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Thema: Hammerschlaglack?? (Update:fertig!)


  1. #1
    Zündkerzenwechsler
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    42

    Standard Hammerschlaglack?? (Update:fertig!)

    Hallo!

    Erstmal ein herzliches Dankeschön an alle hier im Forum, ich bin schon seit nem guten Jahr "heimlicher Mitleser"
    und das Forum hat mir viel Wissen geliefert um meine erste Kr51/1K flott zu kriegen und in Österreich
    als tollen Alltagsoldtimer zu nutzen.
    Also Danke an alle im Forum.

    So, nun bin ich seit ein paar Tagen dabei die Karosserie zu lackieren, die Vorbesitzer sind nicht grad
    zimperlich mit umgegangen.. Der Rahmen kommt dann nächsten Winter dran.
    Also, geschliffen und grundiert is alles, aber oh weh, jetzt zweifel ich mit meiner Lackwahl.
    Ich dachte da an Hammerschlag in blau (mit Härter und gespritzt).

    Gründe dafür: Kosten 35Eur statt 120Eur für Autolack+Klarlack
    "Zeitauthentisch"
    sieht toll aus
    sehr robuster lack?
    dagegen: nicht original.

    Da ich die Dame als Alltagsfahrzeug nutze und in 10-15 Jahren sicher eh nochmal lackieren werde (bevor
    sie für die nachwelt mit nem Originalgetreuen Lack eingemottet wird.. :wink: ), ist das "nicht-
    original-Argument für mich unbedeutend.

    Also, was denkt ihr? Ist Hammerschlaglack (echter! nicht das Hammerbritezeugs ausm Baumarkt!)
    wirklich wiederstandsfähiger als Autolack? Wird ja selbst heut noch für Maschienen genutzt..

    Nochwas: Macht es Sinn die Radläufe nach dem lackieren mit Steinschlagschutz oder Unterbodenschutz
    zu imprägnieren?
    Krieg ich das im Falle eines Falles wieder runter? Können darunter eventuelle "Altlasten" weiterfressen (Rost)?

    Grüße aus Tirol,
    Alb

  2. #2
    Lucky13
    Gast

    Standard

    Es gibt Steinschlagschutzlack der vor der eigentlichen Lackierung aufgetragen wird. Wie eine Grundierung. Wird im Oldtimerbereich gern genutzt weil's halt nicht sichtbar ist. Von diesen dickflüssigen Pampen kann ich nur abraten. Ein hochgeschleudertes Steinchen (und das hat man hinter den Rädern nunmal öfter) kann diese Schicht schnell durchschlagen und eine Stecknadelkopf grosse Stelle des Blechkleides freilegen. Da gammelt es dann fröhlich drunter vor sich hin und irgendwann hast Du den Ärger am Hals. Habe das im Autobereich schon oft genug gesehen.
    Gut ist auch Bob's Rostversiegelung+Grundierung. Gibt's bei eBay teilweise für 9€ und das reicht locker für die Innenbereiche von Schutzblech und Panzer.

  3. #3
    Restaurateur Avatar von Andi
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    Standard Re: Hammerschlaglack??

    Zitat Zitat von muskatnuss
    Ich dachte da an Hammerschlag in blau (mit Härter und gespritzt).
    Gründe dafür: "sieht toll aus"
    Ne, vergiss es.
    Zitat Zitat von muskatnuss
    Macht es Sinn die Radläufe nach dem lackieren mit Steinschlagschutz oder Unterbodenschutz zu imprägnieren?
    Schaden kann es nicht.

  4. #4
    Glühbirnenwechsler Avatar von Bip84
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    Standard

    Hey Muskat!

    Mal ne andere Frage: Wie kommt dein Schwälbchen denn in Österreich an? Ich war vor Weihnachten ne Woche in Wien, weil ich dort evtl. studieren gehe. Hab weit und breit keine gesehen. Ich würde meine natürlich mitnehmen wollen. Schilder mal deine Eindrücke und Reaktionen.

    Danke!

  5. #5
    Flugschüler Avatar von bossi-v901
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    Standard

    @Lucky13:
    Also bringt deiner Meinung nach ein Steinschlagschutz, der nach der Lackierung aufgebracht wird (durch spritzen etc.) nichts, oder verstehe ich dich da falsch `?

    mfg

  6. #6
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    Standard

    JEin. Man muß aufpassen was man nimmt.

    zB Unterbodenwachs. Das ist nur ein etwas zäheres Wachs welches auch wieder in betroffene Stellen reinzieht ( wie Öl nur langsamer )

    Bitumen sollte man nicht verwenden denn das ist wie gesagt wie eine zweite Haut. Nur leider deckt sie bei Rost auch alles ab und man sieht nix

  7. #7
    Zündkerzenwechsler
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    26

    Standard Hammerschlaglack

    Hammerschlaglackierung oder Hammerschlag ist eine Lackierung mit einem speziellen Lack, der beim Trocknen eine netzartig strukturierte Oberfläche erzeugt. Durch diese Struktur (typischerweise um die 3 mm messend) wird der optische Eindruck einer durch viele Hammerschläge bearbeiteten Oberfläche erweckt.

    Die schwach irisierenden Bereiche entstehen durch die unterschiedliche Ausrichtung kleinster glänzender Plättchen, die im Hammerschlaglack suspendiert sind. Bei diesen Plättchen handelt es sich um das Mineral Glimmer. Glimmer ist chemisch inaktiv und sehr beständig.

    Hammerschlaglackierung wird vor allem als Mittel zur Verschönerung technischer Geräte und weniger als Schutzlack verwendet. Der optische Vorteil der Hammerschlaglackierung liegt darin, dass die lackierte Oberfläche auch dann gut aussieht, wenn die Bauteiloberfläche selbst nicht ganz glatt und regelmäßig ist. Um den gleichen optischen Effekt bei einer Glattlackierung zu erreichen, müsste die Bauteiloberfläche oft nachbearbeitet, beispielsweise geglättet, poliert oder gespachtelt werden. Bei einer Hammerschlaglackierung entfällt dieser Arbeitsschritt. Trotzdem erhöht die Beständigkeit des Glimmers die Haltbarkeit des Anstrichs (chemische Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse). Der Glimmer schützt die darunterliegenden Bindemittel vor UV-Strahlung und beugt so schneller Alterung vor. Hammerschlaglackierungen sind durch die Beimengung auch relativ hart und kratzfest. (Quelle: Wikipedia)

    Die gezielten Oberflächenstörungen (Silikonadditive) sorgen also dafür, dass der Lack leicht auszubessern ist und Fehler nicht so einfach sichtbar werden. Dies ist auch der Grund, dass er für Industriemaschinen oder landwirtschaftliche Maschinen verwendet wird. Da Lackierung kann ohne allzu große Sorgfalt (im Vergleich zu einer Autolackierung) schnell und bilig durchgeführt werden. Die Stabilität des Lackes gegen mechanische Einflüsse ist, wie beschrieben, nicht viel höher - relativ hart, mein nicht, dass er einen guten Schutz gegen Steinschlag bietet! Pulverlack ist beispielsweise wesentlich strapazierfähiger - hier hat man nur das Problem von Unterrostungen - und Pulverlack kann nur mit normalem Lack ausgebessert werden.

    Zum Korrosionsschutz würde ich spezielles Korrossionswachs (zum Beispiel von VW) nehmen. Es ist zähflüssig und wird mit Hilfe eines Kompressors in die Höhlräume verteilt und schützt den Unterboden excellent! Das Wachs trocknet innerhalb von ein paar Stunden bleibt aber elastisch.

    Karat

  8. #8
    Restaurateur Avatar von Andi
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    Standard

    DAS nenn' ich doch ma'ne Antwort!
    Da kennt sich einer aus!

  9. #9
    Lucky13
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von bossi-v901
    @Lucky13:
    Also bringt deiner Meinung nach ein Steinschlagschutz, der nach der Lackierung aufgebracht wird (durch spritzen etc.) nichts, oder verstehe ich dich da falsch `?

    mfg
    ebenfalls jein
    meine Empfehlung für einen wirklich guten (aber auch entsprechend etwas höherpreisigen) Rostschutz wäre:
    Innenseiten und Rahmen mit Bobs Rostschutz+Grundierung lackieren, darüber dann einen Decklack. Anschliessend mit transparentem Unterbodenwachs versiegeln. Sollte dann doch mal etwas durchgehen entdeckt man die betroffene Stelle leichter und kann beim ersten Blässchen gegensteuern.
    Beim Rahmen muss man nicht zwangsläufig hohlraumversiegeln, schaden tut es aber in keinem Fall. Ruhig die 2,50€ für einen neuen Satz Rahmenendstopfen ausgeben. Schrauben die in Gewinde in den Verkleidungsteilen oder im Rahmen geschraubt werden ruhig mit etwas dickem Fett einschmieren (zur Not geht auch Pomade ), das verhindert dass sie festgammeln.
    Damit habe ich im KFZ Bereich sehr gute Erfahungen gemacht.
    Auf jeden Fall die Finger weg von Bitumen.
    Das Zeug wird hart, rissig und es ist später teuer und/oder mühseelig es wieder zu entfernen (stundenlag Schaber und Fön oder gleich mit Trockeneis strahlen lassen).

  10. #10
    Flugschüler Avatar von bossi-v901
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    Standard

    Danke erstmal !

    Ich werde die Schwalbe, wenn Sie fertig ist, vermutlich nur im Sommer bei super wetter fahren, also dürfte es mit dem Rost nicht soo schlimm sein. Daher denke ich es wird wohl nur eine Schicht auf den Decklack aufegtaregn.

    Da ich aber sowieso in den nächsten Tagen mit meinem Lackierer spreche werde ich Ihn auh nochmals Fragen. Ein Bekannter von mir hat gute Erfahrungen mit Terroson gemacht, was haltet Ihr denn davon ?

    mfg

  11. #11
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Standard

    noch eine kurze anmerkung zu pulverlacken. um einen dauerhaften rostschutz zu bewirken, sollte nicht nur gestrahlt und gepulvert werden, sondern die gestrahlte oberfläche zuerst verzinkt werden. dann machen auch kleine lackmacken später nicht gleich schleichenden rost. das ist in den meisten fällen nur ein wenig teurer.
    gruß aus kiel.

  12. #12
    Flugschüler Avatar von bossi-v901
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    Standard

    Das ist aber nur mit Trockenverzinkung möglich (nennt sich do soo, oder ?), weil wenn der Rahem getaucht würde, würde er sich vermutlich durch die Hitze im Zinkbad verziehen ! (genauso die Blechteile) !

    mfg

  13. #13
    Zündkerzenwechsler
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    @Bip84:

    Also, zum Thema Schwalbe in Österreich: Du fällst auf jeden Fall auf! Die Jungen Unerfahrenen lachen drüber,
    die älteren nicken anerkennend, die sind ja auch selber früher alte Puch-mopeds gefahren..
    Oft hört man Witze über "Russen-Technik", aber wenn man mit der Simme ein halbes Jahr jeden Tag zur Arbeit
    fährt merken die Lästerer schon, dass das "Ostmoped" zuverlässiger ist als mancher Plastikbomber.
    Und "Schön" finden es fast alle.Man kann die Meinung mit "skeptisch-interessiert" beschreiben.
    Zu Simmen in AT ist noch zu sagen: UNBEDINGT in D angemeldet lassen!!!!
    Hier sind sie als Motorräder kategorisiert und kosten en Schweinegeld in Steuer+Versicherung und müssen zum TÜV!
    Ich habs auf meine Mutter laufen und den grünen Schein dabei, und wenn die Schantinger einen anhalten
    ist es halt grad für 3 Wochen ausgeliehen..
    weil offiziell darf man nur 6wochen mit im Ausland fahren.. (Versicherungssache)
    Praktisch ist noch ein Schreiben vom ARBÖ à la: "man darf mit Simmen 60 Fahren" ( siehe: http://www.schwalbennest.de/index.ph...hlight=ausland ) 12.Beitrag,
    hab ich immer dabei und hat bei manchem Provinpolizisten schon Wunder gewirkt (genauer:1Mal,
    weil auskennen tun die sich mit Sicherheit nicht..

    @shadowrun Danke, ich glaube die Wachsgeschichte hat die meisten Vorteile und die wenigsten Nachteile.
    Bei Bitumen hatte ich auch die Vermutung mit dem "drunter-gammeln"..
    Und in 10 Jahren kann ich dann immer noch pulvern o.ä.

    Die Grundierung ist schon mit Rostschutz. Ich bleibe bei Hammerschlag Blau und werde
    das Ergebnis dann posten.. man darf gespannt sein.

    Grüße aus Tirol,
    Alb

  14. #14
    Zündkerzenwechsler
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    Standard

    Weiß jemand wie das Unterbodenwachs heißt?
    Hier im Autohandel gibts nur das Bitumenzeugs...
    Ich hab das richtig verstanden, dass das Wachs ÜBER den Lack kommt?

    Grüße aus Tirol,
    Alb

  15. #15
    Lucky13
    Gast

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    ja, lack auf wachs ist nicht so haltbar

  16. #16
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Standard

    Nimm statt Wachs vielleicht lieber Unterbodenschutz aus der Sprühdose. Die gibt's für kleines Geld in fast jedem Baumarkt oder bei ATU usw.

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