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Thema: das kalte kotzen...


  1. #33
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Und weil es über "meine braunen Freunde" bei SpiegelOnline grad nix gab, hab ich heut mal was direkt von der Quelle. Merken die eigentlich noch, was fürn Schaden sie haben?

    MfG
    Ralf

  2. #34
    Simsonschrauber Avatar von moewen
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    Sehr geistreiches Zeug was der Mann da von sich gibt

    Ich wurde, da 200 Braunschweinchen heute in Celle weiden (beschützt von unzähligen Tierpflegern ind grünen Anzügen und bejubelt von ca. 2000 Fans) und ein wenig umhertrotten heute insgesamt 3 mal von der Polizei angehalten. Als langhaariger Schwalbefahrer mit Parka und Stiefeln könnte ich ja schließlich ein gefährlicher autonomer sein Und sie haben Recht! Ich hatte 2 Liter frische Vollmilch dabei und hätte nich gezögert sie auch zu benutzen "was hamsen da in der Tasche?" "Milch....." "Achja? Zeigense doch mal..." X(

  3. #35
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    @prof

    [Ironie an]
    Hast du noch nie was von den neuen Ländern, den alten Ländern und den ganz alten Ländern gehört?
    [/Ironie aus]

    Ich hätte da noch nen anderen Spruch, den lasse ich jetzt aber mal. 8)
    Die Grünen waren aber auch nicht besser, nach Freigabe von Drogen wollten sie (oder genauer gesagt zumindest eine durchgebratene Abgeordnete) diese Woche den besonderen Status und Schutz der Ehe abschaffen und statt dessen zurück zur Vielweiberei wie früher in den Kommunen. Grundsätzlich hab ich da ja nix dagegen , aber reichlich beknackt ist das trotzdem. Immerhin wird auch diese Tussi mit etlichen tausend Euro Steuergeldern monatlich bezahlt.

  4. #36
    Moderator Chefkonstrukteur Avatar von Richy
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    Auch wenn "mein" Thread inzwischen von Meldungen über Braunschweinchen gekidnapped wurde, hier mal wieder was zum urspünglichen Thema:
    In den letzten Tagen sind ja wieder einige Meldungen zum Thema Datenschutz und "Killerspiele" aufgelaufen.

    Fangen wir an mit unser aller Freund Schäuble: Internet ist "Fernuniversität und Trainingscamp" für Terroristen

    Es geht weiter mit Beckstein:
    Niedersachsen sieht Mehrheit für "Killerspiele"-Verbot gesichert

    Dann noch mehr geistigen Dünnschiss von oben:
    Online-Durchsuchung von PCs durch Strafverfolger und Verfassungsschutz

    Naja, das könnte man jetzt endlos fortführen.
    Zum kotzen reichts nicht mehr, das ist einfach nur noch Realsatire.
    Was hier im Namen der Terrorbekämpfung und (mal wieder) der Bekämpfung von Amokläufern abgeht, ist schon mächtig herb.

    Ok, das sind ja eigentlich 2 komplett getrennte Themen, aber unsere Politiker schaffen es mal wieder, es zusammenzuwursteln.
    Einerseits die pöhsen Terroristen, die sich dank hunderttausender Bombenbastelanleitungen im Internet bereit machen, uns alle in die Luft zu sprengen, und andererseits die Amokläufer, die ausgelöst durch bösartige Killerspiele ihre Waffen zücken und Counterstrike mal in real nachspielen wollen.
    Da kann man natürlich Sachen wie Datenschutz und Grundgesetz mal gepflegt unter den Tisch fallen lassen. Interessiert ja eh keinen, solange es beim Mediamarkt noch "sausausaubillig" zugeht.

    Da tun sich Möglichkeiten auf, von denen können die Ex-Stasiler nur träumen.

    Zurück zu den, äääh..., Braunen.

    MfG,
    Richard

  5. #37
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    Wir können ruhig beim gläsernen Bürger bleiben...

    Hier - mal wieder - ein Beitrag aus dem WHQ-Forum, den ich so in weiten Teilen unterschreiben würde. Taugt vielleicht auch hier als Diskussionsgrundlage:
    Also auf die Gefahr hin, mich hier mit Einigen anzulegen;

    Ich halte diese Maßnahmen einerseits für überflüssig und andererseits für katastrophal.

    In meiner Beurteilung bin ich sehr von Geschichtswissen motiviert - ich habe mich seit nun über 15 Jahren intensiv mit der Geschichte der Menschheit befasst und sehe ganz einfach die Aktivierung eines Musters in der Sache.

    Das Muster sieht in etwa so aus:
    1. Eine reale, externe Gefahr wird aufgrund eines Anlasses allgemein anerkannt

    2. Die Gefahr wird nach objektiven Maßstäben völlig überproportional betont. Die Menschheit mag x-mal mehr Probleme mit Krankheiten, Verschwendungen, Kriminalität, Unfällen, Nachhaltigkeitsmängel haben - für einige Jahre ist das dominante Thema ein ganz Anderes.

    3. Es wird betont, dass der Feind ein externer Feind ist. Kaum einer aus dem Volk selbst sieht sich durch die Maßnahmen gegen diesen externen Feind bedroht.

    4. Wer sich gegen drastische Maßnahmen ausspricht wird auf diverse Arten diffamiert. Er wird als vaterlandslos, unrealistisch, kommunistisch, schwächlich und was weiß ich alles dargestellt - je nachdem, was im jeweiligen Volk am Besten wirkt.

    5. Die drastischen Maßnahmen werden durchgezogen, Bürokraten haben was wofür sie sich ins Zeug legen könne, wo sie sich mit Gestaltungseifer überschlagen.

    6. Besagte Maßnahmen bewirken fast gar nix, schaden aber über den jeweils betriebenen Aufwand hinaus (Stichworte RAF-Fahndung, McCarthy Tribunale).

    7. Wenn die erklärte Absicht des Sieges über den Feind nicht erreicht wird, so liegt das nicht an untauglichen Istrumenten, sondern an deren nicht kompromissloser Anwendung. Am Besten auch noch mehr Instrumente einführen.
    Es ist ein bissl wie bei heidnischen Priestern und schlechten Ernten: Ist die Ernte schlecht, so hat man den Göttern nicht genug geopfert. Ist die Ernte gut, lag's an den Opfergaben.

    8. Die Gesellschaft ist verändert. Sie hat Ressourcen (insbesondere Aufmerksamkeit, Zeit und Geld) verschwendet, nichts Gutes bewirkt und schließlich sich selbst in Angst und Unsicherheit versetzt.

    9. Bei Fällen, die die Macht des States im Innern stärken, kommt noch ein Problem hinzu: Selbst eine Demokratie kann Instrumente einführen, die wie ein Startbaukasten für eine autoritäre Regierung oder gar eine Diktatur wirken. Das Volk hat sich an gewisse Dinge gewöhnt (Bespitzelung, Verdächtigungen, Sündenböcke) und man ist in der nächsten Krise schwupps in einer 1A ausgerüsteten Diktatur, die den tendenziell eh schon autoritären Sicherheitsapparat des Staates nur noch ein bissl ausbauen und umformen braucht. Im Grunde ist ja alles schon da - Gesetze brauchen nur noch bissl uminterpretiert/gebeugt werden, Kameras sind fertig installiert etc etc etc.



    Im Grunde ist diese Anti-Terror Kampagne ein bissl wie die Kampagne zur Gewöhnung des Volkes an Militäreinsätze als Standardinstrument der Außenpolitik. Man geht schrittchenweise vor und gewöhnt die Leute an Dinge, die sie vor 15 Jahren noch zum Generalstreik gebracht hätten.


    Ich finde es bedauerlich, wie leicht man mit solchen inkrementalen Schritten per Tagespolitik ein Land binnen einiger Jahre so radikal umbauen kann.
    Videoüberwachung in allen Großstädten - davon hat die Stasi nicht mal geträumt.
    Landesverteidigung am Hindukusch - vor zehn Jahren hätte man jeden, der diesen Spruch hinbekommt, für total bescheuert erklärt.

    Das einzig Gute an solchen Kampagnen ist, dass sie auch zum Guten verwendet werden können. Umweltschutzbewusstsein, Klimaschutzbewusstsein, Energiesparbewusstsein, Entnazifizierung (also die echte, nicht das von den Alliierten) - funktionierte ähnlich.
    ________________
    Falls ihr eine sachlichere Auseinandersetzung weniger allgemein und dafür mehr speziell wollt:
    Die Maßnahmen (soweit konkretisiert) wirken nur ex post (dann ist es eh unkritisch weil zu spät) oder sind sobald den Terroristen bekannt (also ungefähr jetzt schon) per Adaption auszuhebeln.

    Dann bestellen sie eben Schweinefleisch beim Fliegen und geben vor keinen Appetit zu haben, schicken die tendenziell eh übertrieben radikalen Konvertiten (wie den Schuhbomber) zum Angriff - statt den klassischen Araber aus der pakistanischen Koranschule. Geld wird nicht überwiesen, sondern bar ausgezahlt. Keine Verkehrsverstöße, keine Strafakte, Barzahlung statt Kreditkarte bzw. Kreditkarte nur für unbedenkliche Einkäufe etc.

    Man hat also den Handlungsspielraum der Terroristen eingeschränkt - nett, aber nicht entscheidend.
    Dafür hat man wohl in Deutschland in Zukunft immer mehr ein mieses Gefühl in der Innenstadt, weil man wie in London überall überwacht wird. Demnächst womöglich noch mit Gesichtserkennungs- und Trackingsoftware. Dann erweitern wir am Besten noch das Vermummungsverbot aus den Zeiten der autonomen Straßenschlachten auf die Allgemeinheit - fertig ist der Überwachungsstaat.
    Panikmache? So ne Software ist nicht vorgesehen?
    Ja klar, ne.

    Ich sag nur: "schrittweise".
    Der übernächste Schritt wird nie angekündigt, erst mal den kleinen aktuellen Schritt, so das Muster.
    MfG
    Ralf

  6. #38
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Zitat Zitat von moewen
    Als langhaariger Schwalbefahrer mit Parka und Stiefeln könnte ich ja schließlich ein gefährlicher autonomer sein Und sie haben Recht! Ich hatte 2 Liter frische Vollmilch dabei und hätte nich gezögert sie auch zu benutzen


    200 Neos und 2000 Fans? Diese beknackten Deppen, die da applaudiert haben, wissen wohl nicht, wem sie da huldigen. Ich las gerade ein Buch über Hitlers Urenkel. Es war an manchen Stellen nicht so prall, insgesamt aber auch informativ und interessant. Hier ein Resümee von einem anderen Leser: Sie alle, resümiert Marneros, sind Verlierer, verfügen über wenig Intelligenz und kommen oft aus zerrütteten Verhältnissen kommen. Sie sind gewöhnliche Kriminelle, rechte Ideologien, das weist der Autor nach, dienen ihnen nur als Mäntelchen für ihre kriminellen Aktivitäten.

    Gruß!
    Al

    p.s.: Counterstrike? Mag ich! Passt es jetzt nicht zusammen, wenn ich anschließend so ein Buch wie oben lese.

  7. #39
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    @prof

    Dein Zitat ist ein reales Spiegelbild der amerikanischen Gesellschaft der letzten Jahrzehnte. Da die deutsche Bevölkerung auch immer mehr verblödet, kann die Fortsetzung von "Borat" sicher auch hier bei uns abgedreht werden. Traurig aber wahr.

  8. #40
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Dieses Zitat habe ich mir jetzt auch mal durchgelesen. Nun weiß ich, warum ich es erst vermieden habe. Der Verfasser hat intelligente Thesen aufgestellt, mich aber beschleicht das Gefühl, er leidet an Paranoia. Es ist ungesund, wenn man es nicht schafft, ein Mindestmaß an Vertrauen aufzubringen.

    Er geht nicht sparsam mit Kritik um, stellt dennoch vieles in den Raum, ohne zu hinterfragen und erschlägt die Teilnehmer der Diskussion mit der Masse seiner Wörter. Deshalb befasse ich mich nur mit dem Schlußteil.

    Im Grunde ist diese Anti-Terror Kampagne ein bissl wie die Kampagne zur Gewöhnung des Volkes an Militäreinsätze als Standardinstrument der Außenpolitik. Man geht schrittchenweise vor und gewöhnt die Leute an Dinge, die sie vor 15 Jahren noch zum Generalstreik gebracht hätten.

    Von was geht er aus? Von der deutschen Politik? Das Standardinstrument der deutschen Politk ist die Diplomatie. Sie ist weltweit angesehen und geschätzt. Will man tatsächlich 15 Jahre lang eine Politk führen, die auf Militäreinsätze aus ist, dann setzt das eine gewisse Kontinuität voraus. Diese ist nur in wenigen Fällen gegeben und das Personal wird dank politischer Umbrüche und Wahlen ausgetauscht , ersetzt oder zu anderen Posten versetzt. Selbst Altkanzler H. Kohl mit seiner 16 jährigen Amtszeit als Kanzler der BRD konnte während seiner langen Amtsperiode nicht stets auf die selbe und sichere Gefolgsschaft zurückgreifen.

    Ich finde es bedauerlich, wie leicht man mit solchen inkrementalen Schritten per Tagespolitik ein Land binnen einiger Jahre so radikal umbauen kann.
    Videoüberwachung in allen Großstädten - davon hat die Stasi nicht mal geträumt.
    Landesverteidigung am Hindukusch - vor zehn Jahren hätte man jeden, der diesen Spruch hinbekommt, für total bescheuert erklärt.


    Bedauerlich? Ich finde es nicht bedauerlich. Diese Schritte gibt es in so einer Reinform nicht. Es ist auch gut, dass sich Länder umbauen lassen, sonst wären sie hoffnungslose Fälle. Unbeweglich in ihren Problemen gefangen, unfähig für Reaktionen - diese Aussicht wäre katastrophal. Die Stasi hatte Videoüberwachungen installiert, von deren Existenz wir heute noch nichts wissen und die sicher vorsorglich entfernt wurden und zum Teil noch heute erst entdeckt werden. Von einer Videoüberwachung in den Großstädten hat die Stasi sicher nicht nur geträumt. Sie konnte allerdings auch nicht auf unbegrenzte Ressourcen zurückgreifen und bediente sich in großem Umfang an ihren Spitzeln im und unterm Volk und ihrer Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten. Zur Landesverteidigung am Hindukusch sei gesagt, dass es diese im strengen Sinne dort nicht gibt. Es ist nur der Begriff, der unpassend erscheint. Es ist eine Mission in Absprache mit der NATO und den UN, derer wir uns aus zwingenden Gründen nicht einfach enthalten können.

    Das einzig Gute an solchen Kampagnen ist, dass sie auch zum Guten verwendet werden können. Umweltschutzbewusstsein, Klimaschutzbewusstsein, Energiesparbewusstsein, Entnazifizierung (also die echte, nicht das von den Alliierten) - funktionierte ähnlich.

    Hier fängt es gut an, endet aber - pardon - mit einem Griff in die warme Scheisse. Die damalige Entnazifizierung mag mit den heutigen Mitteln nicht effizient gewesen sein, für damalige Verhältnisse setzte sie aber richtungsweisende Maßstäbe. Man möge bedenken, dass man damals, wie auch heute, nicht in der Lage war, den Leuten in die Köpfe zu sehen. Es ist utopisch davon auszugehen, dass man alle Menschen nach 12 Jahren andauernder NS-Diktatur vollständig von rassistischem Gedankengut befreien und alle Sünder gerecht bestrafen kann.

    Falls ihr eine sachlichere Auseinandersetzung weniger allgemein und dafür mehr speziell wollt:
    Die Maßnahmen (soweit konkretisiert) wirken nur ex post (dann ist es eh unkritisch weil zu spät) oder sind sobald den Terroristen bekannt (also ungefähr jetzt schon) per Adaption auszuhebeln.

    Dann bestellen sie eben Schweinefleisch beim Fliegen und geben vor keinen Appetit zu haben, schicken die tendenziell eh übertrieben radikalen Konvertiten (wie den Schuhbomber) zum Angriff - statt den klassischen Araber aus der pakistanischen Koranschule. Geld wird nicht überwiesen, sondern bar ausgezahlt. Keine Verkehrsverstöße, keine Strafakte, Barzahlung statt Kreditkarte bzw. Kreditkarte nur für unbedenkliche Einkäufe etc.


    Blödsinn! Mit den neuen Maßnahmen z.B. kann das BKA länderübergreifend operieren, Fingerabdrücke und Anti-Terror-Dateien werden gespeichert und bei den Ermittlungen herangezogen, eine Kronzeugenregelung erleichtert die Beweisführung etc. Diese Maßnahmen haben schon ihren Sinnund wirken nicht nur ex post. Wenn Ermittlungen dank dieser Maßnahmen beschleunigt werden ist es gut. Mag sein, dass die Terroristen dann umsichtiger sein werden, aber sie werden nie jede Einzelheit erfahren können. Ohne solche Maßnahmen könnten sie weiterhin auf eine Art Narrenfreiheit zurückgreifen, weil die Polizeikräfte ab den Ländergrenzen anfingen, sich um Zuständigkeiten zur rangeln, mühsam Informationen über Personen gesammelt werden mußten und niemand ohne die verbotene Folter zum Reden bewegt werden konnte. Das Verwenden von Bargeld, unauffällige Führungszeugnisse und die Vorsicht mit der Kreditkarte sind altbekannt. Trotzdem kann auch hier immer wieder mal was hängenbleiben. Jede Nachlässigkeit könnte bestraft werden, in die Datei wandern und das erhöht den Druck und verbessert die Qualität der Ermittlungen. Schon heute bedient sich die Polizei z.B. an harmlosen Fotos von Blitzanlagen und Videoüberwachungen an Tankstellen. Damit läßt sich unter Umständen sehr viel anfangen.

    Man hat also den Handlungsspielraum der Terroristen eingeschränkt - nett, aber nicht entscheidend.
    Dafür hat man wohl in Deutschland in Zukunft immer mehr ein mieses Gefühl in der Innenstadt, weil man wie in London überall überwacht wird. Demnächst womöglich noch mit Gesichtserkennungs- und Trackingsoftware. Dann erweitern wir am Besten noch das Vermummungsverbot aus den Zeiten der autonomen Straßenschlachten auf die Allgemeinheit - fertig ist der Überwachungsstaat.
    Panikmache? So ne Software ist nicht vorgesehen?
    Ja klar, ne.


    Was sollte denn entscheidend sein? Nur wegen einem diffusen "Gefühl" auf Überwachungskameras verzichten? So stark kann die Überwachungs z.B. auch in London nicht sein, sonst hätten sie jetzt schon den neuen "Ripper" geschnappt und müssten nicht erst nach ihm fanden. Bis der totale Überwachungsstaat möglich ist, sind noch einige Schritte nötig. Ich bin mir sicher, dass ich ihn zu Lebenszeiten auf deutschem Boden nicht mehr erleben werde. Sei es aus technischen, kostentechnischen oder sonstigen Gründen. Was das Vermummungsverbot betrifft, könnten sie bitte zuerst bei den muslimischen Frauen anfangen. Es sollte zumindestens nicht mehr erlaubt sein, sich bis zur Unkenntlichkeit zu vermummen. Hier ein Beispiel:


    Ich sag nur: "schrittweise".
    Der übernächste Schritt wird nie angekündigt, erst mal den kleinen aktuellen Schritt, so das Muster.


    Mag sein, oder mag auch nicht sein. Wer legt schon beim Poker gleich alle Karten offen auf den Tisch? Wir können nicht wissen, was danach kommt. Es muß nicht schlecht sein und würden wir alles voraussehen, wäre es unnatürlich und auch ein wenig langweilig.

    Gruß!
    Al

  9. #41
    Simsonschrauber Avatar von moewen
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    @ Al, das mit den Fans war eher ironisch gemeint :wink: Besagte Fans haben sich noch ne kleine Schlacht mit der Polizei geliefert als die Braunschweinchen schon längst zu Hause waren. Davon hab ich aber glücklicherweise nur aus der zeitung erfahren.

  10. #42
    Moderator Chefkonstrukteur Avatar von Richy
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    Moin,

    als erstes mal ein kurzes Zitat, von Benjamin Franklin:
    "Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren."

    Das fasst vieles zusammen, also brauch ich auch nicht soviel zu schreiben

    Zu dem beschriebenen Fall von dem "Ripper" aus England: Das die Überwachung sowas nicht verhindern kann, ist jedem klar, der ein wenig nachdenkt.
    Aber was wird denn passieren? Genau: Politiker und Medien werden nach mehr Überwachung schreien, und der gemeine Pöbel nickt und sagt "fein".
    Dabei wird Überwachung nur einen kleinen Teil der wirklichen Terroristen und Großkriminellen erwischen. Klar, es wird ihnen schwerer gemacht, aber die Leute sind meist nicht dumm, die wissen, wie man sowas umgeht.
    Gleichzeitig freuen sich die Leute, die "die westliche Welt" verachten, weil sie sehen, daß die westlichen Medien ihr eigenes Volk in Angst versetzen.
    Einerseits werden die Leute von den Politikern und Medien in Angst versetzt ("Auch Deutschland kann ein Ziel von Terroristen werden") und gleichzeitig wird versucht, das Volk glauben zu lassen, daß durch ein Mehr an Überwachung (und zwar an Überwachung von Jedermann) auch automatisch ein Mehr an Sicherheit bedeutet.
    Und genau das ist es, was ich Medien und Politikern vorwerfe.
    Ursachen sind nicht wichtig, solange wir einen Flicken über das Loch kleben.Warum Kinder Amok laufen ist nicht wichtig, solange wir Killerspiele verbieten. Warum einige Muslime die westliche Welt niedermetzeln wollen ist nicht wichtig, solang wir sie uns vom Hals halten können. Hauptsache, wir haben etwas gemacht, auch wenn es völlig sinnlos ist.

    MfG,
    Richard

  11. #43
    Restaurateur Avatar von Andi
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    Brandenburg hat ja jetzt ein neues Polizeigesetz.

    http://tapirherde.blogspot.com/ Da steht auch noch was darüber.

  12. #44
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Da freu ich mich ja total, in so einem sicheren Bundesland zu leben.

    Ruhet Sanft, Bürgerechte und Datenschutz.

    MfG
    Ralf

  13. #45
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    @prof

    Man kanns auch drastischer formulieren: Ein Grund mehr, um Brandenburg einen weiten Bogen zu machen. X(

    Wobei abzuwarten bleibt, bis andere Länder da nachziehen oder bis vorm Verfassungsgericht das Gesetz wieder gekippt wird.

  14. #46
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    Zitat Zitat von Baumschubser
    Man kanns auch drastischer formulieren: Ein Grund mehr, um Brandenburg einen weiten Bogen zu machen. X(
    Jenau. Haut bloß alle ab hier. Hab ick meene Ruhe... :wink:

    MfG
    Ralf (ich guck mal, ob der Peilwagen schon vor der Tür steht...)

  15. #47
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    Uff, ich war ganze viermal dieses Jahr in Brandenburg, da iss noch Luft für Einsparungen. 1x grüne Woche, 1x Besuch beim Joker, 1x Verlegung nach Cottbus, 1x Verlegung nach Berlin. Mist, dass Berlin ne Insel ist.

  16. #48
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    Mein Kennzeichen haben sie schon, und ich steh mit Sicherheit schon auf der Verbrecherliste (bin ja zu schnell gefahren, solche Leute fressen auch kleine Kinder).

    Man kann wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln.
    Eigentlich müsste man Deutschland verlassen, aber wohin? Die Schweiz wäre eine Alternative, alles andere ist ja schon EU oder auf bestem Wege dahin.

    MfG,
    Richard

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