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Thema: Quo vadis, Germania?


  1. #1
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard Quo vadis, Germania?

    Merkel wirbt für Investitionen
    OK, nichts Lustiges, nichts Banales, keine leichte Kost, eignet sich daher für Smalltalk eher weniger, aber sei´s drum. Es geht uns ja alle was an oder sollte es jedenfalls. Vor Jahren gab es mal eine Diskussion zu den Discounterschnäppchen, in der ich meine Meinung gesagt habe, die so aussieht, dass es zum Schaden der eigenen Wirtschaft ist, wenn man durch manipulierte Währungskurse künstlich verbilligte Produkte kauft. Die Rede war natürlich von China. Ich habe gesagt, wir werden in Bälde zu Sklaven von China, die uns den Wohlstand mit ihrem Billigtrick abzapfen, und dann unser Geld haben, um die bankrotte Wirtschaft zu übernehmen. Ich wurde verhöhnt und niedergemacht, als ich mein persönliches Motto kundgetan habe, soweit möglich deutsche Produkte zu kaufen. Anhand der Meldung da oben sieht man nun, wo wir heute sind. Es ist soweit! Wenn ich alleine lese, dass Putzmeister, ein ehemals megastarker deutscher Baumaschinenproduzent, schon von Chinesen übernommen worden ist, dann kann sich mancher vielleicht vorstellen, was hier im Gange ist. Nun, also ich für mein Teil halte das schon für Hochverrat am eigenen Land, wenn die deutsche Politik tatenlos zusieht, wie die eigene Wirtschaft mit Währungstrickserei kaputtgemacht wird, um hinterher den lachenden Tätern in Fernost noch anzubieten, das Ruder ganz zu übernehmen, denn nichts anderes bedeuten diese "Investitionen", zu denen Merkel einlädt. Ein Kommentar meinerseits auf der Tagesschau vor zwei oder 3 Tagen wurde übrigens wegzensiert, soviel zur Meinungsfreiheit des deutschen Bürgers. Wenn die Presse aber mal halblang machen soll, siehe aktuelle Wulff-Debatte, dann wissen die alle, was sie für Rechte haben.
    Mich würde einfach mal interessieren, ob diese Entwicklungen auch andere sehr beunruhigen, oder ob das überhaupt nicht bis ins Bewusstein vordringt, wo das Land bzw. Europa hier hinsteuert.
    Feuer frei .

    MfG Matthias
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  2. #2
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Auch wenn ich es nur ungerne zugebe und auch am liebsten meine Augen davor verschließen würde, so kann ich es nicht und muß dir Recht geben.
    Ich sehe auch keinen Ausweg mehr, nur, daß es noch schlimmer wird, als es ohnehin schon ist.
    Wir werden von der Politik für dumm und unmündig verkauft und auch so gehalten. Hinter riesen Medienauffahrten und Getöse wird von wesentlich wichtigerem abgelenkt, so daß es kaum jemand mitbekommt.
    China ist da nur ein Teil des Ganzen. Da aber China so super und so toll ist, macht es ja auch nichts, daß immer mehr unter Chinesische Führung im eigenen Land kommt, bis der Tag kommt, an dem die Chinesen uns sagen, wie und was alles bei uns geändert werden muß. Ansonsten ziehen sie komplett ab und dann haben wir den Salat, wenn unsere Wirtschaft plötzlich bei Null steht.
    Schon heute ist es ja immer mehr verbreitet, daß die Turnschuhe mit den drei Streifen sich immer weniger Menschen überhaupt leisten können, die für 159,-€ im Laden stehen und in China für 4,21€ in den Container wandern. Jeden Monat werden es mehr, die nur noch das Geld zum allernötigsten haben, gfenau so wie die einfachen Arbeiter in China, die diesen Billigmüll herstellen.
    Aber wir müssen ja Global und europäisch denken! Wer von euch kauft doch gleich wieder sein Heizöl in Luxemburg?
    Ich komme wieder von einen ins andere.... egal.... wir lassen und willentlich von den Chinesen übernehmen, arbeiten dann, daß es gerade zum überleben reicht, bauen dann Ghettos fürs gemeine Volk und Townships für die Reichen. 80% der Bevölkerung werden dann überflüssig.... Da war doch mal was, oder? ;-)

    Naja, aber ich habe ja keine Ahnung, sehe alles immer viel zu negativ und übertreibe maßlos.

    -HOFFENTLICH!-
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  3. #3
    Kettenblattschleifer
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    Ich sehe es jeden Tag in der Firma wo ich als Werksstudent arbeite, im Versandbereich. 1 Maschine geht nach Deutschland. 3 in die USA. 10 nach China. (Bergbaugerät) Noch kaufen die bei uns, bald können sie es selber.

    1-2 mal pro Woche läuft auch eine Besuchergruppe durch die Hallen. Anzüge, 1,60 Meter und schmale Augen. Wo die herkommen könnt ihr euch denken

    Mitlerweile denke ich ernsthaft über einen Chinesisch-Grundlagen Sprachkurs nach im nächsten Semester. Genug Zeit hätte ich ja..
    Welchen Ingenieur die Firma dann nach China versetzt/mitnimmt im Zweifelsfall dürfte klar sein Irgendwie muss man ja gucken wo man bleibt.

    Wie gern wäre ich jetzt schon 65, in Rente und müsste mir um den Quatsch keine Gedanken mehr machen..früher waren dazu die Kneipen auch geiler :)

    Ganz so schlimm wird es nicht werden, noch ist das Fachwissen hier im Lande. Denke in frühestens 10-20 Jahren wird man persönlich etwas davon merken können. Bis dahin ist es allerdings noch so weit hin, da kann alles mögliche passieren was den Spieß wieder umdreht.

    Ich sag nur Atombomben und Gestörte die den Drücker in der Hand haben.

  4. #4
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Zitat Zitat von micha_ge Beitrag anzeigen
    Ich sehe es jeden Tag in der Firma wo ich als Werksstudent arbeite, im Versandbereich. 1 Maschine geht nach Deutschland. 3 in die USA. 10 nach China. (Bergbaugerät) Noch kaufen die bei uns, bald können sie es selber.
    So hat jede Medaille eben zwei Seiten. Würdet ihr nichts exportieren, ginge eine Maschine pro Woche raus und ihr könntet den Laden wahrscheinlich zusperren.

    Ich persönlich denke auch, dass in den letzten Jahren viel Wissen ohne Not und aus purer Gier nach China transferiert wurde und das der deutschen Industrie sicher in irgendeiner Form in Zukunft auf die Füße fallen wird. Allerdings sehe ich auch nicht so schwarz wie Matthias oder H.J., da mir eben auch klar ist, in welchem Maße wir von unserem Status als Exportnation profitieren.
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  5. #5
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Wohin exportieren wir eigentlich, wenn die Chinamänner mit dem transferierten Wissen den ganzen Kram selber bauen, billiger anbieten und dann keiner mehr die deutschen Produkte kauft?
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  6. #6
    Kettenblattschleifer
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    Optisch Nachbauen ist die eine Sache. Funktionell eine andere. Daher will ich meinen, solang es hier noch ausreichend vernünftige Arbeit gibt für Tüftler, solange bleibt auch das Spezialwissen hier (oder geht stillschweigend in Rente). Und solange wird, zumindest was Deutschland angeht, alles halbwegs beim alten bleiben.
    Bsp. von der Arbeit. Getriebeteile (Zahnräder) bekommen eine Spezialbehandlung damit sie eben funktionieren wie sie sollen. Die Verfahrensweise resultiert aus Jahrzenten Erfahrung und ist schlicht und einfach nicht mal eben so zu kopieren. Dann können die ruhig optisch gleiche Teile für weniger auf den Markt bringen. Wenn die Standzeit nur ein Bruchteil beträgt, kauft es trotzdem niemand.

  7. #7
    Simsonfreund Avatar von MichiKlatti
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    Zitat Zitat von micha_ge Beitrag anzeigen
    Dann können die ruhig optisch gleiche Teile für weniger auf den Markt bringen. Wenn die Standzeit nur ein Bruchteil beträgt, kauft es trotzdem niemand.
    Geschehen bei Mitnehmern für Simson. Anstatt das die Zähne gehärtet sind, wurden sie einfach angmalt damit sie so aussehen. Die Folgen kann sich glaub ich jeder ausmalen :(
    Und ich glaube nicht das die Händler da drauf sitzen geblieben sind.

    LG Michi

  8. #8
    Kettenblattschleifer
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    Zitat Zitat von MichiKlatti Beitrag anzeigen
    Geschehen bei Mitnehmern für Simson. Anstatt das die Zähne gehärtet sind, wurden sie einfach angmalt damit sie so aussehen.
    Ja das wäre ein passendes Beispiel in "klein". Wichtiger sind in meinen Augen aber die großen Sachen, wo es richtig ans Geld geht, bzw. wo es eben um "Wegweisende" Technologie geht. Nen Simsonmitnehmer kann mal eben nach Standarthärteverfahren xy behandelt werden und dann ist das gut. Das sollten die auch können, wollten sie wohl nur nicht

  9. #9
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Zitat Zitat von micha_ge Beitrag anzeigen
    Ja das wäre ein passendes Beispiel in "klein". Wichtiger sind in meinen Augen aber die großen Sachen, wo es richtig ans Geld geht, bzw. wo es eben um "Wegweisende" Technologie geht. Nen Simsonmitnehmer kann mal eben nach Standarthärteverfahren xy behandelt werden und dann ist das gut. Das sollten die auch können, wollten sie wohl nur nicht

    Na klar können Die , es kommt wohl auch darauf an was bestellt wird
    Immer schön den Auspuff freihalten

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