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Thema: Luftberuhigungskasten


  1. #1
    Tankentroster
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    Standard Luftberuhigungskasten

    Hallo,
    ich benötige mal eure Hilfe. Ich habe erstmalig den Vergaser abgebaut und damit auch den dicken Gummi. Bei diesem die Schelle gelöst und hatte dann diesen großen Trichter mit den Teilen lose. Dieser Blech-Trichter saß auf dem Rohr, welches von dem Luftkasten kommt.

    Meine Frage, war dieser nur aufgeschoben oder war der irgendwie befestigt. Wenn der nur auf dem Rohr aufgeschoben war, zieht der denn nicht Nebenluft?????? Oder war diese Teil mit einem Schweißpunkt arretiert???????

    Wie bekommt man den Luftkasten nach unter weggezogen?????


    Wäre für die Hilf dankbar! Viele Grüße

  2. #2
    Chefkonstrukteur
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    Standard

    Der Trichter sollte eigentlich fest sein, bricht aber sehr gern ab.

    Den Luftberuhigungskasten kann man nicht ausbauen, man kann nur die Schwalbe rundherum entfernen, bis der Luftberuhigungskasten am Ende übrig bleibt
    Schwalbe mit Alarmanlage? --> http://bit.ly/VKh4rI (geht wieder!)

  3. #3
    TO
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    Restaurateur Avatar von TO
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    Wenn der nur auf dem Rohr aufgeschoben war, zieht der denn nicht Nebenluft??????
    Das ist keine Nebenluft in dem Sinne weil die dort angesaugte Luft ja noch durch den Vergaser muss. Schädliche Nebenluft wird nach dem Vergaser angesaugt, z. Bsp.am Vergaserflansch oder an den Wellendichtringen.

    Die Trichter sind angepunktet und schon mal lose. Das ist ungünstig weil man dann das Gummiteil nur schlecht montieren kann. Und zum Ausbau des Luftberuhigungskastens muss man den Motor und die Hinterradschwinge ausbauen.

    Über die dort angesaugte Luft würde ich mir keine Gedanken machen. Bei den meisten ist an dieser Stelle eine Undichtigkeit. Auch dort wo der Blechtrichter noch fest ist. Das liegt an der Konstruktion, wurde über viele Jahre so gebaut und in Kauf genommen.

  4. #4
    Zahnradstoßer Avatar von Olaf1969
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    Mit Bremsenreiniger entfetten/sauber machen, dann Pattex-Powerknete besorgen, Trichter auf dem Rohr in Position bringen und mit Extra-Paar Hände eine Wurst Powerknete zurechtkneten und drum herum andrücken. Nach 5 Minuten ist das Steinhart und es hält definitiv DICHT !!! (Endfest nach 24 Stunden - Danach eine Schicht Gauer Lack drüber und es schaut aus wie neu!)

    Klar - wer es Original mag nimmt das Blechkleid ab, baut die hintere Schwinge aus, nimmt den Tank raus, entfernt den Motor, biegt das Sicherungsblech auf, Schraubt die beiden Schrauben die den Beruhigungskasten halten heraus und punktet/lötet nach Entlacken und Saubermachen den Trichter dann wieder an. Zusammenbau erfolgt in entgegengesetzter Richtung...

    ("Kleinigkeiten" wie Motorabdeckungen demontieren, Kette öffnen, Kettenritzel abmontieren, Radjustage, etc habe ich einfach mal beiseite gelassen... Kurzum: Zerlegen sollten nur die Simson-Besitzer die GUT schrauben können !!! Ist nix für Unbegabte bzw 2 x Linkshänder Zwinkergrins Oder: Wenn hinterher das Hinterrad eiert hat man die Justierung vergessen oder etwas falsch zusammengeschraubt)

    Wem Pattex-Powerknete zu teuer ist: Gibt es auch als Noname auf dem Flohmarkt für einen Euro. Über die Qualität kann ich nix sagen da ich auf das Original setze...

    Cheers
    =/\= ...see us out there... =/\=

  5. #5
    Chefkonstrukteur
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    Bei mir ist der Trichter auch lose, und ich habe schon einen neuen gepulverten Luftberuhigungskasten samt festgeschweisstem Trichter im Regal liegen - seit ungefähr einem Jahr. Mir fehlt einfach Zeit und Lust, das halbe Moped zu zerlegen um diesen Trichter wieder zu befestigen

    Powerknete u.ä. stellen meiner Meinung nach ein akzeptables Provisorium dar. Evtl reicht es auch schon, den Trichter an der Gummimuffe zu befestigen und dann einfach auf das Rohr zu stülpen ohne weiter abzudichten.

    Übrigens ist Luft, die irgendwo vor dem Vergaser angesaugt wird, genauso schlecht wie Luft die nach dem Vergaser angesaugt wird - sonst könnte man sich die Ansauganlage ja auch schenken.
    Schwalbe mit Alarmanlage? --> http://bit.ly/VKh4rI (geht wieder!)

  6. #6
    Tankentroster Avatar von lars l.
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    ich hatte das auch schon mal bei einer Schwalbe von mir. Was kleben an geht, habe ich keine Erfahrungen, aber ich befürchte der beste Kleber ist nach zwei Jahren nicht mehr zu gebrauchen.

    Ich hab es folgender maßen gemacht. ich hab dem Panzer und den Tank aus gebaut ( Den Tank vor allem zur Sicherheit), Dann habe ich den Trichter wieder fest angeschweißt. Das hält auf jeden Fall und ist auch nicht so ein großer Arbeitsaufwand

  7. #7
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Original ist der Trichter mit zwei Punkten von außen "fest" und durch den Lack "dicht".

    Wenn er abgefallen ist, kann man ihn von innen am Rohrende mit drei Punkten kippsicher festschweißen, und dann ebenfalls von innen rund um das Rohrende mit dauerelastischem Silikon wirklich dicht abschließen.

    Dazu muss man gar nichts zerlegen; Batterie und Zündelektronik bzw. Unterbrecherkabel sollte man dazu abklemmen.

  8. #8
    Simsonschrauber Avatar von Jörn
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    Meiner war zwar noch fest, aber undicht. Ich hab den außen ordentlich mit selbstverschweißenden Klebeband umwickelt, nun ist er wieder richtig dicht.
    Fährt mittlerweile Habicht, Bj. 1974. Vorher Kr51/1, S50, SR50.

  9. #9
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    also das ausbauen is garnicht mal so schwierig, aber nervig...panzer ab, hinterrad raus kette ab, schwinge ab und dann irgendwie an die zwei meist eingegammelten schrauben kommen... ich hab meine auch wieder geschweißt, aber man brennt sehr schnell löcher in den DDR stahl..

  10. #10
    Schwarzfahrer Avatar von Kanesworld666
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    Zitat Zitat von damaltor Beitrag anzeigen

    Übrigens ist Luft, die irgendwo vor dem Vergaser angesaugt wird, genauso schlecht wie Luft die nach dem Vergaser angesaugt wird - sonst könnte man sich die Ansauganlage ja auch schenken.
    Nicht zu vergessen das die Nebenluft ungefiltert ist. Ist jetzt wahrscheinlich nicht so tragisch, da vorm Vergasen noch ein Luftfilter sitzt aber der "Dreck" bleibt halt im Luftberuhigungskasten bzw. im zweiten Luftfilter.

    Wichtig, meiner Ansicht nach, ist der Korrosionsschutz im Rohr/Kasten nach dem Schweißen.

    MfG

  11. #11
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Der Korrosionsschutz ergibt sich von ganz allein. Das durch den Vergaser pulsierende Gemisch sorgt für einen ständigen feinen Ölnebel.

    Und ja, Undichtigkeiten an diesem Kasten machen Ärger in der Gemischaufbereitung. Ich hatte mal nur einen durchgeschossenen Schweißpunkt dort, und der hat schon für richtig lästige Abmagerung gesorgt.

  12. #12
    Tankentroster
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    Hallo,
    den Kasten raus zu bekommen, geht wirklich nur über den Ausbau des Motors, der Schwinge ect. In einer halben Stunde war die Arbeit getan. Richtig, der Trichter ist nur mit zwei Schweißpunkten (Abstand 180 Grad) am Kasten verschweißt. Die Punktschweißung scheint nicht optimal gewesen zu sein, die Verbindung war nur quasi geklebt, also zuwenig Schweißstrom oder auf das grundierten Blech gepunktet.

    Ich werde diesen mit 4 Punkten verschweißen, den Rand des Trichters bei drücken (ist ja nur 1/10tel) und dann Lackieren. Der Lack sollte für Dichtigkeit sorgen!!!

    Also wenn einer eine Total restaurierte Schwalbe kauft, der sollte auf einen sauberen Luftberuhigungskasten schauen und den Zwischenraum von diesem zum Rahmen. Wenn es hier dreckig ist, dann war Fusch am Werk. Nur so..............

    Aber besten Dank für die Hilfe!!!!!

    Wünsche allen schöne Weihnachten!!!!!!!

  13. #13
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    Eines der Probleme an diesem Trichter ist auch, dass nur zwei Punkte verwendet wurden, die sich genau gegenüberliegen. So wirken sie wie ein Gelenk, an dem der Trichter relativ zum Rohr geknickt werden kann. Wenn man dann den Vergaser ein- und ausbaut und dafür an der Gummimuffe rumdrückt, sind die Punkte schnell gebrochen. Dieses Problem hätte sich mit einem dritten Schweißpunkt, also alle 120° einer, so gut wie vollständig vermeiden lassen.
    Schwalbe mit Alarmanlage? --> http://bit.ly/VKh4rI (geht wieder!)

  14. #14

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    Der Fred ist zwar schon etwas älter, aber da ich bei genau dem Problem an meiner Schwalbe drauf gestoßen bin, hier mal für alle meine Lösung:

    Motor war eh raus wegen Regenerierung. Die 2 Schrauben lösen, Hinterrad ausgebaut und Schwinge nach unten gedrückt. Schon hatte ich den Kasten in der Hand.

    Dann hab ich alles entfettet, mit Pattex 2-Komponenten Epoxikleber das Rohr eingestrichen (UHU-Plus ist das Gleiche), Trichter im richtigen Winkel aufgesetzt und dann um die Naht herum dicht gestrichen. Nach dem trocknen hab ich den ganzen Kasten noch mit schwarzem Hammerit gestrichen.

    Der ist dicht und der Trichter geht garantiert nie mehr ab!
    Geändert von Schwalbenmicha (20.05.2012 um 23:10 Uhr)

  15. #15
    Simsonschrauber Avatar von Jörn
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    Um den nur wieder zu befestigen im eingebauten Zustand könnte man auchn Loch bohren und ne Poppniete durchschießen. Als Provisorium sicher besser als "nur" Knete.
    Fährt mittlerweile Habicht, Bj. 1974. Vorher Kr51/1, S50, SR50.

  16. #16
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Zitat Zitat von TO Beitrag anzeigen
    Das ist keine Nebenluft in dem Sinne weil die dort angesaugte Luft ja noch durch den Vergaser muss. Schädliche Nebenluft wird nach dem Vergaser angesaugt, z. Bsp.am Vergaserflansch oder an den Wellendichtringen.
    Das ist so nicht richtig. Schwalben mit Undichtigkeiten im Ansaugtrakt laufen auch zu mager, vor allem die /1 - alles ab Luftfilter steht unter Unterdruck. Bei Undichtigkeiten ist der geschwächt, das Gemisch magert vor allem bei Volllast deutlich ab, es entsteht ein Ruckeln wie bei Zündaussetzern.

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