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Thema: Schaltung 541 ausgenudelt. Was ersetzen?


  1. #1
    TO
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    Standard Schaltung 541 ausgenudelt. Was ersetzen?

    Mal ne Frage an die Spezialisten:

    Ich bin heute bei der Regeneration eines 541-Motors an der Schaltung hängen geblieben. Problem ist definitiv, dass der Schaltmechanismus (Schaltwalze, Schwenkhebel, innerer Schalthebel) so ausgelutscht ist, dass ein Einstellen nicht mehr möglich ist. Entweder ich kann nicht mehr in den ersten runterschalten oder ich kann nicht mehr in den zweiten hochschalten. Da ist zu viel Spiel im Mechanismus.

    Hat jemand Erfahrung damit? Was muss ich austauschen? Alle drei oben erwähnten Teile oder genügt es da zumBeispiel nur die Schaltwalze auszutauschen? Was ist am anfälligsten für Verschleiß? Oder hat jemand ne Info zum Vermessen der Teile, dass ich messen kann, woran es letztendlich liegt?

    Gruß

    Theo

  2. #2
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    für ausgenudelte schaltungen beim m541 ist eigentlich hauptsächlich die ziehkeilwelle verantwortlich. ein austausch tut da oft not und wunder. zusätzlich solltest du darauf achten, dass die schaltwalze vom sprengring nahezu ohne spiel gehalten wird. die dort verbaute anlaufscheibe kann man da mal austauschen und einen neuen sprengring verbauen.

    ansonsten hab ich bis auf gelegentlichen zahnausfall bei den 4-gangmodellen durch lagerfraß keine übermäßigen verschleiße feststellen können.
    gruß sirko

  3. #3
    TO
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    für ausgenudelte schaltungen beim m541 ist eigentlich hauptsächlich die ziehkeilwelle verantwortlich
    Also die Ziehkeilwelle tut eigentlich wie sie soll. Wenn man die per Hand bedient, werden die Gänge ordnungsgemäß durchgeschaltet. Nur schafft es die Schaltmechanik nicht, die in die richtige Position zu ziehen oder zu drücken. Die bleibt dann in ner Zwischenposition hängen. Und der Schaltmechanismus ist am Anschlag. Da ist zu viel Spiel in der Schaltmechanik. Meiner Meinung nach. Ich lasse mich da gerne belehren. Ich muss mir das nochmal genau angucken.

    Ich habe beim Schalten übrigens die Getriebewellen gedreht (drehen lassen). Daran liegt's also nicht.

    Das mit dem Schaltwalzenspiel ist ein guter Tip. Werde ich mal probieren.

  4. #4
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    wie schon gesagt ist der ziehkeil nahezu immer die schwachstelle bei den simsongetrieben. an den nuten laufen sich die kugeln ein, sodass die schaltung nur noch hakelig oder später gar nicht mehr geht.

    ein beispiel extremer belastung ist der ziehkeil unseres 50ccm rennmotors. auch wenn wir den gehärteten benutzen ist dieser nach 12 betriebsstunden fertig mit der welt.

  5. #5
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    Na gut. Dann werde ich den zumindest mal mitbestellen. Danke für den Tip.

    Gruß

    Theo

  6. #6
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Rossi
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    Hi,

    die Distanzscheiben an der Schaltwalze hinter dem Sprengring gibt es auch in verschiedenen Stärken von 1,0mm bis 1,4mm. Das Einbauspiel sollte um 0,2mm betragen.

    MfG

    Tobias

  7. #7
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    Zitat Zitat von Rossi
    Hi,

    die Distanzscheiben an der Schaltwalze hinter dem Sprengring gibt es auch in verschiedenen Stärken von 1,0mm bis 1,4mm. Das Einbauspiel sollte um 0,2mm betragen.

    MfG

    Tobias
    das einbauspiel von 0,2mm gibt die lieratur zwar so her. ich habe jedoch noch bessere erfahrungen gemacht, wenn man das einbauspiel noch weiter reduziert. mehr als 0,1mm axiales spiel wird man an meinen motoren nicht finden. belohnt wird der fahrer mit einem astrein und butterweich geschalteten getriebe.

    gruß sirko

  8. #8
    TO
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    Ich habe mir den Schaltmechanismus mal genauer angesehen. Ich weiß jetzt auch, warum der nicht mehr schaltet:

    Das Einbauspiel der Schaltwalze betrug satte 0,5mm.

    Das auf der Schaltwalze aufgesetzte Nutenblech/Kurvenstück ließ sich gegenüber der Schaltwalze minimal verdrehen (Spiel).

    Die Fräsung der Schaltwalze war angefressen.

    Der Bolzen des Schwenkhebels war nicht mehr rund.

    Das alles zusammen erzeugte so viel Spiel, dass die Schaltung nicht mehr so einzustellen war, dass in beide Richtungen geschaltet werden konnte.

    Da muss wohl in einem Rundumschlag erneuert werden

    Gruß

    Theo
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  9. #9
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    schön, diese verschleißteile mal zu sehen... so einen verschleiß hab ich noch nicht am getriebe gesehen. mach bitte für mich bei gelegenheit nochmal ein bild von der ziehkeilwelle.
    kann es sein, dass dieser motor eine gute weile trocken ohne öl gefahren wurde? der verschleiß ist so übel, dass er eigentlich nur von riesiger laufleistung oder fehlendem öl kommen kann.

    es grüßt ein schockierter sirko

  10. #10
    TO
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    Vom Vorleben des Motors weiß ich leider nichts. ebay. Primärantrieb war auch ziemlich ausgenudelt. Rostspuren z.Bsp. auch an der Schaltwalze.

    Bild von der Ziehkeilwelle kommt dann nächstes WE.
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  11. #11
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    Respekt

  12. #12
    Kettenblattschleifer Avatar von torsten
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    Zitat Zitat von TO
    Das auf der Schaltwalze aufgesetzte Nutenblech/Kurvenstück ließ sich gegenüber der Schaltwalze minimal verdrehen (Spiel).
    Theo
    Hm das liegt wohl an der Verbindung von dem Kurvenstück mit der Schaltwalze, das ist ja so ne Art Nietverbindung. Hatte ich bei mir auch, geht aber noch ohne Probleme, wie Du schon sagst, die Summe machst.
    Achso, was mir immer noch so ins Auge springt: Die Ziehkeilwelle ist eigentlich keine Welle *G*, aber ich weiß, dass es so bezeichnet wird.

  13. #13
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    Nach dem braunen Schleim zu urteilen:

    Hier hat OberflächenRost Zahnräder und Co angefressen. Der darauffolgende Betrieb zerstörte diese dann...

    Zu wenig Getriebeölwechsel :wink:

  14. #14
    TO
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    Der Ziehkeil, wie versprochen:
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  15. #15
    Restaurateur Avatar von Macschwalbe
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    Der schaut doch mal recht ausgenudelt aus, da haben die Kügelchen sich ja schon richtig schön eingearbeitet...

  16. #16
    Tankentroster Avatar von betbow
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    Hallo,
    ich habe gerade die gleiche Ausgangssituation vor mir. Ich habe zu jedem Teil einige Fragen:

    Schwenkhebel:
    -Das U ist mit einem Stift mit Sprengring am Schwenkhebel befestigt. Hier hat er ca. 0,3 mm Spiel. Oben an der Einstellschraube hat es ca. 0.1 mm Spiel. Was ist hier normal?
    -Der Nippel hat ca 0,5 mm Spiel in der Schaltwalze. Was ist hier normal?
    -Das U hat Abnutzungsspuren, macht das was?

    Schaltwalze: Nach oben und unten hat sie maximal 0,1 mm Spiel. Aber ich kann sie zur Seite bewegen, als ob die Welle ausgenudelt ist. Darf das? Oder muss die Walze stramm auf der Welle sitzen?

    Innerer Schalthebel:
    -Dieser hat minimales Spiel am Gelenk an der Feder. Ist das ok?
    -Der mittlere Zahn ist etwas kürzer als der äußere, ist das ok?

    Ziehkeilwelle:
    -An der dicken Stelle in der Mitte ist er von den Kugeln etwas eingelaufen. Etwas mehr als oben auf dem Bild. Hat das irgend einen Effekt?
    -Die Aufnahme des U-Stückes des Schwenkhebels hat genau 5 mm - ist das das normale Maß?

    Über die Beantwortung meiner Fragen würde ich mich riesig freuen. Ich möchte gerne den Schuldigen meiner nicht funktionierenden Schaltung finden. Danke schon einmal vorab :-)

    Viele Grüße

    betbow
    Geändert von betbow (05.07.2012 um 21:44 Uhr) Grund: bugfixing

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