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Thema: Schwalbe: Hydraulische Stoßdämpfer regenerieren


  1. #1
    TO
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    Restaurateur Avatar von TO
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    Standard Schwalbe: Hydraulische Stoßdämpfer regenerieren

    Nach der größeren Urlaubstour habe ich ja beim Testen der Stoßdämpfer festgestellt, dass die vorderen zu wenig Öl hatten und habe die gegen neue ersetzt. Die Neuen sind aber ziemlich hart und gefallen mir auch von der Konstruktion nicht so gut. Weggeschmissen wird eh nix, und da ich mit der Suchfunktion herausgefunden habe, dass man die alten regenerieren kann, werde ich das mal versuchen und hier beschreiben. Da habe ich im Nest nix Genaues gefunden.

    Also los geht's. Mittels der Schraubstock-Schlitten-Methode habe ich erstmal die Plaste-Schutzhülse und die Plaste-Stützringe entfernt.



    Danach ergibt sich folgendes Bild, bzw. man erhält folgende Teile:





    Nun braucht man ein Spezialwerkzeug um den Stoßdämpfer aufzuschrauben. Das habe ich mir dann mal schnell zusammengebratzelt:



    Man beachte die Sicherheitsschuhe unten im Bild ;-)

    Nachdem der Alu-Einsatz losgeschraubt ist, ist der Stoßdämpfer leider noch nicht zerlegt. Man muss die Stange mit mehr oder weniger Gewalt aus dem Unterteil rausziehen. Ich habe das mit so nem Spannteil für Drahtseile gemacht. Dabei kommt man an die Stelle, wo das Dämpfungs-Öl wohnt. Wenn man, wie ich, das ganze in waagerechter Lage öffnet, fließt der Kram natürlich raus. Danach erhält man folgende Teile:



    Jetzt wird noch das obere Teil zerlegt und man erhält:



    Ne ganze Menge Teile für so nen popeligen Stoßdämpfer. Aber es geht noch weiter. Das dritte Teil von rechts in der oberen Reihe lässt sich noch weiter zerlegen:



    Da sind jetzt zwei Teile dabei, die ich beim Zusammenbau ersetzen werde: Ein Standard-Wellendichtring. Und der rechteckige Gummi-Dichtring in der Mitte. Von dem nehme ich an, dass es mal ein O-Ring war. Gottseidank habe ich bei Aldi zugegriffen, als es das O-Ring-Sortiment gab. Dadurch habe ich jetzt ein Problem weniger.

    So viel für heute. Ich werde jetzt mit meiner Perle ne Pizza essen gehen und dann morgen oder übermorgen mit der Suche nach Ersatzteilen bzw. einem geeigneten Öl weitermachen.

    Gruß

    Theo

  2. #2
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    Also, der Wellendichtring ist D 10*19*7 S1, gibt es hier: http://www.akf-shop.de/shop/product_...ederbein-.html

    Ich zitiere mal den experimentator:
    Öl gehört ein Hydrauliköl mit einer Viskosität von 30 - 38 cSt rein.
    Dazu gibt es je nach Stoßdämpfertyp unterschiedliche Füllmengen von 52 - 67 cm³.
    Wichtig ist auch ein ordentlicher Schlüssel um die Verschraubung des Stoßdämpfers aufzukriegen.
    Falls defekt (undicht) wird auch noch die Abdichtung der Kolbenstange benötigt.
    Mal schauen, wo ich das Öl herkriege...

    Weiß zufällig jemand, welche Stoßdämpfer mit welcher Menge befüllt werden? Oder wo das stehen könnte?

  3. #3
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    So, Hydrauliköl HLP32 ist bestellt. Mit den Wellendichtringen warte ich noch.

  4. #4
    Zahnradstoßer Avatar von Olaf1969
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    Dein Gebrazzelter Schlüssel ist eigentlich ganz nett, aber besser wäre da ein sogenannter STIRNLOCHSCHLÜSSEL dafür geeignet...

    Kann Dir Samstag gerne einen zeigen wenn Du mal in der Feldstr.11 in OF vorbeischneist...
    =/\= ...see us out there... =/\=

  5. #5
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Rossi
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    Hi,

    Menge müsste 54ml sein, meine ich auswendig aus dem Kopf. Steht aber auch irgendwo in der Suche.

    Den selbstgebauten Schlüssel finde ich gut, ich hab nämlich auch keinen Schlüssel dafür. So oft brauch man die auch nicht, dass man dafür extra einen kaufen muss.

    MfG

    Tobias

  6. #6
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    Kann Dir Samstag gerne einen zeigen wenn Du mal in der Feldstr.11 in OF vorbeischneist...
    Danke fürs Angebot, wird aber diesen Samstag leider nicht klappen.

  7. #7
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    und für diejenigen, die weder was bauen wollen noch einen kauf bevorzugen, können als spezialwerkzeugalternative auch eine 90° gebogenen etwas stabilere sprengringzange benutzen. das funktioniert ebenfalls, wenn man nicht gerade mit den zarten greifzähnchen dreht.

    eine weitere von mir getestete und ohne schweißen mögliche variante wäre, eine handelsübliche überflüssige schere an den enden beider scherblätter zu durchbohren (m6 oder m5) und dort kurze m6 oder m5 schrauben mit muttern zu kontern. so kann man die gewinde der schrauben als bolzen nutzen und durch die schereneigenschaften dann sogar den arbeitsbereich erweitern.

    gruß sirko
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  8. #8
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    Zitat Zitat von TO Beitrag anzeigen
    So, Hydrauliköl HLP32 ist bestellt. Mit den Wellendichtringen warte ich noch.

    Hallo, warum genau HLP32?

    Ist das dafür vorgesehen?
    Ich hätte jetzt glatt zu Gabelöl gegriffen.

  9. #9
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    Das "32" ist die Viskosität in cST (centiStokes), und das sollen ja zwischen 30 und 38 sein (siehe weiter oben).

    Ich nehme an, Gabelöl ist nichts anderes als Hydrauliköl mit ner bestimmten Viskosität.

  10. #10
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    Die Suchfunktion förderte noch Folgendes zu Tage:

    zu Füllung:

    "52 +/- 2 cm³
    So steht es in der Reperaturanleiung"

    "Hallo die Ölmenge stimmt aber mehm 30er öl für hinten und für vorne würde ich 10er oder 20er empfehlen (also hinten hartes und vorne weicheres) ich spreche aus Erfahrung !"

  11. #11
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Die Viskositätsangaben der DDR waren m.W. auf eine höhere Temperatur (50C) bezogen als die heutigen Öl-Kennziffern. Wer also DDR-Einheitsöl "36" bräuchte, ist mit HLP46 dichter an der Wahrheit als mit HLP32.

  12. #12
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    Zitat Zitat von Schwarzer_Peter Beitrag anzeigen
    Die Viskositätsangaben der DDR waren m.W. auf eine höhere Temperatur (50C) bezogen als die heutigen Öl-Kennziffern. Wer also DDR-Einheitsöl "36" bräuchte, ist mit HLP46 dichter an der Wahrheit als mit HLP32.
    46er habe ich hier rumstehen. Für die Halbautomatik. Naja, mal sehen. Werde beides mal testen.

    Gestern war ich beim Fachhandel im Kaff um nach den Wellendichtringen zu fragen. Der fragte gleich, ob die von nem Moped wären. So was hätte er nicht. Könnte er auch nicht besorgen. Hm. Ist das so ein ungebräuchliches Maß, dass er die nicht besorgen kann? Oder hatte er einfach keinen Bock?

    Jetzt habe ich die bei AKF bestellt. Nächstes Wochenende geht's dann weiter.

  13. #13
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    Der scheint wohl keinen Trieb gehabt zu haben.

    An den Wellendichtring sollte er eigentlich ran kommen!
    10/19/7 scheint ein gängiges Maß zu sein:

    Wellendichtringe-Wedi kaufen im Shop - Kugellagerzentrale.de

  14. #14
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    Öl uns Wellendichtringe sind angekommen. Die ersten Dämpfer sind bearbeitet.

    Erkenntnisse:
    1. Der Blitz meiner Arbeitsdokumentationskamera will meistens nicht mehr. Daher sind die Bilder jetzt was dunkler.
    2. Am unteren Ende des Kolbens sitzt eine Mutter:



    Mit der wird eine Federspannung eingestellt. Die wird also beim Zusammenbau nicht bis zum Anschlag gedreht. Das habe ich leider erst nach zwei Dämpfern gemerkt. Was da eingestellt wird, weiß ich nicht. Man sollte aber bei Betrachten der Einzelteile und scharfem Nachdenken drauf kommen können. Oder vielleicht weiß ja einer im Nest, wozu das gut ist und wie das eingestellt wird? Vielleicht mit nem bestimmten Drehmoment? Ich habe mir bei den folgenden Dämpfern einfach die Stellung gemerkt und wieder genausoweit draufgeschraubt.

    3. Die Unterteile der langen und kurzen Dämpfer der Schwalbe sind identisch, also die schwarze Metallhülse und der Einsatz. Nur der Kolbenteil unterscheidet sich, z.Bsp. durch ne längere Stange.

    Ich unterbreche hier mal. Das Mittagessen ruft....

  15. #15
    TO
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    Weiter geht's.

    4. Die von mir mit HLP32 neu befüllten Dämpfer dämpfen ziemlich stark. Beim Rausziehen. Stärker als vorher und stärker als neu gekaufte. Eventuell müsste man wirklich auf 20er Öl gehen, wie oben mal vorgeschlagen.

    5. Die O-Ringe aus dem Aldi-Satz passen nicht wirklich. Wenn die vom Durchmesser passen, sind sie zu dick, so dass die Verschlussschraube nicht ganz rein geht. Ich habe dann einen kleineren Ringdurchmesser genommen, da war auch die Materialstärke kleiner. Das passte halbwegs.

    6. Wenn der Wellendichtring noch in Ordnung ist, ist so ein Stoßdämpfer relativ schnell wieder befüllt. Man muss dazu dann nämlich die Kolbenstange nicht zerlegen. Der O-Ring lässt sich ohne Zerlegen drauf fummeln.

    Hier mal ein Bild vom neu eingesetzten Wellendichtring, daneben die alten Teile:



    Die Ergebnisse des Fahrtests folgen dann irgendwann wenn ich die Dämpfer montiert habe.

  16. #16
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    Neues von der Front:

    Die Muttern unter dem Kolben stellen die Dämpfung beim Ausfedern ein. Stärker angezogen heißt stärker gedämpftes Ausfedern.

    Bei den meisten der von mir untersuchten Federbeinen war das Ausfedern stärker gedämpft als das Einfedern. Weiß jemand, warum das so ist?

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