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Thema: Lack ausbessern


  1. #1
    Zündkerzenwechsler
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    Standard Lack ausbessern

    Hallo,

    ich habe eine Schwalbe KR51/2 in Saharabraun. Letztes Jahr hat sie eine VAPE bekommen und sonst ist technisch alles bestens. Ein paar längere Ausflüge (Bodensee und Italien) hat sie auch schon bestens gemeistert.
    Jedoch stören mich ein paar Stellen am Lack. Zum Beispiel ist unten am Beinschild auf ca. 10cm^2 der Lack ab und langsam wirds dort rostig. Allein schon um den Rost (nur Oberflächlich - man kann nirgends "durchstechen" oder dergleichen) aufzuhalten, möchte ich diese Stellen ausbessern.

    Hätte mir dazu folgendes gedacht:
    -Bis aufs Metall großflächig abschleifen
    -nochmal mit feinerem Schleifpapier nachschleifen
    -Grundierung mit einem Pinsel auftragen
    -die Riefen vom Pinsel rausschleifen
    -mit Leifalit Spraydose in Saharabraun drübersprayen

    Habe sowas leider noch nie gemacht. Gibt es an meinem Plan etwas auszusetzen? Insbesondere bin ich mir unschlüssig ob ich Rostumwandler benutzen sollte und welche Körnung das Schleifpapier in den einzelnen Schritten haben sollte.

    Da es sich nur um eine kleine Stelle unten an der Verkleidung handelt, kann ich dort für andere, sichtbarere Stellen üben. Aber was ist technisch gesehen beim Sprayen zu beachten, damit es bestmöglich aussieht.

    Danke für die Tipps!

  2. #2
    Chefkonstrukteur Avatar von Albi
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    Standard

    Ich würde dir empfehlen diese Stelle komplett blank zu schleifen. Am besten fängst du mit Rostumwandler an und schleifst dann fertig. anschließen klebst du genau an der Kante, zwischen blankem Blech und erhaltenswertem Lack eine Folie über den Lack. Dann grundierst du mit der Spraydose und schleifst diese Grundierung nass mit 1200er Körnung. Dann nimmst du die Farbe und sprühst ebenfalls an dieser Stelle. Dafür stellst du das Knieblech in einer komfortablen Höhe auf und sprühst ohne abzusetzen mit 20-30cm Abstand von links nach rechts. Ich empfehle dir die Farben beim Nestuser Doccolor zu beziehen, sie entsprechen den Originaltönen quasi zu 100% und sind preislich sehr günstig (400ml, 11€). Er hat auch für weniger Geld Grundierung im Angebot. Für sehr kleine Stellen zum Ausbessern bietet er auch Lackstifte an (30ml, 3,50€; 50ml, 5,50€).

    mfg
    Albi

  3. #3
    Zündkerzenwechsler
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    Hallo,

    danke für die Antwort!
    Ein paar Nachfragen hätte ich noch:
    -Ist Fertan zu Empfehlen? Und muss es wirklich 48 Stunden einwirken? Würde das gerne an einem Tag fertigmachen - will ja rumfahren
    -Muss ich mit der Spraydose grundieren? Hätte noch ein kleines Fass grauer Grundierung zu Hause. Wenn ich die Riefen vom Pinsel wegschleife, müsste es doch aufs Gleiche rauslaufen, oder?
    -Ich dachte immer die Leifalit Lacke sind den Originalen am Besten nachempfunden. Was ist der Unterschied zu denen vom Forenuser (außer der Preis)?

  4. #4
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    da alle lacke eh trocknen müssen, musst du leider mal für das wochenende oder einen teil der woche auf das moped verzichten. deine grundierung zu hause solltest du nicht unbedingt benutzen da du nicht weißt auf welcher basis die grundierung gemacht wurde (acryl, wasser, harz,...) und sich deshalb mit lacken nicht vertragen könnte.
    ich habe leider noch keine erfahrungen mit doccolors lacken, habe jedoch mitbekommen, dass er sich schon seit jahren mit dem thema simsonfarben beschäftigt und das lange bevor die lacke von leifalit nachproduziert wurden. als userecho kamen nahezu immer bestätigungen, dass der lack sehr gut passe und nur altersbedingte unterschiede sichtbar sind. das fängt schon damit an, dass er mindestens 4 verschiedene saharabraune töne im angebot hat.
    zu den leifalitlacken sei positiv angemerkt, dass diese sich spitzenmäßig versprühen lassen und wahnsinnig deckend sind. ich habe für eine s51 in atlantikblau kaum eine halbe dose für tank und beide seitendeckel benötigt.
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  5. #5
    Simsonschrauber Avatar von Jörn
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    Wenns so dünn gemacht wurde, ist die Gefahr aber groß, das es nicht dauerhaft hält. (Es sei denn es wurde dick mir Klarlack versiegelt)
    Fährt mittlerweile Habicht, Bj. 1974. Vorher Kr51/1, S50, SR50.

  6. #6
    Glühbirnenwechsler
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    mohoin

    Ich arbeite hauptberuflich als lackierer und möchte daher eine kleine Anregung loswerden

    Zum feinschliff für die Grundierung würde ich maximal P800 Nassschleifpapier geben

    P1200 ist etwas sehr fein und es besteht die erhöhte Gefahr der Läuferbildung:) ich sag´s euch...

    Lieben Gruß Lenni Lenker

  7. #7
    Chefkonstrukteur Avatar von Albi
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    Zitat Zitat von Simson-Vogel Beitrag anzeigen
    Hallo,

    danke für die Antwort!
    Ein paar Nachfragen hätte ich noch:
    -Ist Fertan zu Empfehlen? Und muss es wirklich 48 Stunden einwirken? Würde das gerne an einem Tag fertigmachen - will ja rumfahren
    -Muss ich mit der Spraydose grundieren? Hätte noch ein kleines Fass grauer Grundierung zu Hause. Wenn ich die Riefen vom Pinsel wegschleife, müsste es doch aufs Gleiche rauslaufen, oder?
    -Ich dachte immer die Leifalit Lacke sind den Originalen am Besten nachempfunden. Was ist der Unterschied zu denen vom Forenuser (außer der Preis)?
    Keine Ahnung, ich habe mit Rostlöser keine Erfahrung, aber du solltest ihn schon so verwenden wie es draufsteht. Und du solltest die Farbe auch trocknen lassen, die Grundierung vorher natürlich auch. Bei der empfehle ich dir wirklich die aus der Sprüdose, das ist billig und verträgt sich garantiert mit dem Lack. Bestell einfach beides bei Doccolor. Die Vorteile von Doccolors Lack hat dir Toto schon erklärt. Der Mann hat einfach Erfahrung. Du kannst ihm auch deinen Batteriefachdeckel schicken, dann mischt er dir die Farbe exakt an, es kann ja sein, dass dein Lack anders nachgedunkelt ist bei anderen Schwalben .

    mfg
    Albi

  8. #8
    Tankentroster
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    Hi,
    es ist dir doch klar, dass die Farbe von "leifalit" nicht der gleiche Ton ist. Auch die Doc Farbe wird einen anderen Ton haben. Warum, weil deine Schwalbe bereits 30 Jahre auf dem Buckel hat und somit die Farbe durch Sonne, Wind und Wetter ausgebleicht ist. Breits nach 3 Jahren wird eine neue Farbaufbringung in Nuancen anders sein.

    Siehe meinen Beitrag Schwalbe S, da kann man die Unterschiede sehen und ähnlich wird es bei dir aussehen!
    Deshalb bin ich auch immer erstaunt, wenn Schwalben in Orginalfarbe angeboten werden, die sehen nach 30 Jahre aus wie fast "NEU"; ist wohl niemand damit viel gefahren oder????? Naja....

    Normal werden nur 2k Lacke verwendet mit entsprechenden Härter. Bei den Sprühdosen kommt ein anderer Härter hinzu, der nicht dem Härter aus der Spritzpistole gleicht -Grund Verarbeitung-. Dies führt dazu, dass der aufgebrachte Lack (wenn frisch) mit Benzin in Berührung kommt, sich auslöst. Sollte man auch berücksichtigen. So ist es mir ergangen!!!!

    Viele Grüße
    suum cuique - Jedem das Seine - Vorgelserie, S51 C, S53 E, Awo Sport

  9. #9
    Chefkonstrukteur Avatar von Besier
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    Kleiner Tipp meinerseits gegen die Farbtonabweichung:

    Im Globus gab es mal Politur für spezielle Farben, also Schwarz, Blau, Gelb etc. Würde es dann nach dem lackieren mit einer Gelb - Politur probieren. Bei unserem Astra hat es damals prima geklappt (Schweller wurde nachlackiert, Farbe passte nicht ganz) und hat auch noch 2 Jahre danach, beim Verkauf gut ausgesehen.
    Hercules - Stark auf zwei Rädern

  10. #10
    Simsonschrauber Avatar von Jörn
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    Diese "Politur" ist ein Farbwachs, das schummelt nur ein bisschen. Sieht etwas anders aus, aber eigentlich ändert sich nix.

    Hab das hier mit nem roten Auto auch so.

    BTW: In Normalen Sprühdosen ist IMMER 1k Lack (Farbe) drin, soweit ich weiß, ist das generell bei den meisten Farbtönen so. Der Untergrund, der Füller und die Grundierung können 2k sein, genauso wie der Klarlack, der IMMER über einen 1k Farblack drüber muss, um den gegen Umwelteinflüsse (zB Sprit) abzusperren. 1k-Lack bleibt offenporig- das kann sogar dazu führen, das unter der Grundierung verbliebenes Salz aus dem Hautschweiß Wasser durch die Farbschichten aufs Blech durchzieht und dann rostet.

    Also immer ne Grundierung (ruhig auch etwas dicker, das ist die Haftungsgrundlage für den Decklack) verwenden. Diese muss zwar glatt geschliffen werden, funktioniert aber prinzipiell wie ein Schwamm, in den die Farbe einzieht. Um den "Schwamm" dann zu versiegeln und die Poren zu schließen muss dann eine Klarlackschicht aufgebracht werden. Die kann auch in mehreren Schichten erfolgen, muss aber wieder 2k und damit Benzinfest sein.

    Das Zeug gibts aber auch in Sprühdosen. Diese haben dann eine integrierte Härterkartusche, die man vor der Verwendung aktivieren muss. Wird ebenso bei Smart-Repair verwendet. Ich hab damit mein Motorrad lackiert. Das geht ganz gut, ist aber trotzdem nicht mit Lack aus ner Lackierpistole zu vergleichen (Schichtdicke, Druck, Materialauftrag).
    Fährt mittlerweile Habicht, Bj. 1974. Vorher Kr51/1, S50, SR50.

  11. #11
    Chefkonstrukteur Avatar von Besier
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    So teuer ist es aber auch nicht, dem Lackierer das Blech zu geben, dass er grad ein bisschen Klarlack drauf sprüht. Ein Örtlicher Betrieb macht des für ne Kiste Bier.
    Hercules - Stark auf zwei Rädern

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