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Thema: Neue Beläge - Bremse schleift


  1. #17
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Wie gut, daß du uns das jetzt mal geschrieben hast. Vielleicht kannst du uns ja auch mal wissenschaftlich erklären, warum Generationen von Simsonisten mit dem Zentrieren nur gute Erfahrungen gemacht haben.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  2. #18
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Das ist wie mit Erkältungsmedizin: Man wird mit ihr genauso schnell gesund wie ohne ... trotzdem glauben Millionen Leute, man müsste welche nehmen.

  3. #19
    pug
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    Selbst die Steckachse ist nicht eingepresst. Sie hat auch etwas Spiel.

    Ich denke das Zentrieren macht schon Sinn.

    Die Erfahrungen zeigen ja, dass es positive Auswirkungen hat.

  4. #20
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Stimmt auch nicht.
    Diese "Erkältungsmedizin" lindert die Beschwerden und man fühlt sich deshalb besser und nicht mehr so krank.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  5. #21
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Mal maschinenbautechnisch gefragt:

    Zentrieren heißt radial ausrichten. Glaubst du wirklich, du kannst durch die axiale Presskraft der Steckachse die Lagerteile stärker radial zusammenhalten als der direkt radial wirkende Druck der Bremsbacken sie verschiebt?

    Mit anderen Worten: Es ist reichlich egal, ob du dir beim Zusammenschrauben extra die Mühe machst, zu zentrieren - nach jedem halbwegs harten Bremsvorgang ist der Krempel sowieso von neuem da hingerutscht, wo's am besten passt.

    Ob's dann schleift oder nicht, während du gerade nicht bremst, hängt nur von einem einzigen Faktor ab: Ob deine Bremsbacken mehr Luft zur Trommel haben als dein Bremsschild auf der Radnabe.

  6. #22
    pug
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    Das kann schon sein, dass die Zentrierung bei einem harten Bremsvorgang verloren ist. Allerdings kannst Du die Bremse, wenn sie zentriert ist, wenigstens richtig einstellen und die Chance, dass sie nicht so heftig schleift ist groß.

  7. #23
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Beim Zusammenbau muss das Einstellen schon gegessen sein ... den korrekten Abstand Backen-Trommel kriegt man nur über die Zwischenlagen.

    Wer seine Bremszüge so vorspannt, dass bereits bei unbetätigtem Hebel/Pedal die Bremsnocke ausgelenkt wird, der macht gleich noch was wichtiges grundfalsch. Bei losgelassener Bremse muss die Nocke ganz in ihre Ruhestellung zurückkehren.

    Die Stellschrauben außen sind nur für das Spiel im Seilzug, nicht für die Grundeinstellung der Bremse. Nur so weit dran drehen, dass sich der Bremshebel gerade noch nicht bewegt - und das am besten bei Kälte, denn der Zug wird merklich was kürzer, wenn der Winter kommt.

  8. #24
    pug
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    Richtig. Aber an der Fußbremse ist das ja nicht so?! Zumindest bei der mit Gestänge. Oder sind meine Trommeln so weit verschlissen?

  9. #25
    Tankentroster Avatar von Paichi
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    Also ich hab jetzt die ganze Diskussion mal verfolgt und muss auch mal meinen Senf dazu geben:
    Dass die Stellschraube nur zum Spannen des Zuges da ist, wäre mir aber in der Tat neu. Unterlegscheiben hin oder her, aber eine Einstellschraube ist doch dafür da, die Nocke aus der 90°-Stellung auszulenken und somit die Bremsbeläge weiter auseinander zu drücken.
    Ist doch bei ner Handbremse z.B. das Gleiche: Einstellschraube immer soweit rausdrehen/spannen bis es passt. Ich hab da noch nie was davon gehört, dass man das Alles nur wegs Zugspannung macht.
    Soll kein Angriff sein, ich glaub's nur einfach nicht. Zum Nachstellen der Bremse benutzt man ja schließlich eine STELLschraube und keine STELLunterlegscheiben. Die sind meiner Meinung nur dafür da, falls die Trommel schon zu alt ist und die Stellschraube es nichtmehr packt die Beläge ordnetlich an die Trommel zu drücken --> Unterlegen --> Weg wird kleiner --> *ole*

    Beste Grüße

  10. #26
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Paichi:

    So viel Abrieb wirst du in der Trommel kaum zustandebringen, dass das mal tatsächlich messbar wird. Neumaß ist 125 mm.

    Die Zwischenlagen nutzt man sehr wohl dazu, die Abnutzung der Bremsbeläge zu kompensieren - eben so lange, bis auch mit den dicksten Zwischenlagen (2 mm beidseitig) nichts brauchbares mehr hinzukriegen ist. Verschleißmaß (also Mindestdurchmesser) ist 123,6 mm, gemessen auf halber Höhe zwischen Backen und Gelenk.

    Den Seilzug (oder Hebel) so einzustellen, dass schon im Ruhezustand der Nocken verdreht ist, ist Murks. Denn jedes Grad Vorverdrehung kostet Hebelwirkung und somit Anpresskraft.

    Das alles gilt bei der Handbremse im Auto übrigens auch ... nur dass man das Gefurbel mit den Zwischenlagen nicht braucht, weil der Mechanismus in der Trommel eine Selbstnachstellung hat. Auch hier: Wer wachsenden Verschleiß am Seilzug kompensiert, murkst.

    Das alles kann man übrigens in Betriebs- und Reparaturanleitung der Schwalbe nachlesen ... oder man hat (so wie ich beim letzten Mal Bremsenwartung) einen Prüfmeister der Handwerkskammer danebenstehen, der einem auf die Finger klopft :)

    Peter

  11. #27
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    Neumaß sollte 124,6mm sein.

    Einstellen macht schon Sinn ich mache es auch - obwohl ich hier schon öfters gelesen habe, dass man das nicht machen sollte.

    Im originalen Betriebshandbuch der Schwalbe ist aber genau das Beschrieben:

    http://www.ostmotorrad.de/simson/sch...index.html#a48

    Die Distanzplättchen sollen eingesetzt werden wenn das Maß <=123,5mm ist. Der Nocken muss da schon weit verdreht werden um diesen mm zu erreichen. Ob da der Hebelweg der Bremse noch ausreicht um eine gute Bremswirkung zu erlangen?
    Beim Hinterrad geht es garnicht anders - zumindest bei der 2er
    Ich benutze auch die Zwischenmaße der Distanzscheiben - also z.B. 1,5mm - Trotzdem muss u.U. nachgestellt werden.

    Das ist jetzt meine Meinung

  12. #28
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Wat'n Gemurkse.

    Zusatzproblem: Wenn du /so/ an der Hinterbremse nachstellst, wirst du irgendwann den Punkt erreichen, an dem das Bremslicht immer leuchtet - so viel Stellweg hat die Kontakteinstellung ja auch nicht grade.

  13. #29
    Tankentroster Avatar von Paichi
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    Gut gut... es leuchtet schon irgendwo ein, jedoch habe ich schon des Öfteren an Schwalben das Problem gehabt: dickste Unterlegscheibe und die Bremswirkung war trotzdem nicht sonderlich --> Stellschraube raus --> wunderbar
    Solang die Nocke noch gut ist, sehe ich persönlich kein Problem die Vorspannung an der Stellschraube einzustellen. Funktionniert bis dato wunderbar, aber danke vielmals für die aufklärenden Worte

    Gruß

    Edith meint: den Bremslichtkontakt kann man sehrwohl soweit nachstellen... das sollte nicht das Problem darstellen

  14. #30
    pug
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    Zitat Zitat von Schwarzer_Peter
    Zusatzproblem: Wenn du /so/ an der Hinterbremse nachstellst, wirst du irgendwann den Punkt erreichen, an dem das Bremslicht immer leuchtet - so viel Stellweg hat die Kontakteinstellung ja auch nicht grade.
    Es sagt ja keiner, dass Du NIE eine Zwischenscheibe einsetzen sollst...

    Den Kontakt kann man jedenfalls weit genug drehen dass es mit dem Nachstellen innerhalb des Millimeters reicht....

  15. #31
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    MIR ist das klar :)

    Paichi: Wenn die dicksten Zwischenlagen auch nicht mehr helfen, dann hat der Bremsbelag fertig - so schmerzlich viel Belag dann augenscheinlich noch drauf sein mag.

  16. #32
    Zahnradstoßer Avatar von Simme_Down
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    ich wünsche jedem, dass bei fehlender bremswirkung die beläge schuld sind, bei mir hat sich vor einiger zeit eine (sogar originale!) bremsbacke verabschiedet.... hätte dumm ausgehn können :o

    allzeit gute fahrt wünscht
    Simme_Down

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