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Rossinchens SR 50 Welt

Das Kupplungsdrama

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von am 07.04.2010 um 21:05 (1648 Hits)
Leider dauerte es ein wenig bis ich wieder zu meiner Henri konnte, um das Problem mit dem sich drehenden Hinterrad in Angriff zu nehmen. In der Zwischenzeit meinte mein Freund "zur Sicherheit" ein paar Kupplungsdeckeldichtungen und ein Literchen Getriebeöl bestellen zu müssen. Mir war zu dem Zeitpunkt irgendwie schleierhaft warum.

Am Wochenende ging es dann wieder in die Bastelhöhle. Diesmal gingen wir systematischer vor. Also erstmal am Griff versucht, die Kupplung einzustellen. Leider bewirkte das so gar nichts - erstes leichtes Stirnrunzeln bei meinem Freund.

Achso ich sollte vielleicht einwerfen, dass ich inzwischen selber schrauben kann, wenn genügend Einweg-Handschuhe und Ganzkörper-Kondome äh Anzüge vorhanden sind, damit ich ja keinen Tropfen Öl abbekommen. Außerdem hatte mein Freund den Motor regeneriert und wie war das noch mit Gewährleistung...

So also wieder zurück zum Thema Kupplung. Der Kupplungsgriff wurde wieder so eingestellt, wie er laut Anleitung sein sollte. Dann wurde dieses kleine schwarze Plastikschräubchen am Motor entfernt. Ich überspringe mal kurz die Demontage des Trittbretts... Nein mein Freund mag das immer noch nicht und ich bin darin inzwischen Expertin. Ich durfte einmal kurz durch die kleine Öffnung schauen und entdeckte neben der Kupplung meinen Lieblingsfreund das Öl ??:. Nächster Versuch Kupplung einstellen führte zu verstärktem Stirnrunzeln bei meinem Freund, weil das schon wieder keinen Effekt zeigte. Ja gut einen gab es - die Kupplung schleifte nur noch. Das war aber nicht sooo wirklich gewollt.

Nächster Akt im Kupplungsdrama: Das Saure-Gurken-Glas wurde geholt und unter den Motor gestellt. Ölablassschraube wurde geöffnet und ab ging es in die Mittagspause. Das Öl braucht ja etwas bis es den Motor verlassen hat. Als wir dann zurückkamen, wurde der Kupplungsdeckel dann abgeschraubt. Der Patient Kupplung wurde näher betrachtet. Alles drehte sich ganz rund und ohne Probleme, alle Schrauben wurden vorsichtshalber nachgezogen, wobei es da nicht wirklich nachzuziehen gab, Sprengringe auf ihren Sitz kontrolliert und dann doch nochmal zur Sicherheit der Sprengring an der Schaltwalze getauscht. Der hatte im Vergleich zum neuen Sprengring doch nicht mehr so viel Spannung.

Beim Thema Sprengringe und Sicherungsringe reagiert mein Freund etwas empfindlich. Ich darf die bis heute nicht austauschen, geschweige denn Anreichen. Das macht er selber. Das könnte vielleicht daran liegen, dass ich mal durch Zufall entdeckt habe, dass wenn man die mit einer Sprengring spannt und dann flutschen, die Ringe kann weit fliegen, springen und kullern können. Bevorzugt dahin, wo man sie nicht mehr wiederfindet. Das geht besonders gut, wenn man den letzten vorrätigen Sicherungsring nimmt, den der Freund gerade zum Einbau des neuen Kolbens für seine Schwalbe braucht. Sagen wir es so.. mein Freund hat etwas getobt und seitdem darf ich solche Ringe nicht mehr anfassen.

Zurück zum Thema: der Kupplungsdeckel wurde wieder montiert mit neuer Dichtung und das Öl wieder eingefüllt. Wir haben einfach das Alte genommen, da das ja nur irgendwie 3km auf dem Buckel hatte. Wir haben aber trotzdem ordentlichen abgemessen, damit ja die 400 ml wieder in den Motor kommen. Der folgende Test führte zu einem Ausstoß von interessanten Flüchen und, wie man bereits ahnen konnte, einem sich drehendem Hinterrad.

Also wieder Öl ablassen, Hände kurz gereinigt, Eisdiele belästigt und Kupplungsdeckel wieder abgeschraubt. Jetzt wurde das Kupplungspaket auseinandergenommen und wirklich jedes Teil mit dem Messschieber kontrolliert. Messschieber sollte man nicht runterfallen lassen. Das kann zu panischen Anfällen beim Besitzer führen, auch wenn man sie rechtzeitig auffängt. Laut Maßangaben sah alles wirklich gut aus, alles weit entfernt von den Verschleißmaßen. Dann wurde als nächstes vermutet, dass wohl irgendein Teil eine Unwucht haben könnte. Das inzwischen wieder zusammengebaute Kupplungspaket drehte sich aber fehlerfrei. Also wieder auseinander genommen und nun wurde jedes Teil einzeln ausprobiert. Irgendwann steckte mein Freund die Kupplungsplatte mal einzeln auf die Welle. Er saß davor und war der Meinung, dass auch die nicht eiert. Ich hatte ja zum Glück inzwischen eine gelangweilte Position eingenommen, weil ich eh nicht mehr mithelfen durfte und stützte mich auf der Sitzbank ab und schaute von oben auf die Kupplung. Deswegen war ich leicht anderer Meinung bezüglich Eiern. Die Kupplungsplatte eierte wie bekloppt. Mein Freund ließ sich zum Glück durch Einnahme eines anderen Blickwinkels auch davon überzeugen. Resultat war, dass sich diese Kupplungsplatte, waum auch immer, in sich verzogen hatte.

Fazit: neue Kupplunsplatte bestellt und alles wieder zusammengebaut. Und oh Wunder: das Hinterrad drehte sich nicht mehr mit.

Verlust: 3 Deckeldichtungen, 200 ml Öl zum Boden fetten, 6 Sicherungsbleche und 7 Eiskugeln. (alle Mengenangaben ohne Gewähr, besonders die Eiskugeln)

Lieben Gruß,
Sara

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Aktualisiert: 28.12.2010 um 00:33 von rossinchen

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