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Thema: Kolbenfresser???


  1. #1
    Zündkerzenwechsler
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    Standard Kolbenfresser???

    Hall liebes Forum,

    nachdem ich meinen Simson letzte Woche aus dem Winterschlaf geholt habe und jetzt ca. 30km gefahren bin, hat er mich vorhin fast abgeworfen...
    Er lief sehr gut, plötzlich habe ich ein kleines ruckeln gemerkt (ähnlich wie wenn der Tank leer ist und der Motor keine Sprit mehr bekommt), er lief aber weiter (mit merkbar etwas geringerer Leistung, trotzdem noch 60km/h), als ich gebremst habe und Kumplung gezogen habe, wollte der Motor schon ausgehen (mit etwas Gas geben lief er aber weiter) und dann blieb er plötzlich und abrupt stehen.
    Der Kickstarter lässt sich nicht mehr bewegen. Bedeutet das, dass sich der Kolben festgesetzt hat?
    Wenn ja, wie kann das passieren da ich den komplett überholten Motor erst etwas über 2000km gefahren haben? Und wie kann ich das am besten reparieren?
    Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe!!!
    Benni

  2. #2
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Standard

    Hallo Benni,
    ja, das hört sich nach einem Kolbenfresser an. Es wäre hilfreich, wenn wir wüssten welcher Motor in welchem Moped bei dir Macken macht. Hattest du denn Öl im Benzin?
    Sirko
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  3. #3
    Zündkerzenwechsler
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    Hallo Sirko,
    Dank für deine schnelle Reaktion!
    Sorry, die Angaben sind natürlich wichtig, ich aktualisiere mein Profil gleich.

    Habe eine /2 Schwalbe mit dem 4-Gang-Motor (sorry, wie ist die genaue Bezeichnung?! ).

    Öl war auf jeden Fall im Benzin, ich achte auch immer auf das richtige Verhältnis.

  4. #4
    Glühbirnenwechsler Avatar von Mallarcy0605
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    Standard

    Hi Benni,

    war denn dein Benzin im Vogel frisch oder noch vom letzten Jahr?
    Wenn das Gemisch längere Zeit steht und dann noch minderwertigeres Öl benutzt wurde kann es vorkommen dass sich das Öl im Tank unten absetzt bzw unten ein Gemisch mit mehr Öl ist und je mehr man verbraucht immer mehr Gemisch mit weniger Öl angesaugt wird bis schließlich reines Benzin in den Vergaser gelangt was dann zum Klemmer oder gar Fresser führt.

    Aber bevor wir vorschnell urteilen... Zieh die Kupplung und kick erneut.
    Wenn sich der Kicker dann immernoch nicht bewegt dann ist es kein Fresser, dann ist das Problem eher im Gertriebe bzw Primärtrieb/Kupplungssache.

    MfG Mallarcy
    Simme oder ...? Simme!

  5. #5
    Zündkerzenwechsler
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    Benzin war noch von vor einem halben Jahr... an das absetzen im Tank habe ich nicht mehr gedacht... Wobei ich erst 30km gefahren bin, das Gemisch sollte also noch nicht rein aus Benzin bestehen, oder?!

    Zu der Kupplung: wenn ich sie ziehe oder der Gang draußen ist, dann lässt sich der Kickstarter treten und auch die Schwalbe bewegen.
    Scheint also wirklich ein kaputter Kolben zu sein...

  6. #6
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Der Theorie von Mallarcy folgend "Öl setzt sich im Benzin ab", kann das schon sein.
    Durch das Reserve-Standröhrchen fließt das Benzin ja nicht ganz unten aus dem Tank.

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  7. #7
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Je nach Schweregrad des (vermutlich wirklich passierten Fressers) ist es ratsam, den Motor auszubauen. Ich an deiner Stelle würde nun folgendermaßen vorgehen.
    1) Seitendeckel auf Zündungsseite demontieren und schauen, ob sich das Polrad per Hand drehen lässt odfer ob irgendetwas das Polrad blockiert. Vielleicht hast du ja Glück
    2) Wenn da nix zu finden war und das Polrad blockiert ist, nimm den Auspuff ab, Ansaugstutzen, Kupplungszug, Vergaser, Kette, Schaltwippe und Kicksterter alles weg. Dann die beiden Bolzen hinten rausschrauben und den Motor rausnehmen.

    Und nun kannst du dir die Sache anschauen. Wenn du unerfahren bist, nimm erstmal nur den Zylinderkopf ab und schau mal, was da so los ist. Je nachdem, was da wie gefressen hat (mein Favourit ist immer ein Sprengring vom Kolbenbolzen) kann man den Zylinder mit mehr oder weniger Durchsetzungsvermögen vom Motor trennen. Aber wenn es so weit ist berichte erstmal und mach Fotos.
    Sirko
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  8. #8
    Simsonschrauber
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    M541 Motor typ, bei /2 Schwalbe mit 4 Gang
    HS1 12 Volt 35/35 Watt, electronikzündung.4 Gang. Sr 50 /1 c

  9. #9
    Zündkerzenwechsler
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    Cool! Danke für die Anleitung!
    Ich werde das die nächsten Tage in Angriff nehmen und euch berichten.

  10. #10
    Zündkerzenwechsler
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    Das ist ja interessant mit dem abgesetzten Öl nach langer Standzeit. Wie ist denn das zu verhindern/beheben? Vor dem ersten Fahren im Frühjahr Öl nachkippen?? Rühren?? Stabmixer???

    Viel Glück, Benni, bei der Reparatur/Fehlersuche!

  11. #11
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    Schlauch vom Vergaser abziehen, Tankinhalt in einen Behälter ablassen und wieder in den Tank kippen.
    Dann sollte sich das Öl wieder mit dem Benzin vermischt haben.
    Ich reinige bei der Maßnahme meinen Vergaser. :)

  12. #12
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    So, da bin ich wieder.
    Motor habe ich gerade mal ausgebaut und den Zylinderdeckel abgemacht. Fotos siehe anbei.
    Wenn ich den VAPE Deckel jetzt drehe, bewegt sich der ganze Zylinder, der Kolben allerdings gar nicht. Ist wohl wirklich fest... Wie bekomme ich denn jetzt den Zylinder und den Kolben getrennt? Und wie geht es dann weiter?

    Ach und Benzin habe ich auch grad mal abgelassen...

    image.jpgimage.jpgimage.jpgimage.jpg

  13. #13
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    Einfach sachte mit einem Gummihammer auf den Kolben hauen. Vorher ein wenig einölen?
    Aber ich denke, dass der Zylinder geschliffen werden muss. Einen neuen Kolben brauchst du sowieso. Ich würde mit dem nicht mehr fahren.

  14. #14
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    Standard

    Sorry, aber die "Das Öl setzt sich im Benzin ab"-Theorie ist meiner Meinung nach sicher nicht die Ursache!
    Warum?

    Weil er mit dem Moped bereits gefahren ist, es geschah unterwegs. Nach 1000m ist die Brühe im Moped wieder durchmischt, Reserve-Röhrchen hin oder her.
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  15. #15
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    Ich habe mich auch ein wenig gewundert... der Kolben sieht schon ziemlich mitgenommen aus, und das, obwohl der Motor erst etwas über 2000km hat. Ich habe ihn vor 1,5 Jahren, als ich meine Schwalbe komplett restauriert habe, hier über das Forum als komplett überholten und gerichteten Motor gekauft. Dürfte er da schon so aussehen?

    Etwas auf den Kolben hauen habe ich schon versucht - leider erfolglos... Am Zylinder rütteln und ziehen auch - ebenso erfolglos...
    Gibt es einen Trick?

    @ Matze:
    Was denkst du, das die Ursache sein könnte?

  16. #16
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    Den Kolben kann man erst beurteilen, wenn er komplett sichtbar ist. Die braunen Ablagerungen sind unschön aber normal. Nicht so normal sind die kleinen Bröckchen da überall. Wenn das Metall ist, dann wirst du irgendein Bauteil (Sprengring vom Kolbenbolzen, Kolbenring, Nadellager) nachher zerstört finden.

    Sachte mit dem Gummihammer ist in diesem Fall leider völlig für den Popo. Die folgende Anleitung wird deinen Kolben und im schlimmsten Fall auch deine Kurbelwelle schädigen, aber der Zylinder muss runter, das hast du ja richtig erkannt. Ich erahne jetzt schon, dass ich für meine Ausführungen Gegenwind bekommen werde aber du kannst den Kolben streicheln solange du willst, mit homöopathischen Gedanken und Globuli kommt der da nicht raus.
    0) Zur Vorbereitung... Du brauchst: viele Holzbrettchen unterschiedlicher Stärke zum unterlegen, deine größtmögliche in den Zylinder passende Nuss, ein stabiles Stahlrohr oder eine 1/2 Zoll Verlängerung für die Nuss, einen schweren Hammer (ab 800g), Kriechöl, Lappen
    1) Viel Kriechöl in den Zylinder spühen. Dreh an der Kurbelwelle so lange, bis der Zylinder inkl Kolben maximal abhebt. Das sollte in deinem Fall erstmal nicht besonders hoch sein, da der Kolben (leider) sehr weit oben festgegangen ist. Leg einen Lappen ins Kurbelgehäuse, wir wollen ja nicht mehr Späne als nötig darin haben. Dreh danach Das Polrad wieder etwas zurück (etwa 45°), obwohl das am Anfang wohl noch nicht passt. Sind die 45° vor ganz oben erreicht, legst du zwischen Zylinderfuß und Motorblock entsprechend starke Holzbrettchen links und rechts. ACHTUNG, leg die Brettchen NICHT unter die Zylinderrippen, die brechen sonst ab.
    2) Und nun gilt es. Motor fixieren, Nuss in den Zylinder auf dem Kolben ablegen und ggf. Verlängerung ansetzen und dann wirklich wenige Schläge aber mit viel Kraft. Der Kolben sollte sich nach unten bewegen. Die Kurbelwelle wird dadurch nicht beschädigt, da sie die gradlinige Bewegung in eine Drehbewegung umwandelt und damit nicht gestaucht wird.
    3) Hast du den Kolben so weit abgesenkt, dass das Polrad nun deutlich mehr als 90° vor ganz oben steht, legst du den Zylinder durch weitere Holzbrettchen wieder höher und beginnst bei 1)

    Wenn du das geschafft hast, würde ich gern Fotos von allen rausgefallenen Bauteilen sehen. Dann kann ich vermutlich auch sagen, was da zu welchem Defekt geführt hat.

    Bitte hau dir nicht auf die Hände. Bei dieser Arbeit muss man ein wenig schwerzfrei sein, auch was den "wertvollen" Motor vor dir betrifft. Ohne Investition kommst du aus der Nummer nicht raus, eventuell ist es aber mit einer überarbeiteten Garnitur getan. Das werden wir sehen. Scheu dich nicht zu sagen, dass du dir das ggf. nicht zutraust. Wirklich anders machen es Werkstätten aber auch nicht außer sie haben Zugriff auch eine hydraulische Presse. Das ist im Simsonbereich aber selten der Fall.

    Viel Erfolg
    Sirko
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

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