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Thema: Primärspule hin? (Mein persönlicher Kupferwurm)


  1. #1
    Kettenblattschleifer
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    Standard Primärspule hin? (Mein persönlicher Kupferwurm)

    Liebes Nest ,

    jetzt brauche ich nochmal eure Hilfe.

    Vier Sätze Vorgeschichte: Vor kurzem Kolbenklemmer gehabt. Gestern mit totoking den ZZP superschick eingestellt, um Frühzündung auszuschließen. Außerdem auf 16N3-4 gewechselt (S51) und seitdem miserables Kaltstartverhalten. Ich kick mir zur Zeit echt nen Wolf, geblieben sind auch Zündaussetzer im kalten Zustand.

    Gestern auf der Heimfahrt ruckelte es dann plötzlich im oberen Drehzahlbereich, dann noch etwas darunter und schließlich war sie aus. Zündfunke weg. Wir hatten die Einsatzdrehzahl des Steuerteils ein klitzebisschen heruntergedreht in der Hoffnung, das Startverhalten zu verbessern, also habe ich das zuerst im Verdacht gehabt. Aber auch das Rückstellen half nichts. Anderthalb Stunden heimgeschoben.

    Heute mit Mosers Leitfaden "Elektronikzündung überprüfen" (danke, danke, danke! ) und Multimeter ans Werk gemacht. Schritt 1 (Zündkerze&Stecker), Schritt 2 (Zündkabel) und Schritt 3 (Zündschloss) alle mit gewünschtem Ergebnis.

    Bei Schritt 4 und der Primärspule wurde es dann mysteriös. Die Spannungsprüfung ergab einige Volt, je schneller man kickte, desto mehr = Primärspule i.O.
    Die Widerstandsmessung ergab jedoch nichts. Unendlicher Widerstand = Primärspule/Kabel kaputt. Ja, was denn nun - kaputt oder ganz? Beide Tests wiederholt - selbes Ergebnis. Nochmal wiederholt - selbes Ergebnis.

    Ich habe dann die Grundplatte markiert und ausgebaut und nur das rote Kabel von Klemme 14 auf Widerstand gemessen. 0,3 Ohm o.ä., das war also in Ordnung. Die Lötstelle sieht gut aus (sagt nicht viel, ich weiß). Hab ein bisschen hin und herbewegt, bisschen gekratzt, und schwupps, auf einmal war der Widerstand im Messbereich. X-mal wiederholt und verschiedene Stellungen versucht - immer alles gut.

    Grundplatte eingebaut, gekickt - Funke war wieder da. Alles zusammengebastelt und Startversuch: Ich kick mir wieder einen Wolf, aber irgendwann mit Startvergaser kommt sie. Zündaussetzer. Ich spiele im Leerlauf eine Runde mit dem Gas, bis sie etwas wärmer wird: Zündaussetzer sind weg. Also alles wie vorher.

    Das Startverhalten schiebe ich mal auf den Vergaser - der kann irgendwo noch verunreinigt sein. Die Zündaussetzer eher nicht - woher kommen die? Und würdet ihr meine Primärspule nun auf die Abschussliste stellen oder nicht?
    Man muss noch dazu sagen, dass es heute geregnet hat, auch zwischendurch. Trotz Schirm&Co. könnte durchaus ein kleines Tröpfchen auf die Spule gefallen sein und genau den Bruch überbrückt haben.

    Hat jemand eine Idee, wie ich dem flüchtigen Kupferwurm noch auf die Pelle rücken kann? Ich möchte ja nicht bei jeder Fahrt extra Wanderschuhe anziehen.

    Danke fürs Lesen!

    Blechjack

  2. #2
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Moin,
    Zitat Zitat von Blechjack Beitrag anzeigen
    ...Bei Schritt 4 und der Primärspule wurde es dann mysteriös. Die Spannungsprüfung ergab einige Volt, je schneller man kickte, desto mehr = Primärspule i.O.
    Die Widerstandsmessung ergab jedoch nichts. Unendlicher Widerstand = Primärspule/Kabel kaputt. Ja, was denn nun - kaputt oder ganz? Beide Tests wiederholt - selbes Ergebnis. Nochmal wiederholt - selbes Ergebnis.
    Bei der Messung mit einem (hochohmigen) Voltmeter kann es durchaus sein, dass Du bei einer Unterbrechung der Wicklung noch eine Spannung aufgrund der Wicklungskapazität misst.
    Auch das - Mal gehts, mal nicht - deutet auf einen Drahtbruch in der Wicklung hin.
    Ich würde die Primärspule tauschen.

    Gruß aus Braunschweig
    Schaltpläne und mehr unter www.moser-bs.de

  3. #3
    Kettenblattschleifer
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    Danke für die Antwort und die Empfehlung! Ich werde mich da ran machen.

    Ist die Lötverbindung eine besondere? Oder lässt sich das mit dem heimischen Kolben & Zinn bewerkstelligen? Gibt's was wichtiges zu beachten?

    Die Spulen sind ja richtig teuer ...

    Grüße

  4. #4
    TO
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    Restaurateur Avatar von TO
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    Keine besondere Lötverbindung. Ein etwas stärkerer Lötkolben und Elektroniklot tun es.

    Das Kabel muss so angelötet und verlegt werden, dass es nachher nicht an der Kurbelwelle schleift. Am besten mit Kabelbinder fixieren.

  5. #5
    Kettenblattschleifer Avatar von falk205
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    Hi,

    Großen Lötkolben und entsprechend höherwertiges Lötzinn mit Kupfer und Silberanteil hab ich hier.
    Am Kabelbaum gewackelt und dabei den Durchgang geprüft?


    solong...

  6. #6
    Kettenblattschleifer
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    So, hab die Grundplatte nochmal ausgebaut und zumindest mit Widerstandsmessung gründlich gecheckt. Kabelwackeln und Durchgang sind konstant.
    Was nicht konstant ist, ist der Widerstand rotes Kabel (Klemme 14) gegen Masse (also durch die Primärspule): Lasse ich die Grundplatte in Ruhe, spuckt mir das Display zwischen 4kOhm und 15kOhm aus. Drücke ich die Primärspule aber in Richtung Mitte, geht der Widerstand runter auf ca. 700 Ohm. Also würde ich net-harrys Theorie der defekten Primärspule unterstützen. Durch das Drücken kommt irgendwo wieder ein ordentlicher Kontakt in der Wicklung zustande. Oder?

  7. #7
    Kettenblattschleifer
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    Problem gelöst: Die Primärspule war's. Mit neuer Spule habe ich jetzt einen Funken wie ein halber Blitz. Wusste gar nicht, dass Funken so aussehen müssen ...

    Startproblem auch gelöst. Im Vergaser war irgendein Kanälchen zu. Hab ein anderes 16N3-4-Oberteil genommen, die Düsen umgesteckt und schwupps, beim zweiten Kick war sie da.

    Danke an alle Elektricks!

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