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Thema: Restauration KR 51/1 Baujahr 1968


  1. #1
    Zündkerzenwechsler
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    Standard Restauration KR 51/1 Baujahr 1968

    Moin, moin allerseits!

    Am Wochenende war es soweit, ich konnte mit meiner vollständig montierten Schwalbe Baujahr 1968 die ersten Runden drehen. Ich hatte noch ne Menge Teile verbaut, wie zum Beispiel das Ansaugsystem, wie es original daran gehört. Vorher machte ich provisorisch ein paar Testfahrten, wobei ich den Luftfilter mit Feder wie bei der Kr 51/2 montiert hatte.

    1. Frage: Ich habe einen MZA Nachbau Luftfilter montiert, und irgendwie sitzt die originale Luftfilterabdeckung (im sehr guten Zustand) nicht so wirklich gut. Sie kippelt und irgendwie ist das komisch. Nehme ich irgendwann das Blech ab, liegt die Abdeckung dann schräg drin, jedenfalls nicht, wie es sich gehört.. Das kann doch nicht normal sein, liegt das am Nachbau Luftfilter? Außerdem höre ich beim Beschleunigen eine röhrendes Geräusch..Ich bin eigentlich absoluter Original-Fetischist, aber ich glaube es macht Sinn, das auf KR 51/2 Zustand zu bauen, zumal der Motor vorher auch ruhiger lief, ohne zu Röhren. Oder mache ich hier irgendwas falsch???? Der Schlauch zum Luftfilter ist neu und knickfrei montiert.

    2. Frage: Ich habe einen Nachbau Nierenspiegel verbaut. Kann es sein, dass der Durchmesser am Klemmstück zu groß ist? Ich bekomme ihn nicht geklemmt.. Hat da ejamdn Erfahrungen? Außerdem lässt sich das Teil mit Glas kaum verdrehen oder einjustieren. Gibt es dort irgendwas zu lockern?

    Vielöe Grüße

  2. #2
    Zündkerzenwechsler
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    zum Nierenspiegel: ja, der, den ich habe, ist auch zu groß... habe einfach ne Lage Schrumpfschlauch auf den Lenkerstummel "aufgeschrumpft", schon passts... geht aber sicher auch mit Isolierband...

    Der Spiegel lässt sich schwer verstellen, stimmt, aber der ist eh mehr für die Optik. Im Zweifel immer den Schulterblick nach hinten, wie im der Motorad-Fahrschule gelernt ;-)

  3. #3
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Moin

    Zum Luffi:
    Hast Du den Dichtgummiring in der Filterschale drin?
    Ist der Schaumstoffklotz oben auf der Luffiabdeckung noch top,
    also schön groß und ordentlich federnd-schaumig?

    Zum Spiegel: Am besten legst Du was unter/dazwischen
    z.B. ISO-Band um den Lenker oder einen Streifen Alu von einer Assiette...
    Unser Versuch, die Schelle durch abschleifen enger zu machen,
    endete mit einem hässlichen Geräusch: Knack
    Also die Schraube vorsichtig anziehen!

    Das Kugelgelenk auf der Rückseite braucht anfangs mal einen Tropfen Öl.
    Später wirst Du froh sein, wenn sich der Spiegel nicht durch Vibration selbst verstellt.
    Eine Verschraubung ist mglw. im Spiegelkörper, also hinterm Glas.

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  4. #4
    Zündkerzenwechsler
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    Danke für die Antworten!

    Ist dieser Gummiring gemeint?

    https://www.akf-shop.de/simson-ersat...51-1/a-596469/

    Den habe ich nicht drin. Das ist wohl die Crux! Und von dessen Existenz wusste ich auch noch nix! Dadadurch müsste der Luftfilter etwas höher liegen und somit mehr Spannung auf die Abdeckung kommen. Dazu werde ich mich mal nach einer originalen Luftfilterpatrone umsehen. (Die ist einseitig plan, die Nachbau Lufis nicht, so habe ich grade in einer recherche erfahren) Dadaurch müsste auch die Abdeckung mehr Auflagefläche haben und dürfte nicht mehr kippeln.

  5. #5
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Jupp, das isser.
    Mit dem Dichtring dröhnt es auch nicht mehr so dolle.
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  6. #6
    Zündkerzenwechsler
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    Hallo allerseits, nachdem ich hier immer nur vereinzelt Fragen bzgl. meines Restaurationsprojekts gestellt habe, möchte ich nun mal mein Projekt visuell darstellen. Die Schwalbe ist Baujahr 1968. Ich habe sie im August für 150 € als Scheunenfund erworben. Einige Teile fehlten (ca. 10 %) und die Kickstarterwelle war ausgenudelt. Da diese erneuert werden musste, habe ich den Motor gleich neu gelagert und abgedichtet. Es führte dazu, dass ich den Motor schlussendlich 4-5 mal geöffnet habe. ;-) Aber letztlich habe ich es geschafft, der Motor läuft ganz gut. Es war meine erste Regeneration, und auch diverse Anleitungen aus dem Internet beantworten nicht alle während der Regeneration auftretenden Fragen. In der "Reparaturanleitung für Simson Kleinkrafträder" ist auf S. 44 im Bild 52 sogar die Feder (Pos. 4) falsch montiert, was zu einer der der nachträglichen Öffnungen führte! Diese Erfahrungen waren aber wohl nötig, um in Zukunft es beim 1. Mal zu schaffen.

  7. #7
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Moin

    Na das ist doch schon was.
    Hast Du für den LiMa-Deckel noch ein separates Gitter?
    Ich würde das dran machen, sonst saugst Du allen möglichen Kram ein,
    der auf der Strasse liegt... so Äste, Laub und tote Igel..
    Und ohne Gepäckträger sieht der Panzer hintenrum noch etwas nackt aus.

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  8. #8
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    Auch wusste ich nicht, dass es Kickstarter mit Grob- und Feinverzahnung gab. Fiel mir auch erst auf, als der Motor zusammen war und ich mich wunderte, dass der Kickstarter unbeweglich ist. Rücksprache mit einem Ersatzteilhändler lieferte die Lösung... Dass man das Abtriebswellenlager extrem feinfühlig einschlagen sollte, war meine Erfahrung, nachdem ich jedesmal verwundert feststellte, dass die Welle nach dem Zusammenbau extrem schwergängig war.. Naja, soviel dazu.. Wollte meine Erfahrungen nicht vorenthalten.

    Außerdem habe ich eine Vape Zündung verbaut und alles, was noch fehlte, um die Maschine in einen zunächst technisch einwandfreien Zustand zu versetzen. Auf den Bildern fehlt zur Vollständigkeit nur noch der Gepäckträger.

    Die Maschine läuft einigermaßen gut, mir ist während der ganzen "Restauration", wenn man es denn bisher so nennen darf, ein völliger Idiotenfehler passiert, nämlich habe ich einen Kolbenring zerbrochen. Umso ärgerlicher, weil Kolben und Zylinder noch in einem wahnsinnig guten Zustand sind und ein Neuschliff nicht von Nöten ist. Nun musste ich aber neue Ringe montieren und mag den Motor noch nicht voll ausfahren. Möchte mir noch kein endgültiges Urteil über den Motorlauf erlauben.

  9. #9
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    Danke Kai, für deine Antwort. Ich habe ja noch ein paar Fragen:

    1. Das Gitter fehlt bei mir, wie man sieht. Nun gab es ja immer mal baujahrspezifische Originalzustände.. Kann es sein, dass hier ein Gitter fehlt? Oder gab es mal Motorenserien, wo dies originalerweise nicht dran war?

    2. Müssten nicht originalerweise Vorder- und Hinterradschwinge in Karosseriefarbe lackiert sein?

    3. Das Typenschild befindet sich unter der Sitzbank, nicht am linken Rahmenrohr.

    4. Gibt es irgendeine Möglichkeit die kurze Sitzbank im tadellosen oder noch besser neuen Zustand zu bekommen außer mit viel Geduld ebay regelmäßig zu beobachten?

    5. Das Beinschild hat innenseitig einen viel helleren verblichenen Farbton als außen. Wie kann das sein? Es betrifft die komplette Kontur..

  10. #10
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    1. Das Gitter wurde nie weggelassen.
    Bei frühen Modellen war das aber ein separates Aluteil,
    welches dann in das Loch im Deckel eingelegt wurde.
    Bei späteren Modellen sind Gitter und Deckel aus einem Guss.

    2. Die Schwingen sollten bei Deinem Baujahr in Fahrzeugfarbe sein.

    3. Die Anbringung des Typschildes unter der Sitzbank ist bei Deinem Moped normal.

    4. Die kurze Sitzbank gibts m.W. nur gebraucht oder gepimpt.
    Aber in der Bucht treibt immer mal was rum.
    Hier z.B. grade gefunden: Simson Schwalbe KR51/1 Star SR4-2 kurze Sitzbank | eBay

    5. Vielleicht wurde das Beinschild mal von aussen "nachlackiert".

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  11. #11
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    1. Ok, denn werde ich mir das Gitter mal besorgen. Bin ja schließlich Originalfetischist.. ;-)
    2. Das habe ich mir auch schon gedacht. Mich wunder es halt, dass bei BEIDEN die Farbe nicht in Blechkleidfarbe ist. Denn sind wohl BEIDE mal ausgetauscht worden, was ich mir nicht vorstellen kann..
    4. Ich habe schon eine Bezugsquelle in der Zwischenzeit durch Zfall gefunden: Oldtimerdienst Engisch. Dort kostet Sie allerdings 183 €. Allerdings gehen ausbaufähige bei Ebay auch ncht unter 90 € weg, sogar die Zierleisten kosten macnhmal nen Fuffi.
    5. Ich kann es mir nicht vorstellen, zumal alles sonst identisch ist. Nur Innensete Beinschild inklusive Batteriedeckel sind dermaßen ausgeblichen.

    Meine Frage des Tages: Hat jemand Erfahrungen mit der AUSBESSERUNG von Lacken? Ich stelle es mir so vor: (grob zusammengefasst)

    - die Stellen, wo der Lack mangelhaft ist oder schon Rost zu sehen ist, großzügig abschmirgeln.
    - anschließend diese Stellen grundieren
    - lackieren mit entsprechender Leifalit Farbe
    - zuletzt polieren um so auch den Übergang/Abgleich zu perfektionieren.

    Oder stelle ich mir das zu einfach vor?

  12. #12
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    Hallo Leute,

    ich habe folgende Idee, wie diese komischen Farbgebungen evtl zustande gekommen sind:

    1. Vorder- und Hinterradschwinge sind nicht in Karosseriefarbe.
    2. Das Beinschild hat innen einen anderen Blauton als außen.

    Meine Theorie: Die Schwalbe war ursprünglich (ich habe keine Originalpapiere mehr..) mal tundragrau. Diese Farbe entspricht mMn weitestgehend der der verbauten Schwingen. Ich glaube nicht, dass mal BEIDE Schwingen ausgetausch worden sind. Sind ja nunmal unanfällige Teile..

    Das Blechkleid ist jedoch mal getauscht worden. Es ist auch (bis auf den Lack) im tadellosen Zustand. Die Maschine ist aber auch ca. 20 Jahre nicht bewegt worden. Sie stand in einer baufälligen, staubigen Scheune herum..

    Nun meine zentrale Frage: Man sieht z.b. auf den Fotos, insbesondere dem in der Mitte, oben, dass sich der Originallack unter dem ausgeblichenen Lack befindet. (stark zu sehen in der Nähe des Fußbremshebels) Kann es sein, dass die Bleche zu Lagerzwecken als Neuteile mit einem dünnen Schutzlack überzogen waren, der bis heute nicht entfernt wurde? Wenn ja, wie entferne ich am besten den Schutzlack?

    Vielen Dank!

  13. #13
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    Die "Schutzlack-Theorie" kannst du vergessen. Das ist IMHO ein klassischer Fall von "schnell und billig ohne große Vorarbeit überlackiert."
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  14. #14
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Blechteile wurden dunnemals vorm Einlagern lediglich grundiert.
    Diese Grundierung hatte einen rotbraunen Farbton.

    Zur Entlackung von Teilen gibts verschiedene Methoden;
    chemisch (Säure oder Verdünnung), thermisch (Heissluftgebläse oder Ofen)
    oder mechanisch (strahlen, schleifen ...).
    Meist werden für ein perfektes Entlacken zwei Verfahren kombiniert,
    z.B. Tauchentlackung und Sandstrahlen.
    Ich wüsste allerdings keine Methode, bei der nur eine obere Schicht abgetragen wird,
    ohne die darunterliegende Lackschicht zu zerstören oder beschädigen.
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  15. #15
    Simsonschrauber Avatar von ElGonzales
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    Wenn du Glück hast ist das Baumarkt/Dosenfarbe. Da habe ich schon mehrmals gelesen dass Leute solche Farben wieder mit guten Ergebnissen vom widerstandsfähigeren Originallack abbekommen haben. Z.B.:

    Als ich versuchte, meinen komplett verhunztes Lackset zu entlacken ist mir aufgefallen, dass der eingebrannte Lack der original Teile sehr viel beständiger ist, als das was durch mehre Vorbesitzer und Baumarktlack veranstaltet wurde. Ich hab mir Abbeizer "Rasant" aus dem Baumarkt geholt, aufgetragen und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag abspachteln und gegebenfalls mit etwas Nitro die letzen Lackreste entfernen. Der originale Lack wird dadurch so gut wie gar nicht angegriffen, und durch aufpolieren kann man ihn ohne weiteres wieder sichtbar machen.
    Musst mal bisschen googeln nach "simson originallack beize"

    Doccolor schrub mal

    Mach´s mit Nitro oder Universalverdünnung.

    Die heutigen "Abbeizer" funktionieren bei Kunstharzlacken auch, wenn Du aber noch den guten, alten CKW-haltigen Abbeizer hast, greift der auch den Originallack an.

    Mit Verdünnung bist Du auf der sicheren Seite. Wichtig ist ein kühler Raum (dann verflüchtigen sich die Lösemittel nicht so schnell), nimm einen alten Pinsel und streiche eine Fläche (ca. 20x20cm) satt mit Nitro ein und lass das 1-2min wirken. Zieht´s noch nichts auf, nochmal das Ganze. Dann mit Lappen abputzen. Die verbleibenden Schlieren kannst Du mit Polierpaste wegpolieren

    Doc
    Geändert von ElGonzales (28.10.2015 um 16:02 Uhr) Grund: Ergänzung
    Gruß, André (OMG jetzt auch mit Zschopower!!!1!)

  16. #16
    Zündkerzenwechsler
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    Alles klar, vielen Dank, werde ich mal prüfen und anschließend berichten!

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