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Thema: Konjunkturpaket


  1. #17
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    Weiteres Problem ist, dass viele diese 1800€ bei weitem nicht haben und sich abrackern können wie sie wollen und das die nächsten 10 Jahre nicht schaffen werden. 1800€ sind relativ gutes Geld, zumindest wenn man eine 40h Woche hat. Ich kenne viele Leute, die gerade mal 1000€ oder knapp drüber bekommen.

  2. #18
    Simsonfreund
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    Steuererleichterungen oder bares Geld sind in meinen Augen unnütz, um die Konjunktur anzukurbeln. Das Geld wandert in Kriesenzeiten unter die Matratze oder bestenfalls auf die Bank. DIrekte Investitionen wären viel wirkungsvoller, um die Wirtschaft in Schwung zu halten.
    Die Steuererleichterungen sind doch nur im Konjunkturpaket inbegriffen, damit die bittere Pille von den Bürgern besser geschluckt wird.

    mfg

  3. #19
    Flugschüler Avatar von meingott
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    dass ich am Ende des Jahres vielleicht auch noch den ein oder anderen Euro über die Steuererklärung zurückkriegen kann
    Nuja, wenn du 08/15 Verdiener bist, nicht gerade 50 km von der Arbeitsstätte weit weg wohnst, nicht jährlich jobtechnisch umziehen musst oder nicht richtig viel Geld für deine private Vorsorge zur Seite packt, bekommst du da nicht viel wieder......

  4. #20
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    Richtig, wenn man nämlich relativ nahe am Arbeitsort wohnt, liegt die Steuererstattung in der Größenordnung von 600-1000€. Und man darf nicht verrgessen, dass man auf jeden ausgegebenen Euro nur den Steueranteil wieder bekommt, das sind meist so um die 20% in diesem Einkommensbereich.

  5. #21
    Flugschüler Avatar von meingott
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    Für 1000€ musst du aber schon ganz schöne Sonderbelastungen haben.
    Mit den Standardversicherungen etc wird das nichts. allerdings habe ich keine Ahnung, wie sich die Ausgaben für Kinder da absetzen lassen....

  6. #22
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Dann stell ich doch mal ganz provokant die entscheidende Frage:

    Kann man es Otto Normalvebraucher denn überhaupt jemals irgendwie recht machen?

    Und ich garantier euch: Sobald hier jemand mit dem ultimativen Plan aufkreuzt, wie es zu machen ist, kommt ein anderer, der schlüssige Beweise abliefert, dass es ihm dadurch schlechter geht...

    MfG
    Ralf

  7. #23
    Flugschüler Avatar von meingott
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    Hm, zum eigentlichen Threadthema:
    Jeder Euro mehr für eine Familie ist gut.

    Aber um es mal mit den Worten des Dicken zu sagen: Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Hat man später ingesamt mehr, oder wird die stererleichterung sofort durch ne versteckte Steuererhöhung wieder gefressen?

  8. #24
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    @meingott

    Ich habe 13km Arbeitsweg, 2 Kinder, knapp 200€ monatlich für Lebensversicherung, dazu das andere übliche wie Haftpflicht, Bausparen etc. Da kommt das hin.

    @ralf

    Was wäre besser gewesen, als das Geld mit der Gieskanne zu verteilen? Schwer zu beantwortende Frage.

    Grundsätzlich ist es gut, dass ein großer Teil des Geldes in Schule und Bildung gesteckt wird (hier in Sachsen zumindest). Aber es ist fast zu viel auf einmal. Die wissen teilweise gar nicht, wo sie die Kohle so schnell verbrennen sollen. Und wird sie nicht verbrannt, geht sie zurück in den Topf. Das hatten wir vor 89 auch schonmal. Der Bund hätte das Geld schon über die ganzen Jahre ausgeben sollen, dann wäre vieles gar nicht erst verlottert und man hätte das Geld solide planen und ausgeben können.

    Grundsätzlich ist die Investition in Bildung richtig, ein Punkt ist dass z.B. dass das letzte Kindergartenjahr kostenlos ist (Vorschule). Ist das bundesweit oder auch nur hier bei uns in Sachsen? Das ist in jedem Fall ein richtiger Schritt, der mir z.B. mehr als die 400€ jährlich spart. Das sind rund 100€ monatlich.

    Kostenloses Essen in Schule bzw. Kindergarten wäre noch sowas, kostenloser Schulbus. Pauschal für alle, egal welches Einkommen. Das kommt dem Kind zugute, nicht den Eltern. Vielverdiener zahlen mehr Steuern, da ist das eh ausgeglichen. Steuersenkungen hingegen sind eher sinnlos, die nutzen nur Vielverdienern. Die armen Schweine zahlen keine Steuern oder nur wenig, denen bringt sowas nix.

  9. #25
    Flugschüler Avatar von Berlinska
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    Zitat Zitat von Baumschubser
    [...] Bausparen etc. [...]
    Kostenloses Essen in Schule bzw. Kindergarten wäre noch sowas, kostenloser Schulbus. Pauschal für alle, egal welches Einkommen. Das kommt dem Kind zugute, nicht den Eltern. Vielverdiener zahlen mehr Steuern, da ist das eh ausgeglichen. Steuersenkungen hingegen sind eher sinnlos, die nutzen nur Vielverdienern. Die armen Schweine zahlen keine Steuern oder nur wenig, denen bringt sowas nix.
    Siehste und wärst du nun so nen ALG2 Empfänger dürftest du den schönen Bausparvertrag und vielleicht die private Rentenversicherung kündigen und erstmal schön abstottern, bis dein gesamtes Vermögen unter 4800 Euro geschrumpft ist. Dann bekommste das massige "ALG2-Gehalt".

    Zum kostenlosen Essen in der Schule. Ich arbeite in der Kita und was die von den Kommunen pro Kind pro Essen gezahlt bekommt ist einfach mal nicht haltbar (liegt glaub ich so bei 1,10€ pro Mittag) insofern stimme ich dir zu. Aber ich habe die Angst, wenn das Essen komplett kostenlos ist, sind ja alle öffentlichen Einrichtungen dazu verpflichtet die Standardbillig-Essenanbieterpampe zu nehmen und glaub mir die ist weder gesund noch schmeckt der Kram. Sieh das mit den Zuzahlungen doch als Gewinn! Du (mit einer Horde von Eltern) kannst zur Schule gehen und besseres Essen fordern.

    Ansonsten werden in den letzten Jahren vermehrt den Kindern Rechte gegeben, dass du als rechtlicher Vertreter für deine Kinder bald schön gewisse Kleinigkeiten einklagen kannst. Vielleicht nicht das kostenlose Schulticket aber vielleicht mal sichere Schulbusse. :)

  10. #26
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    Ist mir schon klar, dass ein ALG2 Empfänger gegenüber dem 1800€-Durchschnittsverdiener einige Nachteile hat. Sind beide aber Mieter einer gängigen Wohnung, ohne dass der eine mal das Ziel hat, aus dem Kanickelstall rauszukommen, dann steht der ALG2 Empfänger gar nicht sooooo schlecht da, wie es immer propagiert wird.

  11. #27
    Simsonschrauber Avatar von Castaneda
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    Aber dabei gehts doch nicht nur um das, was unterm Strich raus kommt.
    Klar gibt es nicht wenige ALG II-Empfänger, die sich in ihrer Rolle durchaus wohlfühlen - weil sie nix Anderes kennen.
    Aber ich denke, mindestens genauso viele fühlen sich als Menschen 2. Klasse. Gerade ältere Menschen, die viele Jahre gearbeitet haben und plötzlich nur noch zu Hause sitzen können sind mit ihrer SItuation sehr unzufrieden.

  12. #28
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    Unbestritten, diese älteren Leute kennen ja auch ein anderes Leben, hatten ggf. vorher einen viel höheren Lebensstandard und müssen nun erst ihren Bausparer verfressen, ehe sie überhaupt Stütze bekommen.

    Darum gings mir auch gar nicht. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass man sich, wenn man an sich und das Leben nur wenige Ansprüche stellt, mit einer Herde Kinder ganz gut mit Hartz 4 einrichten kann und ggf. sogar gegenüber jemandem der arbeiten geht, gleich gut da steht.

    Richtig dabei ist, sobald man irgendwelches Eigentum hat (Haus, Auto, Sparbücher etc.) und dann ins ALG 2 rutscht, ist es Kacke, weil man immer was verliert. Wer aber mit 20 noch nix geschafft hat und nie was schaffen wird (Stichwort: Abgang 8. Klasse mit Zeugnis 6. Klasse), der richtet sich komfortabel ein.

  13. #29
    Glühbirnenwechsler Avatar von Schneeschieber
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    Es gibt ja schon Hartz IV Bezieher in der 3 Generation für die Leute ändert sich nichts

  14. #30
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Zitat Zitat von Schneeschieber
    Es gibt ja schon Hartz IV Bezieher in der 3 Generation für die Leute ändert sich nichts
    ALG II existiert seit 2005; für 3 Generationen in 4 Jahren bräuchte es die Vermehrungsrate eines Karnickels...

    MfG
    Ralf

  15. #31
    Moderator Museumsdirektor Avatar von Baumschubser
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    Es gab aber vor Hartz 4 bereits Sozialhilfe oder die teils viel komfortablere Arbeitslosenhilfe. Das war auch für viele, die mal gearbeitet hatten, ein gesichertes Einkommen teils weit über Hartz 4 Niveau. Klingt vielleicht hart, aber es ist nicht wirklich schlecht, dass durch die Schröder-Regierung angeleiert, der Druck auf die nichtarbeitende Bevölkerung etwas erhöht wurde. Leider gibts auch hier wieder viele Lücken im System, wo sich Geringverdiener die Haare raufen werden, weil sie die Gelackmeierten sind. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die Arbeitslosen nix dafür können, sondern diejenigen Unternehmen, die weiter Hungerlöhne zahlen.

  16. #32
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Zitat Zitat von Baumschubser
    Es gab aber vor Hartz 4 bereits Sozialhilfe oder die teils viel komfortablere Arbeitslosenhilfe.
    Schon klar, aber ich mags nicht, wenn die Begrifflichkeiten so bunt durcheinander gewürfelt werden...

    MfG
    Ralf

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