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Thema: elektrikproblem: blinkfreqenz stark drehzahlabhängig


  1. #1
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    Standard elektrikproblem: blinkfreqenz stark drehzahlabhängig

    sodele, liebe freunde des kupferwurms!
    ich habe ein problemchen mit meiner elektrik, bei dem ich nicht weiterkomme. ich habe eine /1er schwalbe mit slmz, stino ladeanlage und stino blinkgeber. zusätzlich zum blinker und hupe läuft bei mir noch das bremslicht über batterie (liegt per y-verbinder an klemme 15/51 ), und wird über einen zugtaster am fußbremshebel geschaltet. der zugtaster erhält seine masse von einem der verschraubungspunkte des trittbretts.
    ausserdem habe ich noch eine ladeschaltung fürs navi an klemme 15 hängen, die aber per schiebeschalter die ganze zeit ausgeschaltet ist.

    früher war es so, dass die blinkfrequenz ziemlich konstant war. seit einiger zeit ist es jedoch so, dass die frequenz stark von der motordrehzahl abhängig ist. wenn ich in voller fahrt den blinker setze, leuchtet die glühbirne sozusagen dauerhaft. erst beim stehen an der ampel habe ich wieder normale blinkfrequenz.

    ich könnte mir das phänomen so erklären, dass der blinkgeber mehr spannung bekommt als er eigentlich sollte, und deshalb in der frequenz hoch geht. daraufhin habe ich habe mal net-harrys schaltplan konsultiert um herauszufinden wo diese spannung her kommen könnte, und als einzige erklärung ist mir eingefallen, dass die ladeanlage evtl einen hau weg hat. ich habe aber keine ahnung wie die funktioniert und was sie genau tut, daher weiß ich auch nicht was ich wo messen muss, und welche werte dabei raus kommen sollten um zu prüfen wo mein problem genau ist.

    elektrikgötter, möget ihr euch in diesen thread herab begeben!
    ..shift happens

  2. #2
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Der Blinkgeber ist sehr vibrationsempfindlich, deswegen ist er in Schaumgummi aufgehängt. Der zerbröselt mit der Zeit, der Geber bekommt doch harten Kontakt mit dem Rest vom Moped und spinnt.

    Erstmal machst du frische Schaumgummis, und wenn das nichts nutzt, ist es Zeit für einen neuen Geber - oder besser einen winzigen elektronischen, versteckt im Gehäuse des kaputten alten Gebers.

  3. #3
    TO
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    Mehrere Möglichkeiten:

    1. Du hast Chinabirnen in Deine Blinker gebaut.
    2. Deine Batterie schwächelt.
    3. ... da verließen sie ihn. Eben hatte ich noch ne Idee.

    Zu 1.: Die Chinablinkerbirnen haben einen anderen Widerstand als die guten und neigen zu schnellerem Blinken.
    Zu 2.: Die Batterie "Puffert", im gesunden Zustand, sehr gut die Bordspannung. Hält sie also gleich. Wenn die Battere altert und der Innenwiderstand stark ansteigt, verschwindet diese Eigenschaft. Gleicher Effekt ist bei ganz voller Batterie, da steigt der Innenwiderstand auch.

    Zu Deiner Idee mit der Ladeanlage: Ich könnte mir Folgendes vorstellen: In der Ladeanlage ist ja eine Gleichrichterdiode eingebaut. Die lässt nur die positive Halbwelle in den Batteriekreis. Wenn es passiert, dass diese Diode so kaputtgeht, dass sie immer leitet, also beide Halbwellen durchläßt, dann würde das natürlich bedeuten dass gleich mal die doppelte Leistung in den Batteriekreis geht. Ich weiß aber nicht, ob diese Diode so kaputtgehen kann. Und außerdem würde die funktionierende Batterie dann trotzdem puffern.

    Wenn das Problem schleichend kam, würde ich auf die Batterie tippen.

  4. #4
    TO
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    Der Blinkgeber ist sehr vibrationsempfindlich
    Das wäre mein dritter Punkt gewesen.

  5. #5
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    das problem besteht schon länger, und ich bin mir nicht sicher ob ich zwischendurch schon mal eine neue batterie eingebaut habe. ich kann da aber mit einer batterie aus einer anderen schwalbe mal gegentesten.

    das schaumstoffgebrösel ist bereits zerbröselt und durch eine von einem scotch-brite schwamm abgeschnittene scheibe ersetzt worden.

    ich habe zwar weiße blinkergläser und gelbe birnen, aber diese sind schon seit ich das mopped fahre drin, und mit dieser birnenbestückung hat es auch schon mal in ordentlicher frequenz geblinkt. allerdings sind meine blinker, trotz per tuscheradierer geputzter stecker und polfett an allen verbindungen, sehr schwach. bei starkem sonnenlicht sind sie gar nicht zu sehen.

    ob das problem schleichend kam weiß ich nicht mehr genau (ist wie gesagt schon etwas her), ich meine aber, dass es plötzlich war.

    gibt es vorschläge, was ich mal messen sollte um es mit referenzwerten von hier zu vergleichen?
    laut TOs theorie mit der nachlassenden batteriedämpfung, müsste die klemmenspannung der batterie doch über der drehzahl stärker ansteigen als üblich. das gleiche müsste passieren, wenn beide halbwellen durch die ladeanlage gehen. oder sehe ich das falsch? weitere messvorschläge?
    ..shift happens

  6. #6
    TO
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    allerdings sind meine blinker, trotz per tuscheradierer geputzter stecker und polfett an allen verbindungen, sehr schwach.
    Na, das spricht doch schon für ne schwache Batterie.

  7. #7
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    ich vergaß dazuzuschreiben: immer schon gewesen, mit mehreren batterien. bremslicht und hupe sind kein thema. und mehrere stunden mit navi rumfahren auch nicht. wenn ich das nächste mal zu hause bin wed ich mal mit ner anderen batterie (die schwalbe, aus der die stammt blinkt anstandslos) gegenprüfen.
    ..shift happens

  8. #8
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Moin,
    Wie meine Vorredner schon schrieben solltest Du als erstes den Zustand der Batterie prüfen. Desweiteren gehört zur vollen Batteriespannung an den Blinkern eine einwand(=oxydations)freie Verkabelung der Strecke Akku-Sicherung-Zündlichtschalter-Blinkgeber-Blinkerschalter-Lampen sowie zurück über die Masse. Letzteres wird häufig vergessen - also auch ruhig mal die Masseverbindung in Augenschein nehmen bzw. den Spannungsabfall messen.
    Gruß Harald

  9. #9
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    So, habe gerade mal eine Messreihe vorgenommen:
    • Batterie war im Haus gelagert und geladen, Klemmenspannung = 6,22V.
    • Bat eingebaut, Leerlaufkontrolle und Blinker an -> U Bat = 5,85V
    • Messgerät an die Blinkerglemmen gehalten: Messgerät sehr träge, zeigt ca 2-3V an (!)
    • Mit eingeschalteter Zündung (also Leerlaufkontrolle an, Blinker aus, Blinkerbirne drin) von der Masseklemme der Blinkerbirne zur Masseklemme der Batterie -> 20 Ohm
    • Gleicher Messaufbau mit ausgeschalteter Zündung -> gegen 0 Ohm
    • Masseklemme der Blinkerbirne an Rahmen -> gegen 0 Ohm
    • Dann das Multimeter wieder an die Batterieklemmen gehängt und gefahren. Bei Vollgas U Bat = 6,40V, ansonsten auch immer über 6,30V
    • U Bat nach dem Abstellen (Fahrtstrecke ca 4km) -> 6,28V
    • Widerstand der Glühbirne: ca 0,7 Ohm
    • Von der Ausgangsklemme des Blinkgebers zur Blinkerbirnenklemme (Birne demontiert) -> 7,2 Ohm
    Habe während des Fahrens mal den Blinker angelassen und geschaut wie er sich verhält. Generell blinkt er ziemlich ungleichmäßig, egal ob man mit laufendem Motor steht oder der Motor aus ist. Beim Beschleunigen steigt die Frequenz (nicht allzu stark) und schwankt weiterhin. Allerdings ist das Glimmen bei jedem An- und wieder Ausgehen der Birne sehr stark ausgeprägt, sodass bei höherer Drehzahl mehr eine "sinusförmige" Helligkeitsverteilung gegeben ist, statt einer Heaviside Funktion

    Ich vermute mal, dass meine Übergangswiderstände in der Leitung vom Blinkgeber über den Schalter zu den Birnenfassungen zu hoch ist, und das die ganzen Probleme verursacht. Was meint ihr? Und was sagt ihr zu den Werten meiner Batterie? Ersetzen oder nicht? An meine Referenzbatterie konnte ich leider nicht ran, da der Besitzer nicht zu Hause war...
    Geändert von moeffi (19.02.2011 um 16:32 Uhr) Grund: Liste ordentlich formatiert
    ..shift happens

  10. #10
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    Wenn Du den "guten alten" Binkgeber mit den beiden Anschlüssen hast, dann überbrück die einfach mal und miss dann die Spannung, die dauerhaft am Blinkerglühobst anliegt. Ist der gemessene Wert deutlich unter der Batteriespannung, dann hast Du ein Leitungs- oder Kontaktproblem an einem der Schalter.

    Peter

  11. #11
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    Messgerät an die Blinkerglemmen gehalten: Messgerät sehr träge, zeigt ca 2-3V an (!)
    Wenn das die Spannung am Blinker bei Blinker an war (und kein Durchschnittswert zwischen Blinker an und Blinker aus) dann sind die Übergangswiderstände zu groß. Um das genau zu messen, siehe die Methode von Zschpower.

  12. #12
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    Zitat Zitat von Zschopower Beitrag anzeigen
    ... überbrück die einfach mal und miss dann die Spannung, die dauerhaft am Blinkerglühobst anliegt...
    Genau ! Und dann noch die aktuelle Akkuspannung dazu und wir haben den Spannungsabfall an Kabeln, Kontakten und Masse.
    Gruß Harald

  13. #13
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    Genau ! Und dann noch die aktuelle Akkuspannung dazu und wir haben den Spannungsabfall an Kabeln, Kontakten und Masse.
    Und man könnte sogar den Innenwiderstand der Batterie ausrechnen und somit eine Aussage über deren Zustand machen.

  14. #14
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Zitat Zitat von TO Beitrag anzeigen
    Und man könnte sogar den Innenwiderstand der Batterie ausrechnen und somit eine Aussage über deren Zustand machen.
    Nein, mit dieser Messung nicht. Aber wenn man direkt an den Klemmen des Akkus mißt und dann belastet kann auf den Innenwiderstand desselben schließen. Aber das meintest Du wohl...

  15. #15
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    jo, das wird aber frühestens in einer woche wieder was. bin schon wieder fernab der heimischen garage.

    Von der Ausgangsklemme des Blinkgebers zur Blinkerbirnenklemme (Birne demontiert) -> 7,2 Ohm
    ist das nicht eh schon zu viel?
    ..shift happens

  16. #16
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    Das ist ewig viel, vergleich das mal mit dem Widerstand der Blinklampe selbst.

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