Moin,

beim Kauf meines DUO sagte der Verkäufer, die Batterieladung funktioniert nicht so richtig. Hab ich mir nicht so Sorgen drum gemacht, sondern mal an der Ladespule gemessen, es war ausreichend Spannung, also erstmal die vergammelte Batterie durch eine neue ersetzt. Nach Betrachtung eines Schaltplanes stellte ich fest, daß eigentlich ein Gleichrichter in Brückenschaltung für die Batterie zuständig ist, bei mir aber eine Ladeanlage 8871.1 montiert war, die zwar rein meßtechnisch i.O schien, aber gammelig aussah, also im Zuge einer Neuverkabelung raus damit und den Brückengleichrichter rein, Anschluß nach Plan sollte kein Problem sein, die aus dem Motor kommenden Kabel hatten die passende Kennzeichnung und alle sonstigen Verbraucher außer Hauptscheinwerfer können an die Batterie. Funktioniert hat alles bis auf die Batterieladung, bei laufendem Motor ist nach kurzer Zeit der Plattengleichrichter abgeraucht, wie man so ist, wenn ein kleiner Dübel nicht hält, nimmt man einen dickeren, aber eine vernünftige Batterieladung hab ich damit nicht zustande gebracht.
Es hat etwas gedauert, bis ich drauf gekommen bin, daß die Ladeanlage original zu meinem Duo gehört hat und damit auch die Beschaltung der Ladespule in der LiMa anders ist. Beim DUO4 sind beide Enden der Spule rausgeführt an grau/rot und rot/gelb, bei meinem DUO kommen diese beiden Farben zwar auch von der Ladespule aus dem Motor, sind aber analog zur KR51 mit einem Ende der Spule und einer Anzapfung verbunden, das andere Ende der Spule ist auf der Grundplatte direkt an Masse gelegt. Wenn man also unbedarft wie ich grau/rot und rot/gelb an die Wechselspannungseingänge des Gleichrichters legt und seine Gleichspannungsausgänge an die Batterie anschließt, hat man automatisch die ganze Ladespule für eine Halbwelle über den Gleichrichter kurzgeschlossen, daß der dann raucht, ist nicht mehr unverständlich.
Was kann man draus lernen? Auch nicht offensichtliche Abweichungen können fatal sein und darum sollten Schaltpläne immer genau zum Fahrzeugtyp passen.
Frage: Hat jemand Zugriff auf einen DUO-Schaltplan vor DUO4?
Ebenso muß man nicht nur Ritzel und Tachoantrieb tauschen, wenn man in sein DUO4 einen Motor z.B. aus einer Schwalbe einbauen will, sondern auch die Ladespule umlöten.
Und noch eine Frage an DUO- und/oder Elektrik-Experten: Warum funktioniert die Batterieladung beim DUO ohne weitere Regelung direkt aus der Ladespule, sollte nicht auch eine Spannungsregelung a la Swallowkings Ladeanlage für Schwalbe sinnvoll sein? Ich weiß, daß man die Spule nicht überlasten kann, wohl aber angeschlossene Verbraucher, wie man an durchbrennenden Rücklichtbirnen sehen kann, wenn die Tachobirne kaputt ist.
Bei Tagfahrt mindestens hängen ja keinerlei zusätzliche Verbraucher an der Batterie, die eine Spannungsreduzierung bewirken würden, so daß eigentlich die Ladespule die Batterie zum Gasen bringen müßte. Gibt es Probleme in der Richtung?

Norbert