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Thema: Mitteldichtung undicht


  1. #1
    Tankentroster
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    Standard Mitteldichtung undicht

    Moin! Der Motor meiner frisch gehökerten S51scheint undicht zu sein. Das alte Öl war schaumig und milchig, also eingedrungenes Wasser. Das neue dringt miitig unter dem Vergaser aus (da wo bei Simmen eh fast immer ne Pfütze ist), sobald der Motor warm wird. Die Mitteldichtung steht etwas über und sieht stark gequetscht aus. An der Unterseite ist der Motor aber dicht
    Gibt es die Möglichkeit einer Neuabdichtung (mit Dichtmittel), ohne den Motor komplett spalten zu müssen? Da der Motor so oder so irgendwann demnächst regeneriert wird, würde mir auch eine provisorische Lösung erst mal reichen, wenn sie dann ein paar Monate hält
    Ich stelle mir vor, die beiden Gehäusehäften leicht auseinander zu ziehen und dann ein geeignetes Dichtmittel dazwischen zu schmieren..
    Eine Beschädigung an der Mitteldichtung ist von außen nicht erkennbar.

    Falls machbar, welches Dichtmittel?

    Gruß shanty

    PS Der Vorbesitzer hat sämtliche Schrauben brutal fest geballert (selbst die Schrauben des Limadeckels, die Ablassschraube und die Ölkontrollschraube).
    Dafür hat er aber gern mal ne Dichtung weggelassen (Ölablassschraube).

  2. #2
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Standard

    hi shanty,
    bist du sicher, dass das öl aus der mitteldichtung kommt? immerhin kommt dort oben außer spritzöl nichts hin. sicher, dass es nicht verdunstetes benzin aus dem vergaser ist und du nur die ölrückstände siehst?

    aber selbst wenn es dort oben undicht ist, würde ich nicht den motor "anspalten". damit zerstörst du dir definitiv deine mitteldichtung.

    wenn der vorbesitzer so brutal am werk war, wird sicher auch ein nachziehen der gehäuseschrauben nicht helfen. ich zweifle jedoch immer noch daran, dass es getriebeöl ist.

    ein geeignetes dichtmittel ist übrigens dauerelastisches hylomar. das ist öl und benzinfest. allerdings kann man damit auch nicht von außen wirklich gut abdichten. auf einen versuch kommt es jedoch an. mach die oberfläche komplett fettfrei und schmier hylomar als schicht darüber. wenn du glück hast, hält es 2-3 monate.

    gruß aus kiel

  3. #3
    Tankentroster
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    Standard

    Danke für die schnelle Antwort, totoking!
    Das Öl, das ich auf dem Motorblock finde, riecht nach Getriebeöl. Bei den vorherrschenden kalten Temperaturen ist das wohl auch nicht so doll mit der Kraftstoffverdunstung zur Zeit. Wenn ich vor der Fahrt die Pfütze beseitige und diese nach 10 Minuten Fahrt wieder vorhanden ist (der Vergaser ist aber trocken)), fällt mir halt nur das Getriebeeöl ein. Irgendwo muß ja auch das Wasser eingedrungen sein. Wie das Öl so hoch kommen kann, ist mir auch schleierhaft. Allerdings stelle ich mir mal laienhaft einfach so vor, dass die Suppe da ganz schön am rumplatschen ist, wenn Motor und Getriebe voll in Action sind, und somit auch die Oberseite des Gehäuses erreicht.
    Macht ein Nebenlufttest an dieser Stelle Sinn, bzw. gibt er Hinweise auf die Dichtigkeit der Gehäuseoberseite?
    Ansonsten werde ich deinen Tipp mal umsetzen. Kost ja nix an Geld und Aufwand

  4. #4
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Macht ein Nebenlufttest an dieser Stelle Sinn, bzw. gibt er Hinweise auf die Dichtigkeit der Gehäuseoberseite?
    nein, ein nebenlufttest bringt an dieser stelle nichts. das getriebe ist nicht mit dem verbrennungsraum verbunden, darum merkt man dort keine drehzahlveränderungen.

    zusätzlich kannst du doch mal testen, was passiert, wenn du während der fahrt den vergaser mit einer plastiktüte abdichtest. ist dann immer noch öl auf der oberfläache?

    sieht zwar vielleicht scheiße aus, mit ner alditüte als vergaser zu fahren aber du kannst dir dann wenigstens sicher sein.

    oder kommt es gar aus deinem vergaserfuß?

    gruß sirko

  5. #5
    Tankentroster
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    Werd morgen mal diesen Hardcore Versuch auf mich nehmen (Die zweite Aldi Tüte werd ich mir über den Kopf stülpen...!)
    Möchte aber noch dazu bemerken, dass die Schleuder von der ersten Sekunde an nur schwächlich lief. Laut ebay Verkäufer lag das allerdings an meinem Versagen, den Choke permanent gezogen zu halten (Anspingen tut sie auf Schlag ohne Choke!). Spätere Tests jedoch ergaben, dass auch nach mehreren Minuten Betrieb eine akzeptable Motorleistung, wenn überhaupt, nur mit voll gezogenem Choke erreichbar war. Sagt das uns irgendwas??

  6. #6
    Chefkonstrukteur Avatar von experimentator
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    Das sagt uns wahrscheinlich Hauptdüse verstopft, allerdings kann es auch mit der Mitteldichtung was sein.
    Ich hatte mal den seltenen Fall, das die Mitteldichtung genau dort etwas undicht war wo sie das Kurbelgehäuse abdichtet.
    Die Schwalbe fuhr immer schlechter bis sie gar keinen Mucks mehr tat.
    Habe das nur durch Zufall bemerkt, als ich nach unendlichen Reparaturversuchen die Wanne unter dem Vergaser mit Sprit geflutet hatte (Ablaufloch war verstopft) als ich kickte blubberte es aus der defekten Stelle raus...

    mfg Gert

  7. #7
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Um die Mitteldichtung zu prüfen , schraubst Du die Öleinfüllöffnung ab , und sprühst Startpilot in die Öffnung , bei laufenden Motor , geht der Motor aus , ist die Dichtung kaputt , und die Gehäusehälften sind verzogen , da hilft dann nur planen .
    mfg
    Immer schön den Auspuff freihalten

  8. #8

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    hey gert,
    ich habe das selbe problem mit der undichten mitteldichtung beim Kurbelgehäuse... was hast du nun dagegen gemacht ???
    mfg

  9. #9
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Ist doch einfach , den Motor spalten , neu abdichten , wieder zusammensetzen
    Immer schön den Auspuff freihalten

  10. #10

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    Standard

    muss ich da i-was beachten, weil ich habe mal gehört man muss die gehäusehälften auf ca. 100° C erhitzen, damit sich das Metall ausdehnt ...

    ... also kann ich die schrauben hinter der zündanlage einfach rausdrehen und die hälften trennen ??

    mfg lukas

  11. #11
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Rossi
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    Zitat Zitat von simson85 Beitrag anzeigen
    muss ich da i-was beachten, weil ich habe mal gehört man muss die gehäusehälften auf ca. 100° C erhitzen, damit sich das Metall ausdehnt ...

    ... also kann ich die schrauben hinter der zündanlage einfach rausdrehen und die hälften trennen ??

    mfg lukas
    Hi,

    zum trennen ohne beschädigen der Gehäusehälften brauch man einen Motortrenner. Bevor du sowas machst, besorg dir entsprechende Literatur und passendes Werkzeug.
    Und ja du brauchst Wärme und Kälte um nicht die Lagersitze zu beschädigen.
    Das ist nicht so mal eben Deckel ab, Dichtung neu und wieder zu.

    Wenn ich persönlich solle Fragen schon lese, wäre es besser seine eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen und den Motor zu einem Profi zu geben und professionell aufarbeiten zu lassen.

    Näheres findest du im Motorsammelthread: Sammelthread: "MOTOR REGENERIEREN"

    MfG

    Tobias

  12. #12
    Simsonfreund Avatar von Fabi_123
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    Motor spalten ist nicht mal eben gemacht. Das sollte ein Profi machen. Du brauchst auch jede Menge Spezialwerkzeug. Und so ein Motor spalten ist auch nicht wie Lego spielen, wo alle Teile irgendwie auf einander passen

    Gruß Fabi
    simson-treffen-2012-in-baden-württemberg.de/

  13. #13
    Zahnradstoßer Avatar von Schwalbe73
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    Zum Abdichten kleiner Leckagen am Getriebe kann man eine Flächendichtung auf Silikonbasis verwenden. Curil wird zu hart und Hylomar ist für Abdichtungen von außen zu weich. Es ist und bleibt aber wirklich nur eine Notlösung.
    Simson heißt das kleine Wunder...fährt bergauf wie andere runter ;-)

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