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Thema: Getrieböl SAE20-50 oder SAE80?


  1. #17
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Original von Sven1988:
    Ich glaube kaum das Simson irgendetwas erzählt was nicht stimmt.
    Das tun sie ganz offensichtlich. Denn wieso schreiben sie in die Betriebsanleitung was von Getriebeöl, wenn doch schon ganz heimlich die Vorzüge des 10W40 erkannt wurden. Irgendwo muss ja nun Müll stehen. Und ich bin fest davon überzeugt, dass deine "Fachwerkstatt" völlig Recht hat.

    MfG
    Ralf

    P.S.: Vorsicht. In diesem Beitrag ist Ironie versteckt.

  2. #18
    Kettenblattschleifer Avatar von adrian82
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    Hallo,

    nur mal so zur Anmerkung. In der DDR herrschte Mangelwirtschaft,
    da war es mal ueblich, dass das ein oder andere nicht
    verfuegbar war. Wenn man also kein SAE80 hatte, welches
    in der DDR uebrigens GL60 hiess und als 1-Liter Flasche
    zu 2-3 Ostmark verkauft wurde, dann konnte man auch
    Motorenoel der angegebenen Viskositaet nehmen. Was die
    Aussage von Sven betrifft, bin ich der Meinung, das
    ist absoluter Quatsch und in meinen Augen typisches
    Westgehabe. Wenn wirklich anderes Oel als GL60/SAE80
    hinein gehoeren wuerde, stuende es in der RA bzw. BA,
    und da steht eindeutig in jeder der drei Ausgaben
    von 6x, 76 und 88 des RA, die ich habe, SAE80 !!! Beim
    Trabant gehoert z.B. auch ein bestimmtes Oel ins
    Getriebe, naemlich HLP68, ein Hydraulikoel. Dies
    gabs uebrigens in 1-Liter Alu-Flaschen zu 2 Mark,
    ein Bekannter von mir hat sogar noch ne versiegelte
    Flasche, steht ganz groß drauf "Getriebeoel fuer Trabant",
    denn jedes andere Oel koennte den Freilauf im 4.Gang
    beschaedigen, ist nicht selten vorgekommen. Und bei den
    Simmis ist es halt die Kupplung, die nicht all zu gut
    geschmiert sein sollte. Basta !

    gruss,

    Adrian

  3. #19
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    @adrian

    Das erklär aber mal ner Superwerkstatt im Westen.

    @sven

    Du darfst hier natürlich gerne ein Schriftstück vorweisen, wo es ausdrücklich eine Werksfreigabe für 10W-40 Motorenöl für Simson-Getriebe gibt. Mir isses ja im Prinzip auch Wurscht, was du da für ne Brühe bei dir reinkippen lässt. Das ist einzig und allein deine Entscheidung. Aber bitte poste solchen Müll hier nicht als Allgemeinwissen und schreib dann auch noch dazu, wir hätten keine Ahnung, weil wir uns an die Werksvorgaben halten.

  4. #20
    Flugschüler Avatar von merci_pur
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    Original von Sven1988:
    Also!

    Was soll der blöde Spruch :Typisch Werkstatt im Westen die habenh keine Ahnung! Hallo! Diese Werkstatt exestiert seit mehr als über 20 Jahren und der Besitzer war auf einer Fortbildung in Suhl
    bei Simson und dort wurde Ihm gesagt das die Simson
    Motoren am besten mit Motorenöl laufen. Wenn Ihr dies nicht glaubt ruft gerne mal im Simson Werk an und fragt.

    Ich glaube kaum das Simson irgendetwas erzählt was nicht stimmt.
    Vielleicht habt ihr auch einfach keine Ahnung!!!

    Gruß

    Sven

    Hallo Sven,

    es ist leider wahr, Deine Werkstatt bringt was durcheinander, und damit Du auch. Was der Meister auf der Fortbildung gehört hat, ist das man statt teures 2 Takt-Öl, ein 15W-40 Motorenöl in den Tank kippen kann. Es hat nicht eine bessere Schmierfähigkeit, hält aber wesentlich höheren Temperaturen stand, ohne das der Schmierfilm abreisst. Und auch nur 15W-40! 10W-40 oder anderes Teisynthetishes bzw Vollsynthetishes Motorenöl darf nicht verwendet werden!

    In diesem Thread geht es aber um Getriebeöl. Und im Getriebe hat Motorenöl nichts zu suchen. Ausschließlich SAE80!

    Wir pflegen hier ein miteinander und nicht ein gegeneinander, und so wie es ausschaut sind Deine Informationen falsch gewesen.

    lg

    smu

  5. #21
    Simsonfreund Avatar von Ramirez
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    Warum lasst Ihr ihn nicht ganz einfach mit der 10W40-Brühe aufm Getriebe fahren?! Irgendwann sieht er schon, wenn die Kupplung nich mehr richtig trennt, weil die Reibscheiben dank der "milden Additive" total aufgequollen sind. Hatte mal ne S51, bei der der Vorbesitzer auch irgendeine Grütze reingekippt hat, waren die Scheiben auch total im Eimer!

    Und, Sven, nochwas: Zu welcher Zeit wurden die Motoren konstruiert?! Den Gebläsemotor gibt´s seit Anfang der 60er-Jahre, der M501 wurde Ende der 70er konstruiert... Meinst Du echt, da gab es teilsynthetisches Motorenöl wie 10W40 in der DDR??? Frag mal Deinen Papa oder irgendeinen KFZler, was noch Anfang der 80er (im "Westen") auf Autos gekippt wurde... SAE15W40 war damals High-Tech!!! Und dann willst Du erzählen, dass Motorkonstruktionen aus den 70ern am besten mit 10W40 laufen, von dem man damals noch nicht mal geträumt hat?! Sorry, aber bevor ich hier steif und fest Aussagen verteidige, die ich selbst nicht belegen kann, überlege ich mal und recherchiere ein bischen...

  6. #22
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    @smu

    Sorry, aber dein Posting oben macht das ganze ja fast noch schlimmer. Ein Viertaktöl ist nicht selbstmischend und hat deshalb im Tank absolut nix verloren. Dort gehört nun wirklich nur ein Zweitaktöl beliebiger Sorte rein. Definitiv gibts für Viertaktmotorenöl als Benzinbeimischung keinerlei Freigabe, weder für 15W-40 noch für ne andere Sorte.

    Und warum es gerade mit 15W-40 gehen soll und mit was anderem nicht, ist mir auch schleierhaft. Im Motor würden Leichtlaufzusätze nun definitiv keinen Schaden anrichten.

    Im absoluten Notfall, also wenn keinerlei Zweitaktöl verfügbar ist, kann man sicher auch ein paar Kilometer mal mit Viertaktöl fahren. Da sich das aber recht schnell entmischt, kann das keinesfalls eine Empfehlung für den Dauerbetrieb vom Simson-Werk sein. Ich weiß nicht, wo ihr solche Weisheiten alle her habt.?(

  7. #23
    Simsonfreund Avatar von Ramirez
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    @Baumschubser: Wäre es nicht sinnvoll, solche Posts mit einem Kommentar vom Admin zu versehen, dass der Inhalt nicht korrekt ist? Immerhin leben die ganzen "Halbweisheiten" ja mehr oder weniger ewig hier im Forum weiter und verbreiten sich so leider auch immer weiter....

    @smu: Es ist natürlich völlig selbstverständlich, dass man NUR Zweitaktöl zum Mischen nehmen soll, fahr mal 2 Tankfüllungen mit Motorenöl und guck Dir deinen Brennraum an! Motorenöl ist nämlich nicht dafür gedacht, verbrannt zu werden und hinterlässt extreme Ascherückstände. Und diese backen die Kolbenringe ganz lustig fest! Vom verrußten Brennraum und der Auspuffanlage garnicht zu reden. Und vom Schmierfilm her bringt Dir "Leichtlauföl" in einem Zweitakter-Brennraum rein garnichts!

  8. #24
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    @ramirez

    Och doch, ich denke schon, dass Leichtlaufzusätze wie MoS2 durchaus was bringen können. Immerhin umspült das ja erstmal alle Lager, schmiert die Zylinderlaufbahn und wird dann verbrannt. Also kanns keinesfalls schaden. Die Verbrauchsreduzierung wird allerdings bei ner Simson im fast nicht messbaren Bereich liegen, könnte aber was zur Lebensdauer des Motors beitragen. Was ich festgestellt habe ist, dass die Kiste mit sowas noch mehr qualmt. Notwendig sind solche Zusätze aber sicher auf keinen Fall.

  9. #25
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    Ja aber überwiegen die Schmiervorteile die Nachteile der schlechten Verbrennung und damit Verkokung / Verrußung des Auspuffanlage / Krümmer / Zylinderkopf.

  10. #26
    Flugschüler Avatar von merci_pur
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    @Baumschubser&Ramirez:

    Ich fahre schon seit 3 Jahren mit 15W-40 ohne Probleme im Tank. Ich habe noch nie 2 Takt-Öl getankt. Habe auch noch nie meinen Krümmer und Auspuff ausbrennen müssen. Es gibt fast keine Ablagerungen im Krümmer und im Auspuff. Und warum sollte mich zusätzliche Ablagerungen auf dem Kolben stören? Erhöhen die Verdichtung und damit (nicht merkbar) die Leistung.

    Und Öle mit Additivzusatz haben mit Sicherheit nichts im Tank verloren.

    @Ramirez:

    ließ Dir bitte meinen Beitrag nochmal durch. Wo steht denn darin was von Benutzung von Leichtlauf-Ölen?

    lg

    smu

  11. #27
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    Ich denke, dass sich das aufhebt. Mein Trabi ist seinerzeit rund 80.000km mit MoS2 Zusätzen gefahren. Insgesamt hat der Motor 100.000km gehalten, worüber man nicht meckern kann. Beim SR50 hab ich da aber wohl zu fett gemischt. Ich werde das mal mit nem Mischungsverhältnis von 1:60 und nem kleinen Schluck von dem Ölzusatz testen. Damals hatte ich ca. 1:40 gemischt plus Leichtlauföl. Das war zuviel des guten.

  12. #28
    Simsonfreund Avatar von Ramirez
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    @smu: Sorry, dann habe ich das mit den Leichtlauf-Ölen wohl irgendwie in geistiger Umnachtung "gelesen"...

  13. #29
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    @smu

    Ich mag das gar nicht glauben, dass das so lange gut gehen kann. Aber man lernt nie aus.

  14. #30
    Moderator Chefkonstrukteur Avatar von Richy
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    Jetzt muß ich auch mal meinen Senf zum Thema Motorenöl im Getriebe loswerden.

    1. Motorenöl ist mit Zusätzen versehen, die den Abrieb des Motors (also feine Metallspäne) in der Schwebe halten, da das Öl ständig in einem Kreislauf im Umlauf ist und so die Späne durch den Ölfilter rausgefiltert werden können.
    In einem 2-Takt-Getriebe (auch beim Autogetriebe) gibt es keinen vollständigen Ölkreislauf, und schon garnicht einen Ölfilter. Damit werden die Metallspäne nie rausgefiltert und sorgen für deutlich erhöhten Abrieb der Zahnflanken.

    2. Motorenöl ist für hohe Scherbelastungen ausgelegt, Getriebeöl hingegen für hohe Druckbelastungen(Zahnflanken). Verwendet man jetzt statt Getriebeöl Motorenöl, werden die Moleküle des Öls durch die für das Öl unzulässig hohen Drücke schneller "gecrackt", und damit altert das Öl schneller. Nicht ohne Grund sind bei 4-Takt-Motorrädern(die einen gemeinsamen Ölkreislauf für Getriebe und Motor haben) die Wechselintervalle recht niedrig angesetzt, z.Bsp. bei meiner DR 350 rund 6000km.

    Fazit: Wenn man es schon nicht lassen kann, Motorenöl ins Getriebe zu kippen, sollte man es sehr oft wechseln, dann kommt das Getriebe damit auch klar. Schlauer (billiger, sinnvoller) ist es, Getriebeöl zu verwenden.
    Im Übrigen entspricht die Viskosität von SAE80 am ehesten einem 30iger Einbereichs-, oder einem 20W-50 Mehrbereichsöl. Und damit schließt der Kreis zur Ausgangsfrage und das Thema hoffentlich auch...

    Gruß,
    Richard

  15. #31
    Zündkerzenwechsler Avatar von alter_Vogler
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    Original von duopa:
    Moin,

    SAE ist die Abkürzung für Society of Automotive Engeneers, ein amerikanischer Verein, von daher würde ich SAE 20-50 nicht als Ostbezeichnung deuten wollen.
    SAE80 bei Getriebeölen entspricht etwa SAE20 bei Motorenölen bzw. einem Öl mit 60cSt (GL60) in der Simsonbetriebsanleitung, wobei die bei 50° gemessen werden soll.

    SAE20-50 ist m.W. keine Getriebeölklasse sondern die Bezeichnung eines normalen Mehrbereichsöls.

    Norbert
    Gl 60 entspricht SAE 30 (Simsonbetriebsanleitung)...

    ps.nur Vollständigkeitshalber ..

    Paul

  16. #32
    Zahnradstoßer Avatar von Sven1988
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    Also gut! Ich fahre zwar die Schwalbe schon gute 2 Jahre damit aber egal. Wieso soll ich mich jetzt streiten ob ja oder Nein.
    Meine Schwalbe läuft noch und das ist die Hauptsache!!!

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