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Thema: Olverlust nach liegendem Transport


  1. #1
    Tankentroster
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    Standard Olverlust nach liegendem Transport

    Hi!
    Hab gestern meine über ebay gehökerte S51 mit M 541 Maschine abgeholt. Dazu zunächst eine kleine Zwischenfrage. Bei Simson haben die Modelkürzel etc. ja im allgemeinen eine Bedeutung. So steht KR z.B. für Kleinroller. Wofür steht das "S" ? Für Sport vielleicht.? Das "M" dürfte wohl Motor bedeuten.

    Zur eigentlichen Frage. Da die Abholung per Kombi erfolgte, mußte das Möp knapp 2 Stunden auf der rechten Seite liegen. Die Batterie war ausgebaut und der Sprit abgelassen worden. Die Vergaserwanne wurde vorm Einladen leergefahren. Da die Ölablassschraube sich jedoch gestern nicht lösen liess, konnte das Öl nicht entleert werden. Nach Fahrtende war auch promt ein dicker Ölfleck unter dem Moped zu entdecken.
    Im Rahmen der üblichen Arbeiten stellte sich heute beim Kondi und U- Kontakt Wechsel heraus, dass auch im unteren Innenbereich des Limadeckels u. der rechten Gehäuseseite ne Menge Öl zu finden war. Hinter der Grundplatte jedoch ist alles knochentrocken. Ist ein derartiger Ölaustitt bei liegendem Transport auf der rechten Seite normal und wie (wo) genau ist die Suppe aus dem Motor rausgekommen?
    Gruß

  2. #2
    Simsonfreund
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    Moin

    Ich denke, dass S für Simson steht. Vielleicht ist es aber auch Sport..

    M541 => M = Motor, 5 = 50ccm, 4 = 4 Gänge, 1 = Weiterentwiklung des M54.

    Oel kann bei leigendem Transport durchaus auslaufen.
    Das Öl im rechten Seitendeckel kann evt. durch die "Kupplungsbetätigungswelle" (keine Ahnung wie das heisst) gekommen sein. Einfach sauber machen und vergessen.

    Schlecht ist dagegen ein leichter Ölfilm direkt hinter der Grundplatte. Das würde auf einen defekten Simmerring deuten, der kann aber einfach gewechselt werden.

    mfg

  3. #3
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    In der rechten Motorhälfte ist eine "Lüftungsloch", ähnlich der Kurbelgehäuseentlüftung, etwas oberhalb der Abtriebswelle. Da scheint dir das Öl rausgelaufen zu sein. Wenns sonst nicht sist, dann ist das normal und unbedenklich. Wisch einfach mal alles weg uns behalte es mal im Auge. Den Rest erledigt ein Ölwechsel/Kontolle.
    Hättest du sie auf die linke Seite geneigt, wäre Dank O-Ring auf der Kickerwelle und Wellendichtring an der Hohlschaltwelle nichts rausgelaufen, wenn beide Teile noch ok sind. :wink:
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  4. #4
    Tankentroster
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    Danke! Wieder was gelernt...!, wenn auch die Aufschlüsselung von 541 mir als gelegentlichen Forumnutzer bekannt war.

    Der Seitenspiegel hat das Liegen auf der rechten Seite notwendig gemacht. Außerdem schien mir mit meinen leider nur rudimentären Motorenkenntnissen die recht Seite die "dichtere" zu sein.
    Das Stichwort "Kurbelwellengehäuseentlüftung" zeigt mir einmal mehr meine Wissenslücken. Eigentlich sollte das KW Gehäuse doch möglichst gasdicht sein. An welchem Punkt der Kolbenbewegung tritt diese Entlüftung in Aktion?

    Wo ich schon länger drüber nachdenke ist wie die Welle, auf der das Kettenritzel sitzt, gegen Ölaustritt und Lufteintritt abgesichert ist. Simmerringe befinden sich meines Wisses nach (hab allerdings bisher noch keinen Motor gespalten) doch nur hinter dem Primär Ritzel und hinter der Grundplatte, wobei mir die Funktion des Simmerrings beim Primärritzel auch nicht ganz klar ist, denn dort befindet sich doch auf beiden Seiten der linken Gehäusehälfte Öl. Geht es bei dieser Wellendichtung ausschliesslich darum, die Gasdichtigkeit des KW Gehäuses zu gewährleisten? Wenn der Motor dort Nebenluft zieht, wo kommt diese Nebenluft her? Der Kupplungsseitendeckel ist gut abgedichtet und die dort ursprünglich vorhandene Luft müßte somit eigentlich nach kurzer Zeit "verbraucht" worden , bzw. so weit in das KW Gehäuse gezogen worden sein, dass hinter dem Kupplungsseitendeckel ein vakuumnaher Zustand herrscht, der ein weiteres Eindringen von Nebenluft ins KW Gehäuse aus dem Bereich der Kupplungsseite unmöglich macht. Oder hab ich irgendwas beim Funktionsprinzip des 2 Takters falsch verstandend?

  5. #5
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Zitat Zitat von shanty
    Das Stichwort "Kurbelwellengehäuseentlüftung" zeigt mir einmal mehr meine Wissenslücken. Eigentlich sollte das KW Gehäuse doch möglichst gasdicht sein. An welchem Punkt der Kolbenbewegung tritt diese Entlüftung in Aktion?
    An gar keiner. Auch H.J. ist nicht unfehlbar. Diese Entlüftung betrifft nicht das Kurbelgehäuse, sondern das Getriebe.

    MfG
    Ralf

  6. #6
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    er hat doch "ähnlich" geschrieben. kurbelwellengehäuseentluftung hat jeder viertakter. beim zweitakter wäre das fatal, da hast du recht. normalerweise ist das einfach ein stutzen, an dem ein schlauch angeschlossen ist, der auf der anderen seite in den luftfilterkasten mündet. dadurch ist gewährleistet, dass keine unter/überdrücke im kurbelwellengehäuse entstehen (durch pumpwirkung der kolben), und andererseits kein schmutz angesaugt werden kann.
    ..shift happens

  7. #7
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Ja, Prof, stimmt, das ist beim Viertakter so und nicht auf den Zweitakter übertragbar, aber ich dachte eben wegen der Vertändlichkeit halber. Ich hätte da doch wohl wirklich besser "Getriebeentlüftung" geschrieben...

    Egal, neue Motorenbaureihe nach links legen zum Transport, die alten nicht, weil es da sonst an der Hohlschaltwelle wegen dem fehlenden O-Ring raus läuft.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  8. #8
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    zusätzlich zu schon besprochener gehäuseentlüftung kann auch öl an der ziehkeilwelle vorbei und am ritzel auslaufen.

  9. #9
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    Um das zu vermeiden gab es doch auch mal so einen Pfropfen für das Ende der Abreibswelle, oder ist das Zufall, das in zwei meiner (anscheinend nie geöffneten) Motoren da so ein Ding drinsteckt????
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  10. #10
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    ich hab nen schuss silikon drin... das war ich aber nicht.

    aber mal ehrlich, diese gummistopfen habe ich noch bei keinem motor bislang gesehen. auch die s51 baugruppenbilder der abtriebswelle geben keine auskunft über gummistopfen. selbst in der reparaturanleitung beim schaltungseinstellen wird nichts davon gesagt, dass man einen stopfen entfernen muss, bevor man sein ding (in fachkreisen auch messlatte genannt) da reinschiebt.

    hmm... alles mythos??? hat hj auf die seite des bösen gewechselt??? oder gibt es wirklich abtriebswellenkondome gegen das kleckern???

  11. #11
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Ja, genau, ich bin böse und schlecht, esse Nutella mit dem Löffel, gehe bei rot über die Ampel wenn es kleine Kinder sehen......... möge die Macht mit mir sein, wie mit Meister Joghurt.

    Ich selbst habe vier Motoren und in zweien so einen Stöpsel gefunden, einer war schon mal auf, beim vierten bin ich mir nicht so ganz sicher. Die Stöpsel sehen aus, als müßte das so sein und gehören da rein. Es stimmt aber auch, daß sie in den Anleitungen und ET-Katalogen nicht erwähnt werden.

    Vielleicht kann ja jemand von den älteren Semestern aus den neuen Bundesländern darüber mehr Auskunft geben. Hat man das nachträglich aus irgend einem Grund so gemacht, oder war das irgendwann mal Serie gewesen?
    Was steht darüber in Dummschwätzers Küchenschubladen-Privat-Archiv??

    Wo ist Dummschwätzer überhaupt?? Ich habe schon lange nichts mehr von ihm gelesen, oder meine ich das nur so??????ß
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

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