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Thema: Problem mit neuer Grundplatte/Zündspule


  1. #1
    Avatar von HirundoRustica
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    Icon Sad Problem mit neuer Grundplatte/Zündspule

    Hallo liebes Schwalbennest,

    als stiller Leser habe ich mir hier schon so manch wichtigen Ratschlag mitnehmen können, doch mittlerweile beschäftigt mich nun ein mittelschweres Problem:
    Die Grundplatte samt ihren drei Spulen.

    Ich bin seit einigen Wochen Besitzer eine Schwalbe Bj. 76 KR51/1 mit SMLZ. Zum Zeitpunkt des Kaufs funktionierte das Vorderlicht (schön hell) einwandfrei (Rücklicht sowie Bremslicht hat noch nie funktioniert daher kann ich nicht sagen ob die Rücklichtspule je funktioniert hat - der Vorbesitzer hat neben anderem Pfusch die Kabel zur Tageslichtschaltung verbunden).
    Leider habe ich damals einen schwerwiegenden Fehler beim Öffnen des Polrads begangen und anscheinend gleich 2 Spulen auf der Grundplatte beschädigt -> die Lichtspulen für Vorderlicht und Hinterlicht. Lediglich die Zündspule lief/läuft. Bevor ich nun eine neue Lötaktion starten musste, habe direkt von einem Simson Händler in Berlin eine komplette Grundplatte mit allen Spulen gekauft - so habe ich dann am Wenigsten Probleme (dachte ich :( )
    Ich besitze das schwarz lackierte Polrad.(Simson Zndung - Typen und Einstellen)

    Auf der Verpackung der neuen Grundplatte steht "6V Unterbrecher Zündspule innen S50, KR51/1"
    (siehe Bilder im Anhang)
    Meine alte Zündspule sieht jedoch nicht schwarz aus, sondern so wie auf diesem Link:
    https://www.akf-shop.de/zuendspule-innenliegend/a-875/

    Weiß leider auch nicht wie ich genau ermitteln kann wie viel Watt das Ding bringt (Der Händler faselte was von 6V/25 Watt).

    Beim ersten Einbau musste ich feststellen das der Kondensator (anscheinend durch Fabrikfehler) defekt war (das Innenleben ließ sich drehen). Aber ich habe sie trotzdem eingbaut um zu testen. Ergebnis:
    - kaum/schwaches Vorderlicht beim Ankicken
    - kein Zündfunke
    - auch keine Funke mit abgeschraubten Zündkerzenstecker

    Also zurück zum Händler, der hat mir widerwillig den Kondensator ersetzt und meinte mein Verdacht das die Zündspule hier defekt ist sei völliger Schwachsinn, es handle sich um ein neues Produkt und er hätte es auch schon getestet (tatsächlich hatte er danach schon das Zündkabel mit der Verbindungsklemme montiert.)

    Dieses Wochende habe ich voller Eifer die "reparierte" Grundplatte zusammen mit einem neuen Zündschloss eingebaut. Ergebnis wieder:
    - kaum/schwaches Vorderlicht beim Ankicken
    - kein Zündfunke
    - auch keine Funke mit abgeschraubten Zündkerzenstecker

    Die Kabel am Zünschloss wurden alle korrekt angeschlossen da die ich zum Vergleich eine komplett intakte Schwalbe selben Typs neben mir stehen hatte und den Schaltplan dabei hatte.
    Sobald ich jedoch meine alte Grundplatte mit den kaputten Spulen einbaue funktioniert der Zündfunke wieder einwandfrei und sie lässt sich mit nur einem Kick ankicken.

    Vielleicht hat hier irgendjemand eine Idee, für mich sieht alles nach einer defekten Zündspule aus nur das der Händler mir das nicht glaubt.

    Vielen Dank schon Mal und einen schönen Restsonntag
    Beste Grüße
    Angehängte Grafiken

  2. #2
    Tankentroster Avatar von macgyver
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    Hi,

    Zündspule schon mal durchgemessen? Primärwicklung gegen Masse sollte ein paar Ohm haben (das ist das rote Kabel, das zum Unterbrecherhebel geht, der Unterbrecher muss natürlich offen sein), Sekundärwicklung sollte ein paar kOhm haben (zwischen Zündkabel und Masse). Ist denn die Hochspannungsdurchführung richtig zusammengetütelt? Das sollte man zuerst prüfen, denn davon hängt eine funktionierende Sicherheitsfunkenstrecke ab. Sollte die Zündspule nämlich heil sein und die Zündspannung erzeugen, diese jedoch nicht die Kerze erreichen, springt der Funke woanders über - ohne Sicherheitsfunkenstrecke auch gerne mal in der Spule - das macht die nicht lange mit...

    Frank

    P.S.: Das Polrad ist bei der Demontageaktion, die die Spulen zerstört hat, sicher ungeschoren davongekommen?

  3. #3
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    du kannst doch auch die "neue" lichtspule auf die alte grundplatte schrauben.
    oder die alte zündspule auf die neue grundplatte.

    viele gruese

    bremsbacke

    edit:
    ohne funktionierenden kondensator kannst du keinen zündfunke erwarten.

  4. #4
    Tankentroster Avatar von macgyver
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    Also, ich würde jetzt noch nicht zu viel an den Grundplatten rumschrauben (obwohl das natürlich ne mögliche Lösung wäre). Mein Primärziel wäre momentan zu prüfen, ob die neu gekaufte Grundplatte tatsächlich einen weg hat, denn das wäre dann ein Fall für die Gewährleistung...

    Frank

  5. #5
    Simsonfreund
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    Zitat Zitat von macgyver Beitrag anzeigen
    Also, ich würde jetzt noch nicht zu viel an den Grundplatten rumschrauben (obwohl das natürlich ne mögliche Lösung wäre). Mein Primärziel wäre momentan zu prüfen, ob die neu gekaufte Grundplatte tatsächlich einen weg hat, denn das wäre dann ein Fall für die Gewährleistung...

    Frank
    stimmt...
    an die garatie hatte ich nich gedacht, eher an schneller wieder fliegen können

    viele gruese

    bremsbacke

  6. #6
    Avatar von HirundoRustica
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    Vielen Dank für euer Feedback!!

    @macgyver
    Ich habe mir mein Multimeter geschnappt und mal gemessen (ich bin kein Experte, also falls ich etwas falsch gemacht haben sollte -> sorry)

    Ergebnis:

    Primärwicklung gegen Masse -> 1,93 Ohm
    http://www.directupload.net/file/d/3...5mg39q_jpg.htm

    Sekundärwicklung gegen Masse -> 5,776 KOhm
    http://www.directupload.net/file/d/3...3boyxi_jpg.htm

    Hier hat es nichts verändert ob der Unterbrecher offen oder geschlossen war.
    Die Verbindungsklemme zwischen Zündkabel und Zündspule scheint bestens angebracht worden zu sein
    (Das hat der Simson Händler gemacht - so schön habe ich das bisher nie hinbekommen)
    http://www.directupload.net/file/d/3...4jxawo_jpg.htm
    Das Polrad hat, obwohl ich durch das ständige Ab- und Aufziehen Sorgen habe, bisher alles überstanden.

    @Bremsbacke
    :) Dasselbe hab ich mir auch gedacht, aber macgyver hat schon recht, besser das über die Gewährleistungsschiene abzuwickeln - wenn denn die Zündspule tatsächlich kaputt sein sollte.


    Ich weiß wirklich nicht weiter - kann es sein das der Simson Händler die Grundplatte mit einem anderen Polrad getestet hat und es damit funktioniert hat? Ich trau ihm nicht, kann sein das er mich auch einfach angelogen hat.

  7. #7
    Tankentroster Avatar von macgyver
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    Also, die Messwerte sehen erstmal OK aus, dann sollte sich zündfunkenmäßig eigentlich was tun, vorausgesetzt die Grundplatte ist richtig montiert und Unterbrecherabstand und Abrissmaß (--> Suchfunktion) sowie natürlich der Zündzeitpunkt stimmen. Ich hatte übrigens auch mal eine solche Nachbauzündspule in meinem Moped, und die hat problemlos funktioniert, bis ich die ganze Chose gegen einen SLEZ ausgetauscht habe.
    Das Auf- und Abziehen sollte dem Polrad übrigens nichts ausmachen, vorausgesetzt natürlich, Du benutzt dafür den richtigen Abzieher (und keinen Klauenabzieher oder sowas).

    Frank

  8. #8
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    is der kondensator ersetzt?

  9. #9
    Avatar von HirundoRustica
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    @macgyver
    Unterbrecherabstand und Abrissmaß hatte ich bei meiner alten Grundplatte eingestellt - bei der neuen habe ich lediglich grob mit einem Stück Alufolie überprüft ob sich der Unterbrecher öffnet (beim Drehen des Polrads). Das tat er. Abrissmaß wollte ich erst einstellen wenn ich erfolgreich einen Funken aus der Zündspule sehen kann. Oder hab ich hier einen Logikfehler -> Muss erst Unterbrecherabstand 0,4mm sowie Abrissmaß eingestellt werden bevor überhaupt ein Zündfunke kommen kann? Dachte das wär für die Feinjustierung?
    @Bremsbacke
    Ja es ist ein neuer Kondensator drin - den hat der Simson Händler reingesteckt

  10. #10
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    erst abrissmas und abstand dann zzp

  11. #11
    Avatar von HirundoRustica
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    Alles klar, das ist dann wiederum peinlich meinerseits das ich das noch nicht gemacht habe - ich war mir so sicher man kann das anschließend machen weil durch das Antreten (bei intakter Spule) immer Strom bis zum Zündkerzenstecker durchläuft und dadurch auch ein Zündfunke ensteht.

    Werde das gleich morgen ausprobieren und das Ergebnis mitteilen:)

  12. #12
    Tankentroster Avatar von macgyver
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    Das richtige Abrissmaß ist wichtig, weil dann im Moment der Unterbrecheröffnung das maximale Magnetfeld zur Funkeninduktion zur Verfügung steht, und hängt konstruktionsmäßig mit dem Unterbrecherabstand zusammen. Normalerweise sollte Unterbrecherabstand=0,4 mm (im Zustand der größten Öffnung, nicht im ZZP) auch richtiges Abrissmaß bedeuten.

    Frank

  13. #13
    Avatar von HirundoRustica
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    Halt Stop!
    Jetzt bin ich verwirrt - bin das jetzt nochmal durch den Kopf durchgegangen.

    Ich will doch lediglich überhaupt einen Zündfunken bekommen (das teste ich mit Zündkerzenstecker gegen Masse und dann ankicken - funktioniert selbst mit einem lieblosen schwachen Kick mit meiner alten Grundplatte) Hier hat das Abrissmaß noch noch gar keinen Einfluss?

  14. #14
    Simsonfreund
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    Dein Polrad erzeugt in deiner Spule eine Wechselspannung, nun muss die Spannungsspitze ca. an dem Zeitpunkt liegenen an dem der Unterbrecher öffnet, wenn der Unterbrecher bei z.B. 0V öffet gibt es keinen Zündfunken.

    Viele Grüße

    Bremsbacke

  15. #15
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Rossi
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    Zitat Zitat von Bremsbacke Beitrag anzeigen
    Dein Polrad erzeugt in deiner Spule eine Wechselspannung, nun muss die Spannungsspitze ca. an dem Zeitpunkt liegenen an dem der Unterbrecher öffnet, wenn der Unterbrecher bei z.B. 0V öffet gibt es keinen Zündfunken.

    Viele Grüße

    Bremsbacke
    Das ist leider falsch, die einfachste Erklärung dazu liefert Wikipedia:

    Die Niederspannungs-Wicklung einer Zündspule wird stromdurchflossen; beim plötzlichen Unterbrechen des Stromflusses ändert sich das Magnetfeld; in der Sekundär- oder Hochspannungswicklung wird dadurch entsprechend der Lenzschen Regel ein hochgespannter Stromimpuls von 10.000 bis 25.000 Volt induziert (siehe Induktion), der an der Zündkerze im Zylinder zum Überschlag eines Funkens führt. Zur Dämpfung der durch die induzierte Spannung von mehreren hundert Volt am UK auftretende Funkenbildung ist parallel zum Zündkontakt der Zündkondensator angeschlossen.
    MfG

    Tobias

  16. #16
    Tankentroster Avatar von macgyver
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    Na, so völlig daneben liegt Bremsbacke aber m. E. nicht (oder ich hab das alles auch völlig falsch verstanden ).
    Ohne Physiker zu sein erkläre ich mir das so: Bei ner Magnetzündanlage ist die Energie, die letztendlich den Funken befeuert, als Magnetfeld in der Zündspule "gespeichert" (deswegen funktionieren auch Zündspulen für ne CDI an einer Magnetzündung nicht / nur schlecht): Die Magneten des Polrades induzieren in der Primärwicklung einen Strom, der wiederum im Eisenkern der Zündspule ein Magnetfeld bewirkt. Öffnet der Unterbrecher, bricht dieses Magnetfeld schlagartig zusammen, was dann in der Sekundärwicklung die Zündspannung induziert. Nun will man aber den Zündfunken zu dem Zeitpunkt auslösen, wo das Magnetfeld in der Zündspule am stärksten ist. Das setzt auch voraus, dass zu diesem Zeitpunkt der Strom in der Primärwicklung möglichst groß ist. Diesen Zeitpunkt während der Polradumdrehung (eigentlich ja während des entsprechenden Sechstels der Polradumdrehung) haben die Konstrukteure gemessen / bestimmt und als Abrissmaß festgelegt.

    Hab ich das einigermaßen richtig erklärt? (Ansonsten würden mich die Richtigstellungen natürlich sehr interessieren, man lernt ja nie aus. )

    Frank

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