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Thema: M53/1 Frage zur Montage


  1. #1
    Flugschüler Avatar von KielerSchwalbe
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    Standard M53/1 Frage zur Montage

    Moinsen!

    Folgendes Problem:

    Nach der Regeneration des M53/1-Motors hab ich gestern 500ml Getriebeöl aufgefüllt und wollt heut mal sehen, ob der Motor dicht hält.

    Tut er leider nicht. Und zwar leckt etwas Öl zwischen Hohlschaltwelle und neuer Kickstarterwelle (also nicht zwischen Hohlwelle und Simmerring - der hält dicht!). Ich hab jetzt auch keinerlei O-Ring wie beim M5x1 verbaut - von Haus aus scheint dort eh keinerlei Dichtung reinzugehören.

    Leckt das nun an der Stelle weil der Motor "schräger" steht als im eingebauten Zustand in der Schwalbe?



    Und noch was anderes (wenn ich schonmal dabie bin :wink:):

    Ich hatte ein Düsen-Reperaturkit von MZA für den 16N1-5 Vergaser irgendwann mal gekauft. Heute beim Einbau in den Vergaser fiel mir auf, dass die neue Nadeldüse in diesem Set eine 215er mit nur 2 Bohrungen ist. Im Vergaser war eine mit 4 Bohrungen drin und wenn ich richtig informiert bin, dann gehört die da auch korrekterweise rein.
    War dieser Reperatursatz nun zufällig falsch oder verkauft MZA diesen "Fehler" von Haus aus? Vielleicht schonmal jemandem aufgefallen? X(

    Gruss,
    KielerSchwalbe

  2. #2
    Chefkonstrukteur Avatar von southpole
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    Das mit dem Ölaustritt dort beim M53 ist normal, wenn eben zu viel Öl drin ist oder wie gesagt schräg steht. Zwischen den Kettenschläuchen ist auch eine Ölkontrollschraube über die man überschüssiges Öl ablassen kann (Motor sollte dann natürlich gerade stehen)

  3. #3
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Ich schau mal heute Abend nach (wenn ich dran denke), ob der 16N1-5 zwei oder vier Korrekturluftbohrungen in der Nadeldüse haben muß.
    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass mancher MZA-Mitarbeiter solche Details und Feinheiten garnicht mehr kennt und für den Düse gleich Düse ist. Dann schickt der schon mal den falschen Mist los und der Kunde draußen wundert sich, warum seine Mistkarre nicht über die 65 km/h hinauskommt.

    Bau den Motor mit den 500 ml Öl drin ruhig ein. Was zuviel drin ist fließt dann schon genau dort an der von dir beschriebenen Stelle raus. Originale Kickstarterwellen haben dort an der Hohlschaltwelle eine Schräge (etwa 1 cm breiter, schräger Freistich) angedreht, die verhindern soll, dass das Getriebeöl an der Kickstarterwelle entlang nach außen fließen kann. Dadurch tropft das Öl schon dort, noch innerhalb des Getriebes wieder von der Welle nach unten ab. Nachbauwellen aus China (oder sonst wo her) haben das manchmal nicht, weil der schlitzäugige Wanderarbeiter in Peking das nicht kennt und es ihm auch kein deutscher Ingenieur gesagt hat.

  4. #4
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    So, ich habe gerade nachgesehen.
    Die 215'er Nadeldüse des Schwalbevergasers 16N1-5 hat 4 Bohrungen mit 0,6 mm Durchmesser, ebenso wie die Vergaser 16N1-3, 16N1-6 und 16N1-12.
    MZA hat dir also das falsche Zeug zusammengepackt.
    Nur zwei Bohrungen mit je 0,8 mm Durchmesser hat die 215'er Nadeldüse bei den Vergasern 16N1-8 und 16N1-11.

  5. #5
    Flugschüler Avatar von KielerSchwalbe
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    Moin!

    Vielen Dank für die Antworten. Bin erleichtert, da ich selbst keine Fehlerquelle für das Ölaustreten ausmachen konnte.

    Ausser halt, dass der Motoreningineur des M53 scheinbar seinen Beruf völlig verfehlt hat. Wie kann man denn bitteschön so eine Öffnung nach aussen offen lassen. Das muss doch wenn nicht längst bei der Planung, dann doch spätestens beim Prototypen auffallen. Unglaublich.
    Kann ja nicht Sinn der Sache sein, dass bei Regen am Kickstarter das Wasser einfach so in die Kupplung und ins Getriebe laufen kann. Ganz zu schweigen vom Dreck der Schuhe beim Ankicken usw.. X(


    Ach ja - Danke auch für die Klärung mit den Nadeldüsenbohrungen. Ich hab auch die alte Nadeldüse mit den 4 Bohrungen drinnengelassen. Also ein Fehler hier von MZA-Seite. Da es niemand sonst auffgefallen ist wohl auch nur ein einmaliges Versehen.

    Gruss,
    KielerSchwalbe

  6. #6
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Na ja, gemerkt hat man das wohl schon, dass die Abdichtung dort an der Kickerwelle nicht so optimal war und hat es bei der Motorenbaureihe M501 mit dem O-Ring auf der Welle besser gemacht. Wenn man einen solchen O-Ring aber nachträglich auf die Kickstarterwelle des M53 gemacht hätte, dann wäre die dort am Einstich geschwächt wurden und beim kräftigen Ankicken aufgrund des geringeren Wellendurchmessers dort abgeschert. Bei den M501 Motoren hat man die Welle deshalb dort dann stärker gestaltet.

    Wenn deine Kickstarterwelle nicht verbogen ist, der Simmering dicht ist und der Ölstand halbwegs stimmt, dann sollte da aber trotzdem kaum Öl austreten, weil das Öl, das doch zwischen Hohlwelle und Kickerwelle gelangt ist, durch das kleine Loch an der Unterseite der Hohlschaltwelle wieder zurück in das Getriebe fließen kann.

  7. #7
    Flugschüler Avatar von KielerSchwalbe
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    O.K. - du willst den Konstrukteur unbedingt verteidigen... :wink:
    Dann einigen wir uns drauf, dass diese Ölaustrittsstelle die ultimative "Seitenständer-an-Schwalbe-Anbringungsverhinderung" ist.


    Ich hab da noch ne Frage (muss ja nicht unbedingt nen neuen Thread dafür aufmachen):

    Ist auf der Welle zum Kupplungshebel oben unter der Feder im Originalzustand beim M53/1 eine Dichtung drauf?

    Gruss,
    KielerSchwalbe

  8. #8
    Chefkonstrukteur Avatar von southpole
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    nö.. nur so eine "Plastikabdeckhülse"

  9. #9
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Auf der Welle ist innen in einer Nut ein schwarzer O-Ring aus Gummi, der die Welle gegen die Plastikbuchse abdichtet.

  10. #10
    Simsonfreund
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    Hallo Kieler Schwalbe,

    du kannst Probleme haben mit den Seitenständerverhinderungdkonstrukteuren, grabe sie aus und beschwere dich.
    Überleg mal wann der Motor entwickelt wurde und baue den Auspuff mal an, da haben sie gleich doppelt den Seitenständer verhindert.

    Zu den falschen Nadeldüsen früher im Düsenset 1-5 von MZA wurde bemerkt und abgestellt, jetzt packen die Taiwanesen die richtige mit 4 Querbohrungen rein.

    Dafür werden dann in den neuen MZA Nachbauvergasern 16N1-5 Nadeldüsen mit 2 Querbohrungen verbaut.

    Immer cool bleiben und die Dinge so nehmen wie sie sind und das beste draus machen.
    Heute gibt es sogar Zweiräder ohne Hauptständer, richtig reparaturfreundlich und die Konstrukteure leben noch.

    Gruß
    schrauberwelt

  11. #11
    Flugschüler Avatar von KielerSchwalbe
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    @Schrauberwelt:

    Also die Sache mit dem Seitenständer war nicht ernsthaft gemeint...

    Es ging mir nur darum, dass diese ganze Kickstarterkonstruktion beim M53 Mist ist. Und dass es beim Prüfen der Prototypen sofort auffallen muss.
    Wenn ich den Kickstarter im Jahr 1000mal kicke, dann muss das unter Testbedingungen doch den zigfachen Wert in einer Woche haben. Da kann mir keiner erzählen, dass abgenutzte Kickstarterzähne und eine "undichte" Stelle dort nicht protokolliert werden.

    Aber lassen wir das Thema - wir müssen es eh so nehmen wie es ist.

    @Dummschwätzer:

    Ich glaub so einen O-Ring hat ich da nicht drauf - ich werde mal nachgucken. Danke!

    Gruss,
    KielerSchwalbe

  12. #12
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Hat der Schlamassel nicht erst mit der Umkonstruktion des Motors auf Fußschaltung angefangen?

  13. #13
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    KielerSchwalbe, schau mal hier auf die Kupplungsteile.
    Da ist das Teil Nr. 6 der besagte Rundring und der sitzt bei der Welle (Teil 9) in der Nut fast am oberen Ende.


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