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Thema: Reflektor


  1. #1
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Frage Reflektor

    Ist der Reflektor vom Scheinwerfer einer S51 austauschbar bzw. irgendwo als Ersatzteil erhältlich? Die Nachbauscheinwerfer haben ja keine Zulassungszeichen.
    Oder kann man den blinden Reflektor irgendwie aufpolieren?
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  2. #2
    Urgestein
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    Mit dünnen langen Fingerchen vielleicht.
    Ansonsten sind die verklebt. Bei zweirad-schubert mal geschaut? Der hatte zumindest mal einzelne HS1 Streuscheiben.
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  3. #3
    Chefkonstrukteur Avatar von Simsonmatze
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    Mein Kumpel hat mal Scheinwerfer vom Golf 3 auseinandergenommen. Dazu hat er die Scheinwerfer im Backofen erwärmt, bis sich der Kleber gelöst hat.

    Hier mal eine Anleitung: http://www.insideperformance.de/imag...heinwerfer.pdf


    Vielleicht klappt das auch bem Simsonscheinwerfer.


    MfG

    Matze
    Stets dienstbereit, zu Ihrem Wohl, ist immer der Minol-Pirol!

  4. #4
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Zitat Zitat von Simsonmatze Beitrag anzeigen

    Vielleicht klappt das auch bem Simsonscheinwerfer.


    MfG

    Matze
    Ausprobiert mit dem Ergebnis:
    Nein, es klappt nicht. So lassen sich die beiden Teile nicht voneinander lösen.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  5. #5
    Simsonfreund
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    Wie wärs mit div. Lösungsmitteln (Aceton, Testbenzin, evtl. Terpentin oder Verdünnung) in die Birnen öffnung reinschütten bis es knapp über der Klebenaht ist (Scheinwefer liegt auf dem Glas).
    In dem BUCH steht ja drin das man lockere Streuscheiben mit "Cenusil" wieder festkleben soll, weis jemand was da für ein Kleber ist (das steht nur in denen aus DDR druck, in den aus dem MZA-Verlag steht einkleben mit Silikon)

    Viele Grüße

    Bremsbacke
    Wir fahren ganz klar: Deutz-Fahr!

  6. #6
    Flugschüler Avatar von roli4520
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    @all, na klar kann man die Streuscheibe mit Wärme vom Reflektor trennen. Evtl. Heißluftfön od. ich mache es mit einer Microflamme (ehemals Pferdespritze, auf den Adapter eines kleinen Schweißhandstücks. Nadeln aus Tintenfüllsets gehen auch) Sehr klein u. mit wenig Sauerstoff rund um den Reflektorrand. (nicht von der Glasseite aus!) Dann löst (verbrennt) sich der Kleber. Vorsichtig mit einem kleinen Flachschraubendreher die Streuscheibe abheben (heikler Moment, nicht mit Gewalt, sonst machtes knack...) Beim neu Einkleben auf die richtige Stellung der Streuscheube auf dem Reflektor achten! Da ich ungeschickter Weise öfter die Scheiben zerdeppere, habe ich das schon mehrfach angewandt. Silikon oder auch Zweikomponenten-Kleber halten Glas u. Reflektor gut zusammen. Reflektoren darf man auf keinen Fall nachpolieren, etc. sie sind speziell beschichtet (Quecksilberbedampft u. mit Schutzlackschicht, ähnlich einem Spiegel) Polieren zerstört diese glatte Spiegelschicht u. man bekommt eine unkontrollierbare Lichtabstrahlung. Ist deshlab auch verboten.
    viel Erfolg beim Umsetzen der Scheiben,
    Gruß Roland
    PS: es kann sein, dass durch die Mcroflamme der Reflektor anläuft, leider. Diese Methode ist wohl mehr zur Rettung der Streuscheibe gedacht. Der Heißluftfön schont den Reflektor, weil er keine Flamme erzeugt. Dauert aber länger. In jedem Fall Scheibe von allein Abkühlen lassen!

  7. #7
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    Queksilberbedampft geht leider nicht, zum einen deswegen weil Hg T+ , und weil durch die Lampe der Refelktor so heiß wird das sich das Hg aufjeden Fall verflüchtigt (es verflüchtigt sich schon bei Raumtemp. nach und nach)
    Wir fahren ganz klar: Deutz-Fahr!

  8. #8
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    @ Bremsbacke, gewöhnlicher Chrom ist es aber auch nicht. Viel zu buckelig. Das gibt keine glatte Fläche. Auf der Spiegelfläche ist ja auch eine Lackschicht. Und Spiegel sind seit der Erfindung durch die Venezianer mit Silber bedampft....
    Durch den Ersatz mit Quecksilber wurde der Spiegel erst erschwinglich

  9. #9
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    wie wärs mit einem Silberspiegel?
    Spiegel
    Amalgamspiegel sind seit 1886 verboten (Amlagane sind Legierungen aus Hg und anderen Metallen)

    Mit der Tollensprobe kannst du Spiegel (fast) selbermachen.....
    http://www.seilnacht.com/Lexikon/tollens.html
    http://de.wikipedia.org/wiki/Silberspiegelprobe
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  10. #10
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    Aha, ich dachte, es währe umgekehrt mit dem teuren Silber... wieder was gelernt. Wicki sei Dank.
    Aber mit was sind KFZ-Reflektoren denn nun beschichtet? Jedenfalls darf man sie nicht polieren, habs ausprobiert. Das Ergebnis ist katastrophal. ( bin Goldschmied, gut polieren gehört zum Beruf) und der Reflektor läuft in kurzer Zeit an...

  11. #11
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    Na bedampfen mit Silber, Alu oder sonstwas....
    Der Silberspiegel im Reagenzglas hält aber auch sehr gut..
    an meinem Fahrradreflecktor wars nur Silber lackiert (da konnte man poliern auch vergessen )
    Wir fahren ganz klar: Deutz-Fahr!

  12. #12
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    @ Bremsbacke,
    ja leider läuft Silber mit der Zeit an. Da es aber ein Edelmetall ist welche sich durch nicht reagieren mit Sauerstoffauszeichnen, oxydiert es natürlich nicht, sondern reagiert auf Schwefel. (deshalb hieß es früher, keine Eier mit dem Silberlöffel essen, das Silber reagiert mit den Schwefelverbindungen im Ei u. läuft an, es sulfidiert)
    Das ist abere eine Schutzreaktion. Unter der Sulfidschicht bleibt das Silber blank u. das Sulfid dringt nicht ein u. macht auch nix kaputt. Es wird sogar zur Gestaltung gebraucht. Schwefelleber oder "Pariser Oxyd" nehmen wir Goldschmiede zum "Antikisieren" von Silberschmuck u. Gerät. (schwärzen) Also läuft der Silberreflektor ohne Lackschicht an....
    Schöne Ostern,
    Roland

  13. #13
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    Ja ich bin in Chemie nicht ganz unbewandert, das Silbersulfid kannst wieder in Silber und Schwefel zerlegen in dem man es erhitzt.
    Dann musst du eben das frische Silber mit iwas lackiren das den Temperaturen standhält, zu dem Poliern wir unser Silberbesteck einmal im Jahr vor Weihnachten (aber auch nur weil es meine Oma so will es würde auch reichen es alle 3 Jahre zu poieren), da wird der Reflecktor auch noch genug spiegeln. Ruf doch mal bei einem Hersteller an mit was die des beschichten..
    Wir fahren ganz klar: Deutz-Fahr!

  14. #14
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    ...Danke das Du mir meinen Beruf erklärst.... Erhitzen bedeutet das das Silber matt wird, wenn es wieder hell wird. Besser ist abbeizen mit z.B. verdünnter Schwefelsäure (1:3)
    oder inzwischen besseren Edelmetallbeizen - Suflidentfernungschemikalien...
    Richtig polieren kann man aber nur Vollsilber, nix Versilbertes u. auch Auflagen eher nur einmal, dann ist die Schicht Silber weg!!! Neu Versilbern bleibt da nur. Aber; ein kleiner versilberter Leuchter schlägt da schon mit ca. 150;-€ zu Buche... So eine galvanische Versilberung auf 'nem Billigleuchter beträgt nur einge wenige mµ... auch auf dem Fahrradreflektor....
    u. von Hand polieren gibt Wellen, glaub's mir... ganz feine, aber für'n Reflektor das Aus - falls die Schicht überlebt. Silbersachen die nicht gehändelt werden, können mit Zapponlack gegen Anlaufen lackiert werden. Uns schon lange bekannt.
    MfG Roland

  15. #15
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    Ich möchte dir nicht deinen Beruf erklären !
    Du kannst aber etwas Silbersulfid in die Mitte eines Quarzrohres packen li u re einen Glaswollebausch reinstecken und dann mit dem Brenner das Silbersulfid erhitzen....
    ...Nach einer weile hat sich li bzw. re ein Niederschlag aus Silber bzw. Schwefel gebildet.

    Das Besteck ist ca. 70Jahre alt aus was das ist ob vollsilber oder versilbert ist weis ich nicht.

    Ist denn dieser Zaponlack hitzefest und durchsichtig?

    Ich glaube das hat nicht mehr viel mit Simson zu tun evtl. sollte man das in den Smaltalk verschieben

    Viele Grüße

    Bremsbacke
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  16. #16
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    @ Bremsb.,
    na das hab ich auch nicht ärgerlich gemeint. Aber in unserem Beruf haben wir andere Techniken u. Verfahren.
    Mit dem vom Thema abschweifen hast Du Recht. Schnell noch nebenbei; Auflagen erkennst Du an einer 2stelligen Zahl, z. B. 90. Echtes Gerät u. Besteck von 800 - bis 925 (Feingehalt) u. einem Halbmond (Silberzeichen) gestempelt. Goldgerät (Gerät - im Gegensatz zu Schmuck) würde eine Sonne u. den "Feingehaltsstempel" tragen. Und nun wieder auch für Simson zu gebrauchen: Zapponlack ist relativ wärmebeständig, sehr dünn u. glasklar.... Muss aber auf einem Reflektor superfein aufgesprüht werden oder tauchen. MfG Roland

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