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Thema: S 51 B Nässe und Zündung (verdammt noch mal ! ...)


  1. #1
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard S 51 B Nässe und Zündung (verdammt noch mal ! ...)

    Ja, hallo erst mal an alle Simson - Freunde.

    Habe an meiner S 51 B 1 - 4 BJ 1985 das klassische Problem, was viele kennen, manche allerdings auch überhaupt nicht: Bei Regen, besonders Schneeregen, ist der Ofen aus, Zündfunken ist tadellos, laufen tut trotzdem nichts mehr. Sobald ein trockenes Lüftchen weht, hüpft sie wieder an, als wäre nichts gewesen. Zum Verzweifeln, besonders wenn man 30 km von zu Hause weg hoffnungslos stehenbleibt. Ein neuer, ach so wasserdichter Zündkerzenstecker brachte reinweg absolut total überhaupt gar nichts, die Zündspule habe ich, damit sie nicht mehr nass werden kann, schon in den Luftfilterkasten verbannt. Sie bleibt zwar trocken, ist aber auch zwecklos. Meine Theorie: Eigentlich bleibt nur noch das Zündkabel selbst als Übeltäter übrig (ist das Übliche von Beru, nagelneu). Fasst man es nämlich bei laufendem Motor an, spürt man bei jeder Zündung die Stromschläge in den Fingern (wie am Weidezaun), das heißt, es isoliert gar nicht richtig gegen die hohe Zündspannung. Wenn es nun nass wird, können sich da nicht durch die Isolierung hindurch (jawohl !) über die Außenhaut des Kabels Kriechströme zur Motormasse durchschlagen - die ist ja nicht weit - und dadurch den Zündfunken schwächen? Mir fällt nichts anderes mehr ein. Der Frust sitzt sooo tief, musste gerade erst nachts halb 2 für 20 € ins Taxi steigen, und das Gefährt in der freien Wildbahn stehen lassen. Und nach 2 Tagen, als es endlich wieder trocken war, in den Bus steigen, um die 30 km zum Korpus delikti wieder zurückzufahren. Als ich ankam, stand es - Himmel sei Dank - noch unversehrt da, sprang wunderbar auf einen Tritt an, doch gerade in diesem Moment fängt es wieder herrlich an mit regnen... ich sag´ Euch, ich habe den Kanal wirklich restlos voll. Es war ja längst nicht das erste mal. Schenke demjenigen ein halbes Königreich, der mir den entscheidenden Tipp gibt.


    Vielen Dank, Matthias

  2. #2
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Standard

    Hi,
    Den Gummiring und die Scheibe auf dem Zündkabel unter der Verschraubung in der Zündspule hast Du verbaut ? Das Kabel auch richtig in die Zündspule "eingedreht" ?
    Gruß aus Braunschweig

  3. #3
    Simsonfreund Avatar von T.I._King
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    Standard

    hast du mal ein neues kabel genommen??
    vllt. ein fehler in der isolierung!?
    ein neues kostet 2euro...
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=yyaRiE1nBsY[/url]

  4. #4
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard Re:

    Oh, mein Gott, so schnelle Antworten, bin begeistert !

    Antwort an net-Harry:

    Zunächst mal bin ich über einen Simson-Schrauber aus Braunschweig einigermaßen freudig überrascht, aber gut.
    Durchaus intelligente Frage. Gummiring und Scheibe sind nicht mehr vorhanden, da der Gummiring den Lauf der Zeit nicht überstanden hat, beim Auswechseln des alten Kabels also zerfallen ist. Da nun die (total verrostete) Scheibe auch nichts mehr zum Halten hatte, habe ich sie ebenfalls der Mülltonne überantwortet. Aber bitte: ich sagte ja, die Zündspule ist im Luftfiltergehäuse zuverlässig trockengelegt, die Abdichtung ist dort nicht mehr so wahnsinnig unentbehrlich.
    Der nächste Teil der Frage ist auch sehr intelligent ... ob das Zündkabel richtig in die Spule gedreht ist ... na, ja, so weit es geht habe ich es versucht. Ein Gewinde ist ja auf dem blöden Dorn im Inneren nicht vorhanden, er ist viel zu fett bzw. der Kabelgummi gibt viel zu wenig nach, als dass man es sauber bis Anschlag draufschieben oder wenigstens drehen könnte. Hat mich das aufgeregt ! Man würscht also solange, bis die Finger halb abgebrochen sind. Aber soweit es geht, sitzt es eigentlich. Aber nicht bis Anschlag. Aber die Frage ist auch deshalb gut, weil mir schon aufgefallen ist, dass bei nur notdürftigem Sitz des Kabels die Isolierung sofort angefressen wird und das Kupfer richtig grün vergammelt - schon nach ein paar Kilometern kann man das beobachten. Andererseits läuft der Motor aber auch problemlos, wenn
    das Kabel aus der Zündspule sogar ein Stück herausgerutscht ist !
    Was soll der Sitz des Kabels in der Spule nun aber mit der Nässe von außen zu tun haben? Wird ja nicht nass. Kann ich mir nicht vorstellen ...

    Für TI King:

    Bitte lesen, ich habe extra geschrieben, ein nagelneues, handelsübliches Beru- Zündkabel ist drin, damit nämlich so eine Frage nicht kommt. Bin doch kein Anfänger nicht mehr ... Der halbe Meter hat übrigens sogar nur 60 oder 80 ct. gekostet. '' Bessere Idee ... ? Wenn Du mit "Fehler in der Isolierung" etwa eine Schadstelle am Gummi meinst ... nee, also bitte .... wirklich mal ehrlich ... Dafür hätte ich im Laden sicher keinen ct. bezahlt, geschweige denn so was auch noch eingebaut. Gibt es denn qualitativ unterschiedliche Zündkabel in Sachen Isolierung ? Mal so ´ne Gegenfrage. Würde mich sehr interessieren.

    Und mal so allgemein: was haltet Ihr von meiner Theorie mit dem Durchschlagen vom Zündstrom durch die Isolierung. Mir fällt nichts anderes mehr ein. Das Verrückte ist ja, dass es Leute gibt, die jahrelang ne Simson gefahren sind, bei Wind und Wetter, und niemals ein Nässeproblem hatten. Das treibt mich wirklich um. Die Nuss muss doch zu knacken sein !

    Erst mal Grüße aus Dresden,


    Matthias

  5. #5
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Standard

    Hi,
    OK...Deine Spule sitzt an trockenen Stelle.
    Allerdings sorgt vielleicht die bei Regen/Schneeregen erhöhte Luftfeuchtigkeit für einen leitfähigen Feuchtigkeitsbelag auf Deinem Zündkabel, der sich aufgrund der fehlenden Gummiisolierung auf dem Kabel bis zum Inneren der Zündspule (also bis zum Hochspannungskontakt) ausbilden kann und zu einem Ableitstrom zur Masse und damit zum Fehlen der erforderlichen Zündspannung führt.

    Allerdings spricht dagegen, dass Du im nassen Zustand einen "tadellosen Zündfunken" erkennst...? Definiere "tadelloser Zündfunken"...

    Wann hast Du denn die Erfahrung "Stromschläge am Zündkabel" gemacht...war das bei Regen (hohe Luftfeuchtigkeit) oder im trockenen Zustand ?

    Gruß aus Braunschweig

  6. #6
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    Standard Und noch mal Re:

    Oh, danke, net-harry

    für die wirklich konzentrierte Kommunikation. Aber ich habe auch schon soweit gedacht mit der Luftfeuchtigkeit. Es bildet sich kein Feuchtigkeitsfilm im Inneren vom LufiKasten bzw auf dem Zündkabel. Habe ich bei meiner kürzlichen Totalpleite (natürlich!) auch gecheckt. Alles wunderbar sauber und trocken. Theoretisch wäre es schon denkbar, ganz besonders bei Kälte, weils da einfach schneller kondensiert. Und die Luft von draußen wird ja zunächst mal in das ganze Gehäuse reingesaugt. Dagegen spricht - wie gesagt - das beim ersten trockenen Luftzug (außenrum natürlich) umgehend alles wieder in Butter ist. Wäre irgendwo im Inneren das Problem, würde ganz sicher nichts so leicht verdunsten. Ich habe es - das habe ich noch nicht gesagt, durchaus auch geschafft, nach einem Abwischen des Zündkabels mit einem Lappen (soweit der bei dem Regen noch trocken war) und kurzem Warten - der Motor hat ja noch Wärme abgestrahlt - das Teil ganz kurz wieder zum Laufen zu bringen. Aber nur ein paar Meter bei dem (Schnee-)Regen. Dann war wirklich endgültig Ruhe.

    Das mit den Stromschlägen ist so: Ursprünglich festgestellt habe ich es bei Nässe (durch die Lederhandschuhe hindurch !), als es auch schon mal nicht wollte. Aber es ist das Gleiche bei Trockenheit. Kein Unterschied. Als mal eine Zündkerze kaputt war, habe sie auch kontrolliert, und beim Festhalten von der Zündkerze am Zylinderkopf und Bewegen vom Kickstarter bin ich mit dem Finger an das ZK gekommen. Hat genauso ordentlich gezuckt. Zufrieden ? Kann wahrscheinlich jeder selbst ausprobieren ...

    Mit "tadelloser Zündfunken" meine ich hell, blau leuchtend, groß, einfach nur wunderschön anzusehen bei der tiefdunklen, nässetriefenden Nacht, in der ich da stand.

    Bringt uns das jetzt weiter ?

    So, jetzt muss ich aber erst mal nach Hause, ist einfach etwas spät. Bis später


    Matthias

  7. #7
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    Standard Nachtrag

    Noch mal schnell für net-harry:

    den "tadellosen Zündfunken" habe ich auch schon an 2 aufeinanderfolgenden kaputten Zündkerzen gesehen, das hebt mich überhaupt nicht mehr an.


    Bye erst mal, und gute Nacht.

  8. #8
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Standard

    Hi, guten Morgen,

    Das mit dem Zündkabel soll, kann und darf so nicht sein. Wenn der Kerzenstecker richtig auf das Kabel geschraubt ist und Kontakt zur Kerze hat, die im Zylinder verschraubt ist, sollten keine Spannungen außerhalb des Kabel zu "ertasten" sein.

    Wenn Du natürlich die ausgebaute Kerze nicht richtig an Masse hälst und dann kickst, bekommst Du "einen gewischt...", klar...

    Da es nur (relativ) geringe Kosten verursacht - tausche doch das Kabel, Kerzenstecker und je nach Geldbeutel die Zündspule aus, montiere sie an die dafür vorgesehene Stelle am Möp (alles sauber und richtig verkabeln, auch den Masseanschluß -> BTW, fällt mir gerade beim editieren ein: Ist der jetzt auch sauber angeschlossen, gute Verbindung zur Motormasse, unbedingt nachschauen !!!) und versuche es noch einmal.

    Vielleicht hast Du ja wirklich einen defekten Stecker oder Kabel erwischt...

    Gruß aus Braunschweig

  9. #9
    Simsonfreund Avatar von T.I._King
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    Standard

    Zitat Zitat von net-harry

    Vielleicht hast Du ja wirklich einen defekten Stecker oder Kabel erwischt...
    ja, das meine ich doch...
    wenn die isolierung haarrisse hat, kommt feuchtigkeit ran und leitet auf masse.

    Ti.king
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=yyaRiE1nBsY[/url]

  10. #10

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    Standard Ich hab das selbe Problem mit meiner Schwalbe

    Hallo ihr beiden! Ich hab die selben Sorgen mit meiner KR 51 /2 wie Matthias!
    Deshalb bin ich an ner Lösung echt interessiert!

    Frei nach dem Motto: Wenn 2 sich streiten freut sich der Dritte!
    Leider hab ich nicht soviel Ahnung und probier mal ein neues Zündkabel. Meins ist auch schon älter als ich glaub ich(>26)!

    MFG

    aus Peickwitz

  11. #11
    Simsonfreund Avatar von T.I._King
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    Standard

    wer streitet denn?

    habt ihr denn den motorgehaüse eingang verschlossen(da wo das zündkabel bei der u-zündung reinkommt?

    zündschloss sauber?
    motormasse fest...?
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=yyaRiE1nBsY[/url]

  12. #12
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard So, da bin ich wieder ...

    Hallo alle miteinander, Show goes on.

    Und immer der Reihe nach, daher erst mal Gruß nach Braunschweig an net-harry:

    Jawoll, da sind wir völlig einer Meinung - das mit den Stromschlägen kann, soll und darf so nicht sein, seh´ ich 100%ig genauso. Ob ich die Kerze an die Masse halte oder ob sie eingeschraubt ist, ist egal. Die Stromschläge sind in jedem Fall zu ertasten. Da Kerzenstecker neu ist, ich die Spule auch schon ausgetauscht habe (habe ich bislang noch gar nicht erwähnt) und altes wie jetziges neues Zündkabel den Erfolgsdurchbruch nicht brachten, kann ich mir die Maßnahmen bestimmt sparen.
    Aber hilf mir auf die Sprünge: was soll der BTW sein mit Verbindung zur Motormasse ? Hab´ ich grad einen Aussetzer ... ?
    Ich habe als Sofortmaßnahme mein Zündkabel in einen extra Schlauch verpackt (so ein geriffelter flexibler für Elektriker zum Einziehen von Stromkabeln unter Putz, aber natürlich geht auch was anderes) und das ganze akribisch am ZKStecker und am Luftfiltergehäuse mit solidem Klebeband abgedichtet. Dann hab´ ich das ganze noch von vorn bis hinten mit selbigem Lebeband umwickelt, damit Feuchtigkeit auch nicht in die Riffelungen eindringen und damit nahe an das drunterliegende Zündkabel gelangen kann. Erfolg: Es ist ein solider Abstand zum Zündkabel gewährleistet und keine Spannungsschläge beim äußeren Berühren mehr zu spüren. Das gilt damit auch für jeden Tropfen und jede Schneeflocke. Da werden wir doch mal sehen ! Es gibt mir ein gutes Gefühl. Jedenfalls danke für die rege Anteilnahme. Ich werde nun erstmal abwarten müssen, was im Fall der Fälle so alles passiert. Hoffentlich nichts mehr.

    Hallo, T.I._King,

    Haarrisse im neuen Zündkabel, weich, flexibel und optisch völlig intakt, halte ich für ausgeschlossen. Mehrere Wechsel haben schon nichts gebracht. Im übrigen siehe oben. Ich habe wirklich nur noch das spannungsspuckende Zündkabel im Verdacht. Wie gesagt: So viele kennen das Problem, und es beschränkt sich nicht auf Simson, sondern gibts bei heutigen neuen Rollern genauso, wie ich kürzlich gelesen habe.
    Nur eines ist mir in Sachen Zündkabel aufgefallen: Der Leiter im Inneren verläuft durchaus nicht korrekt in der Mitte, teilweise sichtbar außermittig. Wenn auch nicht dramatisch. Nennen wir es einfach mal schlampige Fertigung von Beru. Vielleicht verstärkt das den Effekt mit der schlechten Isolierung an manchen Stellen im Kabel zusätzlich. Doch ich kann ja nicht jedes Stück Kabel zur Begutachtung vorher zerschnippeln, bevor ich es einbaue ...
    Mit Motorgehäuseeingang, "wo das ZK bei U-Zündung reinkommt" meinst Du sicherlich das Loch für den schwarzen Kabelbaum am Lichtmaschinendeckel, stimmt´s ? Da muss ich mal nachschauen, meines Wissens ist da so eine Abdichtmuffe, durch die das Kabel läuft. Sollte dicht sein. Aber: Wenn ins Gehäuseinnere durch einen kleinen Schlitz Feuchtigkeit hineinkäme, käme sie jedenfalls nicht umgehend bei äußerer Trockenheit wieder heraus. Wird´s aber trocken, fährt die liebe Mofette sofort weiter, als wollt sie einen auslachen. Das ist es ja eben. Kann einfach kein Problem der inneren Chirurgie sein. Beim besten Willen nicht. Aber danke für die Tipps, wenn meine Lösung was gebracht hat, werde ich es mit Bezug auf dieses Thema natürlich sofort kundtun, damit auch andere was davon haben. Man lernt ja bekanntlich nie aus ...

    So, und jetzt, last but not least, für Josinger:

    Natürlich, wenn Dein Zündkabel alt wie ein Baum ist, solltest Du es natürlich schon deshalb mal wechseln. Du wirst vermutlich erschrecken, wie vergammelt so was aussehen kann und Dich wundern, das es überhaupt noch fährt. Ich nehme an, KR 51/2 ist eine schöne Schwalbe etwas neueren Datums. Mein Vater ist jahrelang mit seiner auf Arbeit gefahren, und hatte nie ein Wetterproblem. Deswegen hat er meine Schönwetter-S 51 immer bespöttelt. Habe von der Nässeproblematik auch bei Schwalben weniger gehört, aber siehe da: Man lernt wirklich nicht aus. Ich kann Dir nur raten: Überprüfe, ob Du bei laufendem Motor beim Berühren des Zündkabels meine Feststellungen bestätigen kannst. Ich vermute stark, dass es auch bei Dir so ist. Und dann verpacke das (neue !) Kabel so wie ich es getan habe in eine extra Isolierung. Es kann auch ein Stück Gartenschlauch in Mintgrün sein, sehen tut´s ja dort keiner ... Hauptsache möglichst dick und vor allem absolut nässesicher. Die Stromschläge bei äußerer Berührung der Zündleitung müssen unter allen Umständen verschwinden, meine ich doch sehr stark. Denn wo Spannung da ist, es auch noch nass wird, und die Motormasse (Kapselung vom Zündkerzenstecker beispielsweise) nicht weit ist, da sind doch Probleme vorprogrammiert. Klingt das logisch ??? Ich meine ja. Aber auch ich werde abwarten müssen, ob meine "Verpackung" den gewünschten Erfolg bringt. Danach bin ich schlauer.

    So, dann danke ich noch mal allen Beteiligten für den Beistand, werde selbst, wo ich kann, mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn in der Problematik neue Erkenntnisse gewonnen sind, werde ich es melden. Soll ja für alle was bringen, meine ich.

    Bis denn, Grüße aus Dresden,

    Matthias

  13. #13
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Standard Re: So, da bin ich wieder ...

    Zitat Zitat von Matthias1
    ...
    Aber hilf mir auf die Sprünge: was soll der BTW sein mit Verbindung zur Motormasse ? Hab´ ich grad einen Aussetzer ... ?
    ...
    Hi,
    BTW = By The Way... ...fiel mir beim Schreiben gerade ein: Überprüfe die Masseverbindung der Zündspule zum Motor (Stecker an der linken, oberen Motorschraube)...
    Gruß aus Braunschweig

  14. #14
    Tankentroster Avatar von MacHeba
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    Standard

    Mahlzeit!

    Mir zuckte beim Durchlesen grad ein Zündfunke durch den Kopf:

    Kann es sein, daß dein neuer Zündkerzenstecker entweder defekt ist, oder eine sog. Vorfunkenstrecke hat?

    Das würde erklären,
    -warum die ausgebaute Kerze immer einen Funken zeigt (hat ja keinen Kompressionsdruck mehr, gegen den sie anfunken muß)
    - warum dein Zündkabel einem Weidezaun alle Ehre macht (Spannung an der Zündspule ist höher durch die insgesamt längere Funkenstrecke)
    - warum die geringste Feuchtigkeit an der Lunte den Knall im Schnapsglas verhindert (Spannung reicht dann nicht mehr für beide Funkenstrecken)

    Meß den Stecker doch mal mit einem Ohmmeter durch, so Du hast. Sollten maximal einige Kiloohm sein, mehr aber nicht.

    Glück Auf!

    Mac Heba

  15. #15
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard Ach, da kommt ja noch was ...

    Na, vielen Dank für die nächsten Reaktionen.

    Also, net-harry, jetzt weiß ich zwar, was "BTW" ist '', doch wo ist nun die Masseverbindung der Zündspule zum Motor ? Die hat sich mir noch nicht vorgestellt. Die beiden Kabel an der Zündspule sind jedenfalls korrekt angeschlossen. Sonst würd´s wohl auch nicht funken, denk´ ich mal. Und falls ich den Masseanschluss auf den richtigen Tipp hin finde, was gäb´ es da zu prüfen ? Wie ? ''


    Und hallo, MacHeba,

    da kommen ja noch völlig neue, schlaue Aspekte ins Spiel,

    und Du scheinst Dir Deiner Sache ja durchaus sicher zu sein, wenn Du meine misslichen Beobachtungen alle physikalisch - elektrisch korrekt erklären kannst ! Das beeindruckt mich ungemein, weil das zumindest taktisch der richtige Weg zu sein scheint. Wenngleich ich nicht verstehe, wie

    a) durch eine Vorfunkenstrecke kein "Kompressionsdruck" mehr vorhanden sein kann
    b) eine Spannung durch eine längere Funkenstrecke höher werden kann (häää ... ???? '' - kommt so ein Funken denn keinem zusätzlichen Widerstand gleich ????) Ich versteh´Bahnhof ...
    Der letzte Schluss (Spannung reicht nicht mehr durch die Feutigkeit) ist ja auch meiner. Soweit sind wir uns dann im Ergebnis wohl einig. Und das freut mich. Doch wie sollte ich den Stecker "durchmessen"? Ohmmeter ? Erklär´s bitte kurz, ich hab sicher bei anderen Sachen was drauf, und bin weiß Gott nicht blöd, aber da fehlt mir die Routine bei so was. So richtig die Lust, noch mal einen neuen Stecker zu kaufen, verspüre ich dann doch nicht ... Dann doch lieber mal messen.
    Da freu´ ich mich doch auf die Antwort ungemein, weil das die Erklärung liefern könnte, warum viele Simson - und wohl auch andere Mofetten keine Nässeprobleme haben. Und ich mir auch nicht so recht vorstellen mag, dass ein Moped- wie auch Zündkabelhersteller ein spannungsspuckendes Ungeheuer auf den Markt werfen, was dann im allgegenwärtigen Ernstfall Probleme macht. Noch dazu, wenn es ausgerechnet heute geradezu nichts mehr gibt, was nicht durch irgendeine DIN geregelt ist. Damit meine ich jetzt das Kabel. ':wink:'

    na, dann erst mal Grüße aud DD, schlechtes Wetter war bislang zum Glück noch nicht wieder ...

    Matthias

  16. #16
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Hi,
    Von der Klemme 1 der Zündspule geht ein braunes Kabel nach Masse (weiß jetzt bei der S51 nicht, ob es direkt zum Motor oder an den Massepunkt am Rahmenstirnrohr geht)...mal checken, ob's richtig dran ist (mit einem Ohmmeter die Verbindung zum Motorgehäuse überprüfen).
    Gruß aus Braunschweig
    Schaltpläne und mehr unter www.moser-bs.de

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