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Thema: Getriebeöl für SR50 Bezeichnungen/Typ


  1. #1
    Zündkerzenwechsler
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    Standard Getriebeöl für SR50 Bezeichnungen/Typ

    Hallo,

    ich möchte bei meiner SR50 mal das Getriebeöl komplett wechseln da ich nicht davon ausgehe dass der Vorbesitzer das jemals getan hat.

    Ich habe gelesen dass der Typ SAE 80 verwendet werden soll und zwar 400ml.
    Hab ich gekauft. Allerdings lese ich gerade in der orgnial Bedienungsanleitung dass es

    Getriebeöl GL 100 SAE80
    Viskosität 100mm²/s oder
    Motorenoel SAE 30...40

    sein soll.

    Ich habe hier eine Flasche auf der "SAE 80W GL 4" steht. Spielt das GL4 eine Rolle?

    Danke schon mal für die Antworten.


    Gruß,

    Oliver

  2. #2
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    Standard

    sollte klappen. kauf in zukunft sae 80 "ohne w ohne irgendwas" gl3, damit bist du garantiert auf der sicheren seite.
    ..shift happens

  3. #3
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    oha.
    was ist das mit dem "W" und dem GL3 / 4

  4. #4
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    ok ich versuche mich mal:

    GL ist die "Dicke" des Öls?
    GL 4 ist also dicker und zäher als GL 3 richtig?
    D.h. weniger Verschleiß aber u.U. Probleme beim Schalten richitg?
    Unter GL 3 zu viel Verschleiß. Also kann ich GL4 Probieren wenn es zu sehr nevt nehm ich dann GL3
    Ja?

  5. #5
    Chefkonstrukteur Avatar von experimentator
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    Hallo,

    Deine Deutung ist falsch 80 ist die "Dicke" des Öls, GL ist die Bezeichnung für die Legierung des Öls.

    mfg Gert

  6. #6
    Simsonfreund
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    Jepp. Und GL4 hat mehr Additive als ein GL3 Oel. Also immer schön GL3 kaufen. Bei einigen GL4 Oelen kann es zu Problemen kommen, z.B. mit dem Shell SAE80 EP GL4 (hab's selbst ausprobiert und hat ne Kupplungsrevision gekostet).

    mfg

  7. #7
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Das W steht, so glaube ich, für "Winter". Ein Winteröl kann im Sommer gefahren werden, behält seine Eigenschaften aber auch bei kalten Außentemperaturen im Winter.

  8. #8
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    generell sollten simson motoren wegen der kupplungsbeläge mit möglichst niedrig legiertem öl gefahren werden (ohne molybdänadditive oder ähnlihces).

    die bezeichnungen schlüsseln sich folgendermaßen auf:
    zitat wikipedia:

    SAE-Klassifikation

    Die SAE-Viskositätsklassen wurden 1911 von der Society of Automotive Engineers festgelegt, um den Verbrauchern die Auswahl des richtigen Öls zu erleichtern. Einbereichsöle haben eine Kennung im Format "SAE xx" oder "SAE xxW" (W = Winter). Dabei stehen die kleineren Zahlen für dünnflüssige, die größeren für zähere Öle. Mit der Einführung der Mehrbereichsöle ließ sich das System nicht mehr anwenden und wurde folglich erweitert: Das Format lautet jetzt "SAE xxW-yy". Diese Schreibweise bedeutet, dass das betreffende Öl bei 0 °F (etwa -18 °C) in den Eigenschaften einem Einbereichsöl der Viskosität SAE xxW entspricht, bei 210 °F (etwa 99 °C) dagegen einem SAE yy-Öl. Um diese Eigenschaft zu erreichen, enthalten Mehrbereichsöle Polymere, die ihre räumliche Struktur temperaturabhängig ändern. Anschaulich dargestellt sind die Moleküle in kaltem Öl zusammengeknäuelt, mit steigender Temperatur strecken sich die Moleküle immer mehr, und erhöhen dadurch die Reibung zwischen den Teilchen.

    Ein billiges Standard-Mineralöl hat in der Regel die Viskosität SAE 20W-40 oder 15W-40. Hochwertige Synthetiköle sind inzwischen bei den Viskositätsbereichen 0W-40, 5W-50 und 10W-60 angelangt. Im Prinzip lässt sich jedes Öl verwenden, das den vorgeschriebenen Bereich überstreicht. Wenn also ein 20W-40-Öl vorgeschrieben ist, wird der Motor auch problemlos mit einem 10W-40 oder einem 20W-50-Öl laufen, ohne Schaden zu erleiden. Die Ölhersteller empfehlen jedoch für den Gebrauch in Motorradmotoren die Verwendung spezieller Motorradöle; unter anderem, um Probleme mit rutschenden Kupplungen zu vermeiden. Außerdem empfehlen sie, keine dünnflüssigen Öle (also solche mit kleineren SAE-Werten als 5W-yy) zu verwenden, weil ein viskoseres Grundöl langzeitstabiler ist. Speziell die im Getriebe auftretenden extrem hohen Drücke und Scherbelastungen brechen die oben erwähnten Polymere (die bei Ölen mit einem großen Viskositätsbereich in größerem Anteil enthalten sein müssen) mit der Zeit auf. Unter anderem deshalb verliert das Öl mit der Zeit an Viskosität.




    API-Klassifikation

    API-Klassifikationen wurden vom American Petroleum Institute geschaffen. Sie definieren gewisse Mindestanforderungen an Motoröle. Es gibt unterschiedliche Klassifikationen für Ottomotoren und Dieselmotoren, gekennzeichnet durch den Buchstaben S (Service, bzw. Spark Ignition) für Ottomotoren und C (Commercial, bzw. Compression Ignition) für Dieselmotoren sowie je einen weiteren Buchstaben, der die Qualitätstufe indiziert. Je höher im Alphabet der Zusatzbuchstabe ist, umso anspruchsvoller die Prüfungen an das Öl. Somit hat ein Motoröl mit der Kennung API SL eine höhere Qualitätsklasse als eines mit API SG. Die derzeit höchsten Qualitätsklassen sind SJ, bzw. CE.

    Getriebeöle: Getriebeöle werden mit dem Kürzel GL (gear lubricant) und den Ziffern 1 bis 5 beschrieben. Die Ziffern kennzeichnen die Belastbarkeit des Öls, wobei GL-1 für Getriebe mit niedrigen Belastungen geeignet sind, GL-4 und GL-5 dagegen für hochbelastete Hypoidantriebe und -getriebe verwendet werden. Die Klassifikation GL-6 für extrem belastete Achsantriebe wurde zurückgezogen.





    Generell kann man sagen: SAE 80 entspricht GL3, SAE 80W entspricht GL4, und SAE 80W90 entspricht GL5 (von den legierungsanteilen her). je höher ein öl legiert ist, desto breiter wird sein bereich (mehrbereichsöl) und desto wiederstandsfähiger sein schmierfilm.

    GL3 reicht für simsongetriebe vollkommen aus, hier gibt es nur ein schrägverzahntes zahnradpaar und geradverzahnte räder. kegelräder oder gar hypoidkegelräder (die aufgrund der hohen zahnflankenbelastung ein öl benötigen, dessen film nur schwer abreißt) gibt es hier nicht, also ist ein solch tolles öl gar nicht von nöten.
    ..shift happens

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