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Thema: Kurbelwelle lässt sich schwer drehen


  1. #1
    Kettenblattschleifer
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    Standard Kurbelwelle lässt sich schwer drehen

    Hallo an euch Jungs und Mädels,
    ich hab grad ein Problem. Hab das erste Mal einen M541 überholt und jetzt steh ich vor einer Unklarheit: Die Kurbelwelle lässt sich an den Stümpfen relativ schwergängig drehen. Es schleift nichts und die Drehung ist auch sauber aber eben recht schwer. Die KW ist neu. Ich hab alle Lager ersetzt und nach dem dem Einschlagen des rechten KW-Lagers und Anziehen der Gehäusespannschrauben ging sie nur noch schwerlich. Ist das normal, bzw muss sich das ganze erst einlaufen oder hab ich was falsch gemacht? Hab dem Gehäuse noch wie empfohlen ein paar leichte Schläge mit dem Gummihammer gegeben, damit sich das ganze entspannt. Das bringt aber keine Abhilfe, wobei ich nicht weiß ob dieser Widerstand normal ist. Die Spannschrauben habe ich überkreuz angezogen. Was könnte man jetzt noch versuchen?

  2. #2
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    du hast eine leicht verkantete kurbelwelle provoziert. das passiert gern mal, wenn man dem lager auf der rechten seite einen etwas zu starken letzten schlag verpasst. abhilfe schafft eben das deutlich stärkere schlagen auf die gehäusehälften neben der kurbelwelle (niemals auf die welle) wenn man das gehäuse vorher nochmal auf etwa 100°C erwärmt hat. entgegen landläufiger meinung rate ich von einem prellschalg auf den lagerinnenring der kurbelwellenlager ab. das entspannt zwar ggf. das lager jedoch kann es passieren dass die welle danach nicht mehr richtig gerichtet ist.
    zuletzt ist "schwergängig" übrigens sehr subjektiv. wenn neue wellendichtringe verbaut sind ist es immer schwerer die welle zu drehen. ohne wellendichtringe sollte sich die welle aber mit 2 fingern drehen lassen.

    schönen gruß sirko
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  3. #3
    Kettenblattschleifer
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    Danke das werde ich mal ausprobieren. Also wenn die Spannschrauben nicht angezogen sind, lässt sich die Welle ganz locker drehen. Sobald ich sie anziehe wird aber schwerer. Ich sags mal so: Ich muss einen Stumpf schon in die ganze Hand nehmen, damit er sich einigermaßen drehen lässt.
    Gruß
    Tuelle

  4. #4
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    genau das heißt "verspannt sein". das passiert weil dein lagerinnenring an der kurbelwellennut anliegt, der lageraußenring aber ein stück weiter in richtung kurbelwelle gegrückt wurde. selbst schuld. hast du das lager eingetrieben von außen oder auf den stumpf gesteckt und dann das gehäuse drübergestülpt? im ersten fall passiert das wenn du nur den lageraußenring eintreibst, im zweiten fall wenn das gehäuse nicht heiß genug war. also mach heiß und dann rauf auf das gehäuse mit gewollter gewalt und einem sehr harten gummihammer.
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  5. #5
    Kettenblattschleifer
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    Also die Kurbwelle war auf -35°C Celsius runtergekühlt und die Gehäusehälte auf etwa 250°C aufgeheizt. Mit sachten Schlägen auf den Außenring, ging das Lager dann auch gut rein. Nur dieses kleine Lager das auf die Kupplungswelle gehört habe ich vorher, wie im Lehrvideo aufgesteckt. Habe also absolut nichts mit roher Gewalt angegangen. Ich probiert das mit dem Erhitzen jetzt erstmal aus...

    Verträgt die Mittendichtung eigentlich diese starke Erwärmung?

  6. #6
    Kettenblattschleifer
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    So dann vielen Dank Sirko :) Hab das ganze Paket schön heißt gemacht und ein paar mal beherzt mit dem Gummihammer zugeschlagen. Die Spannschrauben sind fest und die Welle lässt sich locker mit 2 Fingern drehen, auch für mich mit meinen weniger kräftigen Händen. Perfekt!

  7. #7
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Zitat Zitat von Tuelle91 Beitrag anzeigen
    So dann vielen Dank Sirko :) Hab das ganze Paket schön heißt gemacht und ein paar mal beherzt mit dem Gummihammer zugeschlagen. Die Spannschrauben sind fest und die Welle lässt sich locker mit 2 Fingern drehen, auch für mich mit meinen weniger kräftigen Händen. Perfekt!
    Und wieder behalten die Goldenen Zitronen Recht.

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  8. #8
    Restaurateur Avatar von y5bc-der alte Sack
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    wat hab ich dir beim letzten mal immer erzählt ???
    dat is ein stück metall und kein weiberarsch.

    man man man, haste den gar nüscht gelernt ??
    manche kennen mich, manche können mich

  9. #9
    Kettenblattschleifer
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    So widerstandfähig ist der Aluklotz auch wieder nicht da ist mir doch zu schnell mal was im Eimer und Hörr Pfannekuchen hat sicher auch zwischen Simson und Weiberarsch unterschieden und auch dessen Resultate waren nich immer rosig.

  10. #10
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Da hast du ja auch völlig recht, Gewalt darf man nur an den richtigen Stellen anwenden.

    Das Ganze passiert übrigens beim nächsten Mal nicht mit folgenden Tricks:
    1) Lass dir einen dorn aus aluminium oder stahl drehen der sowohl den innen- als auch den außenring abdeckt. Damit bringst du das Lager gleichmäßig in den Lagersitz und auf den Wellenstumpf.
    2) Wenn du den Weg gehst (den ich auch gehe) das Kurbelwellenlager nach dem Zusammenfügen der Gehäusehälften einzusetzen dann schalte in diesem Moment das Radio aus und verbiete jedem Menschen in deiner Umgebung das Atmen. Gehäusehälften fest zusammenschrauben. Mit dem Dorn und eben dem Hammer zur Führung des Lagers hörst du genau auf das PickPickPick-Geräusch. Sobald der Innenring des Lagers an der Kurbelwellennut anliegt verändert sich das Geräusch in Richtung höhere Frequenz. Das war dann der letzte Schlag und keinen mehr. Wenn du darauf hörst ist ein Verspannen der Lager sehr unwahrscheinlich. Ich hatte seit dem "hören" kein verspanntes Lager mehr.
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  11. #11
    Kettenblattschleifer
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    Um nicht noch einen Thread aufmachen zu müssen frag ich hier nochmal. Also der Motor ist soweit zusammen jetzt hat sich aber noch ein anderes Problem aufgetan: Und zwar lässt sich das Kupplungspaket nicht auf die Kupplungswelle aufsetzen. Das Problem ist offensichtlich die die Zahnung. Also auch wenn ich nur das Paket ohne das Zahnrad versuche aufzusetzen passt es nicht drauf. Gibt es da noch einen Kniff außer auf das Paket zu kloppen? Selbst wenn die Welle krumm wäre (was nicht der Fall ist) müsste es sich ja zumindest auf die Welle stecken lassen. Also was ist zu tun?? Danke schonmal

  12. #12
    Flugschüler Avatar von Rotmopedbaby
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    Nicht Kloppen !!!! Der Trick ist, dass Dein Kupplungspaket wahrscheihnlich ausserhalb der Glocke war und nun versetzt eingesetzt wurde. Kupplungskorb/Glocke aufstecken und dann das Packet entsprechend einsetzen und wenn es nicht passt einfach eine Zacken weiter probieren.
    Simson-Freunde-Limburg.de

  13. #13
    Tankentroster Avatar von betbow
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    Standard Danke!

    Hallo lieber Totoking,
    ich möchte mich ganz ganz herzlich bei Dir bedanken. Durch dich ist meine Kurbelwelle wieder im Lot (heißmachen und dann den Gummihammer schwingen). Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Nun bin ich wieder froh und kann meinen Motor weiter zusammensetzen :-) Vielen Dank für deinen Tipp!

    Betbow

  14. #14
    Kettenblattschleifer
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    Will mich anschließen! In anderen Foren wurde mir schon geraten den gesamten Motor wieder auseinander zurupfen. Da heißt es z.b.: Wenn das Lager nicht gleich richtig sitzt, bzw. die Kurbelwelle sich nicht auf Anhieb leicht drehen lässt, ist erstmal pauschal alles hin

  15. #15
    Glühbirnenwechsler Avatar von Schigulini
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    Ich werde jetzt mal beinahe Philosophisch:
    Manchmal wünschte ich, alle Leute, die Motoren zerlegen und dann wieder zusammen setzen, hätten dazu auch die entsprechenden Grundkenntnisse, betreffs: fügen von Bauteilen, Passungen, Materialkunde usw. Z.B. das sie wissen, das Kugellager immer auf den vollen Millimeter (XX,00mm) gefertigte Außen- und Innenringe haben, die aufs Hunderstel genau geschliffen sind und das man sie immer entsprechend parallel zu den Lagersitzen in den Gehäusehälften einpressen muß. Auch zu wissen, das diese Sitze gegenüber den Lagern eine so genannte Untermaßpassung haben kann nicht schaden, damit man verdrücken oder gar das Abschieben eines Spans oder andere schädliche Einwirkungen verhindert, die dazu führen, das bei der nächsten Motorregeneration, die Kugellager nicht mehr fluchtend sitzen oder nicht mehr fest werden im Gehäuse. Ich mußte mir bei ebay 4 Motoren kaufen, bis ich einen hatte, der überhaupt noch zu retten war. Beim 1. wurden die Gehäusehälften gespalten, indem der Vorbesitzer nach herausdrehen der Spannschrauben einfach einen Meisel im Bereich der Kurbelkammer zwischen die Gehäusehälften getrieben hat (Und diesen Motor auch noch stolz regeneriert nannte, mal ganz von 3 weiteren Zusammenbaufehlern abgesehen) beim 2. war ein Gewinde für den Limadeckel ausgerissen und auf dere Kickstarterwelle, die offenbar eine ungünstige Zahn auf Zahn- Stellung des Zahnsegmentes mit dem Zwischenrad hatte, wurde sich wohl mit ganzem Körpergewicht drauf gestellt und dabei auch noch gewippt....... usw. Was ich damit letztlich sagen will ist, das mit den verbliebenen Motoren schon sorgfältig umgegangen werden sollte, wenn wir noch lange Etwas Brauchbares haben wollen, das wir instandsetzen können. Man kann doch z.B.jemand fragen, der die entsprechenden Spoezialwerkzeuge hat und schon etwas Erfahrung hat damit, kann man doch dann da über die Schultern schauen und etwas bei lernen. Warum muß den jeder alles selbst gemacht haben, ohne die nötigen Kenntnisse und Werkzeuge dazu? Andrerseits kann ich es auch verstehen, das man ganz alleine, alles am Moped selbst gemacht haben will, bis zu kleinsten Schraube, es gibt ja auch genug Anleitungen z.B. als Video auf Youtube, die zeigen, das es gar nicht so komplex ist, einen Motor wieder fertig zu machen. Nur sollte man eben auch entsprchende Vorüberlegungen anstellen, organisiert, mit den nötigen Arbeitsvorbereitungen ran gehen und nicht hitzköpfig mal eben auf dem Küchentisch an einem Nachmittag alles schaffen wollen. Dann doch lieber an einem Schrottmotor üben oder das 1. Mal wirklich nur bei jemand zuschauen, der Ahnung davon hat.
    Durch diese Anmerkungen sollte sich hier blos niemand in seiner Schrauberehre verletzt fühlen, ich habe mir eben über die Umstände Gedanken gemacht, die dazu führen, das bereits schon so viel wertvolles Material aus Sachunkenntnis unbrauchbar gemacht wurde und jetzt, wo keine Gehäuse mehr gegossen werden, ist das für mich ein fast unerträglicher Gedanke, wenn rare Teile zerstört werden in der Absicht schnellen Erfolges, ohne Hintergrundwissen. Ich werfe den Autoren der Beiträge nichts vor, aber das Lesen der obigen Beiträge, (z.B.die Anwendung mit den Hammerschlägen, bei Verspannungen, oder die Sache mit den nicht fluchtenden Zähnen beim Kupplungspaket )hat mich eben allgemein auf diese Gedanken gebracht.
    Ich weis selbst, da es nicht ganz ohne Gummihammer geht, beim zumachen der rechten Gehäusehälfte, ich habe selbst auch sehr gefühlvoll auf den Deckel geklopft, trotz erwärmen fällt das Teil eben nicht einfach in seine "Endlage". Nochwas: Ich bin auch schon aus dem Schaden, den ich verursacht habe dann hinterher erst klüger gewurden und war kein Vorbild, in dieser Hinsicht, aber nun versuche ich, es besser zu machen. Bei den Ausführungen von Mitglied "Totoking" habe ich beim lesen seiner Beiträge gemerkt, das er z.B. das entprechende Händchen und Gefühl dazu hat, nur so viel Kraft auszuüben, das die Lager bündig anliegen, aber trotzdem nichts gestaucht oder verbogen wird.- Respect Mann
    Never touch a running engine!

  16. #16
    Simsonschrauber Avatar von Jörn
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    Standard

    Grundsätzlich hast du Recht, andererseits sind es millionenfach gebaute Moppedmotoren und keine V12-Skulpturen aus Maranello. An denen kann man sich locker selbst dran versuchen, WENN MAN GENUG ERFAHRUNG hat. Die Videos aus dem Netz kann man (bis auf den einen originalen Dreh ausm Werk) in der Regel alle vergessen, grade beim M53.

    Ich habe am ersten (Simson-)Motor auch gedacht, ich krieg alles hin - Ergebnis: Simsonklinik, weil keine Zeit mehr. Beim zweiten habe ich mir genug Kenntnisse angeeignet, so dass dieser tipptopp geworden ist. Das hat lang gedauert.
    Es geht also, aber nur mit entsprechenden Werkzeug, das man VORHER besorgen muss. Und einem Plan B, wenn man nicht mehr weiter weiß.
    Fährt mittlerweile Habicht, Bj. 1974. Vorher Kr51/1, S50, SR50.

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