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Thema: Experiment Generator ... wie funktioniert es richtig?


  1. #1
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard Experiment Generator ... wie funktioniert es richtig?

    Hallo, Hobbyekelektriker!

    Ich versuch mich gerade an einem selbstgebauten Generator. Eigentlich wollte ich nur herausbekommen, ab welchen Drehzahlen (bzw. Umfangsgeschwindigkeiten) sich brauchbare Leistung aus so einem Generator gewinnen lässt, aber es tut sich gar nichts. Was habe ich gemacht? Eine relativ kurze M 6 Schraube genommen, mit ca. 100 Wicklungen Klingeldraht umwickelt (hat 3 Ohm, das Teil). Die so gewonnene Spule ist ca 1,5 cm im Durchmesser und ebenso lang. Dann hab´ ich einen kleinen, flachen, aber eben recht starken Neodymmagneten (6 * 6 * 2 mm) genommen, auf eine Aluminium-Scheibe aufgeklebt, und diese mit dem Akkuschrauber in Drehung versetzt. Die Spule mit einem Ende möglichst dicht vor die Scheibe mit dem Magneten gehalten, wobei ich beim Vorbeilaufen des Magneten richtig merke, wie er die Schraube anzieht. An die beiden Spulenenden ist das Multimeter angeschlossen, doch es zeigt nichts an. Nicht mal ein einziges Millivolt . Ja, dann dachte, vielleicht ist ja die Schraube das Problem (wenn die einmal magnetisiert ist ...) - habe die Schraube mal rausgemacht und das Ganze wiederholt. Wieder nichts.
    Es müsste doch eigentlich pulsierender Gleichstrom da rauskommen, wenn der Magnet immer mit der gleichen Polung vor der Spule vorbeiläuft?

    Was mache ich verkehrt?

    MfG Matthias

  2. #2
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    Du erzeugst pulsierenden Gleichstrom der für dein Mutimeter zu schnell ist.

    Schnapp dir einen Kondensator. Der glättet die Spannung und dann sollte sich auch mit dem Multimeter was messen lassen

  3. #3
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Moin,

    ich fühle mich zwar mit "Hobbyelektriker" nicht wirklich angesprochen ( ), aber ich schreib doch was dazu.

    Guck Dir mal folgendes Prinzip (Wikipedia) an:



    Du mußt ein geschlossenes, magnetisches Feld haben und eine Leiterschleife, die sich darin bewegt. Ersteres hast Du mit Deinem rotierenden Permanentmagneten nicht. Nimm einen Hufeisenmagneten und drehe darin die Schraube (oder anders herum: Schraube mit Wicklung fest und Magnet drehen), jeweils die Enden der Schraube zu den Polen - dann klappt das auch mitter Ekelektrik... :)

    Gruß Harald

  4. #4
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    Muß man nicht... Es reicht eine Veränderung des Magnetfeldes zur Zeit.

    Hier wird eine konstantes Magnetfeld verändern indem die Spule rotiert und die effektive eingeschlossene Fläche variiert.

    Man kann aber auch den Magneten entfernen und wieder näher bringen.

    Nur wie schon gesagt wird die Spannung nur für eine kurze Spannungsspitze sorgen.

    nicht anderes wird zB hier gemacht :


    Wie geasgt... Ob du das Magnetfewld rotierst .. ode rdie Leiterschleife .. gibt viele Möglichkeiten. Nur ich denke mit Bohrmaschine + Neodym...

    was erreichst du da... 100 oder 200 Umdrehungen pro Minute... also 2 - 3 umdrehungen pro Sekunde....

    Und dabei kommt der Neodym wie lange der Schraube nahe ?? 1/8 .. oder 1/16 Umdrehung... also gibts nen kurzen Puls gefolgt von 15/16 Ruhe... Wie gesagt zu wenig für nen Multimeter

  5. #5
    TO
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    Du kriegst keine pulsierende Gleichspannung sondern ne Wechselspannung. Steht das Messgerät auf Wechselspannung? Bei Gleichspannung kriegst Du natürlich null angezeigt.

    Ein Kern drin ist schon gut, der "saugt" das Magnetfeld an. Noch viel besser ist ein Kern, der beide Pole verbindet. Also ein U-förmiger Kern, zwischen dessen Schenkeln der Magnet rotiert. Dabei sollte der Magnet möglichst wenig Abstand zu beiden Schenkeln haben.

  6. #6
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    Dank für die Meldungen, aber extra noch mal für net-harry: Ich meinte natürlich Hobby- und richtige Elekriker !
    Also ich fasse noch mal zusammen: Die Spule sollte möglichst vom Magnetfeld umschlossen sein, aber es geht auch die halbseitige Variante, bei der das Magnetfeld an einer Spulenseite vorbeiwandert.
    Im Grunde hab´ ich ja nur die VAPE-Zündung nachgeahmt, dort laufen ja die Magneten auch nur außen an einer Spulenseite vorbei, und es kann ja keinen Unterschied machen, ob nun außen oder seitlich? Auch in so Computerlüftern ist ja außen nur ein lächerlich schwacher wechselnd gepolter Magnetring drin, und der läuft einseitig an 4 innenliegenden Spulen vorbei (wobei ich nicht versteh´, wie da mit Gleichstrom eine Drehbewegung zustandekommt? - Na, ja, sei´s drum.)

    Shadowrun - jo, ist richtig geschätzt - die Magnetfläche macht genau 1/16 vom Umfang aus. Es gibt minimale Erfolge zu vermelden. Habe es noch mal mit möglichst minimalem Abstand und sehr langsamer Umdrehung versucht - und tatsächlich: bis zu 10 mV sind der Konstruktion zu entlocken, trotzdem lächerlich. Allerdings wechselt die Anzeige sehr unkoordiniert von + nach -? Das verstehe ich nicht. Auf Wechselspannung wird gar nichts angezeigt, allerdings ist da ja auch nur der 200 V Messbereich. Der Akkuschrauber ist natürlich ein ordentlicher Zweigang-Bohrschrauber von Bosch mit max. 1200 U/min, aber das bringt nix. Sobald die Drehzahl über 2 U/s hinausgeht, zeigt das Multimeter gar nichts mehr an. Scheinbar sind die Impulse dann wirklich zu kurz und zwischendurch zu viel Leerlauf. Also für das, was ich wollte, völlig ungeeignet. Ich werd´ das einfach vergessen, und mich dann für meine Betrachtungen wohl auf einen alten Netzteil-Computerlüfter verlegen - der liefert bei 1300 U/min immerhin ein sattes Volt .

    Eigentlich interessiert mich ja nur die Frage, ob es möglich wäre, mit sehr langsamer Drehzahl - sozusagen völlig unausgereizt - überhaupt einen Generator zu bauen, der im Verhältnis von aufgenommener mechanischer Leistung zur abgegebenen Stromleistung einen vernünftigen Wirkungsgrad hat, oder ist der dann immer im Keller?

    Na, ja, ich habe jedenfalls so langsam vor scheinbar simplen Kleinigkeiten wie einem Fahrraddynamo einen gewaltigen Respekt, ganz ehrlich.

    MfG Matthias

  7. #7
    TO
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    Im Grunde hab´ ich ja nur die VAPE-Zündung nachgeahmt, dort laufen ja die Magneten auch nur außen an einer Spulenseite vorbei,
    Denkste!

    Guck' Dir mal die Vape genau an. Die Spulen sitzen alle auf einem gemeinsamen Spulenkern. Und die Magnete im Polrad sind abwechselnd polarisiert und so angeordnet, dass über zwei nebeneinander liegenden Spulen jeweils ein Nord- und ein Südpol liegt. Dadurch wird der magnetische Kreis geschlossen: Ein Magnet, das Polradgehäuse, der andere Magnet, die Spule, der gemeinsame Spulenkörper, die andere Spule. Und wenn die Magnete um eine Spule weitergerückt sind, ist der Magnetkreis wieder geschlossen, nur diesmal andersrum.

    Das ist im Prinzip das Gleiche wie im Bild von Shadowrun.

  8. #8
    Glühbirnenwechsler Avatar von krankhawk
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    http://www.bs-wiki.de/mediawiki/inde...u_und_Funktion

    2 lehrjahr kfz.....

    da wie in einem auto verbaut
    oder schau dir ne smart charge anlage an ..

  9. #9
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    Zitat Zitat von Matthias1
    Shadowrun - jo, ist richtig geschätzt - die Magnetfläche macht genau 1/16 vom Umfang aus.
    Wie gesagt das wird der kurze Impuls sein. Den kannst du mal versuchen mit einem Kondensator zu glätten.

    Ein digitales Multimeter ist dafür einfach zu träge. Das braucht ja zB bei Netzspannung schon ein wenig Zeit sich auf einen festen Wert einzupendeln weil es eben träge ist.

    Daher gibt s ja auch noch Analogmeßgeräte die zB bei Lambdasondenmessung ( Spannungsspruing von 0 aiuf 1 V ) einem einfachem digitalmultimeter überlegen sind

  10. #10
    TO
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    OK, jetzt habe ich es verstanden: Ich hatte oben überlesen, dass Du nur mit einem Pol an der Spule vorbeikommst. Ich nehme alles und zurück und behaupte das Gegenteil: Du kriegst keinen Wechselstrom sondern pulsierenden Gleichstrom.

    Trotzdem kommt es darauf an, möglichst viele der Feldlinien "einzufangen", und das geht nur mit einem geschlossenen magnetischen Kreis. Zum Beispiel ein Kreisförmiger Kern aus Eisen, dem ein Stück in der Größe des rotierenden Magneten fehlt. Darauf die Spule. Und bei seiner Rotation sollte der Magnet dann die Lücke im Kern kurzzeitig füllen. Mit möglichst kleinen Lücken. Diese Lücken sind im magnetischen Kreis nämlich das, was für den Elektrischen Widerstände sind. Widerstände behindern den Stromfluss. Lücken im Kern behindern den magnetischen Fluss.

  11. #11
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    @ To .. Klar... aber er will ja klein anfangen.

    ansonsten kann er auch einfach mehrere Magnete auf einen Ring kleben und dann einjen Langsamlaufenenden generator bauen wie er früher bei Dampfmaschinen eingesetzt wurde
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20081228204521

    Btw ... Wenn du einen einfachen generator bauen willlst der auch gut was an Leistung produziert. Hol dir eine Lima vom Schrott.

    Da nimmst du die Dioden und den Regler ab ... Lötest 8 kabel an ( 6 für die ,3 Spulen und 2 am Regler der auf den Innenläufer geht ) und fertig kannst du experimentieren

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