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Thema: Facharbeit über Simson Suhl!


  1. #1
    Glühbirnenwechsler
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    Standard Facharbeit über Simson Suhl!

    Moin Moin,

    Ich (17) muss demnächst eine Facharbeit schreiben. Nach längerer Überlegung hatte ich die Idee über Simson Suhl zu schreiben.

    Die Idee an sich findet mein Fachlehrer in Geschichte klasse, als Titel wäre z.B. "Simson Suhl im Spiegel der Zeit!" möglich. Meine Idee wäre die Firmen Geschichte von Simson als Paradebeispiel für die deutsche Geschichte zu nehmen.

    Dies ist auch sehr gut möglich, da die Firma ja ursprünglich einer jüdischen Familie gehörte, die später von den Nazis enteignet wurde und die letztendlich in die USA geflohen ist. Es wurden im ersten sowie im zweiten Weltkrieg Waffen produziert und im zweiten Weltkrieg war das "Gustloff Werk - Waffenwerk Suhl" der größte Waffenproduzent Mitteldeutschlands. Auch die Besatzungszeit und die Produktion von Bratpfannen etc. kurz nach Kriegsende und die Produktion der Awo als sowjetisches Motorrad verdeutlichen sehr gut ihre Zeit und den geschichtlichen Hintergrund. Dann die Produktion von Mopeds in der DDR, in der die Firma zum VEB wird. Nach Wende und Mauerfall schafft es Simson es nicht dem riesigen Konkurrenzdruck standzuhalten und geht 2002 in Konkurs.

    Die Firmengeschichte von Simson Suhl ist also super dafür geeignet um die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert und ihre Auswirkungen darzustellen.

    Das große PROBLEM ist die Komplexität des Themas. Mein Texteil (also Einleitung, Hauptteil, Schluss) darf nicht länger als 10 Seiten sein, der Anhang hingegen riesig (wird er dann wohl auch!). Ich muss das Thema also eingrenzen und Schwerpunkte setzen.

    Mein erster Versuch der Eingrenzung:

    Simson Suhl im Spiegel der Zeit – Simson Suhl als Paradebeispiel für die deutsche Geschichte von 1841 bis 2002 (Schwerpunkt: Besatzungszeit, 3. Reich, DDR und Wiedervereinigung)

    Doch diese Eingrenzung wird wahrscheinlich nicht genügen um es auf 10 Seiten zu kriegen. Vorallem ist das ganze viel zu viel Reproduktion und nichts eigenes. Dann frage ich mich woher ich gute und ausführliche Informationen kriegen kann und ob ich vielleicht jemanden finden kann den ich interviewen kann!?

    Könnt ihr mir vielleicht helfen? Hat wer Tipps für mich (Quellen, Personen)?

    Vielleicht habt ihr auch einen besseren Titel für mich oder ein besseres Thema das mit Simson Suhl zutun hat!? Wie schaffe ich es eigenes mit in die Facharbeit zu bringen und nicht nur Reproduktion zu haben?

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen!
    Geändert von SchwalbenFREAK^^ (22.02.2012 um 16:55 Uhr)

  2. #2
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Häng dich doch hier mit dran: Unterstützung für meine 5. Prüfungskomponente
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  3. #3
    Glühbirnenwechsler Avatar von Schwalben-Eddie
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    Puuuuh, da hast Du dir was vorgenommen. Die Geschichte von Simson ist heftig umfangreich. Aber Google ist da sehr ergiebig.

  4. #4
    Tankentroster Avatar von BamBam
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    Oh ha , in diesem zusammenhang solltest du unbedingt die Geschichte der Waffenproduktion mit einbeziehen. Hier lohnt sich auch ein Gang in das Museum in Suhl . Soweit ich weis wurden im dritten reich, die besitzer enteignett , hauptgrund war, daß das Werk als einzige die Lizenz, zum Bau, von Maschinengewehren hatte. Die Farbenproduktion nach dem Krieg , war weiterhin ein Streckenpferd der DDR ( Jagtwaffen).

    Enrico
    Ick hab doch keine Ahnung . Und davon viel.

  5. #5
    Glühbirnenwechsler
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    Hallo!
    Es gibt genau zu diesem Thema ein Buch aus dem MZA-Verlag! Titel:Simson-eine Weltmarke im Wandel der Geschichte. ISBN:3-9809481-9-6
    Ich denke das könnte Dir weiterhelfen!

    Mfg.

  6. #6
    Glühbirnenwechsler
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    Was hast du denn für Sorgen ? :) 10 Seiten auf Deutsch über ne Unternehmensgeschichte. Allerdings ist das Thema spannend. Muss selber 15 Seiten auf Französisch über die Deutsch-Französische Erbfeindschaft zwischen 1918 und 1945 schreiben..

    Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall mal nach Suhl fahren. Alleine das Engagement wird von Lehrern reichlich honoriert!
    Dann versuch doch mal den ehemaligen (Chef-?)Konstrukteur der Schwalbe ausfindig zu machen, der in der Doku vorkommt.
    Vielleicht ein persönliches Schicksal einbauen. In Suhl gibt es bestimmt die ein oder andere betagtere Person, die da mal gearbeitet hat.

    Viel Erfolg bei deiner Arbeit!

  7. #7
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Zitat Zitat von BamBam Beitrag anzeigen
    Soweit ich weis wurden im dritten reich, die besitzer enteignett , hauptgrund war, daß das Werk als einzige die Lizenz, zum Bau, von Maschinengewehren hatte.
    Hauptgrund für die Enteignung ist in erster Linie, dass die Simsons Juden waren. Andere "gute deutsche" Waffenproduzenten (Krupp etc.) wurden auch nicht enteignet.

    10 Seiten mit der Simson-Historie zu füllen, halte ich tatsächlich für keine große Herausforderung.
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  8. #8
    Tankentroster Avatar von BamBam
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    Richtig Prof. nur waren es wohl die einsiegen die Maschinengewehre produzieren durften bis dato. Aber wie gesagt im Museum gibt es einiges mehr zu erfahren.
    Ick hab doch keine Ahnung . Und davon viel.

  9. #9
    Glühbirnenwechsler Avatar von Schwalben-Eddie
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    Zitat Zitat von Prof Beitrag anzeigen
    10 Seiten mit der Simson-Historie zu füllen, halte ich tatsächlich für keine große Herausforderung.
    Ich sehe da eher das Problem darin mit 10 Seiten auszukommen. Die Geschichte der Familie Simson ist allein schon spannend. Die Produktbreite vor dem 3. Reich ist enorm. Bei den Suhlern hiess es damals nicht "ich arbeite bei Simson" sondern "ich arbeite beim Juden". Selbst die Geschichte der AWO und anschließend unserer Möps (ein winziger Teil der Simson-Geschichte) ist spannend. Wie viele andere Fahrzeughersteller auch hatten die Suhler viele Probleme damit gegen Politiker wie z.B. Günter Mittag anzukämpfen.

    Wenn Du die Möglichkeit hast fahre mal nach Suhl. Ansonsten gibt es einige Bücher und Einträge in "youtube" und "google" zu diesem Thema. Ich hoffe, dass Du für diese Facharbeit etwas Zeit hast denn es ist nicht einfach dieses interessante Thema auf 10 Seiten zu begrenzen.

    Viel Spass bei deiner Recherche!

  10. #10
    Flugschüler Avatar von oeggen78
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    Hey,

    coole Sache! Mit diesem Thema zehn Seiten zu füllen wird wirklich kein großes Problem, aber das mach Dir ja Kopfzerbrechen!?
    Ich würde mich z.B. auf die NS-Zeit und die Anfänge in SBZ und DDR beschränken, den Rest könnte man in wenigen Sätzen abhandeln.

    Die Facharbeit is fürs Abi? Wo wohnst Du? Mit dem Interviews könnte evtl. ein wenig zu aufwändig werden, ich denke, das kann keiner von Dir verlangen, wenn Du z.B. aus Berlin bist.
    Mach Dir mal keine Gedanken bezgl. "viel zu viel Reproduktion", das is im Geschichtsstudium an der Uni meist auch nicht anders.... wichtig is, dass Du Zitate und Thesen schön kenntlich machst (Gutenberg lässt grüßen!)
    Literaturtipps hast ja schon bekommen, in wissenschaftlichen Werken stößt Du dann auf weitere Literatur/Quellen etc. zum Thema.
    Geh in die nächste Uni-Bib, da kannst Du nahezu alle Bücher (meist kostenlos) über Fernleihe bestellen, falls sie nicht im Regal stehen.

    Viel Erfolg!

  11. #11
    Glühbirnenwechsler
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    oeggen78 hat Recht. Zumindet bei dem Schlag von Lehrer wie wir sie bei uns haben, kommen Wikipedia und generell zuviel Internet nich gut an verglichen mit Büchern..

  12. #12
    Glühbirnenwechsler
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    Ersteinmal danke für die zahlreichen Antworten! Ich war noch in den Weihnachtsferien in Suhl und habe das Fahrzeugmuseum besichtigt und natürlich ordentlich Fotos gemacht! Ich werde in den Osterferien vielleicht nocheinmal runter nach Suhl fahren!

    Das Problem ist in der Tat die ganze Sache auf 10 Seiten zu bringen! Schließlich ist die Geschichte der Firma sehr umfangreich (siehe hier: Fahrzeugmuseum Suhl Geschichte)

    Ich darf auch nicht einfach die Unternehmensgeschichte beschreiben, da dies keinerlei eingene Arbeit ist sondern nur Reproduktion. Ich darf also nicht einfach die Stichpunkte zur Geschichte der Firma von der Seite des Fahrzeugmuseums ausformulieren. Ich muss mit irgendetwas einen Bezug herstellen oder Schwerpunkte setzen.

    Nur welcher/e Schwerpunkt/e sind zu empfehlen? Toll wäre natürlich sich auf die Mopedproduktion zu spezialisieren. Aber findet man dazu ordentliches und spannendes Material? Das ist ja meist sehr technisch und für das Fach Geschichte nicht geeignet!?

    Mir schwebt da grade das Bild vor (war glaube ich in der Doku) als die neuen Schwalben im Schnee vergammeln, weil der Zug für ein militärisches Kommando gebraucht worden sind.

    Ich frage mich wie ich einen sinvollen Schwerpunkt setze und brauche dann natürlich einen schlüssigen Titel!

    Danke für den Tipp mit dem Buch! Das werde ich mir aufjedenfall zulegen. Ich werde dann mal versuchen über das Fahrzeugmuseum Kontakte zu knüpfen. Vielleicht kann ich dann mal ein Interview vor Ort machen oder vielleicht auch nur per Email. Oder haben wir einen ehemaligen Simsonmitarbeiter unter uns im Nest?

    Zitat Zitat von Schwalben-Eddie Beitrag anzeigen
    Bei den Suhlern hiess es damals nicht "ich arbeite bei Simson" sondern "ich arbeite beim Juden".
    Solche Details sind super spannend für meine Arbeit! Woher weißt du das? Ich brauche natürlich immer Quellen

    Zitat Zitat von oeggen78 Beitrag anzeigen
    Ich würde mich z.B. auf die NS-Zeit und die Anfänge in SBZ und DDR beschränken, den Rest könnte man in wenigen Sätzen abhandeln.

    Die Facharbeit is fürs Abi? Wo wohnst Du? Mit dem Interviews könnte evtl. ein wenig zu aufwändig werden, ich denke, das kann keiner von Dir verlangen, wenn Du z.B. aus Berlin bist.
    Mach Dir mal keine Gedanken bezgl. "viel zu viel Reproduktion", das is im Geschichtsstudium an der Uni meist auch nicht anders.... wichtig is, dass Du Zitate und Thesen schön kenntlich machst (Gutenberg lässt grüßen!)
    Geh in die nächste Uni-Bib, da kannst Du nahezu alle Bücher (meist kostenlos) über Fernleihe bestellen, falls sie nicht im Regal stehen.
    Ich denke auch das es darauf herauslaufen wird! Ich werde morgen mal mit meinem Geschichtslehrer reden bzw. ihm eine Mail schreiben!
    Geändert von SchwalbenFREAK^^ (21.02.2012 um 21:06 Uhr)

  13. #13
    Flugschüler Avatar von oeggen78
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    Aus Wikipedia zu zitieren is wirklich doof! Als Einstieg ins Thema aber erstmal ok und bei guten Artikeln hat man ja auch Literaturangaben, die einen weiterführen. Hab grad mal "Simson Suhl" angeklickt, schaut doch ganz vernünftig aus.

  14. #14
    Kettenblattschleifer Avatar von rossinchen
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    Du könntest eventuell das Thema auch ganz anders angehen. Unternehmensgeschichte aufzuschreiben ist wirklich alles andere als anspruchsvoll. Aber warum suchst du in der Geschichte der Mopedproduktion von Simson während der DDR-Zeit nicht nach irgendwelchen speziellen Ereignissen und verbindest das mit dem Wirtschaftssystem der DDR, nach dem Motto "Planwirtschaft in der DDR am Beispiel Simson".

    Warum durfte Simson keine Motorräder nach der AWO mehr bauen, obwohl sie das KnowHow hatten, sondern nur noch MZ Motorräder bauen durfte? Warum gab es in den 70ern einen Nachfolger der Schwalbe und warum wurde dann doch noch eine KR51/2 bis 1985 gebaut? Da gibt es noch mehr Beispiele, bei denen die Entwickler von Simson durch politische Vorgaben eingeschränkt wurden. Ich meine, es gab auch bei der Schwalbe ab und an Produktionsengpässe, weil es kein Blech mehr gab, um die Verkleidung zu bauen.

    Du hättest bei einem solchen Thema einen Rechercheteil zum Wirtschaftssystem und dann deine Eigenleistung dabei, das Wissen auf einen speziellen Fall anzuwenden, hier der Betrieb Simson.

  15. #15
    Glühbirnenwechsler Avatar von Schwalben-Eddie
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  16. #16
    Chefkonstrukteur Avatar von Wessischrauber
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    Dieses Buch http://www.amazon.de/Die-Motorrad-Pk.../dp/3768825175 ist auch sehr zu empfehlen, da die wirtschaftlichen Zwänge im Hintergrund der Produktion sehr gut beschrieben sind. Warum beispielsweise im Simson-Werk fleißig entwickelt wurde, aber vieles im Entwicklungs- bzw. im serienreifen Stadium durch die politische Führung gestoppt wurde.

    Gerhard
    bevor isch misch uffreesch, isses mir liwwer egal !

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