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Thema: Aussetzer unter Teillast trotz "Fehlerbeseitigung"


  1. #1
    Flugschüler Avatar von Alex74
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    Standard Aussetzer unter Teillast trotz "Fehlerbeseitigung"

    Hallo allerseits,

    während meine S50 in optischer Überholung ist, fahre ich nun die KR51/2E, die ja eigentlich meiner Freundin gehört, die sich aber noch nicht traut...

    Seit über 300 km fahre ich mit der Schwalbe (Vergaser: N1, Viergang) nahezu problemlos, sieht man mal davon ab, daß anfangs das Dichtgummi vom Zulaufventil fehlte und sie bis zur Behebung immer mal wieder absoff.

    Seit vorgestern macht sie nun seltsame Zicken, die recht plötzlich eintraten;

    -Zuerst hielt sie den (wirklich prächtigen) Leelauf (auch bei warmem Motor) nicht mehr und zeigte auch unter Teillast Aussetzer.

    -Subjektiv wurde das immer schlimmer, bis ich heute den Vergaser auseinanderbaute. Ich hatte sowas schonmal mit der S50 und erwartete eine verstopfte Leerlaufdüse.

    Ergebnis: Leerlaufdüse OK, aber Teillastdüse fast völlig zu.
    Also freigepustet, und wieder alles zusammengebaut.

    Bei der Gelegenheit wechselte ich auch endlich den Gasschieber, da der alte heftige Kratzspuren hat - vermutlich von der Anschlagschraube, der Vorbesitzer muß das Teil mal falsch eingebaut haben.
    Siehe da: plötzlich zieht der Gasgriff auch wieder zurück.

    Alles wieder zusammengebaut, angetreten, und...

    -Mit der gleichen Leerlaufeinstellung (daran habe ich ja nichts geändert) dreht sie nun sehr viel höher. Habe es noch nicht wieder ganz runterreguliert.
    => Zeigt doch aber, daß irgendwas nun besser zieht, oder?

    -Das Problem im Teillastbereich bleibt indes gleich schlimm. Sie geht da sogar nach einer Weile aus, außer man dreht nun auf Leerlauf zurück (das brachte vorher immerhin nichts) oder gibt Vollgas.

    Testweise habe ich auch die Zündkerze gewechselt, was erwartungsgemäß auch nichts brachte; die alte hatte (direkt nach der Fahrt angeschaut) auch das rehbraunste Rehbraun, das ich je gesehen habe.

    Weitere Erkenntnisse:
    -Bei warmem Motor Choke betätigt: Motor geht aus.
    -Verbrauch auf den letzten 180 km: 2,6 Liter/100km. Und das trotz der Leerlauf-Gasorgien der letzten 30 km.
    -Ja, ich habe einen Filter in der Benzinleitung, Durchfluß scheint aber OK und der Fehler sollte dann vor allem bei Voll- aber nicht bei Teillast auftreten, oder?

    Habe auch in anderen Threads gesucht, aber nix gefunden was passen könnte.

    Im Prinzip möchte ich nur wissen, ob sichs lohnen könnte, den Versager nochmal auseinanderzunehmen. Falsche Bedüsung schließe ich aus, hatte ja vorher auch alles prima geklappt.

    Gruß Alex
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  2. #2
    Museumsdirektor Avatar von Airhead
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    Standard

    Tja jetzt ist es daran etwas genauer zu schauen.
    Das Teillasterhalten ist ja nun von Düsenstock, Nadel , Nadelstellung, Hauptdüse (erstmal) abhängig.

    Darüber würde viele einfach hinweck sehen bzw hinnehmen, sowie ich denke.

    Ich würde erstmal genau versuchen wo das Problem ( ja ich weiß was du jetzt denkst) . Kannst du denn einige Km im Teillastbereich fahren? Sprich du fährst mal einige KM bei vielleicht 50kmh und schaust dann mal nach dem Kerzenbild zu genaueren Bestimmung.

    Der Verbauch ist etwas untüpisch für ne Schwalbe :wink: , bissel wenig, oder fährst sehr sinnig? Im allgemeinen verbraucht sie im schnitt 3L (+0,5) .


    Ob es sich lohnt ein den Vergaser nachmalzu zerlegen? Immer.....
    Je kleiner bw. schächer die Beanstandung, desto genauer muss man hinschauen und prüfen prüfen prüfen.
    So kannst du einfach auch mal den Luftfilter reinigen, dieser muss es warlich nicht sein, könnte er aber irgendwie, ihn reinigen tut ja auch nicht weh.


    Der Fehler wird bei Volllast evt. einfach übertüncht, ob sie in dem Bereich etwas zufett oder mager läuft merkt man oft nicht.
    Wer schneller schraubt steht länger in der Werkstatt.

  3. #3
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    Standard

    Schau mal ob deine Hauptdüse zu ist....

    Denke mal die hat ein paar Ablagerungen daher auch der Verbrauch...

    Haste Chrom Politur ??? Denn da einfach ein wenig Küchenpapier nehmen und ein ca 1 cm breiten Streifen abscheifen.

    Den mit einem ende in den Akkubohrer und aufribbeln lassen...

    it ein wenig gefühl bekommt man einen ganz dünnen "Faden".

    Da nun die Hauptdüse rauf ein wenig Politur davor und dann auf dem gespannten Faden hin und herziehen ( Borhmaschine dreht)

    Damit ist die Düse ohne Schäden im Innenren Poliert. )

    Habe so letztens ne Zündapp Bergsteiger wieder regeneriert....

    Einfacher gehts auch ( wenn man das durchstecken nicht hinbekommt ) einfach die Düse vorsichtig ins Bohrfutter spannen und dann Gas gegen und mit ner Küchenpapier welches zur Spitze geformt ist rein in die Düse ( vorne etwas Chrom Politur drauf )

  4. #4
    Flugschüler Avatar von Alex74
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    Die Düsen waren nach der Säuberung alle frei, Druckluft hat gereicht.

    Den Verbrauch finde ich völlig OK und alles andere als untypisch; meine S50 braucht 2,8 Liter/100 km, und das auch nur im Schnitt seit ich sie habe; nach den letzten Tankungen war sie regelmäßig bei 2,4-2,6 Litern. Und die rennt knapp 70 km/h.
    Da sollte eine Schwalbe/2 eher ein bissl weniger verbrauchen, zumal Werksangabe 2,5 Liter ist.

    Eine längere Strecke im Teillastbereich hält sie nicht durch, geht eher aus.

    Meine Hauptvermutung ist im Moment, daß in der Schwimmerkammer wohl noch ein wenig Dreck war, der sogleich wieder angesaugt wurde, oder ich habe wirklich was übersehen; den Pegelstand in der Schwimmerkammer werd ich dann auch mal messen. Werde Montag wieder Zeit haben, mir das nochmal anzusehen.

    Zum Motor muß man noch sagen, daß er erst 4500 km gefahren ist.

    Werde Euch aufm laufenden halten, wenn ich Montag Abend nochmal (ächz) alles auseinanderpfriemle...(bei den Emmen oder der S50 macht mir das nix aus, aber an der Schwalbe isses einfach nervig).

    Gruß Alex
    MZ Saxon Country: [img]http://images.spritmonitor.de/141664.png[/img]

  5. #5
    Flugschüler Avatar von Alex74
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    So, ich bin erst heute wieder dazugekommen mich der Sache nochmal zu widmen.

    Folgendes konnte ich bei der nochmaligen Demontage feststellen:

    -Vergasertyp (N1-12), Bedüsung und überhaupt alles ist richtig.
    -Hauptdüse und Nadeldüse sind frei.
    -Leerlaufdüse schien diesmal ein wenig dicht zu sein, habe sie freigepustet, war sofort wieder frei; vermutlich war einfach noch Flüssigkeit drin.
    -Schwimmerkammer habe ich sorgfältig von Dreck gereinigt.

    Dann habe ich die Leerlaufeinstellung kontrolliert und folgendes gefunden:

    Die Leerlaufluftschraube war gut 4 Umdrehungen draußen!
    Ich drehte sie erstmal auf 3/2 Umdrehungen zurück und ließ sie mal im Leerlauf und beobachtete die Schraube.

    Ergebnis: sie dreht sich unter der Vibration selbst raus.

    Das fand ich komisch, zumal sie auch keinen Gummiring hat, der sie fixieren könnte; die Zeichnungen im Schwalbebuch deuten eine Art Gummiring an dieser Schraube an.

    Im Anhang ist ein (etwas verschwommenes) Bild der Schraube.
    Wie sehen die bei Euch aus?

    Jedenfalls habe ich sie mangels Alternativen erstmal komplett rein geschraubt.

    Danach Probefahrt:

    Das Problem ist immernoch da. Nicht mehr so schlimm wie vorher, aber etwa bei 3/4 Gas hat sie nur gelegentliche Zündungen.
    Ich mußte eine Weile einem etwas langsameren Auto hinterherfahren, mit 55 km/h - was mit diesem Problem eine ganz bescheuerte Geschwindigkeit war, so daß ich ständig zwischen Halbgas und Vollgas gewechselt habe.

    Noch nicht gemessen habe ich den Pegel in der Schwimmerkammer (keine Zeit), aber da hat sich ja auch nichts verstellt, weswegen ich den Fehler hier nicht vermute.

    Liegt es nun an der Leerlaufluftschraube? Oder habt Ihr andere Vorschläge?

    Gruß Alex
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