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Thema: Lack mit Drahtbürste abschleifen?


  1. #1

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    Standard Lack mit Drahtbürste abschleifen?

    Erstmal ein liebes Hallo in die Runde. Echt klasse wie aktiv das Forum hier ist :).

    Ich bin seit gestern Besitzer einer Schwalbe. Motor ist schon zusammen und läuft soweit super außer, dass er ein wenig locker sitzt...

    Zu meiner eigentlichen Frage: Ich möchte die Schwalbe gerne neu lackieren und hole dafür natürlich erstmal den alten Lack runter. Als mein Vater, meine zwei Onkel und ich eben vor der Maschine standen gab es dann reichlich verschiedene Meinungen.

    Geht das mit einem Aufsatz für die Bohrmaschine mit Drahtbürste? Oder zerkratze ich damit zu viel? Oder dann mit Schleifpapier einfach ein wenig hinterhergehen? Teile sind schon alle abgeschraubt.

  2. #2
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Moin

    Tatsächlich gibt es verschiedene Methoden den Lack runterzuholen.
    Ich persönlich schwöre auf Sandstrahlen.
    Ist wesentlich einfacher und gründlicher als alles,
    was man von Hand machen kann, also Bürsten- oder Papierschleifen.

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  3. #3

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    Mhm. Sandstrahlen ist natürlich das non plus ultra und kostet ja dementsprechend auch ein wenig... Da die Teile vom Rostgehalt aber noch wirklich unbefallen sind hätte ich jetzt gedacht,dass Sandstrahlen lassen wäre einfach eine unnötige Mehrausgabe. Aber schon mal vielen lieben Dank. Werde mich in der Hinsicht dann auch nochmal schlau machen :)

  4. #4
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Jaa, wenn kein Rost ist,
    reicht mit 4000er Nass aufschleifen und überlackieren.
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  5. #5
    Museumsdirektor Avatar von Airhead
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    Standard

    Moin!
    Wenn es keinen oder nur wenig Rost gibt ist eine
    Altlackierung eine gute Grundierung. Probleme
    Kann diese aber bereiten wenn sich der neue Lack
    Nicht mit dem alten verträgt. Also eine gute
    Trennschicht zwischen beiden Lacken ist enorm
    Wichtig.

    Mit dem Drahtbürsteaufsatz ist die Geschichte
    Eine Riesen Sauerei. Und der Altlack ist nicht sonderlich
    Gesundheitsfördernd beim Einatmen ( Maske notwendig)
    . Bei falscher Handhabung und verschlissenen Bürste
    Entstehen tiefe Kratzer im Blech. Desweiteren
    Kann man sich mit einer Bürste den Rost ins Blech
    Einmassieren. Dies hat natürlich zur Folge das es unter
    Dem Lack wieder anfängt zu Rosten.

    Strahlen mit Strahlmitteln ist eine "saubere" Sache.
    Sollte der Strahler aber keine Ahnung haben hast du
    Nach dem Strahlen Welliges Blech was viel
    Karosseriearbeit nach sich zieht. Ich würde da einen
    Fachbetrieb aufsuchen. Die werden dich beraten wie und
    Mit welchem Mittel gestrahlt wird. Glasperlen,
    Trockeneis, Wasser, Kunstoff, Nussschalen,.....

    Chemisches Entlacken ist mitunter das schonenste
    Verfahren da das Blech nicht berührt wird.
    Chemische Mittel gibt es auch für Zuhause. Besser
    Ist natürlich auch hier einen Fachbetrieb aufzusuchen.
    Das wäre dann auch die Highendlösung. Chemisches
    Entlacken im Säurebad, Rostschutz durch phosphaierung
    Und danach eine TLG Beschichtung. Anschließend folgt
    Die Lackierung.
    Wer schneller schraubt steht länger in der Werkstatt.

  6. #6
    Zahnradstoßer
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    Die Altlacke sind alle auf Alkydharzbasis, sogenannte Einbrennlacke. Das hat aber mit dem Pulvern nichts zu tun, welches etwa ab 1988 in Suhl eingesetzt wurde. Die Lackschicht wird normal mit der Pistole aufgetragen und bei relativ niedrigen Temparaturen getrocknet, also eingebrannt. Da kannst du mal einen Lackierer fragen, welche Temparaturen in den Lackierkabinen für Nasslacke genohmen werden. Preiswerte Alkyharzlacke kannst du unteranderem auch bei Norma bekommen. Diese sind sogar Benzinresistend.

    Pulverlacke werden elektrostatisch aufgetragen und bei etwa 150-200 Grad (könnte auch höher sein) eingebrannt. Das heißt, das sich das Pulver verflüssigt...

  7. #7

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    So der Lack ist größtenteils ab. Schleifen ging nicht sonderlich gut, da der Vorbesitzer bei seinem Lack auftragen keinen Härter verwendet hatte. So kam es dazu, dass der Lack mit der Verwendung des Schleifrüttler aufweichte und sich vor allem der schon abgesetzte Dreck wieder verklumpte. Dadurch war natürlich klar, dass der erstmal komplett runter muss und mit Anschleifen und den alten Lack als Grundierung zu benutzen keine Option mehr war.

    Meine nächste Idee war mir es zu nutzen zu machen, dass der Härter vergessen wurde: habe daher den Lack mit einem Heizluftfön gelöst. Das ging eigentlich auch ganz gut, war aber nichts gegen den Beizer, der mir dann umsonst gegeben wurde. Mit dem ging das dann richtig gut.

    Mir ist dann aufgefallen, dass die Verkleidung aus Alu ist, was auch den nicht vorhandenen Rost erklärt. Insgesamt ist meine Schwalbe dann jetzt lackierbereit aber ich leider ab morgen im Urlaub.
    Mit dem Lackieren hatte ich mir das jetzt so gedacht, dass ich zunächst die kleinen Kratzer wegpinsel in der späteren Farbe alles lackiere, dann einmal anschleife und dann eine zweite Schicht vom Lack auftrage. Macht das Sinn?

    Danke für die bisherigen Antworten

  8. #8
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Moin

    Ja. wie Airhead schrieb : chemische Entlackung geht ganz gut.
    Also Verdünnung, Abbeize, Säuren...

    Deine Verkleidung ist aus Alu? Das ist ja nun alles andere als alltäglich.
    Hast Du irgendeine Historie dazu? Und ist alles Alu oder nur einzelne Teile?
    So z.B.: "Der Erstbesitzer hat bei Simson an der Presse gearbeitet
    und sich die Teile selbst geformt..."

    So ein paar kleine Kratzer kannst Du natürlich vorher mit Lack füllen
    oder Du nimmst Füller. Abschleifen musst Du so oder so.


    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  9. #9
    Tankentroster
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    Wichtig ist auch eine spezielle Alugrundierung zu verwenden, die Normale hält nicht !!

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