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Thema: Pfeifender Motor - Kleines Loch im Motorgehäuse


  1. #17
    Tankentroster Avatar von Schwalbensittich
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    Hat keiner eine Idee?
    Reng de de deng deng deng

  2. #18
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Dein Motor hat keine Zylinderkopfdichtung, sondern nur eine Zylinderfußdichtung. Der Kopf dichtet direkt Metall auf Metall ab.

    Da du jetzt alles getausch hast und das PÜfeifen noch immer nicht weg ist, wird es wohl, ob es dir gefällt oder nicht, die Gehäusemitteldichtung sein. Dafür spricht auch der Qualm (Getriebeöl wird evtl. angesaugt und mitverbrannt) und daß er nicht ordentlich funktioniert.
    Willst du jetzt noch darüber abstimmen lassen?
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  3. #19
    Tankentroster Avatar von Schwalbensittich
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    Hallo H.J.,

    danke für Deine Antwort!

    Trotz dem du so genau gelesen hast, hast du etwas übersehen: Ich schrieb auch, dass besagte Motorgehäusemitteldichtung erneuert wurde. Daher bin ich recht ratlos, wieso das Pfeifen immer noch nicht verschwunden ist.

    Was du mit der Abstimmung meinst verstehe ich nicht.
    Reng de de deng deng deng

  4. #20
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Wenn du eine Dichtung wunderbar mieser Qualität erwischt hast und beim Zusammenbau nicht auf den recht dünnen Steg an dieser Stelle geachtet hast, kann es durchaus sein, daß die neue Dichtung dort eine Minifalte geworfen hat, gerissen ist, oder durch Ungenauigkeitem beim stanzen sich bei der Montage der Gehäusehälften leicht verschoben hat und nun einfach nicht abdichtet.
    Du hast jetzt alle Möglichkeiten, die man ohne Spalten checken kann durch und die Teile getauscht, ohne Besserung. Es bleibt jetzt also nichts anderes mehr, was es sonst sein könnte.
    Dann schreibst du
    "trat eine hohe Rauchentwicklung am Auspuff auf (höchstwahrschl. Zündungseinstellung) und keinerlei Annahme von Gas war zu verzeichnen."
    Auch das läßt darauf schließen, daß etwas mit deiner schwingenden Luftsäule nicht stimmt, evtl sogar Getriebeöl verbrannt wird und Falschluft gezogen wird.
    Wenn du jetzt alle Posts noch einmal durchliest, wurde das jetzt schon von mehreren so bestätigt, wobei Ferndiagnosen immer recht schwierig sind. Natürlich könnte es auch ein ganz exotischer und seltener Fehler sein, aber diese Möglichkeit tendiert gegen Null wie die Vaterschaftstest bei "Britt am Mittag".
    Mit Abstimmung meinte ich, daß es dir anscheinend nicht gefällt, daß dir die defekte Mitteldichtung schon mehrfach genannt wurde und du immer noch weiter nach einer anderen Lösung fragst. Klar ist es nicht lustig, den Motor schon wieder zu spalten, aber es wird dir niemand mehr eine andere Lösung des Problems vorschlagen, weil die Fakten und die Erfahrungen einfach für sich sprechen. Du kannst jetzt natürlich Fragen:
    a) Ist es die Mitteldichtung
    b) Schon wieder die Dichtringe
    c) Etwas ganz anderes
    und darüber abstimmen lasen, aber wenn du jetzt mal in dich gehst, kennst du die Antwort und weißt, was zu zun ist. Du kannst auch noch mehrere Wochen danach Fragen, es hilft nichts und ändert nichts.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  5. #21
    Flugschüler Avatar von skipperwilli
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    Hm,

    wenn er durch den linken Wedi Druck in das Getribe bringt, müsste dann nciht 1. Das Öl tierisch nach Sprit stinken und 2. aus dem Loch auch Getribeöl mit rausgedrückt werden?

    Außerdem, Mitteldichtung dichtet nicht mehr zwischen Kurbelkammer und Getriebe, wenn der Motor heiß ist, dann sollte ja auch hier zumindest etwas Getrieböl in der Kurbelkammer landen und die Fuhre qualmen wie die Hölle oder nicht?

    Jedenfalls müsste ein Verlust von Getriebeöl feststellbar sein, auf jeden Fall am Pfeifloch müsste Ölschmodder sein ;-)

  6. #22
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Wie du gelesen hast, ist der Wedi nicht das Problem, aber das Öl müßte nach Sprit riechen, was es aber nicht sofort tun muß, aber doch recht bald und zügig. Warum sollte es aus dem Loch mit rausgedrückt werden?? So hoch ist der Ölstand im Getriebe nicht und das "geblubbere" wird so groß auch nicht.
    SO wie er schreibt, qualmt der Motor ja auch sehr stark, was durchaus das verbrannte Getriebeöl sein kann.
    Da das Möp ja nicht fährt, wird sich auch der Ölverlust sehr in Grenzen halten und auch der Ölschmodder am Pfeifloch ist ergo nicht zwingend ;-)
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  7. #23
    Flugschüler Avatar von skipperwilli
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    Wenns pfeift, dann ja weil die Luft verdichtet wird und an "Pfeifstelle" entspannt, weniger Druck aber mehr Tempo. Ich dachte mir das bei schneller Luftbewegung immer etwas Ölnebel mitgenommen wird, wenn das Primärritzel den Kupplungskorb mit 7.500 rpm dreht, dann ist das Öl ja überall und fliegt durch die Gegend. Das kann meine Werkstatt bestätigen, als ich nach Tausch des Sicherungsringes der Schaltwalze bei offenem Getriebedeckel und abgelassenem Öl einen kurzen Testlauf mit schalten und ordentlich Gas geben gemacht habe, an Decke und Boden hat es eine schöne Ölspur hingeschleudert ;-) Wenn ich mir vorstelle, was da an Luft / Öl Durcheinander geschieht, wenn Öl drin ist und alles schnell dreht, würde ich wetten, dass Öl mit rausgedrückt wird.

    So long,

    skipperwilli

  8. #24
    Tankentroster Avatar von Schwalbensittich
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    Alles klar. Dann gibt es also höchstwahrscheinlich doch keine anderen Ursprung des Defektes. Was mich zwar sehr stutzig macht, denn die ersetzten Dichtungen wurden so verbaut, wie sie verbaut gehören...aber da ich die Antwort ja schon kenne und weiß, was zu tun ist, gehe ich jetzt noch einmal in mich. Vielleicht kommt mir eine andere Lösung oder es ist doch eine neue Dichtung undicht. Danke euch.
    Reng de de deng deng deng

  9. #25
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Beim auflegen der Dichtung ist noch alles ok, aber wenn die Schrauben rein kommen, passt es nicht zu 100%, es gibt Zug und Druck und plötzlich ist an genau der Stelle ein mm zu viel Material, der sich dann irgendwo hin drückt, in Falten legt, reißt.... und hinterher sieht man es nicht....
    Leider schon selbst öfters so bei der Montage gesehen....

    Der Dummschwätzer würde dir jetzt noch einen Schamanen oder Voodoozauber empfehlen ;-)
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  10. #26
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    ...und da der Wechsel der Mitteldichtung immer etwas unangenehm ist und man sichergehen sollte, dass der Motor nach dem Wechsel auch dicht ist: die Dichtflächen der beiden Motorhälften entfetten, dann ganz dünn mit einer dauerelastischen Motordichtmasse (Hylomar oder ähnliches - gibt's z.B. bei Polo) einschmieren, Dichtung auflegen, zusammenschrauben und die nächsten Jahre Ruhe vor Ölverlust haben. Pappdichtung alleine hält manchmal nicht 100%ig dicht. Die Hylomar-Variante kostet dich 6 Euro mehr, dafür funktionierts aber 1a.

    gruß nachbrenner

  11. #27
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Papierdichtungen sollen nach dem Einbau quellen, und werden so dicht. Wenn man sie mit Dichtmasse einschmiert, können sie diese Wirkung nie entfalten.

    Will man der Papierdichtung beim Dichten helfen, dann ölt man sie vor der Montage schon ein, und wartet nicht darauf, dass sie sich hinterher mit dem eingefüllten Getriebeöl langsam vollsaugt.

  12. #28
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Rossi
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    Hi,

    die Dichtungen sind aber nicht aus Papier, es sei denn man nimmt den Billigmist.

    Restaurator hatte mal erklärt warum man bei den schwarzen Dichtungen die nicht einölt.

    Ich persönlich nehme allerdings auch eine dünne Schicht Hylomar zwischen den schwarzen Dichtungen.

    Das gleicht doch einige unebenheiten der Dichtflächen aus.

    MfG

    Tobias

  13. #29
    Simsonschrauber Avatar von Jörn
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    Dichtflächen sollten aber keine Unebenheiten haben ?!
    Ich hab ne Weile lang jede Dichtfläche auf ner Spiegelfläche mit 800er Papier abgezogen, mache das aber mittlerweile auch nicht mehr. Der Aufwand ist oft einfach ungerechtfertigt. Die dicken Dichtungen sind schon okay.

    Kenne das aber auch so, das Papierdichtungen (Zylinderfuss...) vor der Montage geölt oder eingefettet werden, damit die quellen. Ein alter Simsonmeister hat mir sogar mal Wasser zum Quellen empfohlen
    Fährt mittlerweile Habicht, Bj. 1974. Vorher Kr51/1, S50, SR50.

  14. #30
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Die guten schwarzen Dichtungen sind aus 0,5 mm dickem ABIL-Papier.

  15. #31
    Restaurateur Avatar von Restaurator
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    ABIL von elringklinger ist ein Platten- oder Rollenmaterial aus NBR-gebundenen Zellulosefasern, aus welchem üblicherweise Dichtungen hergestellt werden. Die Zellulosefasern erbringen hierbei die mechanische Stabilität. Der NBR (Nitrilkautschuk) ist für das Abdichtverhalten hierbei zuständig, da Zellulose gegen Öle nicht abdichten können, da die Faser dieses aufsaugt, und durch die Kappilare durchlässt. Deshalb ist eine "Dichtung" gegen Öle oder Kraftstoffe aus Papier auch nicht geeignet!
    Der Name Dichtungspapier ist einzig der Tatsache geschuldet, weil die hier verwendete Faser aus Zellulose besteht, wie beim Papier. Andere organische oder anorganische Fasern die genauso im Verbund zu Dichtungsmaterialien verarbeitet werden, werden nicht als Dichtungspapier bezeichnet, auch nicht von den Herstellern. Und das Ganze obwohl sie optisch nicht zu unterscheiden sind (wenn sie in gleicher Farbe und Dicke hergestellt werden)

    Noch ein Wort zum Beschmieren von Papierdichtungen mit Hylomar und Co.:

    Wie hier bereits richtig gesagt wurde, kann das nicht funktionieren, da diese Materialien nicht vom Papier aufgesogen werden um die Kapilare der Zellulosefasern zu schließen. Hierfür gibt es zwar z.B. entsprechende Sprays, (aus dem gleichen Hause wie ABIL) diese sind aber ziemlich teuer. (ca. 20€/Dose)
    Die Papierdichtungen werden damit satt eingesprüht (beidseitig) und müssen dann länger trocknen. Erst dann kann die Dichtung verbaut werden. Eine Dichtung aus einem vernünftigen Material ist aber immer besser und billiger (gerade bei den Dichtungen für die Simmen), als eine so konditionierte.

    Die Verwendung einer Dichtung aus ABIL+Hylomar und Co ist z.B. bei den Dichtkappen oft sinnvoll, da die Dichtkappen oft verzogen sind, welches von der dünnen Dichtung nicht ausgeglichen werden kann. Bei den Motor-Mitteldichtungen jedoch nicht, da die Dichtleisten dann auf der Dichtung "schwimmen", was langfristig auch zu Leckagen führen kann. Das liegt daran, weil im Betrieb zwischen den beiden Gehäusehälften starke Kräfte auftreten, die zu einer Verschiebung führen würden, wenn sie nicht durch die Pressung der Schrauben daran gehindert würden. Eine wichtige Aufgabe der Dichtung ist es daher die Reibung zwischen den Gehäusehälften zu erhöhen, um dieses zu verhindern. Und durch flüssige Dichtungen auf einer festen Dichtung wird genau das Gegenteil begünstigt! Bei den Dichtkappen spielt das aufgrund der auftretenden Kräfte, keine Rolle.

    Gruß Peter
    Geändert von Restaurator (12.11.2011 um 10:24 Uhr)
    Perfekte Arbeit macht dauerhaft Spaß. Murks schafft dauerhaft Verdruss!

  16. #32
    Simsonschrauber Avatar von Jörn
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    Also, Abildichtungen nehmen. Ende aus.
    Fährt mittlerweile Habicht, Bj. 1974. Vorher Kr51/1, S50, SR50.

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