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Thema: Schwalbe geht "regelmaessig" aus


  1. #1
    Schwarzfahrer
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    Standard Schwalbe geht "regelmaessig" aus

    Hallo,

    meine neuste Errungenschaft, 3-Gang Schwalbe Baujahr 1979 (51/1), macht mir leider ein wenig Sorgen.

    Wenn ich sie antrete (was manchmal 1 Tritt und manchmal 25 braucht) laeuft sie generell fuer ca. 1 Minute super. Leerlauf klasse, und faehrt auch astrein ... aber spaetestens nach 200 Metern faengt sie an zu stottern und geht aus (oder geht sofort aus, ohne Ankuendigung)

    Bisher habe ich versucht:

    1) Tank und Benzinhahn gereinigt, aus dem Schlaucht kommt definitiv genug Sprit, fliesst super.

    2) Vergaser aufgemacht, gereinigt ... aber war eigtl kaum dreckig und vorallem war die Duese nicht verstopft oder so.

    3) Zuendkerze gecheckt, scheint auch okay, war etwas verrusst, aber hat n super Funken, wenn ich antrete ...

    Ich hab leider keine Ahnung, wieso meine gute Schwalbe von der einen auf die andere Sekunde bei 60 im 3 Gang komplett an Leistung verliert und ausgeht, und sich erst nach ewigem Schieben oder Antreten wieder dazu bewegen laesst, zu starten.

    Ich hoffe jemandem kommt diese Problematik bekannt vor und freue mich ueber jede Hilfestellung. Dies ist meine erste Schwalbe und somit bin ich noch nicht wirklich mit der Technik vertraut, bitte beruecksichtigen

    Viele Gruesse

  2. #2
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Standard Re: Schwalbe geht "regelmaessig" aus

    Zitat Zitat von superbelow
    1) Tank und Benzinhahn gereinigt, aus dem Schlaucht kommt definitiv genug Sprit, fliesst super.
    Halt mal einen Mesbecher drunter: 250 ml in einer Minute wäre gut.

    Ansonsten mach das Belüftungslöchlein im Tankdeckel und den Auspuff sauber.
    Und den Schwimmer und das Schwimmernadelventil kontrollieren.

    Peter

  3. #3
    Tankentroster Avatar von charly
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    Standard

    Du solltest erstmal deinen Schwimmer und das Schwimmernadelventil kontrollieren. Die kurze Fahrstecke spricht dafür. Wenn du den Vergaser eh auseinander hast, check auch gleich die Düsengrößen und die Stellung der Teillastnadel. Die jeweiligen Werte findest du in den Simson Faqs und über die SuFu.
    Viel Erfolg!

  4. #4
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Hallo,

    vielen Dank schonmal für eure Antworten.

    Ich habe heute nochmal den Vergaser zerlegt und alles gut gereinigt. Tatsächlich läuft die Simme jetzt im Leerlauf (ohne auszugehen) sehr ruhig.

    Sie fährt auch ganz gut und zieht prima, aber eben immernoch nur wenige hundert meter ... dann geht sie entweder aus, oder stottert ... wenn ich dann Kupplung rausnehme und kurz warte gehts wieder ... bis zum nächsten Stottern.

    D.h. Reinigen des Vergasers hat was verbessert, aber das Problem is leider noch nicht ganz behoben :(.

    Was ich noch versucht habe:

    1) Lüftungsloch im Tankdeckel gereinigt... muss man da (mit einer Nadel) durchstehen können oder geht das schräg in den Deckel oder wie ist das?

    2) Benzinschlauch gereinigt, Filter etc.

    3) Zündkerze entrußt, Funken erneut geprüft, ist 1a


    Mir ist aufgefallen, dass die Zündkerze ziemlich schnell verrußt ist ... bin keine 5 km gefahre nund hab sie schon 2-3 mal von Ruß befreien müssen ...


    Ich hoffe ihr habt weitere Ideen, bin leider ziemlich ratlos

    Vielen Dank für euer Feedback!!!

    Gruß

  5. #5
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard

    Wenn Du in die Suche "Wärmeproblem" eingibst, hast Du für Tage Stoff zum Lesen.

  6. #6
    Restaurateur Avatar von y5bc-der alte Sack
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    Standard

    [quote="superbelow"]
    Sie fährt auch ganz gut und zieht prima, aber eben immernoch nur wenige hundert meter ... dann geht sie entweder aus, oder stottert ... wenn ich dann Kupplung rausnehme und kurz warte gehts wieder ... bis zum nächsten Stottern.
    [quote]


    tausch mal das schwimmernadelventil bzw. bearbeite mal die nadel in der düse leicht mit schleifpapier. die nadel wird hängen und dann läuft kein sprit nach

    [quote="superbelow"]

    1) Lüftungsloch im Tankdeckel gereinigt... muss man da (mit einer Nadel) durchstehen können oder geht das schräg in den Deckel oder wie ist das?[quote]


    in das loch solltest du schon reinstechen können, aber nicht weit. alternativ kannst du mal kurz zu testzwecken ohne tankdeckel fahren.
    [quote="superbelow"]

    2) Benzinschlauch gereinigt, Filter etc.[quote]

    schmeiss den filter raus. hemmt den spritfluß wegen dem geringen gefälle und wenn der tank sauber ist brauchst du den nicht. ausserdem sollte am benzinhahn um das reserveröhrchen ein sieb sein und im wassersack ist auch noch ein sieb

    [quote="superbelow"]

    Mir ist aufgefallen, dass die Zündkerze ziemlich schnell verrußt ist ... bin keine 5 km gefahre nund hab sie schon 2-3 mal von Ruß befreien müssen ...[quote]

    dann läuft der esel zu fett, häng mal die vergasernadel einen tiefer

  7. #7
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Hallo,

    danke für eure Bemühungen.

    Sprit scheint die Simson genug zu haben, denn wenn Sie ausgeht und ich die Schwalbe etwas "schräg stelle" kommt aus dem Überlauf der Schwimmerkammer einiges an Sprit raus ...

    Hatte die Nadel, Düsen etc. auch schon gereinigt etc und sie geht wirklich federleicht ...

    Kann es nicht sein, dass hier eher das "bekannte" Wärmeproblem vorliegt?

    Habe mir mal die anderen Threads durchgelesen und die Symptome sind sehr ähnlich ... wenn die Schwalbe mal an ist läuft sich astrein für wenige hundert Meter, geht dann aus ... warte ich eine Zeit lang, beginnt das Spiel wieder von vorne.

    Was meint ihr dazu =)?

    Habe bei Dumcke folgendes Set gefunden:

    http://www.dumcke.de/product_info.ph...endanlage.html

    Ist das etwas ordentliches, oder sollte ich die Teile einzeln bzw. woanders bestellen?

    Noch Tips/Ideen, bevor ich mich an die Zündung mache?

    Danke und Gruß =)

  8. #8
    TO
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    Standard

    Sie rußt. Also läuft sie zu fett. Könnte das Stottern das sog. "Viertaktern" sein? Bei zu fettem Gemisch?

    Schau mal ob der Dichtungsgummi vom Startvergaser schließt und noch in Ordnung ist (Spiel vom Startvergaserzug, aufmachen und gucken kann auch nicht schaden). Luftfilter frei? Luftschlauch frei?

    Gruß

    Theo

  9. #9
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    Standard

    Warum liest Du Dir nicht einfach die Threads zum Wärmeproblem durch und befolgst die Tipps? Gut, zugegeben, es sind sehr viele, aber ich kann´s auch nicht ändern, dass es keine vollumfängliche Abhandlung gibt, habe das ja schon mal angeregt, aber erfolglos.
    Also zum xxxxxx-ten Mal: Das Wärmeproblem besteht erst mal aus nichts anderem als einem zu schwachen Zündfunken, d.h. zu geringer Zündspannung. Das führt bei warmen Motor dazu, dass unter Kompression und heißen Gemischdämpfen der Zündfunken an der Kerze nicht mehr überspringt. Die Kerze ausgebaut, ist der Funken aber da. In dem Fall hift es regelmäßig, wenn auch nur vorübergehend, einfach eine kalte Kerze einzubauen, und schon geht es wieder. Infolge von Alterungserscheinungen können die an der Zündung beteiligten Komponenten eben schwach werden, und verursachen so bei den original Zündanlagen mittlerweile reihenweise diese Probleme.
    Abhilfe nur, indem man sich systematisch an einen Teileaustausch macht. Es können ein Teil der Zündanlage oder auch mehrere zusammen verantwortlich sein. Im letzteren Fall macht das die Fehlerfindung natürlich schwieriger.

    Häufig ist der Kondensator defekt, was man im Regelfall schon an einem Funkenfeuer dort sehen kann. Fehlerverdächtig sind auch und besonders alle im Motor auf der Grundplatte befindlichen Zündungskomponenten - Primärspule/innenliegende Zündspule/Hochspannungsdurchführung. Außenliegende Zündspulen eher weniger.

    Während das Ausprobieren einer neuen Zündkerze eigentlich nicht schaden kann (bringt nur ziemlich oft nichts), ist es sogar überflüssig, den Kerzenstecker zu tauschen. Ob der Kontakt innen korrodiert ist, kann man sehen, und ob Durchgang und der Widerstand von 1 kOhm noch o.k. sind, kann man mit einem Multimeter messen, fertich! Gar zu gern wird völlig blind der Stecker neu gekauft, um dann festzustellen, dass das Geld rausgeschmissen ist. Gleiches gilt auch für den Unterbrecher: Solange der Esel anspringt, und zunächst mal läuft, ist der Unterbrecher auch nicht defekt, höchstens den Verschleiß der Nase, die auf dem Kurbelwellennocken läuft, muss man im Auge behalten, und schauen, ob die Kontakte vielleicht etwas gesäubert/geglättet werden müssen (Kontaktfeile/feinstes Sandpapier).
    Ein am Ende korrodiertes Zündkabel (Kupferlitzen sehen am Ende braun oder sogar grün aus) kann man ein Stück einkürzen, fertich.

    Falls Du schon einen Abzieher hast (den brauchst Du) ist das Set wohl unnötig, es reicht auch ggf. erst mal nur ein neuer Kondensator.

    Gruß, Matthias

  10. #10
    TO
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    Standard

    Während das Ausprobieren einer neuen Zündkerze eigentlich nicht schaden kann (bringt nur ziemlich oft nichts), ist es sogar überflüssig, den Kerzenstecker zu tauschen. Ob der Kontakt innen korrodiert ist, kann man sehen, und ob Durchgang und der Widerstand von 1 kOhm noch o.k. sind, kann man mit einem Multimeter messen, fertich! Gar zu gern wird völlig blind der Stecker neu gekauft, um dann festzustellen, dass das Geld rausgeschmissen ist.
    Na, so einfach isses nicht. Ich hatte selbst schon einen Kerzenstecker, der das Problem war. Und bei dem konnte man Durchgang messen. Das sagt aber noch lange nicht aus, ob bei Hochspannung der Funke nicht an einem Isolationsfehler im Kerzenstecker überspringt statt an der Zündkerze.

    Ich glaube nicht, dass das das Wärmeproblem ist. Denn erstens ist die Kerze ständig verrußt. Zweitens fährt er den Motor ja kaum warm.

    Was passiert, wenn ich bei warmem Motor den Startvergaser öffne? Der Motor geht aus. Bei kaltem Motor startet er ja gut und läuft auch ne Zeitlang.

    Also könnte das doch das Problem sein. Startvergaser undicht und/oder Gemischschraube zu fett. Soll er doch mal ausprobieren bevor er den Kondensator tauscht oder ähnliche Baustellen aufmacht.

  11. #11
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Hallo,

    vielen Dank für Eure Hilfe. Nach 4 Tagen Urlaub hab ich wieder Zeit an meiner Schwalbe zu schrauben ;-).

    Gibt es eine bebilderte Anleitung, wie ich bei einer 51/1 (also mit dem Ventilator) an die Grundplatte drankomme? Würde gerne mal nach Kondensator und co schauen, weil ich nun wirklich lang genug am Vergaser gebastelt habe und der ansicht bin, dass dort nicht der fehler liegt (ansonstne bitte vom gegenteil überzeugen ;-))

    Vielen Dank und Gruß

    PS: Ich suche immernoch Fahrer und Schrauber in meiner Umgebung (Whm an der Bergstraße) ... niemand ...?

  12. #12
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Na wie wird das schon gehen ...

    Motortunnel runter
    Rechtes Trittbrett ab
    Deckel runter
    Lüfterrad runter
    Luftführungsdeckel runter

    ... und schon liegen sie da, Polrad, Grundplatte und Kettenritzel.

  13. #13
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Vielen Dank für eure Hilfe !!!

    Mein Schwälbchen läuft jetzt endlich. Es lag an der Zündkerze + dem Stecker ... beides getauscht und nun läuft sie super rund in allen Lebenslagen

    Gruß[/u]

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