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Thema: Motor überdrehen???


  1. #1
    Kettenblattschleifer Avatar von midi
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    Standard Motor überdrehen???

    Habe mal da so ne frage!!!
    Wenn ich mit meiner Schwalbe einen Berg mit nur 3% gefälle runter fahre,fährt sie ohne Probleme ihre 70-75km/h.
    Ist das Gefälle noch steiler(5-6%) dann kacke ich wieder ohne Probleme die 80ger Marke und drüber hinaus!Bilde mir ein kapp an die 90km/h gefahren zu sein,weil tacho am anschlag war(Über 80km/h)!!!
    Auf gerader Strecke normale 60-65manchmal auch 70km/h!!!
    Sind diese hohen Drehzahlen sehr schlimm für den Motor oder hält er es eigentlich gut aus.Habe nämlich das gefühl der hört garnicht mehr auf zu drehen.
    VOn Gerüchten her habe ich gehört das die Motoren sehr belastbar sind!!!

    Mit mfg midi

  2. #2
    Simsonschrauber Avatar von Muetze
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    Hey, im Grunde kann man damit auch lange ZEit volles Rohr fahren. Nur der VErschleiß von LAgern und Zylinder ist erheblich höher. sie sind zwar schon sehr robust, würden das locker aushanletn, aber sehr ratsam ist es nicht ständig bis anschlag zuf ahren...

    Gruß Muetze
    Rost ist auch eine Farbe!!!!

  3. #3
    Tankentroster Avatar von Highwaystar
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    Guten Morgen Liebe Leute,

    Mit dem Überdrehen bergab ist das so ein Ding, auch ich stürze mich gerne mal den Abhang runter, klar. Auf die Dauer ist das aber nicht ganz das Richtige. Als Faustregel gilt, dass man bergab nicht schneller fahren sollte, als der 2Takter auf der Ebene freiwillig läuft.
    Generell gilt, dass bei Überschreiten der werkseitig angebenen Drehzahlen die Lager im Motor und im Getriebe stärker belastet werden und die Lebensdauer dadurch leidet. Die Lager werden insbesondere dann gefährdet, wenn der 2Takter schneller wird, wenn man den Hahn bergab ein wenig schließt (Abmagerung des Gemisches). Um bei langen Fahrten bergab für sichere Schmierung zu sorgen, muss man darum immer mal das Gas ein gutes Stück stossweise aufmachen, dann wird dem Motor zumindest hin und wieder ein wenig Öl uber das Gemisch zugeführt.

    Guten Flug wünscht Uli

  4. #4
    Tankentroster Avatar von Stefan_aus_L
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    @ highwaystar

    genau verkehrt
    wenn man bergabfährt sollte man das gas gerade zu lassen um den motor gut zu schmieren, funkt so : durch hohe dz sagt der kolben ordentlich in kurbelgehäuse an, da der gasschieber aber geschloßen bleibt entsteht dabei ein sehr fettes ( nicht zündfähiges ) gemisch mit sehr hohen schmierstoff anteilen

    leuchtet ein oder ?



  5. #5
    Tankentroster
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    Hallo,
    Möchte beide meinungen jetzt mal so im Raum stehen lassen, denke aber das ist nicht korrekt so.

    @Highwaystar:
    Das Gas stoßweise mal auf und zumachen ist auf alle fälle falsch.
    Weil die Luft schneller ist als das Gemisch.
    Das heißt der Motor magert ab beim schnellen gas aufreißen..

    @stefan:
    Bei Bergabfahren den Gashahn voll schließen ist noch falscher :-)
    Weil wenn du dir den Vergaser anguckst, dann wirst du sehen. das zwar der Kolbenschieber fast geschlossen ist, aber die Konische Nadel auch die Nadeldüse fast schließt.

    Soll heißen bei schneller bergabfahrt und geschlossenem Gashahn bekommt der motor wenig kraftstoff, was ja nicht so schlimm ist, jedoch auch wenig Öl.... Das ist verherend.

    Im Grunde genommen sind das aber nicht diese Faktoren, die dem Motor die Haltbarkeit abnehmen.
    Wenn man das Problem ganz unterbinden will, sollte man die Kupplung ziehen, was jedoch auch wiederm quatsch ist.
    Aber aus diesem Grund hatte der Wartburg freilauf :-)

    Man sollte ein gutes Mittelding finden, wenn man bei bergabfahrt das gas minimal zurücknimmt bekommt der Motor immenroch genug schmierung.
    Weiter sollte man auch beachten was für einen Motor man fährt. beim M53 zum Beispiel juckt das den Kurbelwellenlagern wenig, weil die Lager über das Getriebeöl geschmiert werden. Darum halten diese Motoren auch länger.
    Da ist das Problem nur die obere und untere Pleuellagerung die verschleißen könnte.

    Bei M54/1 zum beispiel ist das Problem schon größer, da die Kurbelwellenlager über das Gemisch geschmiert werden...

    Jedoch sind heutige Gemischöle durchaus eher in der Lager die Kurbelwellen und Pleuellager zu schützen als das Früher war.

    Das Öl soll sich nämlich vom Kraftstoff trennen und das hat die Heutige ölentwicklung eindeutig besser hinbekommen...

    Soviel dazu von mir :-)

    mfg Toni

  6. #6
    Tankentroster Avatar von Stefan_aus_L
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    durch den geschlossenen gaschieber ensteht an der leerlaufdüse ein starker sog der den motor mit einer extra portion gemisch versorgt, dieses kann aber nicht verbrennen weil dazu die luft fehlt -->> also kann das öl optimal vor sich hin schmieren
    außerdem weiß ja jeder der schon mal nen motor auf gemacht hat das im kurbelwellen gehäuse jede menge öl ist, welches durch die drehende kurbelwelle wieder verteilt wird
    wenn man allerdings bergab noch gas gibt bildet sich ein extrem mageres gemisch das bei sehr hohen temperaturen verbrennt, diese hohen temp kann der kolben nicht so schnell an den zylinder weiter gegen und dehnt sich dadurch stark aus --> kolbenklemmer, kann man nur hoffen das man schnell genug an der kupplung ist

    der freilauf bei den ddr pkw ist mehr dazu da um das schieberuckeln abzufangen ( beim zweitakter sollte man immer mit leicht zu viel oder zu wenig gas fahren um das zu verschmeiden ) eingebaut worden und kann auf bergabfahrten auch gesperrt werden ---> was auch zu empfehlen ist wenn man seine bremsen nicht überhitzen will

    das steht alles so in dirk wildschreie´s großen gelben mz schrauberbuch zu lesen


  7. #7
    Zündkerzenwechsler
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    also bei steilen bergen zieh ich über 70kmh einfach die kupplung und lass ihn rollen
    ich hoff da gibts nicht auch nen nachteil bei der sache

  8. #8
    Tankentroster
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    Na dann mußt du wohl noch bisschen lesen. ist nämlich nicht richtig.
    Jeder erfahrene Schrauber und Fachmann wird dir bestätigen, dass man beim 2takter bergab niemals den gashahn zumachen soll, das ist der größte fehler, den es gibt..

    Will jetzt nicht alles wiederlegen, aber das wichtigeste.
    du sagtest:
    durch den geschlossenen gaschieber ensteht an der leerlaufdüse ein starker sog

    Ist korrekt, im gesammten Mischrohr entsteht ein hoher unterdruck, naja eigentlich kein unterdruck sondern ein negativer Druck, nennen wir es so.

    Dann sagtest du:
    der den motor mit einer extra portion gemisch versorgt, dieses kann aber nicht verbrennen weil dazu die luft fehlt -->> also kann das öl optimal vor sich hin schmieren

    Hier sind schon mehrere Fehler drinn.
    Also Ein Sog entsteht, aus der Hauptdüse kommt nichts, weil die Nadel die Nadeldüse vollkommen verschlossen hat.
    Der gasschieber ist minimal angestellt
    jetzt durch den sog wird aus der Leerlaufdüse kraftstoff in den Zylinder gelangen. Jedoch nicht mehr und nicht weniger als im Standgas, denn die düse hat einen bestimmten durchfluss, dieser ändert sich kaum.
    Luft wird auch nicht viel mehr in den Zylinder kommen.
    Was passiert der Motor läuft auf hoher Drehzahl und bekommt für die Hohe drehzahl schmierung, wie er es im Standgas bräuchte.
    und selbst die aussage, das der Kraftstoff nicht verbrannt werden würde, währe absolut schlecht für die Lager, denn der Kraftstoff wäscht die lager höchstens aus...

    Weiterhin sagtest du:
    wenn man allerdings bergab noch gas gibt bildet sich ein extrem mageres gemisch das bei sehr hohen temperaturen verbrennt,

    Warum bildet sich dann ein Mageres Gemisch, nur weil ich bei hoher Drehzahl gas gebe ?
    Der Luftdurchfluss ist doch durch den Kolbenschieber begrenzt und die Kraftstoffmenge auch durch die Hauptdüse...

    Das heißt der motor bekommt durch die Hauptdüse und die Leerlaufdüse seinen Kraftstoffanteil und durch den meinetwegen halb geöffneten Schieber seine Luftmenge.
    Im gegenteil in der Situation würde der Motor etwas fetteres Gemisch bekommen...

    Naja will jetzt auch nicht aufhetzen oder dich sonstwie schlechtmachen, aber das war leider Fachlich falsch sorry...

    mfg Toni

  9. #9
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    @callifan

    gilt das, was du sagst auch für das kupplungziehen beim bergab fahren??

    mfg Hanne

  10. #10
    Tankentroster
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    Kupplung ziehen währe die verschleißarmste alternative, halte ich aber nicht viel von, weil die reibung innerhalb der Beläge der Kupplung noch da ist.
    Ich empfehle bergab nur minimal weniger gas als vorher zu geben und wenn er automaisch schneller werden sollte ab und zu bisschen abbremsen, damit er nicht zu hoch dreht, somit ist eine schmierung gewährleistet, bei minimalem Verschleiß...

    mfg Toni

  11. #11
    Chefkonstrukteur Avatar von Harlekin
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    oder gas geen und den choke leicht auf machen. wenn du ihn nur etwas zu macsht bekommst du weniger spritt und dann kannes passieren dsa dir der kolben heiß läuft udn die folgen sollten bekannt sein
    Jetzt auch mit H Kennzeichen

  12. #12
    Kettenblattschleifer Avatar von midi
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    das heißt also nicht schneller als 70 fahren,oder ist es nicht "so" schlimm für ne kurze strecke mal so an die 80km/h und mehr zu fahren?

  13. #13
    Chefkonstrukteur Avatar von Harlekin
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    dsa ist kein problem nur wenn du 10km mit 80 kesselst dann mach den choke etwas auf sicher ist sicher
    Jetzt auch mit H Kennzeichen

  14. #14
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    Standard

    Aber sicherlicht wird beim nichtgasgeben bei einer Bergrunterfahrt ein fetteres Gemischt als im Standgas erzeugt.

    Das sagst du ja selber. Mehr Unterdruck entsteht (Ob du nun neg Druck oder Unterdruck sagst ist da schnuppe ) . Und wenn man mehr saugt kommt auch mehr durch. auch wenn die die Düse nicht ändert.

    2. Sind Mangelschmierungsprobleme bei normalen Bergen keine Probleme. Erst wenns mehr 1 km usw wird.

  15. #15
    Tankentroster Avatar von Stefan_aus_L
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    @ callifan

    du hast da einen denkfehler drin und zwar wird der volumenstrom nicht durch den gasschieber sondern durch den kolben gesteuert ( durch den unterdruck den dieser bei jeder aufwärstbewegung erzeugt ) und mit dem gaschieber verändert man nur die zusammensetzung des gemisches
    und das kraftstoff das öl auswäscht ist ja gut möglich aber kannst mir glauben das ich im thüringer wald auch mit sozius noch keine schwalbe bei ner bergabfahrt fest gejagt habe ( und da geht es auch mal mehr als 1 km bergab )
    und wenn du angst hast kannst da ja zwischendurch auch mal den chocke ziehen und nochmal zusätzlich schmieren


  16. #16
    Tankentroster
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    Also Stefan,
    leider hast du einige Denkfehler drinn :-)

    1. Dachte eigentlich du wüsstest wie der 2takter Arbeitet :-)
    Der Kolben saugt nämlich nicht beim abwärtsgehen Kraftstoff an....

    Das Passiert nämlich beim aufwärtsgehen unterhalb des Kolbens, dort entsteht nämlich ein saugdruck....

    2. Klar der Kolben gibt den Volumenstrom vor, jedoch wo soll denn Kraftstoff austreten ? aus dem Mischrohr ? das ist durch die Nadel komplett zu...
    es kann nur aus dem Leerlaufdüsensystem austreten und das ist meistens so eine 35er Düse, ja was soll denn da rauskommen, ja ok, vieleicht bisschen minimal mehr kraftstoff als im Standgas, jedoch ist dieser Düsendurchfluss begrenzt und bei noch mehr unterdruck würde da auch nicht viel mehr rauskommen, 35 sind 35 :-)

    3. war es ja auch mein Reden, das das nicht viel ausmacht, so wenig wie man bergauf fährt und ich selber habe noch nie ein Moped festgefahren, weiß gar nicht, wie das so manche Leute geschafft haben. Ich stehe auch auf dem Standpunkt das das noch kein Motor daran gestorben ist.

    und zu guter Letzt nochmal ein Tip zum choke ziehen bei Halbgas:

    Das bringt überhaupt nichts. sobald man bei gezogenem Choke den Gashahn öffent setzt man das gesammte startsystem außer kraft.
    das System soll so arbeiten, das bei geschlossenem kolbenschieber der kraftstoff aus sämtlichen löchern (also start und leerlauf beim moped) zieht.
    öffnet man nun den gasschieber nimmt man dem motor den Unterdruck weg und der effekt der Startanreicherung geht flöten.

    mfg Toni

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