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Thema: Lenkereinschlag in Kurvenfahrten


  1. #1
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Standard Lenkereinschlag in Kurvenfahrten

    Nabend Zweiradfahrer,

    Seit längerem knoble ich von Zeit zu Zeit an einem (vielleicht) banalem mechanischem Problem (klar, woran sonst, bin ja Elektriker... ):

    Wie dem Einen oder Anderen schon aufgefallen ist oder sein sollte, lenkt man bei dem Beginn einer (zB) Rechtskurve zunächst nach links, um das Moped nach rechts zu kippen . Wird bei Schräglage des Möps in dieser Kurve diese enger, muß der Lenker mit Kraft weiter nach links gedrückt (gelenkt) werden, um die Kurve durchfahren zu können.

    Meine Frage:
    Ist es grundsätzlich so, dass zB. in Rechtskurven in der Schräglage des Zweirades die Lenkung leicht nach links zeigt ? Dieses wäre meine Interpretation einer Kurvenfahrt.

    Gruß Harald

  2. #2
    Tankentroster Avatar von Wille
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    Bei 2rädern aufgrund der Fliehkraft schon

    Bei Gespannen weiß ich aus Erfahrung (wie du bestimmt auch Harald) das es umgekehrt ist

    Also in der rechtskurve ziehen ich den Lenker nach rechts (beim gespann)
    Beim 2 Rad drücke ich den Lenker nach links

  3. #3
    Tankentroster Avatar von DreXpunK
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    Hm klingt interessant, ist mir irgendwie noch nie so aufgefallen das ich den Lenker nach links drücke. Muss ich mal drauf achten.

    Lenk sonst meine Schwalbe immer mit meinem Hintern und ein wenig Gewichtsverlagerung. Müsste dabei dann ja auch nach links lenken, unbewusst oder?

    LG
    Pascal

  4. #4
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    ´n Abend, net-harry,

    was sind denn das für Gedankengänge . Ich habe mich damit noch nie beschäftigt, aber soviel weiß ich als Auch-Fahrradfahrer, der gerne mal freihändig fährt (auch um Kurven!). dass das Vorderrad bei mir immer in die gefahrene Richtung einschlägt. Auch wenn ich das Fahrrad am Sattel anfasse, und es um eine Kurve schiebe, geht das Vorderrrad in die Kurvenrichtung. Soll die Kurve enger werden, muss ich allerdings das Fahrrad wieder mehr aufrichten, damit der Lenker wieder mehr in die Kurve einschlagen kann (wenn und weil ich nicht direkt am Lenker ziehe). Das könnte das Geheimnis sein. In echter Fahrt muss man sich aufgrund der Fliehkräfte stärker in die Kurve legen, während aufgrund des Geradeauslaufs, der Schrägstellung der Gabel usw. das Vorderrrad das nicht von alleine macht. Man muss also am Lenker ziehen, um das Rad noch weiter rumzubekommen. Aber doch nicht in die Gegenrichtung!
    Das wäre zumindest meine vorläufige Meinung, ich werde das mal beobachten.

    Gruß, Matthias

  5. #5
    Simsonschrauber Avatar von Martin541/1
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    Harry, die Theorie stimmt so. Wenn du den Lenker nach links drückst, legt sich das Moped nach links in die Kurve, hab ich auch schon beobachtet. Weshalb das nun so ist und ob es da Unterschiede bei verschiedenen Fahrwerkskonstruktionen gibt (Telegabel, Schwinge) weiss ich nicht, da ich um solche Untersuchungen durchführeun zu können nur ausreichend Kilometer auf der Schwalbe hab

  6. #6
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Kinners.... nie in der Fahrschule gewesen? :wink:

  7. #7
    Kettenblattschleifer Avatar von junktschep
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    moment da hatte ich doch was...

    .
    .
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    .
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    ..ah ja hier. unter den ganzen (bisher) unbezahlten rechnungen...(off topic)

    Motorrad fahren - gut und sicher

    Das Heft ist super, es lag mal einer Louis-Bestellung bei.

    Ab Seite 16 wirds beschrieben. Stichwort Einlenkimpuls

    grüße vom Tschep

  8. #8
    Museumsdirektor Avatar von Airhead
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    Standard Re: Lenkereinschlag in Kurvenfahrten

    Zitat Zitat von net-harry
    Meine Frage:
    Ist es grundsätzlich so, dass zB. in Rechtskurven in der Schräglage des Zweirades die Lenkung leicht nach links zeigt ? Dieses wäre meine Interpretation einer Kurvenfahrt.
    Gruß Harald
    Schwieriges Thema. Da spielt noch das ein oder andere mehr eine Rolle.
    Du kannst auch eine Kurve ohne das du den Lenker einschlägst (naja fast).
    In langsam gefahrenen Kurven steht das Vorderrad immer gerader (zu senkrechten zur Straße) als das Hinterrad. (Dies kann man auch an den "Angststreifen" erkennen) . In schnell gefahrenen Kurven (langezogenen) bzw. mit viel Schräglage wird das Rad auch weniger eingeschlagen steht bei der Kurvenfahrt aber eher mit dem Hinterrad in einer Line . Die Ausnutzung der vollen breite des Vorderrades brauch Fliegkraft und Schräglage.

    Dazu kommen noch Sachen hinzu wie Reifenbauart, Größe, Felgengröße, die kombinaton von beidem auf Vorder und Hinterrad, Radstand, Schwerpunkt, Nachlauf,......................... ..............
    Pauschal kann man es aber nicht sagen.

  9. #9
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Moin,
    Zitat Zitat von junktschep
    Diese Broschüre ist wirklich sehr aufschlussreich...auf Seite 19 wird es sehr schön dargestellt. Die Lenkung ist, wenn auch wenig, immer in Kurvenrichtung eingeschlagen, umso weniger, je höher die Neigung des Mopeds ist. Nur der anfängliche "Lenkimpuls" geht in die andere Richtung.



    Danke für den Link, Tschep.

    Harald

  10. #10
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Danach gibt es 2 Möglichkeiten, den Einlenkimpuls herbeizuführen. Entweder tatsächlich durch kurzes Gegenlenken oder durch Gewichtsverlagerung oder auch beides zusammen. Ich denke, je schwerer die Maschine und je höher die Geschwindigkeit, desto mehr ist man auf den Gegenlenkimpuls angewiesen, weil die bloße Körpergewichtsverlagerung die Maschine nicht schnell genug in die benötigte Schräglage bringen würde, das ist einzusehen. Auf ´ner Simme und bei langsamer Geschwindigkeit macht man das vielleicht doch bloß mit dem Körper, bzw. jeder hat - völlig unbewusst - seine eigene Technik. Generell, weil das ja die Frage war, lässt es sich daher wohl gar nicht beantworten.

  11. #11
    Zahnradstoßer
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    so ein gehimnis ist das mit dem lenkimpuls aber nicht. in ner ordentlichen fahrschule kriegt man das schon in der theorie beigebracht.

  12. #12
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Das überraschende daran ist, dass viele den Vorgang beim Radfahren schon so verinnerlicht haben, dass sie ihn nicht mehr wahrnehmen und nicht darüber nachdenken. :wink:

  13. #13
    Simsonschrauber Avatar von Martin541/1
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    Zitat Zitat von biker_max
    so ein gehimnis ist das mit dem lenkimpuls aber nicht. in ner ordentlichen fahrschule kriegt man das schon in der theorie beigebracht.
    Korrekt, aber nur, wenn man auch nen A-Schein gemacht hat. So ne arme Schülerwurst wie ich gurkt mit Klasse B und M rum, da macht sich über Kurventheorie keiner so wirkliche Gedanken, egal wie gut deine Fahrschule ist :wink:

  14. #14
    Restaurateur Avatar von Macschwalbe
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    Zumal man mit einem Fahrschul M Klasse Roller allá Piaggio Schlagmichtot eh keine Kurven fahren kann :wink: so globig wie die tollen Plastikroller sind... aber das leichte Gegenlenken mach ich auch von selber aber nur in scharfen Kurven...

  15. #15
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Beim Speedway-Rennen ist der Lenkeinschlag tatsächlich gegen die Kurvenrichtung . Aber nur, weil die auf Sand soviel Gas geben, dass das Hinterrad voll übersteuert, was ja auf dem Asphalt Gott sei Dank nicht so ist.
    Und ich überlege mir gerade anlässlich dieses Artikels oben, ob man mit breiten Reifen, die ja zu stärkerer Schräglage nötigen, weniger Geschwindigkeitsreseven in der Kurve hat. Eigentlich nicht, oder?
    Und ob ein hoher Schwerpunkt in Kurvenlage und bei Bodenwellen das Zweirad instabiler macht?

    Gruß, Matthias

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