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Thema: Schwalbe KR51/2 springt nicht mehr an


  1. #1
    Schwarzfahrer Avatar von Polarfuchs23
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    Standard Schwalbe KR51/2 springt nicht mehr an

    Liebe Schwalben-Gemeinde,

    ich bin neu hier im Forum, habe aber es aber schon geschafft, mit den hier vorhandenen umfangreichen Infos, eine KR51/2 BJ. 1982 (22000 km laut Tacho), die 15 Jahre lang gestanden hat, wieder zum Laufen zu bringen.

    Großes Lob an die Macher und aktiven Nutzer dieses Forums!!!

    Also, ich denke ich fahre eine KR51/2 N (Unterbrecherzündung, 16N1-12 Vergaser). Hatte mich zu früh gefreut, als ich nach Einsatz von viel Waschbenzin eine "4" auf dem Kupplungsdeckel entdeckte. Bin nun bereits 1200 km gefahren, konnte den 4. Gang aber bislang noch nicht finden . . . Bis auf ein gelegentlich auftretenden Wärmeproblem, lief der Vogel auch ganz prima.

    Aufgrund des, wie ich fand, relativ hohen Verbrauchs von 3,7 L/100 km, des entsprechenden Kerzengesichts und der Tatsache, dass ich nie den Startvergaser zum Starten benötigte, hatte ich den Eindruck, dass der Vogel ein wenig zu fett lief.
    Versuche wie, Teillastnadel tiefer hängen, neues Chokegummi, Kontrolle des Startvergaserbowdenzuges (2 mm Spiel), Vergasereinstellung (Leerlaufschraube weiter herausdrehen), führten zu keiner Veränderung.
    Aufgrund der, gemäß Tacho, hohen Laufleistung, hatte ich sogar mal die Kompression gemessen, die mit 9 bar aber OK ist.

    Letztendlich hatte mich dann dazu entschlossen, dem Vergaser einen neuen Satz Düsen zu spendieren.

    Also neue Haupt (67)- und Leerlauf (35) -Düse, sowie gleich auch noch ein neues Schwimmernadelventil eingebaut. Motor sprang ohne Besonderheiten nach dem 2. Kicken an, wie immer.
    Nach 6 km Vollgas war die Probefahrt jedoch jäh zu Ende; der Motor ging einfach aus, als wenn man den Sprithahn zugedreht hätte, und konnte auch durch mehrfache Anschiebeversuche (auch am nächsten Tag und auch später bis heute) nicht mehr gestartet werden.

    Hier eine kurz Aufstellung, was ich bislang alles probiert habe:

    Spazierengehen:
    Mit eingelegtem Gang, ohne Kerze und Vergaser, ein paar Mal um den Block gelaufen, da ich glaubte, die Karre sei aufgrund der vielen Startversuche einfach "abgesoffen".

    Zündanlage überholt (obwohl's zuvor damit keine Probleme gab):
    Zündkerze (Isolator 260, wie immer), Kerzenstecker und Zündkabel getauscht.
    Zündspule durchgemessen (2,4 Ohm, bzw. 7,8 kOhm auf der HV Seite).
    Ohne Kerzenstecker habe ich einen ca. 10-12 mm langen Zündfunken. Denke, dass sollte also auch im eingebauten Zustand funktionieren.

    Zündzeitpunkt überprüft:
    Unterbrecher mit Alufolienstreifen und 0,4 mm Fühlerlehre überprüft. Öffnet ziemlich genau 1,8 mm vor OT (wie auch zuvor), da wo alle 3 Markierungen von Motorgehäuse, Grundplatte und Polrad übereinander stehen. Öffnet später dann geringfügig weiter als 0,4 mm (kann ich aber nur schätzen, sollte aber nicht das Problem sein).

    Da also offensichtlich ein kräftiger Zündfunke vorhanden ist, der auch zum richtigen Zeitpunkt kommt, bleibt nur noch die Gemisch-Zufuhr zu überprüfen.

    Vergaser - Schwimmerstand:
    Funktion von Schwimmer und Schwimmernadelventil überprüft. Alles so, wie es sein soll: Schwimmer hängend nach unten 33,5 mm, auf den Kopf gestellt 29 mm bis zum Oberteil des Vergasergehäuses. Senfglasmethode zeigt, dass der Spritpegel bei exakt 8 mm unterhalb des Vergaseroberteils liegt.
    Düsen sind frei.

    Kraftstoff-Durchsatz geprüft:
    Liegt bei > 200 ml/min bei abgezogenem Benzinschlauch.


    Fazit:
    Der Motor läßt sich nicht starten, auch nicht durch Anschieben. Mit gezogenen Choke knattert er mühsam für ca. 10 bis 15 Umdrehungen und stirbt dann wieder. Stellung des Gasdrehgiffes hat keinen Einfluß auf das ernüchternde Ergebnis.
    Kerzengesicht ist für mich nur schwer zu beurteilen. Ich würde sagen sie ist nach mehrmaligen Kickversuchen "leicht naß", aber nicht ölig. Wenn ich gleich nach den Startversuchen die Kerze herausschraube und daran rieche, finde ich, dass es nur ganz leicht nach Sprit riecht . . . (?)

    Jetzt kommt das Kuriose:
    Habe aus Verzweifelung wieder die alten Düsen eingebaut, womit die Schwalbe wieder in ihrem "ursprünglichen" Zustand sein sollte . . .
    Aber auch jetzt läßt sie sich nicht mehr starten !!??

    Bin mit meinem bescheidenen Latein am Ende.

    Was mache ich falsch?


    Beste Grüße
    Thomas

  2. #2
    Schwarzfahrer Avatar von Polarfuchs23
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    Standard

    OK. Ich gebe mal ein Update, auch wenn es möglicherweise keinen interessiert . . . ;-)

    Vielleicht war es auch einfach ein bisschen zuviel an Text . . . wer will das schon alles lesen . . .

    Der Übeltäter ist vermutlich der Wellendichtring auf der Kupplungsseite. Den auf der anderen Seite hatte ich schon gewechselt, hat aber nix gebracht (wäre ja auch zu einfach gewesen . . .).

    Getriebeöl riecht deutlich nach Benzin und ist fast schwarz.

  3. #3
    Chefkonstrukteur Avatar von Wessischrauber
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    Zitat Zitat von Polarfuchs23 Beitrag anzeigen

    Getriebeöl riecht deutlich nach Benzin und ist fast schwarz.
    Hallo Thomas,

    mit dieser Information hätte man 'was anfangen können. Die im ersten Beitrag beschriebenen Symptome lassen so viele Lösungsansätze zu, dass sich wohl Niemand getraut hat, sich auf eine Ursache festzulegen.

    Grüße
    Gerhard
    bevor isch misch uffreesch, isses mir liwwer egal !

  4. #4
    Schwarzfahrer Avatar von Polarfuchs23
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    Ja, verstehe.
    Leider hatte ich lange Zeit an alles mögliche gedacht, nur eben nicht an die Wellendichtringe. Daher auch nicht auf die Idee gekommen, einfach mal das Öl zu prüfen.

    Habe heute den Kupplungsdeckel entfernt - der Simmerring war komplett aus dem Sitz herausgedrückt und hing lose auf der Kurbelwelle. Alles klar . . .

  5. #5
    Chefkonstrukteur Avatar von Harzer
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    Standard

    Stimmt der Text war etwas lang, ich hatte auch schon mal angefangen zulesen......

    Makiere das Ritzel bevor du es von der Kurbelwelle ziehst, damit es hinter her wieder genau so sitzt wie vorher, die Zähne sollten wieder genauso in das Kupplungszahnrad greifen wie vorher.

    Gruß
    Frank

  6. #6
    Schwarzfahrer Avatar von Polarfuchs23
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    Ja, iss klar . . .

    Wichtig ist vor allem, dass man die beiden Zähne des Zahnrads vom Kupplungskorb markiert (zwischen denen das Zahnrad des Ritzels eingreift) , da das Primärritzel selbst, aufgrund des Keils in der Kurbelwelle, eh nur in dieser einen Position aufgesteckt werden kann. Es sei denn man setzt es falsch herum ein, sprich mit der Vorderseiten nach hinten . . . :-)

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