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Thema: Rein aus Interesse: Luftfilterunterschied KR 51/1 und 51/2


  1. #1
    Tankentroster
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    Standard Rein aus Interesse: Luftfilterunterschied KR 51/1 und 51/2

    Hi,
    ich habe mich gerade mit jemanden über den Schwalbe-Luftfilter unterhalten und da kamen wir auf folgende Frage.
    Warum hat man den Luftfilter bei der KR51/2 eigentlich in die Gummimuffe mit Hilfe der Feder verbaut, irgendeinen Vorteil muss dies ja haben, sonst hätte man es nicht geändert?
    Hat die KR51/2 den selben Luftberuhigungskasten und auch den selben Schlauch zum Lenker?

    Laut meinem Verständnis für Fluidmechanik müsste es für den Luftwiderstand eigentlich egal sein, an welcher Stelle der Filter sitzt. Heißt: eigentlich könnte ich bei meiner 1er den Filter auch in die Gummimuffe setzen und es sollte sich nichts großartig ändern?

    Freue mich schon über Antworten. Und mir ist klar, dass es keine Verbesserung bringt und daher keinen Sinn macht und auch nicht original wäre. Ich möchte es auch nicht machen, sondern frage nur aus Interesse, weil ich mich für die Technik interessiere und sie aber auch verstehen möchte.

    Grüße
    Schwalbe: KR 51/1, Bj.: 68

  2. #2
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Standard

    Moin Theodor

    Der Luftberuhigungskasten ist identisch aber der Schlauch ist bei der /1 länger.
    Hinzu kommen die Luftfilterschale und die Kappe.
    Heraus kommt eine geringfügige Differenz der angesaugten Luftmenge
    und daraus resultierend ein anderer Unterdruck.
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  3. #3
    Tankentroster
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    Vielen Dank, sprich man hat bei der 2er mit weniger Aufwand das selbe Ergebnis erreicht?
    Oder hat die 2er mit dem anderen Unterdruck irgendeinen Vorteil?
    Schwalbe: KR 51/1, Bj.: 68

  4. #4
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    Grundsätzlich sollte man in Betracht ziehen, dass sowohl der Motor, als auch der Vergaser gänzlich unterschiedlich sind.

    Grüße
    Gerhard
    bevor isch misch uffreesch, isses mir liwwer egal !

  5. #5
    TO
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    Meiner Meinung nach ist bei Luftfilter in der Gummimuffe der Resonanzeffekt behindert. Während bei der Einser die Luftsäule in der Gummimuffe frei schwingen kann, stellt der Luftfilter bei der Zweier einen Widerstand dar. Das ergibt wahrscheinlich einen messbaren Effekt für bestimmte Drehzalen.

  6. #6
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Meine Theorie: Der Luftfilter musste umziehen, weil in der KR51/2 der Platz oben unter dem Lenker für die Elektronik gebraucht wurde. Dass der Filter dann zwischen Luftberuhiger und Vergaser sitzt, ist relativ offensichtlich die schwächere Lösung.

  7. #7
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Ich schließe mich dem "Schwarzen_Peter" soweit an.

    Allerdings muss die Idee schon älter sein - sind doch die Beruhigungskästen
    und Ansaugmuffen der KR51/1 seit 1968 identisch
    zu denen der /2 die ja erst um 1980 kam.
    Wieso sonst sollte man da so einen großen Querschnitt dazwischen pflanzen !?

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  8. #8
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    Vieleicht einfach nur eine Einströhmruhe
    wieder herstellen, bei dem offenen System !!!
    Der Filter sollte eh alle paar Tausend gereinigt werden.

    Holger

  9. #9
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Theorie meinerseits: Man hatte schon bei der /1 vor, den Luftfilter nach unten zu setzen (warum sollte sonst die Patrone zufällig genau in den Trichter am Ansauggeräuschdämpfer passen), hat aber im Rahmen der Erprobung gemerkt, dass das irgendwie Käse ist und sich die letztendlich verbaute Lösung einfallen lassen. Als man dann bei der /2 den Platz brauchte, hat man sich auf den alten Plan besonnen sich das mit einer anderen Vergaserabstimmung zumindest halbwegs zurechtgebastelt.
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  10. #10
    Flugschüler
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    Standard

    Perfekt Prof !!
    Du hast den Punkt getroffen.

  11. #11
    Tankentroster
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    Standard

    @ schwarzer Peter: was meinst du mit: "... ist offensichtlich die schwächere Lösung.." ?
    Haben die zweier irgendeinen Nachteil? Oder inwiefern sonst die schwächere Lösung?

    Grüße (und Danke an alle, interessanteres Thema als ich anfangs dachte)
    Schwalbe: KR 51/1, Bj.: 68

  12. #12
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Die Schwäche ist, dass der Luftfilter im Ansauggummi die frei schwingende Luftsäule behindert. Das entsprechende Stichwort dazu lautet Einlassresonanz. Gemeint ist damit der Drehzahlbereich, bei dem die schwingende Gassäule die Füllung des Zylinders bestmöglich unterstützt. Und wenn die Gassäule einfach gegen eine Wand (wie den Luftfilter) schwingt, löst sich der schön gerichtete Strom in ein Chaos auf.
    Sirko
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  13. #13
    Tankentroster
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    Die Theorie habe ich soweit verstanden, aber ist der Unterschied auch im messbaren Bereich? Hätte man das sonst so in Serie verbaut? Bzw merkt man am Fahrverhalten tatsächlich einen Unterschied?
    Schwalbe: KR 51/1, Bj.: 68

  14. #14
    Tankentroster
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    Standard

    Da sich aus dem Thread ein ganz interessantes Thema entwickelt hat, ist mir noch eine Frage eingefallen, womit das Thema dann abgegrast wäre .
    Die Kr51 hat als Ansauganlage lediglich den T-Luftfilter. Anscheinend war der wohl auch nicht so gut, weshalb man die Ansaugung danach optimiert hatte. (lautes Ansauggeräusch)
    Jetzt meine Frage: der T-Luftfilter entspricht doch weitestgehend einer offenen Ansaugung? Müsste die KR51 bei gleichem Motor damit nicht viel zu viel Luft bekommen haben und zu mager gelaufen sein? Welche Hauptdüse hatte sie? Habe irgendwo im Forum gelesen, dass eine falsche Ansauganlage die Luftsäule verändert und früher oder später zu Kolbenklemmer führt. Diese Aussage würde ich aber somit als widerlegt sehen, da in der KR51 luftsäulentechnisch nicht viel los ist und sie auf 40 Tkm ausgelegt war. Dass der Wirkungsgrad dadurch nicht optimal war, ist natürlich ein anderer Aspekt.
    In Wikipedia habe ich folgenden Satz gefunden: "In niedrigeren Drehzahlen fehlte es ihm an Kraft, dafür aber neigte er zum Überdrehen, sodass die 60-km/h-Grenze unter günstigen Bedingungen deutlich überschritten werden konnte." Kann mir jemand erklären wie die Zusammenhänge sind? Bin sehr Interessiert an der Technik :)

    Gruß Theo
    Schwalbe: KR 51/1, Bj.: 68

  15. #15
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Du vergisst, dass KR 51/1 und KR 51 eben nicht den gleichen Motor haben. Mit dem Wechsel auf das "große" Ansaugsystem wurde auch der Zylinder getauscht (andere Steuerzeiten) und das ganze System auf die neue Lage angepasst. Das ist ja unter anderem der Grund, warum wir hier immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen müssen, dass man bei diesen Exoten nicht Vergaser, Zylinder und Luftfilter munter hin und her wechseln kann.

    Wenn du wirklich an der Zweitakttechnik und den Zusammenhängen interessiert bist, wäre vielleicht ein Buch wie Carl Hertwecks "Besser machen" was für dich. Das sollte das Grundwissen gut vermitteln.

    Ralf
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  16. #16
    Tankentroster
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    Vielen Dank. Das Buch werde ich mir mal besorgen, wobei ich ja nichts ändern möchte. Original gefällt sie mir am besten.
    Ich muss sagen etwas enttäuscht bin ich schon, ich hatte gedacht, dass die 51 auch den M53 Motor hat. Aber wenn das ganze System geändert wurde, ist das ja was anderes. Mit dem Überdrehen aus dem Wiki-Zitat wird es wohl so sein, dass der Volumenstrom obenraus nicht begrenzt ist und sie durch die offene Ansauganlage einfach ausdrehen konnte?
    Schwalbe: KR 51/1, Bj.: 68

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