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Thema: Leerlaufluftregulierungsschraube Kr 51/1


  1. #1
    Zündkerzenwechsler
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    Standard Leerlaufluftregulierungsschraube Kr 51/1

    Hallo liebe Schwalbengemeinde,
    da ich keinerlei Vergleichsmöglichkeiten bezüglich Fahrverhalten etc. habe möchte ich dem Forum eine Frage stellen.
    Vorausgesetzt der Schwimmerstand / Kraftstoffhöhe im Vergaser stimmt. Mit welchen Einstellungen / wieviel Umdrehungen fahrt Ihr Eure Leerlaufluftregulierungsschraube am 16N1 5 Vergaser. Bitte nur Antworten für den gebläsegekühlten Motor an der Schwalbe Kr 51/1.Ich möchte so Vergleichswerte bekommen. Ist es sinnvoller das Gemisch eher fett zu fahren oder eher mager.
    Vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten, bzw. die Mühe die Umdrehungen der Leerlaufluftregulierungsschraubezu zählen.
    Viele Grüße Sören

  2. #2
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    Standard

    das kann man so pauschal nicht sagen, nicht zuletzt weil die fertigungstoleranzen und reibungsverhältnisse in jedem motor ein wenig unterschiedlich sind. die buchangabe sind 1-2 umdrehungen raus.
    generell gilt: ist die schieberanschlagsschraube SAS recht weit drin und das standgas hoch, kann die LLLS weiter heraus weil schon mehr benzin durch die hauptdüse kann. dreht man das standgas niedriger, muss die LLLS weiter hereingedreht werden.
    ein fetter leerlauf hat deutlich hörbare zündungen (das zweitakttypische dengdengdeng). magerer leerlauf hat dieses geräusch nicht so stark ausgeprägt. zu magerer leerlauf ist nicht mehr stabil, das moped stirbt nach gewisser zeit ab. ich stelle meinen leerlauf immer so ein:
    * SAS recht weit rein, leerlauf geht hoch
    * LLLS 3-4 Umdrehungen raus, leerlaufgemisch wird mager, moped bleibt aber an weil die SAS soweit drin ist
    * SAS langsam raus drehen bis man merkt dass die kiste verhungert
    * LLLS weiter rein bis es wieder passt, drehzahl geht wieder etwas hoch
    * SAS noch ein stück raus, moped verhungert wieder
    * LLLS weiter rein bis es stabil läuft, aber nicht so weit das es schon wieder fett klingt.
    * letztere schritte so lange wiederholen bis das gewünschte standgasniveau erreicht ist.

    dabei ist zu beachten dass die veränderungen nicht sofort eintreten wenn man an der schraube dreht. es dauert immer eine weile bis das moped den neuen zustand angenommen hat.

    edit: fehler korrigiert, siehe posting von chris weiter unten
    Geändert von moeffi (13.09.2013 um 12:55 Uhr)
    ..shift happens

  3. #3
    Tankentroster Avatar von macgyver
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    Standard

    Bei meiner KR51/1 ist die LLS noch provisorisch auf 0,75 Umdrehungen raus eingestellt. Beim 16N1-5 sagt die Literatur 0,5 - 1 Umdrehung (zumindest wenn's noch ein originaler mit der großen LLS ist, die nicht in so ner Röhre steckt wie beim 16N1-12...), und damit hat mein Moped auch einen stabilen Leerlauf und ein ordentliches Kerzenbild... Wenn Du zu mager fährst, riskierst Du im schlimmsten Fall einen Motorschaden, und wenn Du zu fett fährst, verbraucht das Moped zu viel und Du bist ne Umweltsau .
    Ansonsten ist das Einstellen ja oben perfekt beschrieben...

  4. #4
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Mit der LEERLAUF-Einstellschraube lässt sich auch bei den 16N1-Vergasern das FAHRgemisch nicht so beeinflussen, dass es gleich zu Motorschäden wegen zu mager kommen würde.

    Wenn die Fuhre nicht gut fährt, dann sucht man bei Schwimmer, Teillastnadel, Hauptdüse, und rundum nach Nebenluft oder Verstopfungen.

  5. #5
    Restaurateur Avatar von Schwalbenchris
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    Zitat Zitat von moeffi Beitrag anzeigen
    * SAS recht weit rein, leerlauf geht hoch
    * LLLS 3-4 Umdrehungen raus, leerlaufgemisch wird mager, moped bleibt aber an weil die SAS soweit drin ist
    * SAS langsam raus drehen bis man merkt dass die kiste verhungert
    * LLLS weiter rein bis es wieder passt, drehzahl geht wieder etwas hoch
    * SAS noch ein stück rein, moped verhungert wieder
    * LLLS weiter rein bis es stabil läuft, aber nicht so weit das es schon wieder fett klingt.
    Hi moeffi, sollte hier die SAS nicht ein Stück weiter heraus gedreht werden?

    Grüße,
    Schwalbenchris
    BLECH STATT PLASTIK!

  6. #6
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    in meiner oben gegebenen beschreibung komme ich ja sozusagen "von oben". das heißt, je weiter die SAS reingeschraubt ist, desto höher ist pauschal der leerlauf und desto kleiner der einfluss der LLLS.
    je weiter man die SAS nun heraus nimmt, desto kritischer wird die LLLS einstellung. ausserdem muss die LLLS immer weiter rein um das gemisch wieder anzufetten, weil durch herausnehmen der SAS die hauptdüse weniger liefert.

    ich persönlich finde es so einfacher, eine gute einstellung zu finden als mit der üblichen empfehlung. dort wird die SAS soweit herein gedreht, bis die fuhre läuft, dann die LLLS verstellt (die womöglich kaum noch einfluss hat weil die SAS so weit drin ist) und dann einfach pauschal die SAS wieder raus genommen bis die gewünschte drehzahl erreicht ist. dabei wird aber unterschlagen, dass die wirkung der LLLS mit der stellung der SAS zusammenhängt.

    edit: JETZT sehe ich erst, dass ich mich tatsächlich im eifer des gefechts vertippt habe und du recht hast
    ..shift happens

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