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Thema: Probleme beim ankicken


  1. #1

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    Standard Probleme beim ankicken

    Hallo

    ich habe eine Kr51/1 Halbautomatik und habe da folgende Probleme. Erstens ist beim ankicken in letzter Zeit das Probleme, das ich durchtrete und keine Kompression da ist und sie dann nicht anspringt. Woran kann das liegen?
    Zweitens habe ich das Problem, das wenn sie dann läuft, nach ca 6 km oftmals überhitzt obwohl richtig eingestellt und 260er Kerze. Vergaser ist auch neu dazu.
    Ausserdem Kriege ich meinen Krümmer nicht dicht und es kommt sehr viel raus. Kann mir jemand helfen?

  2. #2
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    Standard

    Eine umfassende und gründliche Wartung dürfte die Masse deiner Probleme beheben. Wenn wir das einzeln aufdröseln, ergeben sich mehrere Baustellen.

    1) Das Ankicken. Hast du wirklich "keine Kompression" oder willst du damit nur sagen, dass der Kickstarter durchrutscht? In ersterem Fall liegt's irgendwo am Zylinder, im zweiten eher an der Kupplung.

    2) Klingt nach dem Wärmeproblem in einer seiner vielen Ausprägungen. Hierzu kannst du dich im Nest belesen. Gleiches Gilt für die Geschichte mit dem Krümmer.
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  3. #3
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    Standard

    Krümmer richtig montieren:

    (gehen wir mal davon aus, das der Auspuff schon "zerlegt" ist!)
    Du beginnst nur mit dem Krümmer, der restliche Auspuff bleibt ersteinmal in der Ecke liegen!
    • Das wichtigste = ist die Bördelung am Krümmer und der Zylinderauslass plan? Erst wenn das sichergestellt ist, kann der Krümmer absolut dicht montiert werden! Also ggf. nacharbeiten!
    • Von "hinten" streifst du eine Hohldichtung (Klick) auf den Krümmer
    • Krümmermutter (mit gereinigtem/intaktem Gewinde) schiebst du hinterher
    • Zwischen den Krümmer und den Zylinderauslass legst du eine massive Krümmerdichtung (Klick)
    • Nun das Krümmermuttersicherungsblech (Klick) an den Zylinder anlegen
    • Krümmermutter behutsam auf den Zylinderauslass aufschrauben, darauf achten, das du die Mutter nicht verkantet auf das Gewinde aufdrehst
    • Ist der Krümmer halbwegs fest, achtest du darauf, dass er auch in die richtige Richtung zeigt und nicht "auf halb acht" am Motor hängt.
    • Ist der Krümmer schön nach hinten ausgerichtet, ziehst du ihn mit entsprechendem Werkzeug (Klick) fest.
    • ich bevorzuge hierzu einen ordentlich großen Schlitzschraubendreher und einen mittelgroßen Hammer, das ist keineswegs für jeden zu empfehlen. Aber mit Gefühl in den Griffeln für mich das Mittel der Wahl. Die Nuten der Krümmermutter sind meist so verrundet, das ein Krümmermutter-Schlüssel abrutscht und man sich die Fingerchen verletzt. Außerdem sind die meist vorhandenen Krümmerschlüssel viel zu kurz im genug Kraft aufwenden zu können. Hier unbedingt merken, nach "fest" kommt "ab", prügelst du zu derb mit dem Schraubendreher auf die Krümmermutter zerstörst du dir das Gewinde, am ehesten das Gewinde am Zylinder!)
    • Sitzt der Krümmer nun in seiner Endposition kannst du den Auspuff 2cm auf den Krümmer aufschieben und mit der dazu erhältlichen Schelle festziegen.
    • Je nach Fahrzeug wird der Auspuff im mittleren Teil mittels einer Schelle am Fahrzeug (Beispiel Schwalbe>Soziusfußraste) fixiert.
    • Darauf achten, das der Endtopf möglichst spannungsfrei am Krümmer + Fahrzeug montiert werden kann. Wenn das nicht der Fall ist, Krümmer nochmal lockern und den Krümmer neu ausrichten, wieder festziehen und den Auspuff wie oben geschildert montieren.

    Ist der Auspuff montiert, wirst du sehr wahrscheinlich nach längerer Fahrt feststellen, das zwischen Auspuff und Krümmer suppt, das setzt sich aber nach etlichen Kilometern mit Ölkohle zu.
    Beim montieren der Schelle darauf achten, das eine Seite einen größeren Durchmesser hat, dieser Seite stülpst du über den Endtopf, die Seite mit dem kleineren Durchmesser umspannt den Krümmer.
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  4. #4
    Flugschüler Avatar von Vogelfreund1983
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    Zitat Zitat von Matze Beitrag anzeigen
    Krümmer richtig montieren:

    ich bevorzuge hierzu einen ordentlich großen Schlitzschraubendreher und einen mittelgroßen Hammer, das ist keineswegs für jeden zu empfehlen. Aber mit Gefühl in den Griffeln für mich das Mittel der Wahl. Die Nuten der Krümmermutter sind meist so verrundet, das ein Krümmermutter-Schlüssel abrutscht und man sich die Fingerchen verletzt. Außerdem sind die meist vorhandenen Krümmerschlüssel viel zu kurz im genug Kraft aufwenden zu können. Hier unbedingt merken, nach "fest" kommt "ab", prügelst du zu derb mit dem Schraubendreher auf die Krümmermutter zerstörst du dir das Gewinde, am ehesten das Gewinde am Zylinder!).
    Das kann ich voll und ganz unterschreiben, diese Methode wende ich auch an.

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