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Thema: Kaufen für die Müllhalde...


  1. #17
    Chefkonstrukteur Avatar von southpole
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    Hochinteressant, leider dauerts mit meinem langsamen Internet..

    Aber das mit den Birnen und der Obsol... hat Philipps zur Perfektion gebracht. Ich könnt grad kotzen. In meinem Zimmer ist eine Lampe mit 4 Fassungen (4 Glühlampen) und jedesmal wenn eine kaputt geht, geht die Sicherung im Dimmer drauf und nichts geht mehr. Und das erstaunliche, innerhalb von ein paar Wochen wurden dann wieder alle Birnen ersetzt und ich hab 4 neue Sicherungen gebraucht.
    Also wäre es fast das beste alle Birnen rauszuhauen und ein neuer Satz rein. Vielleicht gehn das nächste mal ja dann alle zusammen kaputt...

  2. #18
    Kettenblattschleifer Avatar von falk205
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    Hi,

    Da noch Bedarf besteht schieb ich diesen Thread mal hoch in Anlehnung an-->
    Konsumrebellen im MDR
    und-->
    Lebensdauer der Produkte

    Denke mir ohnehin schon seit geraumer Zeit, das die Wirtschaftsleute eine Wachstumsphantasie
    haben die nicht in jedem Fall gebraucht wird.
    Bei der Lohnentwicklung geht der Fortschritt ja auch nicht in Richtung Wachstum.
    Musste mich jedenfalls schon sehr bemühen um mein Lebensstandard von 1995 zu halten,
    b.z.w. wieder zu erreichen.

    solong...

  3. #19
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    Das mit der Glühbirne ist übrigends ein Mythos. Mehr Leuchtkraft = mehr "Watt" = geringere Lebensdauer, geht nicht anders. Die bekannte 111 jährige Centennial Bulb im Feuerwehrlokal in Livermore hat wenn überhaupt nur einige Watt Leistung.

    Laut Stefan-Boltzmann-Gesetz muss der Faden einer Glühbirne, um mit einer gewissen Temperatur die richtige Energie auszustrahlen, eine gewisse Oberfläche haben. Die Oberfläche hängt vom Durchmesser des Fadens und von dessen Länge ab. Nun nimmt man noch das Ohmsche Gesetz hinzu: Um mit z.B. 230V die korrekte Leistung abzugeben, muss der Widerstand stimmen. Auch dieser hängt funktional von der Länge und von Fadendurchmesser ab. Es bleibt beim Design einer Glühlampe also nur sehr wenig Spielraum für Verbesserungen (zumindest was den Glühdraht betrifft).

    Mit den Bohrmaschinen ist es dasselbe: Billigdinger aus dem Baumarkt gehen durchschnittlich nach 10 Betriebsstunden kaputt. Das ist geplante Obsoleszenz. Nur sei gesagt, dass es bei dem Preis nicht möglich ist, die Lebensdauer signifikant zu erhöhen. Für einen unambitionierten Hobbyschrauber reicht das für 30 Jahre! Profimaschinen, die deutlich mehr kosten, leben natürlich länger.

    Eigentlich ist es der Konsument, der keine längere Lebensdauer der Produkte zulässt: Smartphones werden nach einem Jahr fortgeschmissen, Autos werden kaum mehr als 5 Jahre gefahren etc. Dabei werden die Leute immer geiziger. Folglich -> Die Industrie passt sich an, und macht billige Produkte, die auf die erwartete Lebensdauer zugeschnitten sind. Wieso für 300 € mehr ein iPhone produzieren, das 15 Jahre hällt? Das kauft doch keiner!!!

  4. #20
    Flugschüler Avatar von Mainzer
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    Ich bin ja ehrlich gesagt erstaunt, dass meine Billgst-Flex ausem Baumarkt schon 1 1/2 Jahre anstandlos ihren Dienst verrichtet.
    Zum Bohren habe ich aber auch was gutes, ne feine Scintilla aus den 50ern/frühen 60ern. Vollalugehäuse!

  5. #21
    Restaurateur Avatar von Schwalbenchris
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    Off Topic:

    Es gibt jetzt Glühbirnen mit LED eingebaut. Die sind wohl umweltfreundlicher als diese Energiesparlampen, die nur im Sondermüll (wegen Blei) abgegeben werden dürfen.

    Grüße,
    Schwalbenchris
    BLECH STATT PLASTIK!

  6. #22
    Kettenblattschleifer Avatar von schwalbenstar
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    Nicht alles wird schlechter -ich sage nur Auto: Als ich Anfang der 80er meinen Autoführerschein gemacht habe, bin ich Autos gefahren, die einem nach ungefähr 10 Jahren "unterm Arsch" weggerostet sind -sprich Franzosen (die meine Eltern immer gefahren sind -mein erster war ein Renault 16), aber auch mein dann erstes eigenes Auto später um 1989 Mercedes /8 Bj 75 (sehr cool damals... 200 Diesel mit 55 PS "Heizölferrari") hielt nicht viel länger -der Unterboden war schnell löchrig wie ein Schweizer Käse...also da hat sich auch viel verbessert inzwischen:Rost ist kaum noch ein Thema. Obwohl ich natürlich ganz vielem sonst zustimme...auch mangelnde Reparaturfreundlichkeit, Elektronik etc...klar.

  7. #23
    Chefkonstrukteur Avatar von Optimus Prime
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    Der Rost ist nicht mehr das Problem....aber die Sollbruchstellen in den Getrieben. Auch da wird schon vorgesorgt, das ein Auto ab einer gewissen Laufleistung schlapp macht.
    Schwalbe KR51/2L VAPE ,Bj. 80, Ultramarinblau,M541/1 KFR,H4 55W/60W

  8. #24
    Glühbirnenwechsler Avatar von drucki
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    heute um 22:05 auf dem MDR gibt es nochmal eine art reportage über dieses thema

  9. #25
    Tankentroster
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    Hallo falk205° ,
    Danke für das Hochholen des Thema.
    "Musste mich jedenfalls schon sehr bemühen um mein Lebensstandard von 1995 zu halten,
    b.z.w. wieder zu erreichen."
    Damit hast Du absolut Recht; das ist beschämend, wenn man sieht, wie konzentriert das Vermögen "Einiger" zunimmt.
    Das Thema mit den Glühlampen ist aber korrekt. Dieses Kartell exestierte tatsächlich, darüber gibt es schon seit Langem verschiedene Aufklärungen. Und in der DDR gab es den Hersteller NARVA, der mit auch höheren Watt über die 2,5-fache Lebensdauer garantierte. Das war 1981.
    Zudem wurden "staatlich verordnet", das Kühlschränke und Waschmaschinen mindestens 25 Jahre halten mussten und auch taten. Stellt Euch das mal heute vor... Nach 4-5 jahren ist das Meiste schon Schrott.

    Nachdenkenswert.
    Gruß
    Holger

  10. #26
    Glühbirnenwechsler Avatar von drucki
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    Fakt ist...! | MDR.DE

    für die leute die es nicht sehen konnten hier nochmal in der mediathek

  11. #27
    Kettenblattschleifer
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    Halb-OT: Bei mir auf Arbeit stand damals ein hochwertiger Tintenstrahldrucker herum. Als beim Laser der Toner alle war, sollte der kurzfristig aushelfen. Aufgemacht: Alle Patronen bis oben voll, unverklebt, einsatzbereit. Angeschlossen, Druckbefehl, Fehlanzeige. "Bitte wechseln Sie die Tintenpatronen aus."
    Über Internetumwege habe ich dann herausgefunden, dass die Patronen ein konkretes Verfallsdatum eingebaut haben, nach dem sie sich weigern, weiterzudrucken. Also haben wir das Systemdatum des PC zurückgestellt, und schwupps: Ohne Anstand spuckte der Drucker alle Seiten aus.

    Ist schon eine Weile her, das Ganze, aber mir trotzdem in Erinnerung geblieben.

  12. #28
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Nach einigen Zeit des "auf-mich-einwirkens" kann man eine gewisses Zweischneidigkeit des Beklagens der geplanten Obsoleszenz nicht verschweigen:

    Unser derzeitigen Wirtschaftssystem (wie auch natürlich wir) leben davon, immer neue Produkte und Waren herzustellen und zu verkaufen (Stichwort Fernseher, Computer, Handy um nur wenige zu nennen).

    Woran es mir fehlt ist eine Idee für ein umgebautes Wirtschaft- bzw. politisches System, in dem wir auch ohne eine derartige exponentielle Entwicklung und ohne Ausbeutung von Menschen in der Dritten Welt vernünftig leben. Und geht das überhaupt ?

    Der (real existierende) Sozialismus ist DAS m.M.n. jedenfalls nicht.
    Dabei muß sich wohl erstmal jeder die Frage beantworten:
    Wann ist genug genug ? Worauf kann und will ich nicht verzichten ?

    Wir (Ihr !) werden langfristig um diese Fragen nicht herum kommen...

    Gruß Harald
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  13. #29
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    Zitat Zitat von Optimus Prime Beitrag anzeigen
    Der Rost ist nicht mehr das Problem....aber die Sollbruchstellen in den Getrieben. Auch da wird schon vorgesorgt, das ein Auto ab einer gewissen Laufleistung schlapp macht.
    Das ist auch ein Mythos. Der Rückwärtsgang ist z.B. für eine viel kleinere Betriebsdauer ausgelegt als die anderen Gänge. Das hat aber auch wieder ökonomische Gründe. Die Idee dahinter ist, dass der Rückwärtsgang viel weniger gebraucht wird als die anderen Gänge. So sollte er in etwa zur gleichen Zeit kaputt gehen wie die anderen Gänge. Damit wird die Lebensdauer des Materials bestmöglich ausgeschöpft. Es bringt ja nichts, wenn du das Getriebe wechseln musst und der überdimensionierte Rückwärtsgang ist noch gut. Aber eine Sollbruchstelle ist das nicht. Ich jedenfalls hab noch selten von Getriebeschäden bei alten Autos gehört. Eher rostet der Wagen durch oder zahlreiche andere Reparaturarbeiten fallen an.

  14. #30
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Lass uns nicht über Details diskutieren.
    Fakt ist, das die Komplexität aufgrund von technischer Innovation im Automobilbau dramatisch zugenommen hat - und wo viel dran ist, kann auch viel ausfallen ! Und das tut es auch früher, als das Fahrzeug rostet...

    Und Rost konnte man ignorieren, einen ausgefallenen Sensor in der Motorsteuerung oder im Bremssystem aber nicht...

    Gruß Harald
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  15. #31
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    zur glühbirne: da gabs ma ne deutsche entwicklung. lebensdauer 150000h .. naja das unternehmen wurde zunichte gemacht (kein wunder dank dem kartell) der nachteil daran war auch das die birnen mehr energie benötigten für die gleiche leuchtkraft. trotzdem kann man eine glühbirne in viele richtungen optimieren. Narva ist dafür ein gutes beispiel mit den 2500h. Aba da wars nach der wende auch vorbei mit.

    Das problem bei Energiespaarlampen, und auch allgemein bei leuchtstoff lampen, ist die verwendung von Quecksilber (nicht blei) was wesentlich gefährlicher für mensch und umwelt ist. schon allein wegen der sofortigen gasbildung!

    Trotzdem ist es richtig das wir alle von wegeschmeißen und neukaufen leben. aus meiner Sicht ist es zwingend erforderlich das 100% der materialien recycled werden. und zwar nicht im ausland von kindern durch verbrennen sondern im inland, unter gesetzliche vorgeschriebenen schutzmaßnahmen. Die grenzen des Systems sind nämlich die begrenzten resourcen. Und das ist ein ansatzpunkt den wir alle nutzen können und müssen, um die oft genannte marktmacht des kunden auch mal auszunutzen!
    Kauft recyclede materialien, unterstützt ideen die resourcen sparen und gebt alles zur rückgewinnung ab was irgendwie möglich ist, statt es in die Müllverbrennungsanlage zu schicken.

    Nein ihr sollt kein gelbes papier kaufen. es gibt auch vertretbares weißes papier

    im endeffekt kostet billig und teuer oft das gleiche. man muss halt mehrere faktoren beachten. billige preise sind oft auch mit umweltunverträglichen materialien und methoden erkauft.

    grüße
    Sascha

  16. #32
    Tankentroster
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    Hallo Harald und Vorredner,

    leider geht es ohne Lenkung im Kapitalismus nicht von Allein...
    Hier muss ein Staat ( wer sonst ) oder der EINZELNE Verbraucher durch Nachdenken mitmachen.
    Das hat aber NICHTS mit dem Herbeiwünschen einer "politischen DDR" zu tun.

    Was spricht dagegen, eine faire Ware (Qualität) zu einem guten Preis zu produzieren und zu verkaufen.
    Wenn jemand, nach einiger Zeit, denn unbedingt Was Neues will, könnte man ja das noch gute Produkt weiter verkaufen.
    Gibt ja Flohmärkte und Ebay.
    Dann hat der Erstkäufer was davon und auch die Menschen, die sich Neues nicht leisten können oder wollen.

    Aber schau mal auf Flohmärkte, was findet man da?

    Keine billige Bohrmaschine, die hat ja schon früh den Geist aufgegeben.
    Sondern eher ältere Produkte die noch gut funktionieren; häufig aus DDR Zeit oder den alten Bundesländer.

    In den 60er Jahren war man doch schon soweit.

    Dann kam aber der Turbokapitalismus; immer mehr Umsatz, unhaltbare Gewinne etc.
    unhaltbare Qualität...
    Geiz ist Geil...
    Wird aber durch Unternehmen (Geiz ist Geil...der Slogan kam nicht vom "Volk") durch massive Werbung aufgebaut...
    Dazu kam der Euro, wo allein schon "optisch" nur halb so viel kostet...

    Jetzt noch die großen Umweltsünden in Afrika, wo wir Wohlstandmenschen den Elektromüll hinbringen...

    Keine gute Entwicklung.
    Gruß
    Holger

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