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Thema: S51 Kombischalter Symbole nachlackieren


  1. #17
    Chefkonstrukteur Avatar von Optimus Prime
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    @ Gonzzo Lesen kannst du scheinbar und ich kann es auch. Da ich zugegebenerweise Null Erfahrungen bisher mit Pulverbeschichtungen (außer am Auto) gemacht habe, schließe ich mich der Meinung von Jörn an...ganz einfach weil es Plausibel klingt das es unterwandern kann. Deswegen hab ich im letzten Post auch geschrieben das ich es an deiner Stelle doch lieber Tupfen würde.

    Wie du das nun machst ist dein Ding.
    Schwalbe KR51/2L VAPE ,Bj. 80, Ultramarinblau,M541/1 KFR,H4 55W/60W

  2. #18
    Glühbirnenwechsler
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    Hmm für mich klingt das auch durchaus plausibel, habe das in meiner alten Firma des öfteren an beschichteten Aluteilen gesehen. Aber da meine S51 eh mein Schönwetterfahrzeug ist, sind Regen und Salz und demnach auch Korrosion eh kein Thema. Mir geht es eher darum wie es original war....

    Gruß

  3. #19
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    Zitat Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
    Wenn ihr nach dem pulverbeschichten freischleift, kann es sein, das die Beschichtung durch Korrosion wieder hochkommt, weils Wasser drunterzieht. Der Aluguss ist äußerst reaktionsfreudig.
    Zitat Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
    Humbug ist das eine, eigene Erfahrung mit Pulverbeschichtung das andere.
    Wie du eben selbst sagst, original ist LACK drauf. Der kann das eher ab als PULVERBESCHICHTUNG.

    Aber da ist jeder eingeladen, seine eigenen Erfahrungen zu machen ;-)
    Da Tagchen gerade diesen Thread verlinkt hatte und mittlerweile tatsächlich "Erfahrungen" bestehen wollte ich diese doch kundtun. Kann ja nicht Schaden!
    Die Simson stand letztes Jahr bis zum ersten Schnee im Freien, die Pulverbeschichtung ist noch immer wie am ersten Tag und wirklich keine Spur einer Unterwanderung. Das freigeschliffene Alu sieht ebenfalls noch top aus. Also genau so wie ich es mir gedacht hatte!
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  4. #20
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    Hallo,
    also zum Thema "Pulvern" ist zu vermerken, dass die Teile alle vorbehandelt sein müssen. Entweder wurden sie entrostet, gesandstrahlt, entlackt und/oder entölt und nochmals gewaschen. Früher war es üblich, dass keine Ausbesserungen "Spachtel" vorhanden sein darf. Hier hat sich die Sache weiterentwickelt, dass es nun bestimmte Materialien "Spachtelmassen" gibt, die eine statische Aufladung zulassen -wird aber nicht generell verwendet-.

    Probleme bei dem Pulvern ergeben sich, wenn die Vorbehandlung nicht ordnungsgemäß war und das Pulver durch Alterung oder andere Faktoren nicht ordnungsgemäß haftete -Orangenhaut-. Wenn nicht richtig entölt wurde, blättert der Lack ab, Blasenbildung usw. Wenn nicht richtig entrostet wurde, wird sich nach 5-10Jahren wieder Rost bilden.

    Gleiches gilt für die gepulverten Metallteile, wie Rahmen, Obergurt, Schwinge usw. Wenn hier der Rost nicht richtig vorbehandelt, sprich entfernt wurde, werden erste Lackbeulen nach 5-10 Jahren auftreten.

    Gleiches gilt für die Alu-Spritz/Pressteile; hier die Armaturen. Wurde nicht richtig entfettet, geht dort der Lack ab. Simson verwendete den normalen Acryl-Lack, also keine Pulver.

    Gerade bei diesen Teilen können Beschädigungen dazu führen, dass das Regenwasser auf dem Alu zur Korrosion führte und somit auch unter den naheliegenden Acryl-Lack sich weiterentwickelt.

    Gerade bei den Armaturen müssen deshalb die alten Korrosionsstellen gründlich gesäubert sein. Aber dies führt zur Abtragung von Material und somit werden Stege oder Flanken, zu klein, Flächen mit Kerben. Pulvert man nun die nur oberflächlich gesäuberte Armatur, dann wird sich nach Zeit dort wieder Korrosion bilden. Egal ob Pulver oder Acryl-Lack.

    Das ganze Problem mit Korrosion ist ein schleichender Prozess, der wird sich nicht in 1-5 Jahren zeigen, sondern später. Wenn man die Armaturen ansieht, dann sind die 30-35 Jahre alt und es gibt auch noch sehr gute und eben sehr schlechte.



    VG
    suum cuique - Jedem das Seine - Vorgelserie, S51 C, S53 E, Awo Sport

  5. #21
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    Soweit mir bekannt ist Simson hat Alkydharzlack verwendet.

    Und es wird wohl relativ egal sein was man nun verwendet, Acryl, - Alkydharz, oder Einbrennlack, wenn man nicht richtig vorbehandelt war die Arbeit für die Katz. Das muss dann auch keine Jahre dauern.

    Pulvert man nun die nur oberflächlich gesäuberte Armatur, dann wird sich nach Zeit dort wieder Korrosion bilden. Egal ob Pulver oder Acryl-Lack.
    Die Teile wurden gesandstrahlt. Lustiger Weise nicht etwa mit Glasperlstrahlgut sondern ganz gewöhnliches Korund. Ich habe dabei gestanden, einmal rübber und wech war der Lack. Meine Befürchtung, das die Struktur in irgendeiner Weise schaden nimmt hat sich nicht bestätigt. Keine runden Kanten, Symbole nach wie vor gut ablesbar.

    Keiner wird irgendetwas pulvern lassen ohne es vorher behandelt zu haben. Im Gewerbe ist es ja üblich das der Kunde einen Gewährleistungsanspruch auf die Arbeit der Pulverbude hat.

    Die Jungs werden sicher den Teufel tun und eine Armatur pulvern, das man 5min vorher mit dem Fingernagel vom Gammel befreit hat. Ich gehe mal davon aus, das jede Pulverbude aus eigenem Interesse den Untergrund auf Verunreinigungen prüft und für das eigentlich Pulvern vorbereitet, verpartnerte Firmen die Oberflächenreinigung machen lassen oder diese im eigenen Haus durchführen. So kenne ich das jedenfalls von der Göttinger Pulverbude. Sie müssen schließlich gewährleisten, das der Kram eine Weile auf dem Metall bleibt.....
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  6. #22
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    Zitat Zitat von Matze Beitrag anzeigen
    .

    m Gewerbe ist es ja üblich das der Kunde einen Gewährleistungsanspruch auf die Arbeit der Pulverbude hat.

    Sie müssen schließlich gewährleisten, das der Kram eine Weile auf dem Metall bleibt.....
    Das machen die Gewerblichen ja auch. Jedoch ist es mit der Gewährleistung vorbei, wenn man aus optischen Gründen, wie bei der Armatur, die Beschichtung teilweise abschleift, abfeilt oder sonstiges!

    Üblicherweise schützt die gepulverte Fläche das Metall vor Korrosion, solange sie unbeschädigt ist. Jeder kennt die gepulverten Gartenstühle, wo nach wenigen Jahren, unten an den Stuhlbeinen die Beschichtung abblättert, weil sie vom Rost verdrängt wird.

    Und auf diesen, wo auch immer gekauften Gartenmöbeln, ist auch die übliche Gewährleistung drauf. Nützt nur nichts, weil dieser Prozess erst nach 2-oder 3 Jahren beginnt sichtbar zu werden. (bei einigen auch erst nach 5 Jahren, je nach Qualität, oder Beanspruchung) Und dann ist eben nix mehr mit Gewährleistung! Ich bringe dieses Beispiel mit den Gartenmöbeln bewusst, weil viele das Gesagte, aus eigenen Erleben kennen, und bei vielen genügend eigene Erfahrungen damit vorliegen.

    Nur weil bei dir, bei ca. einem Jahr vorliegende Erfahrungen, diese nicht negativ sind, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass du in 5 Jahren, wegen eventuell anderer neueren Erfahrungen, noch die gleiche Meinung hast.
    Perfekte Arbeit macht dauerhaft Spaß. Murks schafft dauerhaft Verdruss!

  7. #23
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    Das ich jegliche Ansprüche verliere ist mir vollkommen klar. Nur ging es ja nicht darum, hier jemandem zu erklären was zu tun ist wenn der Kram korrodiert.
    Wäre aber auch vollkommen egal ob ich eine Nasslackschicht abschleift oder eine Pulverlackschicht. Wenn sich darauf hin etwas löst, darf man nicht die Schuld beim Beschichter suchen.
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