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Thema: Feste Schraube :-(


  1. #1
    Tankentroster Avatar von berluc
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    Hi!

    Mich würde brennend interessieren wie ich am elegantesten ein Schlitzschraube aus meinem Seitendeckel meines Motorblockes herausbekomme, wenn der Schlitz schon so verknubbeld ist, das mit Schraubenzieher schlecht ist und einfach der Halt fehlt.

    Danke!

    Grüße von der Ostsee

  2. #2
    Glühbirnenwechsler
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    Hi,

    versuch es mal mit einem Schlagschrauber (kein mit Druckluft sonden einen
    bei dem man mit dem Hammer Hinten drauf haut).

    ansonsten bleibt Dir meiner Meinung nach nurnoch übrig den Kopf der schraube Vorsichtig !!!
    herauszubohren, den Block Trennen und dann die schraube mit einem Stehbolzenausdreher
    herrausdrehen ... Klappt eigentlich immer ....
    Aber vorsichtig den Kopf abbohren um die beschädigungen am Motorblock zu vermeiden...
    ein paar Kratzer wird er aber abbekommen...

    Also viel Glück

    bis dann
    Sr50bastler

  3. #3
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Ich mach das immer mit so einer großen Kurbel... Weiss einer, wie dat Dingen heisst?

    MfG
    Ralf

  4. #4
    Simsonschrauber Avatar von koppy
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    bei mir hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, meinen schlagbohrer auf schrauben zu stellen und nen schlitzaufsatz reinzustecken.
    das geht irre einfach und macht, wenn man nicht grade derbe abrutscht, auch nix kaputt.


    gruß,
    fabian

  5. #5
    Simsonschrauber Avatar von koppy
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    @prof: ratsche? oder meinste sowas, wie den bohrer für zum selbst drehen?

  6. #6
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    Den Schraubenkopf ankörnen, wegbohren und beim nächsten mal eine Schraube mit Innensechskant verwenden.

  7. #7
    IWL
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    Simsonschrauber Avatar von IWL
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    * Röhnrohr * Test *

  8. #8
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    @IWL: Du verstehst mich....

    MfG
    Ralf

  9. #9
    Glühbirnenwechsler
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    Das wichtigste ist, daß die Schrauberklinge genau passt, runde Kanten sind Mist, Du mußt die Klinge scharfkantig feilen und dafür sorgen, daß sie stramm sitzt.Eine Bohrwinde ist gut, ein Schraubendreher mit Holzgriff, bei dem der Stahl durch den Griff geht, besser. Klinge ansetzen, mit dem Hammer ein paar leichte Schläge auf den Kopf vom Dreher, auch fester anziehen kann helfen, die Gewindgänge zu lösen; in die Richtung ist der Kopf vielleicht noch nicht ausgenudelt. Die meisten Dreher mit Holzgriff haben einen Sechskant, auf den Du einen Ringschlüssel setzen kannst. Gutes Werkzeug ist Plicht für solche Aktionen-nicht der 10 teilge Satz für 3,50.
    Wenn nichts mehr hilft, dann nimm einen Dremel, mit dem machst Du weniger kaputt als mit der Flex oder einem Bohrer, der sich miserabel ansetzen läßt.Wenn der Deckel ab ist, dreh den Rest mit einer guten Grippzange ( Knippex oder Hazet ) raus, auch eine gute Wasserpumpenzange geht,auch hier gilt es Qualität zu kaufen, wenn sie Dir keiner klaut, hast Du Dein ganzes Leben was davon. Gruß
    dr-ohne

  10. #10
    Tankentroster
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    Hi,

    aus eigener Erfahrung (ich hatte beim letzten Mal genau so eine Schraube festsitzen):

    Bevor du den Kopf mit einem dicken Bohrer wegbohrst, versuch's mit einem Schraubenausdreher! (hier in Liechtenstein (wo ich arbeite) sagen sie allen Ernstes ganz offiziell "Linkswichser" dazu , anderswo kennt man die glaube ich auch unter "Linksausdreher").

    Falls du die nicht kennst: Die Dinger sehen aus wie eine Mischung aus Bohrer und Gewindebohrer, allerdings mit zwei Besonderheiten: Der Drehsinn ist umgekehrt (man dreht sie links rum herein) und sie sind konisch. (Nein, das ist nicht der Versuch, einen Bohrer für konische Löcher zu erfinden :) ).

    Es gibt sie in verschiedenen Stärken je nach auszudrehender Schraube. Man bohrt in den Kopf (und Schaft) der Unglücksschraube ein entsprechendes Loch und dreht mit einem Windeisen (für Gewindebohrer) den Linksausdreher linksrum rein. Weil er konisch ist, klemmt er sich im Loch fest und durch Weiterdrehen kannst du dann die Schraube lösen. In meinem Fall hat das super geklappt.

    Die Ausdreher gibt es meist als kompletten Satz verschiedener Grössen (auf HSS-Qualität achten!), ich habe für so einen Satz aus 6 verschiedenen Grössen ca. 10,-€ bezahlt.

    Der grosse Vorteil ist, dass die Sache weitaus schonender ist, als mit einem Hammer zu Werke zu gehen (Alu-Motorgehäuse verzeihen meist nicht wirklich viel Gewalt...). Ausserdem ist die Gefahr, beim Bohren was zu verhunzen, gering, weil du ja ein relativ kleines Loch in den Schraubenkopf bohrst. Und wenn du merken solltest, dass es nicht geht mit dem Linkswichser, dann kannst du auf die Variante Kopf-vollständig-abbohren-und-Stehbolzenausdreher-verwenden zurückgreifen, die oben erwähnt wurde.

    (Nebenbei: Weiss jemand, was so ein Stehbolzenausdreher kostet? Sind das diese Dinger, die man wie eine Zündkerzennuss auf eine Ratsche stecken kann und die innen solche Klemmrollen haben?)

    Ich verwende jetzt nur noch Schrauben mit Innensechskant (Imbus), aber man muss aufpassen, dass man nicht der Versuchung erliegt, die zu fest anzuziehen, das kann man nämlich mit dem Imbusschlüssel oder der kleinen Knarre auch ganz gut, und nach fest kommt in dem Fall dann "Gewinde-im-Alu-rundgedreht" ... . Probleme wie deins hier sollten aber damit passé sein.

    So long,

    Izzy.

  11. #11
    Moderator Simsonfreund
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    @izzy: linksausdreher: wenn die schraube zu klein ist, erschwert er das ganze unter umständen noch. seine wirkungsweise beruht ja auf das verklemmen im loch. bei wenig fleisch rundherum (gering größerer durchmesser der schraube gegenüber dem durchmesser des linksdrehers) spreizt er die schraube auf und verklemmt das schrauben gewinde im gewinde des grundwerkstoffes. wird nun ohne gefühl gedreht, bricht er. und dann, HSS qualität, hast du die kappe auf mit dem aufbohren....

    die dinger (linksausdreher) sind gold wert, keine frage. man muß sie aber mit bedacht einsetzen!

    zum stehbolzenthema: wenn du das meinst, was ich meine: nein, das ding ist nur ein baumarkttool womit man wohl alle schrauben anziehen kann. in meinen augen fromms. stehbolzen schraube ich immer mit gekonterten muttern raus...

    mfg franz

  12. #12
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    Du musst ma bissl Zaubern.

    Du nimmst dich WD40 sprühst das auf die schraube (also so drumrum) sprichst nen zauberspruch (in der zeit wirkt das wd40 und du kannst schonmal deine kraftreserven ans licht fördern) und dann nimmst du dich mal nen schraubenzieher (nen GROSSEN!) legst an,lässt jemanden die schwalbe von der anderen seite halten, stämmst dich mit dem ganzen körpergewicht dagegen und drehst das teil einfach raus.


    Hat bei mir immer geklappt!



    So far...FlyingStar

  13. #13
    Tankentroster
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    Original von TALOON:
    @izzy: linksausdreher: wenn die schraube zu klein ist, erschwert er das ganze unter umständen noch. seine wirkungsweise beruht ja auf das verklemmen im loch. bei wenig fleisch rundherum (gering größerer durchmesser der schraube gegenüber dem durchmesser des linksdrehers) spreizt er die schraube auf und verklemmt das schrauben gewinde im gewinde des grundwerkstoffes. wird nun ohne gefühl gedreht, bricht er. und dann, HSS qualität, hast du die kappe auf mit dem aufbohren....

    die dinger (linksausdreher) sind gold wert, keine frage. man muß sie aber mit bedacht einsetzen!

    zum stehbolzenthema: wenn du das meinst, was ich meine: nein, das ding ist nur ein baumarkttool womit man wohl alle schrauben anziehen kann. in meinen augen fromms. stehbolzen schraube ich immer mit gekonterten muttern raus...

    mfg franz
    Hi Taloon,
    stimmt, das kann passieren, dass man mit dem Linksausdreher das "Fleisch" um das neu gebohrte Loch herum spreizt. Allerdings ist man etwas im Vorteil, wenn der Schraubenkopf noch vorhanden ist, da ist dann im hinteren Bereich des Linksausdrehers eben etwas mehr Fleisch um das Bohrloch herum. Ausserdem geht's ja in diesem Fall um eine Seitendeckelschraube, wenn ich das richtig verstanden habe. In dem Fall bohrst du ja gar nicht bis in den Teil der Schraube, der von Innengewinde umgeben ist, d.h. das Risiko ist nicht ganz so gross.
    Bei M6 Schrauben ging's mit dem dafür vorgesehenen Ausdreher bei mir immer ganz gut, bei M8 oder mehr ist das ganze aber sicherlich noch einfacher.

    Auf jeden Fall muss man mit Gefühl arbeiten, das stimmt.
    HSS ausbohren ist natürlich nicht das Gelbe vom Ei. Ich habe das Glück, dass ich sowas (bzw. den Bohrer, den ich mir mal abgebrochen habe) in der Firma durch Funkenerodieren rausmachen lassen kann. Da muss ich gleich mal ein Bisschen Werbung machen :
    HSS kann man auch mit den Bohrern ausbohren, die wir mit TiAlN beschichten... .

    So long,

    Izzy.

  14. #14
    Moderator Simsonfreund
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    funkenerodieren....lecker sache, damit lassen sich prima teile nachfertigen....

    auf die bohrer mit der beschichtung bin ich nicht gut zu sprechen. halte das nicht für das gelbe vom ei--meine erfahrung als jahrelanger schrauber. was dagegen richtig gut ist, sind HSS-E bohrer...

    wenn der linksdreher abbricht, kommt man wahrscheinlich sogar besser, ihn mit gewlt zu zersplittern als ihn auszubohren.

    mfg franz

    ps: M6 würde ich wie du als grenze ansehen, darüber ist es einfach, darunter wirds immer komplizierter.

  15. #15
    Glühbirnenwechsler
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    Bei mir hats nur mit zwei leuten geklappt: einer drückt mit vollem körpergewicht auf den schraubenzieher. muss aber einer sein der kurz unter dem griff ein ansatzt für eine maulschlüssel hat. der andere dreht dann mit dem maulschlüssel den schraubenzieher. hat bei allen motorschrauben geklappt.
    gruß,
    andreas

  16. #16
    Tankentroster
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    Original von TALOON:
    auf die bohrer mit der beschichtung bin ich nicht gut zu sprechen. halte das nicht für das gelbe vom ei--meine erfahrung als jahrelanger schrauber.
    Hi Taloon,

    nichts gegen deine jahrelange Erfahrung als Schrauber, aber ich meine definitiv nicht die einfachen, "golden" (=TiN) beschichteten Bohrer, die man überall im Baumarkt oder Werkzeugladen kaufen kann.

    Ich dachte da eher an Bohrer die mit nanostrukturiertem Ti-Al-N oder ähnlichen Feinheiten beschichtet sind. Zwischen so einem Bohrer (der zugegebenermassen etwas teuer und nicht an jeder Ecke zu bekommen ist) und dem goldenen Massenprodukt liegen ganze Welten, verlass dich drauf. (Auch zwischen gut TiN-beschichteten Bohrern und dem goldenen Massenschrott liegen gewaltige Unterschiede. Allein die drunterliegende Haftschicht und deren Übergang in die Funktionsschicht ist eine Wissenschaft für sich).

    OT:
    Ich habe vor einiger Zeit innerhalb unserer Firma gewechselt vom Bereich optische Beschichtungen in die Forschungsabteilung des Bereichs Verschleissschutzbeschichtungen. Da beschäftige ich mich jetzt den lieben langen Tag mit Tribologie von Hartstoff- und reibungsmindernden Schichten für Bauteile und Werkzeuge. Ist megainteressant, was es da alles gibt und was für Effekte man mit geeigneten Vakuum-Beschichtungen auf Werkzeugen und auf Bauteilen erzielen kann... .

    So long,

    Izzy.

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