit einem Durchgangsprüfer kannst du überprüfen, ob die Leitungen noch mit den Spulen verbunden sind. Hierzu sei Anzumerken, dass in der Ladeanlage eine Diode verbaut ist, wodurch der Durchgang nur in eine Richtung gemessen / geprüft werden kann.

    Ob die Spulen bereits Wicklungsschlüsse / Kurzschlüsse besitzen, kannst du hierbei jedoch nicht überprüfen.

    Die Überprüfung / Messung des induktiven Blindwiderstandes der Spulen ist mit einfachen Hausmitteln nicht machbar.

    Gruß
    too-onebee
    KR51/1, Bj. 1968, tundragrau und KR51/1, Bj. 1969, blau

  5. #5
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Ein einfacher Test geht mit einem Durchgangsprüfer aus einer 6V Batterie und einer Glühlampe vom Fahrradrücklicht.
    Die Schlusslichtdrossel muss unabhängig von der Polarität der Batterie in beiden Fällen Durchgang anzeigen.
    Der Ladestromkreis einmal Durchgang (Diode leitet) und einmal keinen Durchgang (Diode sperrt).

    Peter

  6. #6
    Glühbirnenwechsler Avatar von Vivio
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    Vielen Dank, auf sowas wie den letzten Tipp hatte ich gehofft! Trotzdem danke auch an die anderen!
    Simson - Technik die begeistert.

  7. #7
    Glühbirnenwechsler Avatar von Vivio
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    Hey, ich bin jetzt mal dazu gekommen die Anlage mit hilfe letzterer Variante zu testen, allerdings leuchtet die Birne egal von welcher Seite plus/minus kommt. Es wird also die Diode kaputt sein oder?
    Stimmt es, dass man einfach eine andere Diode zwischenschalten kann?
    Simson - Technik die begeistert.

  8. #8
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Zitat Zitat von Vivio Beitrag anzeigen
    Es wird also die Diode kaputt sein oder?
    Stimmt es, dass man einfach eine andere Diode zwischenschalten kann?
    Das steht zu vermuten. Hat die defekte Diode wirklich in beiden Richtungen Null,null Ohm Durchgangswiderstand???
    Wenn Du eine entsprechend leistungsfähige Diode hast, dann achte auf die Polarität und die anderen Kennwerte und darauf, dass sie auf keinen Fall irgendwo einen Kurzschluss verursachen darf.

    Peter

  9. #9
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Ich habe keine Ahnung, was dort für eine Diode verbaut, aber nur mal so für´s Verständnis: Jede Art von Diode erzeugt in Durchgangsrichtung einen bestimmten Spannungsabfall, welcher auch direkt vom durchfließenden Strom mitbestimmt wird. Dieser Spannungsabfall wird natürlich in den Schaltkreis einberechnet sein. Ersetzt man die Diode einfach durch eine mit anderem Spannungsabfall, verändert man auch die Ausgangsspannung, was durchaus unglücklich sein kann.

    Z.B. machen die ganzen Autoladeanlagen immer, soweit mir bekannt, um 14,4 V Ladespannung. Dabei gast der Akku praktisch die ganze Zeit (Gasung setzt in relevantem Maß ab 13,5 V ein (bei 20 - 25 °C Umgebungstemperatur)). Hier würde es überhaupt nicht schaden, eine etwas niedrigere Spannung zu bekommen. Im umgekehrten Fall, wenn die Anlage nämlich nur 13,5 V hinbekommt (was als Normal- oder Erhaltungsladespannung geradeso ausreicht), wäre es schon doof, die Spannung noch weiter zu verringern - der Aku soll ja voll werden, und das tut er bei zu niedriger Spannung nicht. Hier wäre es o.k., eine Diode mit geringerem Spannungsabfall zu verwenden, was die Ausgangsspannung etwas erhöht.

    Außerdem muss die Diode noch den Strom abkönnen - sollte kein Problem werden. Bei Elektronikkramabietern wie Conrad wird man fündig, da gibt´s alles. Normale Siliziumdioden und was weiß ich nicht noch. Da sind auch die technischen Daten zu praktisch jedem Bauteil verfügbar.

    MfG
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  10. #10
    Zündkerzenwechsler Avatar von Horstelin
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    Rat vom Elektrotechniker:

    Poste doch bitte mal Bilder der Diode bzw versuche zu erkennen, wie die Beschriftung lautet. Ansonsten muss man die Diode vor dem Testen auf Funktion natürlich auslöten (1 Beinchen reicht). Wenn sie defekt ist (was sich dummerweise bei Dioden durch Leitfähigkeit in beide Richtungen bemerkbar macht) sollte man sie austauschen, wobei es noch interessant wäre wodurch der Defekt zustande kam.

    MfG Urs

  11. #11
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Warum willst du denn die Diode auslöten? Sie ist doch sowieso frei, die Drosselspule davor ist ja nur ein Stück Draht.

  12. #12
    Flugschüler Avatar von too-onebee
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    Üblicherweise ist die Diode bei der Ladeanlage 8871.6 mit dem oberen Blech verpresst.
    Das Blech dient mit zur Kühlung der Diode.

    Also sollte die Ersatzdiode auch wieder die entsprechende Leistung / Kühlung haben.

    Gruß
    too-onebee

    P.S. Die Spulen der Ladeanlage konntest du ja mit Hausmittel nicht auf vorhande Kurzschlüsse in / an den Wicklungen testen. ---induktiver Blindwiderstand---
    KR51/1, Bj. 1968, tundragrau und KR51/1, Bj. 1969, blau

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