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Thema: Erst ersteigert, dann anderweitig verkauft.


  1. #1
    Glühbirnenwechsler Avatar von Hairbert
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    Standard Erst ersteigert, dann anderweitig verkauft.

    Hallo Zusammen,

    wie wäre wohl die Rechtslage in dem folgenden Fall.

    Angenommen jemand ersteigert bei einem Auktionshaus ein Zweirad zu einem günstigen Preis, der Verkäufer wollte ursprünglich wohl mehr haben, aber irgendwie hat niemand geboten.

    Nun ist dieses Fahrzeug auf mehreren Plattformen angeboten worden und dort zu einem höheren Preis. Möglicherweise wurde es dann auch dort verkauft und eventuell zu einem höheren Preis.

    Der Verkäufer stellt sich bei der Frage nach der Bankverbindung tot. Der Artikel soll von einer Spedition abgeholt werden, die bereits mit den Hufen scharrt.

    Anrufe bringen nichts, da sofort aufgelegt wird.

    Der Käufer hat einen gültigen Kaufvertrag, oder irre ich mich, weil er bislang sein Geld noch nicht losgeworden ist

    Was meint Ihr?

    Gruß
    Guido

  2. #2
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Ja der Käufer ist nun der Besitzer , rein rechtlich
    mfg
    Immer schön den Auspuff freihalten

  3. #3
    Glühbirnenwechsler Avatar von Hairbert
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    ja, so sehe ich das eigentlich auch X(

    Dann bleibt wohl nur die Möglichkeit auf Vertragserfüllung zu klagen, oder das Moped unter zuhilfenahme eines Kopfschmerzstäbchens selbst abzuholen.

    Ihr glaubt nicht wie mich dieser Scheiß anko.... Im Grunde sollte man online nicht mehr kaufen. Entweder die Beschreibungen passen nicht, oder die Auktion werden vorher beendet, weil die Möps urplötzlich geklaut wurden und sogar mit Papieren!! Sachen passieren denen... :wink: Oder es wird ein Artikel gleich mehrfach verkauft.

    viele Grüße
    Guido

  4. #4
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Standard

    Zitat Zitat von Deutz40
    Ja der Käufer ist nun der Besitzer , rein rechtlich
    mfg
    Nö, isser nich, rein rechtlich. :)

    Ich kenn mich aus!

    Hairbert, zwar hat der "Käufer" einen möglicherweise gültigen Kaufvertrag und entsprechend wahrscheinlich auch den Anspruch auf das Zweirad, aber wenn das Ding inzwischen anderweitig verkauft und weggegeben wurde, dann nützt ihm das wenig. Weg ist weg! So sieht's leider aus. X( Da vielleicht noch was zu drehen bräuchte wohl einen guten und gewieften Rechtsanwalt, der dann natürlich auch gut bezahlt sein will. Aber das lohnt sich hier wohl eher kaum, bei einem alten Moped. Wenn "der Käufer" das Geld noch nicht überwiesen hat und ihm kein weiterer Schaden, z.B. durch die Beauftragung des Logistikunternehmens (oder andere Kosten) entstanden ist, dann rate ihm, die Sache auf sich beruhen lassen, um Zeit, Arbeit, Mühe und Geld zu sparen, sowie Nerven und die Gesundheit (den Blutdruck und den Herzkasper) zu schonen. Er soll dem Verkäufer einfach bei Ebay eine negative Bewertung reinknallen und damit hat sich das. Es bringt ihm nämlich garnix, solch einem Deppen nachzujagen, wo am Ende wahrscheinlich sowieso nichts zu holen ist und es macht keinen Sinn, weil er selber nur Miese dabei macht.

    Es ist hier ganz bestimmt klüger, nicht mit einem teuren Schinken nach 'ner ranzigen Wurst zu schmeißen.

    Ich sach nur:

    Lieber heimlich klug,
    als unheimlich blöd.
    :)

  5. #5
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Was sagen denn die konkreten AGB des "Auktionshauses" dazu? Solang wir nicht wissen, auf welcher Grundlage dieser eventuelle Vetrag geschlossen wurde, reden wir hier wie die Bilden von der Farbe.

    Also: Butter bei die Fische. Namen, Fakten, Daten!

    MfG
    Ralf

  6. #6
    Glühbirnenwechsler Avatar von Hairbert
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    Hi Ralf,

    bei dem Auktionshaus handelt es sich um jenes mit dem "E".

    Im Moment ist es noch zu früh, um konkrete Fakten zu nennen.

    Fakt ist, dass ich seit zwei Tagen auf einen Bankverbindung warte, um einen Geldbetrag zu überweisen und nur mit fadenscheinigen Ausreden hingehalten werde..."habe die Bankverbindung schon geschickt"..."habe die Bankverbindung nicht parat"....schicke die Bankverbindung am Abend (24 Std. her), oder es wird einfach aufgelegt, wenn ich anrufe.

    Der verarscht mich und lt. Ebay muss ich da wohl eine Weile warten, bis die einen ihrer vorgefertigten Briefe schreiben.

    Mit der Verarsche habe ich mich schon mehr oder weniger abgefunden, aber nach dem ersten Telefonat habe ich dann direkt einen Spediteur mit der Abholung beauftragt...und bezahlt.

    Mal sehen, ich habe ja die Adresse, vielelicht hole ich den Krempel doch selbst ab. :wink:

    Guido

  7. #7
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Mit dem Zuschlag bei der Auktion (Angebot und Annahme) ist ein Kaufvertrag wirksam zustandegekommen, und hat der Käufer einen Anspruch auf Übereignung, denn dazu hat sich der Verkäufer beim KV-Abschluss verpflichtet. Er könnte auf Übereigung klagen, was aber nichts nützt, wenn die Kaufsache bereits anderweitig veräußert wurde. Folge ist aber dann ein Schadensersatzanspruch für Mehraufwendungen für eine Ersatzbeschaffung bzw. auch unnütze Aufwendungen wegen des Vertrauens in den Kaufvertrag.

    Aber viel Spaß beim Verklagen des unredlichen Verkäufers, schon beim Beweisen des Kaufpreises wegen der Mehrkosten dürfte es Probleme geben. Der Stress lohnt sich bei Gott nicht. Behalte das Geld, und such ein anderes Verkaufsangebot.

    Wegen der Speditionskosten: Lass Dir vom Verkäufer klipp und klar erklären, ob er das Fahrzeug noch an Dich übergeben kann oder nicht. Wenn nein, mache einen Mahnbescheid, nachdem du ihn zur Zahlung der Kosten aufgefordert hast. Wenn es um zu wenig Geld geht, lass es bleiben.
    Gut durchlesen:
    de.wikipedia.org/wiki/Mahnbescheid. Die Formulare dafür gibt´s im Schreibwarenfachhandel, zumindest hier bei mir in der Gegend. Achtung, nix ist hier umsonst - der Mahnbescheid kostet Gebühren, und der darauf u.U. ergehende Vollstreckungsbescheid, ist auch nur ein Titel, mit dem Du den Gerichtsvollzieher beauftragen kannst, der kostet auch wieder Geld, welches am Ende beim Schuldner erst mal zu holen sein muss. Ansonsten bleibst Du auf allem sitzen.

    Gruß, Matthias

  8. #8
    Glühbirnenwechsler Avatar von Hairbert
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    Guten Morgen,

    danke für Eure Einschätzung. Mittlerweile bin ich auch nicht davon überzeugt, dass eine gerichtliche Auseinandersetzung finanziell von Vorteil für mich wäre.

    in diesem Sinne hat mir der Schinken und die Schmierwurst von Dummschwätzer gut gefallen

    Ich habe gestern letztmalig eine SMS geschickt und darin mitgeteilt, dass ich das Teil nun "persönlich" abhole und bei Übergabe bezahle..und darauf kam dann eine Antwort. Nun kommt auf einmal Bewegung in die Sache

    Ich halte Euch auf dem laufenden...

    Gruß
    Guido

  9. #9
    Flugschüler Avatar von meingott
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    aber wenn das Ding inzwischen anderweitig verkauft und weggegeben wurde, dann nützt ihm das wenig. Weg ist weg! So sieht's leider aus.
    Falsch.
    Wenn er das Ding anderweitig verscheuert, muss er dafür sorgen, dass er dir zu deinem Kaufpreis ein gleichwertiges Stück besorgt - wie, ist sein Problem.
    Such dir bei mobile oder so schon mal ein paar ähnliche Fahrzeuge aus, an deren Preis kannst du dich bei einer Klage dann orinetieren.

  10. #10
    Glühbirnenwechsler Avatar von Hairbert
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    Wenn er das Ding anderweitig verscheuert, muss er dafür sorgen, dass er dir zu deinem Kaufpreis ein gleichwertiges Stück besorgt - wie, ist sein Problem.
    Das habe ich auch schon einmal gelesen, konnte es aber nicht mehr finden.
    Danke für die Info

    Gruß
    Guido

  11. #11
    Flugschüler Avatar von meingott
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  12. #12
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Zitat Zitat von Hairbert
    Ich habe gestern letztmalig eine SMS geschickt und darin mitgeteilt, dass ich das Teil nun "persönlich" abhole und bei Übergabe bezahle..und darauf kam dann eine Antwort. Nun kommt auf einmal Bewegung in die Sache
    Da bin ich ja mal gespannt, was Du zu berichten hast.

    Peter

  13. #13
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Zitat Zitat von meingott
    aber wenn das Ding inzwischen anderweitig verkauft und weggegeben wurde, dann nützt ihm das wenig. Weg ist weg! So sieht's leider aus.
    Falsch.
    Wenn er das Ding anderweitig verscheuert, muss er dafür sorgen, dass er dir zu deinem Kaufpreis ein gleichwertiges Stück besorgt - wie, ist sein Problem.
    ...
    Nein! Dumschwätzer hat recht. Da der Kaufvertrag über eine ganz konkrete Sache (Stückkauf) abgeschlossen wurde, gibt es logisch nur eine Pflicht für den Verkäufer, genau diese Sache an den Käufer zu übereignen. Ohne das jetzt mit langen Paragraphenketten anzureichern: Wenn das Zweirad mittlerweile - vor Erfüllung und vertragswidrig - anderweitig, an einen anderen verkauft und übergeben, also übereignet wurde, ist das Eigentum beim Verkäufer weg. Also kann er das Eigentum dem ersten Käufer nicht mehr verschaffen, das ist rechtlich unmöglich. Dadurch, weil die Übereigung nun unmöglich geworden ist, wird er gem. § 275 I BGB von seiner Leistungspflicht frei, muss aber im Ergebnis für den Schaden des Käufers haften, weil er die Unmöglichkeit zu vertreten hat § 275 IV BGB (und weitere Normen). So sieht´s aus und nicht anders.

    Gruß, Matthias

  14. #14
    Flugschüler Avatar von meingott
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    muss aber im Ergebnis für den Schaden des Käufers haften
    Darum sag ich ja, er soll sich schlau machen was ne gleichwertige kostet. Das steht ihm nämlich zu....

  15. #15
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Na ja, nun haltet mal die Füße still und macht den Hairbert nicht verrückt.
    Wenn ihm tatsächlich ein Schaden entstanden sein sollte, dann wird der ihn, nach vorausgegangener eingehender Beratung mit einem Rechtskundigen, schon geltend machen.

  16. #16
    Flugschüler Avatar von meingott
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    Das iost ja mal ne andere Aussage als
    Weg ist weg! So sieht's leider aus
    Was?
    :wink:

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