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Thema: Einstellerei der Leerlaufluftschraube


  1. #1
    Kettenblattschleifer Avatar von Jackalized
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    Icon Surprised Einstellerei der Leerlaufluftschraube

    Hey Leuts :3

    Hab da mal ne kleine Frage.
    Wie das ganze mit der Vergasereinstellerei (16N1) funktioniert habe ich mir zu Genüge reingezogen aus diversesten Posts in Foren/auf Webseiten/in Fachbüchern.
    Motor ist schön warmgefahren, Karre wird aufgebockt, Standgas bissl erhöht damit sie schön läuft und man die Anderungen der Leerlaufluftschraube gut hören kann.
    Dann schön reindrehen (wie fest ist eigentlich "rein"... da ist ja ne Feder, diese wird irgendwann total gequetscht aber das ist eher weniger von Belang). Hierbei verringert sich ordnungsgemäß das Standgas von hoch auf will am liebsten aus.
    Nun wird die Leerlaufluftschraube rausgedreht und man soll herraushören wo das Standgas am höchsten ist. Soweit so gut... nur kommt irgendwann der Punkt wo dieses wieder sinkt, das Möp kurz vorm absterben ist (soll ja auch so sein) und geschätzt ne halbe bis eine Umdrehung weiter ein Punkt wo das Standgas wieder ansteigt und nun noch wesentlich höher ist als beim ersten mal!
    Ist das richtig so? Soll das so? Auf welchen Punkt soll ich nun hören beim Einstellen?

    Bin mal mit der "ersten" Erhöhung des Standgases gefahren, der Star lief soweit ganz fein und machte auf der Geraden auch fein seine (echten) 60 - 65 km/h, bergab 70+ wenn mans drauf ankommen ließ. Aaaber er lief laut Kerzengesicht zu fett und fraß zu viel Sprit, im Teillastbereich ruckelte der Motor bissl wenn man das Gas auf etwa 1/2 Umdrehungen offen hielt (hier hat das Umhängen der Teillastnadel auf Kerbe 2 von oben ausgeholfen, Ruckler waren weg). Beschleunigung und Verhalten Bergauf kam mir eigentlich okay vor (hab leider keine Vergleichsmöglichkeiten). Auspuffendstück ist einwenig Ölig von außen. Keine nennenswerte Rauchentwicklung (und wenn, dann isser schön blau :3 ), Nebenluft/Getriebeölverbrennung durch Simmerringe schließe ich im Großen und Ganzen aus.

    Vielleicht paar Eckdaten: Vergaser ist vor kurzem komplett gereinigt und mit neuen Innereien versehen worden. Ist ein 16N1-6 mit 1-1 Bedüsung (62er HD, Teillastnadel 04 auf Kerbe 3, Nadeldüse 215 mit 4 Löchern; T-Luftfilter mit gesäubertem und benetztem Filter). Neue Dichtungen am Flansch und dieser auch erst neu plangeschliffen (vorher zogs da einwenig Nebenluft)
    Zündung ist frisch eingestellt auf 1,5mm vor OT. Unterbrecherabstand 0,4mm. Zündkerze ist auch gerade mal um die 200km alt.

  2. #2
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Zitat Zitat von Jackalized Beitrag anzeigen
    ... Vergaser ist vor kurzem komplett gereinigt und mit neuen Innereien versehen worden. Ist ein 16N1-6 mit 1-1 Bedüsung (62er HD, Teillastnadel 04 auf Kerbe 3, Nadeldüse 215 mit 4 Löchern; T-Luftfilter ....
    Hast du denn am Star noch den ganz alten M53-Zylinder mit Dreiecksflansch am Vergaser oder schon den M53/1?
    Der Vergaser 16N1-1 hat eine 35'er Leerlaufdüse, der 16N1-6 hingegen eine 40'er. Mußt du eventuell noch tauschen.
    Wenn du den M53/1-Motor hast, dann würde ich dir unbedingt zum großen Plastik-Ansauggeräuschdämpfer raten, weil, leiser, sparsamer, besser, schneller ...

    Wenn der Motor die Leerlaufdrehzahl nicht hält und bei Standgas von alleine hochdreht, dann zieht der Motor/Zylinderfuß/Vergaser immer noch irgendwo Nebenluft. Vielleicht sind es ja die Simmerringe an der Kurbelwelle. Dann hättest du heute zum Wochenende wohl den direkten Griff ins Klo gemacht.

    Mach mal den Nebenlufttest auf der Kupplungsseite. Öleinfülldeckel abschrauben und bei laufendem Motor kurz Bremsenreiniger oder Startpilot in Richtung Primärritzel spühen.
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  3. #3
    Simsonschrauber Avatar von Troy
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    Wie schaut es denn mit der Leerlaufdüse aus is ne 40er oder ne 35er drinne?
    Meines Erachtens gehört dort ne 35er rein.

    Und die Kerze braucht schon n paar km bevor sie die Farbe wechselt,
    schraube ne Neue rein, dann gehts vielleicht n tuck schneller und du kannst dir sicher sein dass das Kerzenbild vom aktuellen Zustand ist (die alter Kerze nich wegwerfen, die kannste später weiterverwenden).

    Gruß Robin

  4. #4
    Simsonfreund Avatar von domdey
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    Die Abmessung der Leerlaufdüse ist schon wichtig . Wenn der alte M 53-Motor drin ist, gehört hier eigentlich der 16 N 1-1 rein . Dieser hat eine 35er Leerlaufdüse . Nach erfolgter Leerlauf-Einstellung macht man eine Probefahrt, bei der der Motor ordentlich belastet wird . Die Fahrtstrecke sollte 15 km nicht unterschreiten . Danach dreht man die Zündkerze raus und begutachtet deren "Gesicht" . Wenn sie weisslich ist, ist das Gemisch zu mager . Ist es russig, ist es zu fett . Auch das Übergangsverhalten während der Probefahrt ist zu beobachten . Nimmt die Maschine beim Beschleunigen gut und willig Gas an ? Oder setzt er aus, bzw. verschluckt er sich ? Bei ersterem ist die Einstellung zu mager, bei letzterem zu fett . Übrigens : Vor der Leerlaufeinstellung ist die Maschine mit mindestens der selben Strecke warm zu fahren .

  5. #5
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Nicht das jetzt wieder jemand das hineinliest: Mit der Stellschraube beeinflusst man das STANDgasgemisch. Das FAHRgemisch ergibt sich aus Schwimmerstellung, Hauptdüse und Teillastnadel; die Standgaseinstellung beeinflusst das Stehen und Losfahren.

  6. #6
    Tankentroster Avatar von Mautix
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    Ich werfe da mal kurz eine Frage rein: Bei mir ist es oft so, dass ich meine Schwalbe an de Ampel auffangen muss. Das heisst, wenn ich stehen bleibe erst paar mal leicht mit dem Gas spielen muss, bevor sie ruhig im Standgas vor sich hin knattert. Ist das normal, bzw an was könnte das liegen?

  7. #7
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Mautix, das kann vielleicht auch Nebenluft sein.
    Wenn du Gas wegnimmst und an die Kreuzung ranrollst, dann wird durch die Undichtigkeit im System (Simmerringe, Zylinderfußdichtung, Vergaserflansch, Motormitteldichtung) nur Luft in den Kurbelraum gesaugt, die natürlich alleine nicht "verbrennt", da das Benzin fehlt. Der Luftüberschuß ist dadurch einfach zu hoch. Folglich geht der Motor aus, wenn du ihn nicht, wie du es sagst, "auffangen" würdest.
    Der Luftüberschuß im Verhältnis zum Benzin liegt in der Regel so bei etwa 14:1, wenn dass Gemisch im Zylinder ordentlich "bums" machen soll.

    Jackalized beim Reindrehen der Leerlaufluftschraube keine Gewalt anwenden! Also nicht fest anbrummen, sonst ist haste nie wieder ordentlichen Leerlauf.
    Raus aus der EU ! - Her mit der D-Mark ! - Sofort !

  8. #8
    Tankentroster Avatar von Mautix
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    Danke Dummschwätzer. Werde das bei Gelegenheit mal testen. Wobei die Saison schon so gut wie vorbei ist und ich keine Garage zum schrauben habe :(

  9. #9
    Kettenblattschleifer Avatar von Jackalized
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    Also unkontrolliert hochdrehen tut der im Standgas nicht, tourt auch immer willig ab sobald man z.B. die Kupplung zieht. Nebenluft hatte ich wegen dem vorher schiefen Vergaserflansch, da ging ja kaum was; ist ja aber wieder behoben. Werd' aber trotzdem mal den Test machen.
    Hab leider einen /1 Zylinder drauf, ohne Dreiecksflansch. Muss mal nach nem Ansaugdämpfer Ausschau halten... aber eigentlich läuft der Star mit dem T-Dämpfer ziemlich gut. (und hat einen tollen Sound in hohen Drehzahlen :3 )

    Ich frag mich halt nur auf welche Einstellung der Leerlaufluftschraube ich hören soll... auf die erste Erhöhung der Drehzahl beim Einstellen oder auf die die nach dem folgenden Drehzahlabfall kommt... ich glaub ich teste das einfach morgen mal

  10. #10
    Chefkonstrukteur Avatar von tagchen
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    wenn sie immer so hoch dreht, ist sie da nicht zu mager?
    KR51/1S 75´/ S51 B2-4 81´/ S70C 86´/ S70C 87´ / Star 69´

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